Hannes hat geschrieben:Ja, wenn wir nicht einmal auf Erden ein Inertialsystem finden, wozu ist dann die SRT gut?
Oder gibt es vielleicht auf anderen Himmelskörpern ein solches System ?
Die Relativisten sollen bitte sagen, wo wir hinreisen sollen, um so etwas zu finden.
Wenn ein Experiment die SRT "glänzend bestätigen" soll, dann findet sich auf der Erdoberfläche prompt "näherungsweise" ein Inertialsystem. Bestätigt das Experiment die SRT nicht, dann hat das keine Gültigkeit, weil das Inertialsystem nicht gegeben ist.
Wie z.B. beim Sagnac-Effekt. Also mal Hü und mal Hott, wie man's halt braucht, um die SRT zu bewahren. Alle Experimente, die aufgrund zielgerichteter Interpretation die SRT "bestätigen", sind allerdings unter gleichen Voraussetzungen erfolgt, wie das Sagnac-Experiment, also nicht in Inertialsystemen...
Dass bei der Durchsetzung der SRT die Zensur eine tragende Rolle spielt, beweist der Umgang mit dem Ives-Stilvell-Experiment, das nicht nach Ansicht von Ives aber nach Meinung der Relativisten den transversalen Doppler-Effekt (und damit die SRT-Zeitdilatation) beweisen soll (Ives erklärte das Experiment mit der Äther-Theorie). Tatsächlich existiert der transversale Doppler-Effekt auch beim Schall und hat mit Zeitdilatation gar nichts zu tun. In Wikipedia findet man noch in alten Versionen diesbezügliche Hinweise, z.B. hier
http://de.wikipedia.org/w/index.php?tit ... d=21056248Ein Auszug daraus:
Wird eine Lichtquelle von einer mobilen Plattform aus seitlich beobachtet, dann ändert sich nicht nur der Abstand zu ihr ständig, sondern auch der Einfallswinkel der eintreffenden Wellenfronten. Wegen der Einwirkung der Geschwindigkeitsaberration stimmen die beobachtete scheinbare Richtung der Lichtquelle und ihre tatsächliche geometrische Richtung nicht miteinander überein, sondern weichen um den Aberrationswinkel voneinander ab. Entsprechendes gilt für die Verhältnisse in der Akustik. Für den Fall seitlicher Beobachtung unter dem Einfallswinkel (Beobachtungswinkel)

sagt die Relativitätstheorie
in Übereinstimmung mit der klassischen Theorie[1] eine Frequenzverringerung (Rotverschiebung zweiter Ordnung) voraus. Die Formel hierfür lautet[2]

wobei c die Vakuum-Lichtgeschwindigkeit bedeutet. Dieses ist der eigentliche transversale Doppler-Effekt, der mit einer Rotverschiebung zweiter Ordnung einhergeht.
Beträgt dagegen der Emissionswinkel des Lichtstrahls neunzig Grad (

), dann ergibt die Anwendung der Lorentz-Transformation rein rechnerisch

Hierbei handelt es sich um eine Blauverschiebung zweiter Ordnung. In dieser, von der gängigen Lehrmeinung abweichenden Form war der transversale Doppler-Effekt ursprünglich von Wolfgang Pauli[3] [4] angegeben worden.
Der Emissionswinkel beträgt genau dann 90° , wenn der geometrische Abstand zwischen der als punktförmig vorausgesetzten Lichtquelle und der (geraden) Bewegungslinie des Beobachters am geringsten ist. Den geringsten geometrischen Abstand erhält man durch Fällen des Lots von der Punktquelle auf die Bewegungslinie. In dem Augenblick, in dem der radiale Abstand von der Punktquelle das Minimum durchläuft, geht die Relativgeschwindigkeit entsprechend durch Null und verschwindet folglich auch die Lorentz-Kontraktion. Da als relativistische Ursache des beobachteten Doppler-Effekts deshalb allein die Zeitdilatation übrig bleibt (weil die Lorentz-Kontraktion gleichzeitig verschwindet), müßte folglich diese Blauverschiebung zweiter Ordnung, also 'Paulis transversaler Doppler-Effekt', als "reiner Effekt der Zeitdilatation" gelten. In den meisten Lehrbüchern wird dagegen indirekt oder direkt behauptet[5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15], diese Situation des "reinen Effekts der Zeitdilatation" liege vor, wenn der Einfallswinkel der beobachteten Lichtwelle 90° beträgt, also wenn der transversale Doppler-Effekt auftritt, der mit einer Rotverschiebung zweiter Ordnung verbunden ist.
Es handelt sich hierbei um eine Inkonsistenz der Speziellen Relativitätstheorie, denn unter der geometrischen Bedingung, unter der der transversale Doppler-Effekt gemessen wird, ist die Lorentz-Kontraktion leicht von Null verschieden, so daß hier auf keinen Fall von einem "reinen Effekt der Zeitdilatation" gesprochen werden dürfte.
Zwar wird in nahezu allen Lehrbüchern zur Speziellen Relativitätstheorie behauptet, der transversale Doppler-Effekt exitiere in der klassischen Physik nicht, doch handelt es sich hierbei um einen leicht widerlegbaren Irrtum.
Der in modernen Lehrbüchern erstaunlich weit verbreitete Irrtum rührte ursprünglich daher, daß Albert Einstein im Jahre 1907 indirekt vorgeschlagen hatte[16], den seit 1842 durch eine Veröffentlichung Christian Dopplers bekannten transversalen Doppler-Effekt als allein von der Zeitdilatation herrührend umzudeuten. Einsteins Idee der Neuinterpretation war von Anold Sommerfeld und anderen voreilig als Vorschlag eines experimentum crucis mißverstanden worden. Im Fall einer akustischen Punktquelle beispielsweise könnte der transversale Doppler-Effekt leicht mit Hilfe eines Richtmikrophons nachgewiesen werden. Die entsprechenden vorrelativistischen Verhältnisse sind von Krause[17] diskutiert worden.
Ein Sonderfall liegt bei der Beobachtunmg einer Planwelle vor. Wird eine Planwelle seitlich unter dem Beobachtungswinkel

beobachtet, bewegt sich der Beobachter also genau parallel zu den eintreffenden ebenen Wellenfronten, dann tritt kein transversaler Doppler-Effekt auf, weil der Beobachter dann im nächsten Augenblick denselben Wert der momentanen Phase der Welle mißt, den er auch messen würde, wenn er sich garnicht in Bewegung befände.
Bedauerlicherweise greifen manche Lehrbuch-Autoren[18] [19] auf diesen Sonderfall zurück, um ihren Lesern die Nichtexistenz des transversalen Doppler-Effekts in der klassischen Physik zu "beweisen". Zitatende. Hervorhebungen in Rot stammen von mir.
Am 12. September 2006 um 16:59 Uhr hat die Relativisten-Zensur zugeschlagen und die oben zitierte Textstelle zur Gänze entfernt:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?tit ... d=21061672In alten Physikbüchern sowie bei Christian Doppler selbst findet sich der akustische transversale Doppler-Effekt noch, wie z.B. bei Georg Joos, Lehrbuch der Theoretischen Physik, von Burkhard Fricke und Klaus Schäfer völlig neu bearbeitete 15. Auflage, Wiesbaden 1989, S. 221. In neuen Auflagen ist er spurlos verschwunden und das Ives-Stilwell-Experiment wird als Paradeexperiment zur Zeitdilatation vorgeführt...

So schaut's also aus!
Grüße
Harald Maurer