Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Sebastian Hauk » Fr 21. Mai 2010, 12:39

Hallo,

muss das Burst-Signal vom Jupiter eigentlich gerade starten damit es bei Anwesenheit eines Lichtäthers die Messstationen trifft oder muss es schräg starten?

Gruß

Sebastian
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Harald Maurer » Fr 21. Mai 2010, 14:35

Ernst hat geschrieben:Bild rechts: In diesem ruhenden Äther sind Jupiter und Erde mit gleicher Geschwindigkeit bewegt. Zwischen Jupiter und Erde ist keine Relativgeschwindigkeit. Es tritt nun keine Aberration auf. Die Sichtachse zeigt nun auf die wahre Position des Jupiter und ist wiederum zur Wellennormalen geneigt. Das ist die Konstellation in Deinem Experiment.

Wenn in der Konstellation meines Experimentes keine Aberration auftritt, wieso zeigt die Sichtachse dann auf die wahre Position des Jupiter??? Und wieso hörst Du nicht auf, ständig von Aberration zu reden, wenn es sie mangels Relativbewegungen in meinem Experiment gar nicht gibt?

Ernst hat geschrieben:Du unterliegst vermutlich einem Irrtum bezüglich des Mechanismus der Aberration. Ob schräge von vorn, senkrecht von oben oder schräge von vorn, macht prinzipiell keinen Unterschied; es ist der gleiche Mechanismus:


Ja was denn jetzt? Gibt es jetzt eine Aberration oder nicht???

Grüße
Harald Maurer
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Fr 21. Mai 2010, 14:51

Hallo Harald,
Harald Maurer hat geschrieben: Ja was denn jetzt? Gibt es jetzt eine Aberration oder nicht???

Unter Aberration versteht man (bzw. ich) das Erblicken eines Objektes an einem Ort, an welchem er sich nicht befindet. Nach dieser Definition liegt bei Deiner Konstellation keine Aberration vor, denn man sieht ja das Objekt in seiner tatsächlichen Position.

Die Erklärung dazu ( incl. der Abweichung der Front von der Normalen) erfolgte aber mit dem gleichen "Werkzeug", mit welchem in anderer Konstellation eben die dort auftretende Aberration erklärt wird.

Gruß
Ernst
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Sebastian Hauk » Fr 21. Mai 2010, 15:13

Hallo,

muss das Burst-Signal vom Jupiter eigentlich gerade starten damit es bei Anwesenheit eines Lichtäthers die Messstationen trifft oder muss es schräg starten?

Gruß

Sebastian
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Harald Maurer » Fr 21. Mai 2010, 15:22

Kurt hat geschrieben:Egal aus welcher Sicht man es betrachtet, der Lichtweg ist immer krumm.

Das ist ein sehr kluger Satz. Zwar sind nicht die Lichtwege unmittelbar krumm, denn Licht bewegt sich nun mal geradlinig fort und hat, wenn man von einem Medium ausgeht, eine zu diesem Medium konstante Geschwindigkeit. Was man aber dabei beachten sollte, und das wurde in dieser Debatte nicht gewürdigt, ist das Verhalten der Wellenfronten in den beiden Bezugssystemen. Wir haben deshalb unseren Computer mit Daten gefüttert und er präsentierte uns die Animationen der Situation und da zeigt es sich zweifelsfrei, dass die Koordinatentransformation tatsächlich gar nichts verändert.

Lieber Ernst!

Das Licht des Jupiter kommt in unserer Messanordnung in keinem der Fälle senkrecht von oben, sondern immer schräg, nämlich vom Entstehungspunkt aus. Das ist auch im Bezugssystem der Erde so. Beachte bitte die zweite Animation (Bezugssystem Erde) besonders und achte genau auf das Verhalten jener Wellenfront, die auch im anderen Bezugsystem die Messbasis berührt. Du wirst sehen, dass sie sich herabsenkt und sich dabei so dreht, dass sie letzten Endes, quasi im letzten Augenblick völlig parallel zur Messbasis ankommt und gewissermaßen seitlich und nicht von oben anprallt. Der Impuls bei der Absorption der Photonen ist es, der in diesem Augenblick die Richtung des Wellenvektors und der Sichtachse angibt. Diese Richtung ist natürlich gleich wie im anderen Bezugssystem. Denn wie gesagt, Koordinatensysteme haben keinen Einfluss auf die Physik.
Die fertige Seite ist erreichbar unter

http://www.mahag.com/allg/jup.php

Der Versuch mit der Lampe wird zeigen, dass Photonen in jedem Bezugssystem sich gleich auswirken, auch wenn es so aussieht, als würden sie sich je nach Bezugssystem aus unterschiedlichen Richtungen nähern.

Meine Herren, ihr habt Euch alle getäuscht. Aber ich kann Euch verstehen :)

Grüße
Harald Maurer




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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Sebastian Hauk » Fr 21. Mai 2010, 15:59

Hallo Harald Maurer,

das sind sehr schöne Animationen :)

Was mir jetzt nicht gefällt, ist dass sich die Erde und der Jupiter viel zu schnell in Bezug auf den Lorentz-Äther im Vergleich zum Licht bewegen. Sie müssten sich ungefähr 1.000 mal langsamer bewegen.

Es würde aber m.E. schon ausreichen, wenn Du die Animation so abänderst, dass sich die Erde und der Jupiter 10 mal so langsam in Bezug auf den Lorentz-Äther bewegen wie das Licht.

Gruß

Sebastian
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Sebastian Hauk » Fr 21. Mai 2010, 16:26

Hallo Harald Maurer,

es ist mir jetzt immer noch unklar wie Du es nun schaffst zu ermitteln wann der Jupiter-Burst an den Messstationen gleichzeitig ankommt. Aber vielleicht schaffen wir dieses hier noch zu klären.

Gruß

Sebastian
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Fr 21. Mai 2010, 17:16

Sebastian Hauk hat geschrieben:Hallo Harald Maurer,

das sind sehr schöne Animationen :)

Stimmt, sehr schönen Animationen. Sie zeigen jedoch nichts Neues. Und auf die diskutierte Problematik, nämlich den Weg, den die vom Jupiter ausgesendeten Photonen relativ zur Erde nehmen (die Photonen, die ja für die physikalische Wirkung verantwortliche sind) gehen die Animationen überhaupt nicht ein.

Sebastian Hauk hat geschrieben:Was mir jetzt nicht gefällt, ist dass sich die Erde und der Jupiter viel zu schnell in Bezug auf den Lorentz-Äther im Vergleich zum Licht bewegen. Sie müssten sich ungefähr 1.000 mal langsamer bewegen.

Es würde aber m.E. schon ausreichen, wenn Du die Animation so abänderst, dass sich die Erde und der Jupiter 10 mal so langsam in Bezug auf den Lorentz-Äther bewegen wie das Licht.

Gruß

Sebastian


Wie schnell sich Jupiter/Erde relativ zum CMB im Verhältnis zur Lichtgeschwindigkeit bewegen, ist egal. Der Effekt ist immer der selbe. Da kann für eine Demonstration zwecks Anschaulichkeit schon mal eine "unrealistische" Wahl getroffen werden, wenn dadurch der gegebene physikalische Sachverhalt nicht verfälscht wird. Und das ist hier nicht der Fall.
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Trigemina » Fr 21. Mai 2010, 17:23

Hallo Harald

Harald Maurer hat geschrieben:Meine Herren, ihr habt Euch alle getäuscht. Aber ich kann Euch verstehen


Wenn immer noch davon ausgegangen werden soll, dass Jupiter und Erde näherungsweise ruhend zueinander sind, liegt die Sichtachse zwischen Jupiter J und Erde E in einer direkten Verbindungslinie JE, während die Wellennormale zwischen dem Verschiebungspunkt V=J+v*t und der Erde E mit der gemeinsamen orthogonalen Relativgeschwindigkeit v zum Äther liegt. t ist die Zeit der Lichtlaufstrecke t=JE/c und kann über die reelle Distanz JE zum scheinbaren Transitzeitpunkt aufgelöst werden und führt (wie auch über direktes Herauskürzen von t) zum Aberrationswinkel phi=arctan(v/c).

Sichtachse: Verbindungslinie JE
Wellennormale: Verbindungslinie VE

Somit liegen Sichtachse und Wellennormale (Energievektor) nicht mehr auf einer gemeinsamen Verbindungslinie und weichen wegen des seitlichen Ätherwindes um den Aberrationswinkel voneinander ab.

Wäre dem nicht so und würde man Deinen Ausführungen und übrigens äusserst ansprechenden Animationen Glauben schenken, dürfte es im Messkanal zum Zeitpunkt des mit optischen Methoden (Kollimationsfernrohr) gemessenen Jupitertransits zu keinen richtungsabhängigen Laufzeitunterschieden der Sekundärsignale kommen. So gesehen hast Du stillschweigend die Interpretation der SRT übernommen.

Gruss
Zuletzt geändert von Trigemina am Fr 21. Mai 2010, 17:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Fr 21. Mai 2010, 17:25

Harald Maurer hat geschrieben: Meine Herren, ihr habt Euch alle getäuscht. Aber ich kann Euch verstehen :)

Nein Harald, wir nicht.
Deine Animationen sind handwerklich sehr schön, aber alle falsch und zudem wenig aussagekräftig. Sie bestätigen an einigen Stellen unsere Aussagen.

Die oberste Animation enthält erstmal einen Fehler. Wenn der Jupiter seine Startposition verlassen hat, können dort keine neuen Fronten mehr generiert werden. Bleibt also die äußerste Sphäre zu verfolgen. Dann warte auf den Augenblick, wo sie die Erde berührt. Sie trifft die Erde im Tangentenpunkt. Aber die Erde bewegt sich gleichzeitig mit v nach rechts!!!. Die Relativgeschwindigkeit der Shpäre zur Erde ergibt sich als Vektorsumme aus radialer Spärengeschwindigkeit und dieser Geschwindigkeit v. Und dieser resultierende Vektor zeigt auf den Jupiter, wie ich es in meinem rechten Bild gezeigt habe. Das Licht kommt also aus Richtung Jupiter von seinem aktuellen Ort "von oben". In Deiner Interpretation unterschlägst Du diesen Sachverhalt.
(In meinem Bild zeigen die konzentrischen Kreise zeitliche Stadien der einen Sphäre, welche später die Erde trifft).
Wenn Du Dich darauf konzentrierst, wie in Deiner Animation die einzig richtige äußere Front die Erde trifft, dann kannst Du schon in Deiner ersten Animation erkennen, daß sie "von oben" einrtifft. Desgleichen in Animation 3 bestätigst Du unsere Aussage.

Bild

Deine zweite Animation ist auch nicht richtig bezüglich der erzeugten Sphären. Die Sphären können im Äther nicht konzentrisch sein. Was du da animierst, ist Emitterthese.

Deine dritte Animation ist auch nicht richtig. Wo der Jupiter nicht ist, können keine Sphären generiert werden. Bleibt die erste gültige Sphäre. Wie Du allerdings folgern kannst, daß deren Front entsprechend der Richtung Deines Strahls auf die Erde trifft, ist mir schleierhaft. Die Anordnung entspricht in meinem Bild der linke Skizze; worin ich mittels der Vektoraddition der beteiligten Geschwindigkeiten gezeigt habe, daß das Licht ebenfalls aus der aktuellen Jupiterposition "von oben" kommt. Und das hast Du in Deiner Animation auch veranschaulicht. Konzentriere Dich auf die Erde und betrachte, aus welcher Richtung die erste Front auf die Erde trifft; von oben :!: . Damit lieferst Du selbst den Beweis für unsere Aussage, welche ich in meinem Bild links beschrieben habe. (Die Kreise in meinem Bild zeigen die zeitlichen Stadien der einen Sphäre, welche später die Erde trifft.)

Die Taschenlampen lasse ich unkommentiert, da sie nicht weiterhelfen.

Harald, alle Achtung für die äußerliche Qualität der Animationen. Aber unsere kritische Aussage zum Experiment widerlegen sie nicht, bzw. stützen sie sogar.

Ein frohes Pfingstfest

Gruß
Ernst
Zuletzt geändert von Ernst am Fr 21. Mai 2010, 20:40, insgesamt 7-mal geändert.
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