Harald Maurer hat geschrieben:Nach einer Phasendifferenz zu suchen, wäre uns nie in den Sinn gekommen, weil wir wissen, dass konstante Frequenz bzw. konstante Periodendauer sowohl bei Sender als auch beim Empfänger ja just deshalb zustande kommen, weil einer langen Welle mit v entgegen gefahren wird (daher c+v) und einer kurzen Welle davon gefahren wird (daher c-v), und das heißt eben, dass, obwohl z.B. eine Modulation mit c+v bzw. c-v über die Strecke bewegt wird, dies nur bei direkter Messung der Laufzeiten dieser Modulation erkennbar ist, aber nicht an der konstanten Frequenz beim Empfänger, die unabhängig von v eben immer gleich bleibt. Konstante Frequenz bei Sender und Empfänger bedeutet eben, dass sich an diesen beiden Punkten immer dasselbe abspielt. Da werden im Takt der Periode Amplituden abgesetzt und welche empfangen - unabhängig von v immer in gleichen Perioden . Und woher soll dann da eine Phasenverschiebung kommen? Jede Änderung der Phasenlage wäre eben eine Änderung einer Periode.
Natürlich habt ihr den Zeitversatz der Impulse gemessen. Genau wie der Zeitversatz von Sinuswellen gemessen wird. Was soll sich da unterscheiden?
Ihr habt genau das gemacht, was im MMI gemacht wird. Nur eben als Einwegmessung. Genauso wie sich eine modulierte Welle gegenüber der Vergleichswelle zeitversetzt, so versetzt sich eine Sinuswelle gegenüber einer vergleichbaren. Und wenn die modulierte eine Zeitversatz von T/2 hat, dann haben die unmodulierten natürlich auch den gleichen Zeitversatz T/2.
Der Zeitversatz bei unmodulierten Wellen ist allgemein unbestimmt um n*T. Deshalb eben wird die Umschlagmethode verwendet, welche die absolute Zeitverschiebung offenbart.
Daß du die Aquivalenz beider Experimente nicht erkennst, ist schon befremdlich.
Einen Pistolenschuss wird man je nach Entfernung nach einiger Zeit hören. Und die Laufzeit kann man messen. Bei einem bereits laufenden Sinuston geht das eben nicht - denn bei welcher Amplitude soll man das Mascherl denn befestigen?
Wieder eine Ausrede. Auch die Sinusschwingungen kommen zeitversetzt an. Dazu mißt man ohne Wind und beobachtet die Phasenschiebung bei allmählich aufkommenden starken Wind.
Eine Differenz in der Phasenlage soll sich bei Drehung des MMI auf den anderen Lichtstrahl übertragen.
Ja, was denn sonst. Die Verhältnisse der Strömung in beiden Kanälen werden ja vertauscht.
Ernst hat geschrieben:Auf die Länge des Meßarms passen bei unterschiedlichem Ätherwind unterschiedlich viele Wellen. Allein daraus ergibt sich ein Phasenversatz am Ziel.
Irrtum! Es kommt nicht darauf an, wieviel Wellen auf den Meßarm bei einer Momentaufnahme "passen",
Natürlich kommt es darauf an, wenn man die unterschiedliche Phasenlage am Ziel begründet. Unterschiedliche Wellenanzahlen ergeben unterschiedliche Phasenlage am Ziel. Reine Arithmetrik.
Die Momentaufnahme macht man günstig zu einem Zeitpunkt, wo die am Sender erzeugte Welle gerade eine Nullstelle hat und betrachtet die unterschiedliche Phasenlage beider Wellen am Ziel. Die muß unterschiedlich sein, weil ja zu diesem Zeitpunt unterschiedlich viele Wellen auf beiden Strecken sind.
Aber wenn ich zu einem Spiegel 1000 Hz schicke und der schickt unabhängig ob Ätherwind oder nicht 1000 Hz zurück und es kommt auch diese Frequenz zum Sender zurück, dann können nicht ungleiche Wellenanzahlen über die Strecke gelaufen sein!
Sagt ja keiner. Es sind aber zu jedem Zeitpunkt eine unterschiedliche Anzahl von Wellen auf beiden Strecken unterwegs. Und dennoch ist die Frequenz gleich. Und das ergibt den Phasenversatz.
Ihr beide offenbart hier arge Defizite in klassischer Mechanik.
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