Michelson Morley Experiment

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Di 13. Mai 2014, 17:06

Chief hat geschrieben:Grün: Bezugssystem Welle

Im Bezugssystem Welle muß sich Sender/Empfänger nach links bewegen.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Di 13. Mai 2014, 17:35

Chief hat geschrieben:Und wenn man (Bezugssystem) sich sehr viel schneller als Licht bewegt (Türkis)]

Genau.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon fallili » Di 13. Mai 2014, 18:35

Harald Maurer hat geschrieben:Du verstehst leider gar nichts. Alles Nonsens, was Du da daher argumentierst.
.................

3.) Die richtige Anschauung im BS des Äthers! Der Sender emittiert zu t=0 eine Amplitude, die sich mit c 0,001 s lang bis zu x=6 bewegt, während dessen bewegt sich der Sender mit vt zu x=2 und emittiert die nächste Amplitude. Das Ergebnis ist wieder eine Welle mit verkürzten Wellenlängen, aber eine, deren erste Wellenfront bei x=6 beginnt. Die Welle ist also gegenüber dem absoluten BS des Äthers mit vt nach vorne verschoben!
..........


Da ist ja am Nachmittag einiges geschrieben worden - aber auf das da oben muss ich doch antworten.
Du sagt, dass man es nur im BS des Äthers betrachten darf. Wie immer argumentierst Du da sehr richtig und fürs erste überzeugend - man muss aber dann auch die Folgerungen daraus ziehen.

Schaun wir uns Deine obige Argumentation aber mal genauer an und nehmen wir eine Strecke von 18 (Einheiten hast keine dazugegeben, brauchen wir ja auch nicht) an.
Machen wir es Schritt für Schritt - ein Schritt ist die Überwindung der Strecke bis x = 6

1. Schritt: Die erste Welle bewegt sich zu x = 6 der Sender ist dann bei x = 2 und der Empfänger ist dann bei x = 20
Entfernung der ersten Front vom Empfänger also 14 (vom Sender 4)

2. Schritt: Die zweite Welle startet bei x = 2 kommt bis x = 8 die erste Welle ist bei x = 12 der Sender bei x = 4 und der Empfänger bei x = 22
Entfernung der ersten Front vom Empfänger also 10 (vom Sender 8)

3. Schritt. Die Dritte Welle startet bei x = 4 kommt bis x = 10 die erste Welle ist bei x = 18 der Sender bei x = 6 und der Empfänger bei x = 24
Entfernung der ersten Front vom Empfänger also 6 (vom Sender 12)

Weiter muss ich wohl nicht machen.

Die "erste Front" nähert sich dem Empfänger pro Schritt um 4 Einheiten und entfernt sich vom Sender um 4 Einheiten.

Wo soll da ein Unterschied zu: Sender und Empfänger ruht und die Welle bewegt sich mit 4 Einheiten pro Schritt.

Es gibt keinen! Selbstverständlich kann ich mir aussuchen was ich als ruhend und was als bewegt ansehen - es ändert nix an dem was abläuft.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Harald Maurer » Di 13. Mai 2014, 21:43

fallili hat geschrieben:1. Schritt: Die erste Welle bewegt sich zu x = 6 der Sender ist dann bei x = 2 und der Empfänger ist dann bei x = 20
Entfernung der ersten Front vom Empfänger also 14 (vom Sender 4)


Falsch. Die Entfernung von Sender zu Empfänger ist 22 Einheiten, sowohl bei Pos.2 als auch bei 3.) der Abb. Diese Entfernung ist konstant, und beide bewegen sich daher gleichsinnig. Wenn der Sender auf 2 steht, kann der Empfänger nur auf 24 stehen - und da steht er auch. Entfernung der ersten Front vom Empfänger also 18.]

Ist also schon von Anfang an falsch. So geht's auch nicht, denn die ABB. ist ein Schema und keine maßstabsgerechte und vor allem keine bewegte Darstellung eines bewegten Vorgangs.
Bild
Wie das konkret abläuft, ist in dieser Animation zu sehen. Die dieser Animation zugrunde gelegte Nominalwellenlänge, also jene, die sich ergäbe bei im Medium ruhenden Zustand, ist 5 Einheiten. Das sieht man auch an den Einheiten der waagrechten Koordinaten. Sender und Empfängerantennen sind nicht ein Mehrfaches dieser Wellenlänge voneinander entfernt, sondern 11 Einheiten. Es ist gleichgültig, wie weit der Empfänger vom Sender entfernt ist. Da braucht jede Wellenfront eben etwas länger bis zum Empfänger und der Empfang wird gleich ausschauen, also auch zu einem Zeitpunkt, zu welchem sich das Kügelchen an der Spitze der unten dargestellten Amplituden befindet. Das ist auch klar, denn der Empfänger kann jede Wellenfront ja nur empfangen, wenn sie ihn auch erreicht. Ist die Antenne des Empfängers ein Spiegel, kann er jede Amplitude der Wellenfront nur im Takt der Periodendauer reflektieren, weil er sie so empfängt. Das entspricht dem Empfang einer Nominalwellenlänge.
Dass die Welle jeweils um vt in Bewegungsrichtung verschoben ist, sieht man auch. Die Mittelpunkte der Kreise laufen mit vt hinter dem Sender her.
All dies statisch in einer Momentaufnahme darzustellen, ist nicht möglich. Man kann daher auch an so einem statischen Bild keine Analyse des Vorgangs durchführen.

Die Geschwindigkeit der Sender-Empfänger-Anordnung spielt keine Rolle. Es ergibt sich stets dasselbe Bild. In den beiden folgenden Animationen ist die Nominalwellenlänge ebenfalls 5 Einheiten. Auch da ist der Empfänger kein Mehrfaches der Wellenlänge vom Sender entfernt. Die Abstände sind einfach so gewählt, damit Sender und Empfänger noch sichtbar bleiben bzw. der zurückgelegte Weg länger dargestellt werden kann. Man könnte in der schnellen Variante auch einen größeren Abstand wählen, aber dann ist der Empfänger sehr schnell aus dem Bild.
Bild
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Grüße
Harald Maurer
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon fallili » Di 13. Mai 2014, 22:08

Harald Maurer hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:1. Schritt: Die erste Welle bewegt sich zu x = 6 der Sender ist dann bei x = 2 und der Empfänger ist dann bei x = 20
Entfernung der ersten Front vom Empfänger also 14 (vom Sender 4)


Falsch. Die Entfernung von Sender zu Empfänger ist 22 Einheiten, sowohl bei Pos.2 als auch bei 3.) der Abb. Diese Entfernung ist konstant, und beide bewegen sich daher gleichsinnig. Wenn der Sender auf 2 steht, kann der Empfänger nur auf 24 stehen - und da steht er auch. Entfernung der ersten Front vom Empfänger also 18.]

Ist also schon von Anfang an falsch.

........


Nirgends war eine bestimmte Entfernung vorgegeben - und es ist auch völlig egal ob der Spiegel in 12, 13, 14 ......(und alle Zwischenwerte) bis xy Wellenlängen Abstand ist.
ich nahm halt mal irgendeinen Wert und gab die dazugehörigen anderen Werte an.
Kann ich auch mit 22 machen und es wird sich nix an den Folgerungen ändern.

Das Du nun mit "ist also schon von Anfang an falsch" beginnst, find ich mehr als enttäuschend.

Da könnt ich auch aussagen:
Wenn ein Kilo Bananen 2 € kostet dann folgt daraus das 2 kg dann 4 € kosten - und dann krieg ich als Antwort "Das ist von Anfang an falsch, weil ein Kilo Bananen nur 1,49 € kostet.

Ich glaube, dass sicher niemand böse ist (manche freuen sich bestimmt) wenn er mich bei dieser Diskussion los ist - ich werde zum MMI also nix mehr sagen.

Viele Grüße
fallili
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Mi 14. Mai 2014, 08:42

Harald Maurer hat geschrieben:Die Abstände sind einfach so gewählt, damit Sender und Empfänger noch sichtbar bleiben bzw. der zurückgelegte Weg länger dargestellt werden kann.

Die Abstände sind vorsätzlich so gewählt, daß immer die gleiche ganzzahlige Anzahl von Wellen zwischen Sender und Empfänger paßt. Mit diesem Trick versuchst du gleiche Phasen zu demonstrieren.
Denn nur mit diesem Trick tanzen deine Punkte gleichphasig. Nimm einen anderen festen Abstand; und sie tanzen ungleichphasig.
Der Abstand Sender Empfänger ist nun mal konstant. Wenn du das für unterschiedliche Geschwindigkeiten animierst, erkennst du deinen Irrtum.
Das alles hatten wir ja schon, aber du willst es offenbar nicht wahrhaben.
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Zuletzt geändert von Ernst am Mi 14. Mai 2014, 10:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Mi 14. Mai 2014, 09:00

Chief hat geschrieben:All dies statisch in einer Momentaufnahme darzustellen, ist nicht möglich. Man kann daher auch an so einem statischen Bild keine Analyse des Vorgangs durchführen.

Natürlich kann man das. Das was kontinierlich passiert, ist zu jedem Zeitpunkt gültig.
Und egal ob kontinuierlich oder instantan:
Die Frequenz ist gleich.
Die Phase am Empfänger relativ zur Phase am Sender ist von der Mediengeschwindigkeit abhängig.
Die Anzahl der gleichzeitig im Weg vom Sender zum Empfänger laufenden Wellen ist abhängig von der Mediengeschwindigkeit.

Das sind doch so elementare Dinge, zu deren Einsicht überhaupt kein höheres Physikwissen erforderlich ist.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Do 15. Mai 2014, 05:51

Highway hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:...
Die Phase am Empfänger relativ zur Phase am Sender ist von der Mediengeschwindigkeit abhängig....

Nö!

Doch. delta_phi=2*pi*f*L/(c+/-v)

Highway hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:...
Die Anzahl der gleichzeitig im Weg vom Sender zum Empfänger laufenden Wellen ist abhängig von der Mediengeschwindigkeit....

Nö, von der Kreisfrequenz!

Von der Mediengeschwindigkeit UND der Kreisfrequenz.

Highway hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:...
Das sind doch so elementare Dinge,...

Nö!

Doch.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Do 15. Mai 2014, 05:56

Harald Maurer hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:Das ist falsche Logik, die Wellenlängen sind gleich, egal ob bewegt oder unbewegt.

Die Wellenlängen sind bewegt oder unbewegt eben nicht gleich. Im im Äther unbewegten MMI sind die Wellenlängen gleich, im bewegten MMI sind sie unterschiedlich. Oder Du willst mir doch nicht sagen wollen, dass eine Wellenlänge bewegt gleich ist wie unbewegt, oder?

Nun argumentierst du wie die SRT mit Längenkontraktion abhängig vom gewählten Bezugssystem um zu begründen, warum mit dem MMI keine Phasenverschiebung gefunden werden kann, obwohl der absolute Raum und die absolute Zeit gültige Konzepte sind.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Harald Maurer » Do 15. Mai 2014, 07:50

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Die Wellenlängen sind bewegt oder unbewegt eben nicht gleich. Im im Äther unbewegten MMI sind die Wellenlängen gleich, im bewegten MMI sind sie unterschiedlich. Oder Du willst mir doch nicht sagen wollen, dass eine Wellenlänge bewegt gleich ist wie unbewegt, oder?

Nun argumentierst du wie die SRT mit Längenkontraktion abhängig vom gewählten Bezugssystem um zu begründen, warum mit dem MMI keine Phasenverschiebung gefunden werden kann, obwohl der absolute Raum und die absolute Zeit gültige Konzepte sind.

Da hst Du mich missverstanden. Ich meinte mit "bewegt" oder "unbewegt" die Bewegung oder die Ruhe des MMI im Medium. Und die dadurch bedingte Wellenlängenveränderung - wie ich ja auch deutlich schrieb.

Grüße
Harald Maurer
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