Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Ernst will Extrawürste gebraten haben

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Do 5. Mär 2015, 10:35

Ernst hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Sagt auch niemand. Erster Blitz, Vorgang A, zweiter Blitz, Vorgang B.
.

Sag mal merkst Du das nicht selber.
Da sind 4 Ereignisse von Dir aufgezählt - für 3 legst Du in Deinen vorherigen Aussagen eine Kausalitätskette fest - für das vierte ("zweiter Blitz") sagst Du da gar nichts - erweckst aber in dieser von Dir hingeschriebenen Aufstellung den Eindruck, dass der zweite Blitz nach A und vor B stattfinden sollte.
Aber dieser Ereignis "zweiter Blitz" ist eben mit nix kausal verknüpft und darf daher stattfinden, wann immer Du willst und aus verschiedenen IS gesehen werden ebenfalls wann auch immer - das hat NULL Auswirkungen auf die anderen 3 Ereignisse!

Du kannst die Sache komplizieren, das bringt hier aber nichts.
Und Vorgang A und B sind keine Ereignisse (die haben einen diskreten Zeitpunkt), sondern Vorgänge mit einem Zeitintervall,

Solange du nicht präzise formulierst, wird das nichts.

Ein Vorgang hat ein wohldefiniertes Ereignis (Zeit und Ort) mit dem er beginnt. Dieses Startereignis muss für Vorgang A und B angegeben werden, um zu sehen, ob ein Vorgang mit einem anderen Ereignis im kausalen Zusammenhang stehen kann oder nicht.

Als Lektüre empfehle ich dir „Die Geometrie der Relativitätstheorie“.
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Re: Ernst will Extrawürste gebraten haben

Beitragvon Ernst » Do 5. Mär 2015, 12:48

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Ein Vorgang hat ein wohldefiniertes Ereignis (Zeit und Ort) mit dem er beginnt. Dieses Startereignis muss für Vorgang A und B angegeben werden, um zu sehen, ob ein Vorgang mit einem anderen Ereignis im kausalen Zusammenhang stehen kann oder nicht.

A und B können schon aus dem Grunde immer kausal gelegt werden, weil der Zeitbeginn von B sehr groß sein kann.
Für ein Ereignis im Sinne der SRT müßte auch ein Ort angegeben werden. Die Vorgänge A und B sind eben nicht ortsgebunden. Sie laufen in S in der Zeit zwischen den Blitzen nicht ortsgebunden ab. Meinetwegen verbildlicht wächst dabei in S an allen Orten Gras. S wird im Zeitintervall überall grün.

Als Lektüre empfehle ich dir „Die Geometrie der Relativitätstheorie“.

Danke, ist eine gute Übersicht.
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Re: Ernst will Extrawürste gebraten haben

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Do 5. Mär 2015, 13:15

Ernst hat geschrieben:
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Ein Vorgang hat ein wohldefiniertes Ereignis (Zeit und Ort) mit dem er beginnt. Dieses Startereignis muss für Vorgang A und B angegeben werden, um zu sehen, ob ein Vorgang mit einem anderen Ereignis im kausalen Zusammenhang stehen kann oder nicht.

A und B können schon aus dem Grunde immer kausal gelegt werden, weil der Zeitbeginn von B sehr groß sein kann.

Es wird nicht besser. Was soll ein "großer Zeitbeginn von B" sein? Entweder B beginnt, oder B beginnt nicht. Damit kann der Beginn von B nur ein Zeitpunkt an einem bestimmten Ort sein.

Ernst hat geschrieben:Für ein Ereignis im Sinne der SRT müßte auch ein Ort angegeben werden.

Im Sinne jeder Theorie muss auch ein Ort angegeben werden. Über ein Ereignis, das an keinem Ort stattfindet, braucht man sich keine Gedanken zu machen, da es nicht Teil unseres Universums ist.

Ernst hat geschrieben:Die Vorgänge A und B sind eben nicht ortsgebunden. Sie laufen in S in der Zeit zwischen den Blitzen nicht ortsgebunden ab. Meinetwegen verbildlicht wächst dabei in S an allen Orten Gras. S wird im Zeitintervall überall grün.

Das ist deine Privatphysik mit deiner Privatnomenklatur. So verworren, dass du alles und nichts daraus ableiten kannst. Dein Vorgang "Gras wächst" besteht aus einer Menge von Ereignissen mit zugehörigen Koordinaten (Zeit und Raum). Für alle deine Ereignisse (auch die, die von dir willkürlich als Menge zu "Vorgängen" zusammengefasst werden) gilt, dass sie paarweise einen zeitartigen, raumartigen oder lichtartigen Abstand haben können. Ist der Abstand zeitartig, dann können sie sich kausal beeinflussen, können aber in keinem IS gleichzeitig sein (es gibt aber eine Untermenge von IS, in denen sie gleichortig sind). Ist der Abstand raumartig, können sie sich nicht kausal beeinflussen, es gibt aber eine Untermenge von Inertialsystemen, in denen sie gleichzeitig sind (und es gibt kein IS, in dem sie gleichortig sind).
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Re: Ernst will Extrawürste gebraten haben

Beitragvon Ernst » Do 5. Mär 2015, 13:50

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Was soll ein "großer Zeitbeginn von B" sein? Entweder B beginnt, oder B beginnt nicht. Damit kann der Beginn von B nur ein Zeitpunkt an einem bestimmten Ort sein.

In S ist die Zeit unabhängig vom Ort. Und darin startet der Vorgang B bei einer Zeit >>t2.

Im Sinne jeder Theorie muss auch ein Ort angegeben werden.

Und in jeder Theorie ist in jedem IS die Zeit an allen Orten identisch.
Die LT verlagert lediglich die Ereigniszeiten unterschiedlich aus S nach S'.

Und meine Intention ist vereinfacht:
In S erfolgen in zeitlicher Abfolge die Ereignisse E1, E2/E3, E4, E5/E6. Dabei sind E1 und E4 zufällig (Blitze); nicht kausal untereinander oder mit den anderen Ereignissen verknüpft. Jedoch sind die Ereignisse E2/E3 und E5/E6 kausal verknüpft.

Und die Frage lautet einfach, bleibt die zeitliche Abfolge E1, E2/E3, E4, E5/E6 in jedem IS unter allen Umständen unverändert oder nicht?
Sie muß unverändert bleiben, wenn Kausalitäten erhalten bleiben sollen.
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Re: Ernst will Extrawürste gebraten haben

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Do 5. Mär 2015, 14:06

Ernst hat geschrieben:Und die Frage lautet einfach, bleibt die zeitliche Abfolge E1, E2/E3, E4, E5/E6 in jedem IS unter allen Umständen unverändert oder nicht?
Sie muß unverändert bleiben, wenn Kausalitäten erhalten bleiben sollen.

Das ist dein Privatverständnis von Kausalität. Die zeitliche Abfolge muss nur für Ereignispaare erhalten bleiben, die im Sinne von Ursache und Wirkung kausal im Zusammenhang stehen können. Und im kausalen Zusammenhang können eben nur Ereignispaare stehen, deren Abstand zeitartig ist, sonst müsste ja die Wirkung schneller als mit Lichtgeschwindigkeit übertragen werden. Für solche Ereignispaare ist aber die zeitliche Abfolge in allen IS gleich und sie können in keinem IS gleichzeitig sein (außer sie sind auch am gleichen Ort, aber dann sind sie in jedem IS gleichzeitig und am gleichen Ort).
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Harald Maurer » Do 5. Mär 2015, 14:37

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben: Und im kausalen Zusammenhang können eben nur Ereignispaare stehen, deren Abstand zeitartig ist, sonst müsste ja die Wirkung schneller als mit Lichtgeschwindigkeit übertragen werden.

Darum geht es hier gar nicht.
Zwischen zwei gleichzeitigen Blitzen in IS vergeht keine Zeit. Vom Ruhesystem eines relativ bewegten Systems IS' gesehen sind diese Blitze nicht gleichzeitig - und wie die von einem Blitz zum anderen Blitz forlaufende Uhr in diesem System IS' zeigt, vergeht hier zwischen den Blitzen Zeit.
In IS ist Rasensamen gesät worden und wenn die Blitze hier aufleuchten, gibt es noch keinen Rasen. Im IS' hingegen sprießt und wächst in dem Zeitintervall zwischen den Blitzen der Rasen. IS' wird IS daher einen Rasenmäher schicken und IS wird sich wundern, weil er noch keinen braucht!

Übrigens ist kein Grashalm mit einem anderen kausal verknüpft.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Ernst will Extrawürste gebraten haben

Beitragvon Ernst » Do 5. Mär 2015, 15:40

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Die zeitliche Abfolge muss nur für Ereignispaare erhalten bleiben, die im Sinne von Ursache und Wirkung kausal im Zusammenhang stehen können.

Wieso denn das?

Das war aber nicht die Frage in meinem Beispiel, in wechem zwei nicht kausal verbundene Blitze in einem System gleichzeitig auftreten und im andern ungleichzeitig.

Innerhalb des Systems S herrscht an allen Orten gleiche Zeit. Wo die Blitze nacheinander einschlagen, spielt daher gar keine Rolle bezüglich der zwischen den Blitzen vergehenden Zeit. In dieser Zeitspanne kann etwas passieren (an allen Orten Rasen wachsen, von Halm zu Halm keine Kausalität).

Innerhalb des Systems S' herrscht auch an allen Orten gleiche Zeit. Wo die beiden Blitze gleichzeitig einschlagen, spielt daher keine Rolle bezüglich der zwischen den Blitzen nicht vorhandenen Zeit. (An keinen Orten kann Rasen wachsen).

Und logisch, wie Harald es ausdrückt, ist einmal ein Rasenmäher erforderlich und einmal nicht.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Harald Maurer » Do 5. Mär 2015, 16:10

Man kann den Unsinn der RdG und somit des Postulats auch in wenigen Sätzen aufzeigen. Wenn ich mit einem Lichtsignal eine Bombe in einer Entfernung von 1 LS und somit nach 1 s zünden will und ein anderes IS bewegt sich ebenfalls Richtung Bombe, dann sieht man aus diesem IS, dass meine Bombe dem Lichtsignal entgegen läuft. Da dieses Signal nun aber auch in diesem IS konstant c hat, geht die Bombe früher in die Luft! Wenn mein Signal ankommt, findet es nur noch Asche vor! 8-)

Grüße
Harald Maurer
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Ernst » Do 5. Mär 2015, 16:46

Harald Maurer hat geschrieben:Man kann den Unsinn der RdG und somit des Postulats auch in wenigen Sätzen aufzeigen. Wenn ich mit einem Lichtsignal eine Bombe in einer Entfernung von 1 LS und somit nach 1 s zünden will und ein anderes IS bewegt sich ebenfalls Richtung Bombe, dann sieht man aus diesem IS, dass meine Bombe dem Lichtsignal entgegen läuft. Da dieses Signal nun aber auch in diesem IS konstant c hat, geht die Bombe früher in die Luft! Wenn mein Signal ankommt, findet es nur noch Asche vor! 8-) r

Das gleichen sie dadurch aus, daß mittels ZD und LK (Distanz) die Signale rechnerisch "gleichzeitig" ankommen, quasi gleichzeitig nach unterschiedlicher Zeit. ;)

Ihre Konstruktion der RdG können sie aber merkwürdigerweise nicht experimentell nachweisen.
Kürzliches Argument: Wozu auch, wo es doch eh jeder weiß. :)
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon fallili » Do 5. Mär 2015, 18:36

Harald Maurer hat geschrieben:Man kann den Unsinn der RdG und somit des Postulats auch in wenigen Sätzen aufzeigen. Wenn ich mit einem Lichtsignal eine Bombe in einer Entfernung von 1 LS und somit nach 1 s zünden will und ein anderes IS bewegt sich ebenfalls Richtung Bombe, dann sieht man aus diesem IS, dass meine Bombe dem Lichtsignal entgegen läuft. Da dieses Signal nun aber auch in diesem IS konstant c hat, geht die Bombe früher in die Luft! Wenn mein Signal ankommt, findet es nur noch Asche vor! 8-)

Grüße
Harald Maurer

Das ist aber nun ein Scherz, oder?
Es gibt hier ja Einige, denen ich eine derart unreflektierte Argumentation zutraue - aber das Du das auch machst wundert mich schon.
Natürlich kann die Bombe, aus einem anderen IS gesehen schon nach 0,6 s hochgehen - aber dass sogar Du diese Zeiten ( t und t') nun einfach direkt gegeneinander "aufrechnest" und womöglich in einem IS dann 0,4 "fehlende" Sekunden entdeckst, wundert mich wirklich.
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