Sagnac-Effekt, relativistisch betrachtet

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

kalter Kaffee

Beitragvon Yukterez » Mo 26. Jan 2015, 22:37

Bild hat geschrieben:Das Problem ist, die großen Wissenschaftler brauchen keine einfache Erklärungen!

Mach dir nichts draus, du hast ja noch Spaßratz, Jan und Kurt.

Bild hat geschrieben:Pioneer-Anomalie ist keine Anomalie usw.

Dieser Einzeiler hat wohl nicht gereicht als man damals noch für eine Erklärung dieses Effekts gesucht hat, gell.

Beim nächsten Mal vielleicht,

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Re: Sagnac-Effekt, relativistisch betrachtet

Beitragvon Yukterez » Mo 26. Jan 2015, 22:59

Fallili hat geschrieben:Ok - dann nehm ich mal zurück, das ich diese Auffassung als unlogisch bezeichnet habe

Wenn du das nicht unlogisch findest dann gute Nacht.
Erstens sorgen Körper mit ihrer Gravitation für Beschleunigung, und das abhängig von der genauen Masse und dem exakten Abstand. Dass die Gravitation nun plötzlich für eine konstante Geschwindigkeit verantwortlich sein soll, und das noch dazu unabhängig von ihrer Stärke und dem genauen Abstand, aber trotzdem bis zu einer scharfen Grenze, wirst du wohl nicht ernsthaft als logisch bezeichnen wollen!

Von den ganzen anderen Ungereimtheiten gar nicht erst redend,

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Re: Sagnac-Effekt, relativistisch betrachtet

Beitragvon Kurt » Di 27. Jan 2015, 00:08

Chief hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:...
Na ja - ich hab Zeit und vielleicht fällt mir was ein. Ich halt es für ein komplizierteres System als die SRT - aber zumindest darüber nachdenken und sich verschiedene Auswirkungen zu überlegen kann ja auch Spaß machen.

Ok dann noch dieses Bild dazu

(1)-->Bild<--(2)

Zwei Laser (Pfeile) ruhen im BS- Sonne, d.h. sie bewegen sich mit 30 km/s relativ zur Erde. Man sieht sofort dass Licht von links (1) schneller sein muss als von rechts (2). Es wird sozusagen durch die Erde mitgenommen.


Vill. geht's mit einer rotierenden Galaxie leichter verstehbar zu machen.
Da kann man dann zeigen dass/wie Licht Licht überholt.

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Beitragvon Yukterez » Di 27. Jan 2015, 00:14

Unnötig zu erwähnen dass Chief auch jede gravitative Rotverschiebung als jüdische Weltverschwörung oder relativistische Lügenpropaganda abtun muss damit sein komischer Privatäther nicht im Widerspruch zur Beobachtung steht. Wenn Chief und 1000 Experimente sich widersprechen, dann müssen alle 1000 Experimentatoren eben gelogen haben!

Froh dass es wenigstens einen gibt dem man vertrauen kann,

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Re: Sagnac-Effekt, relativistisch betrachtet

Beitragvon fallili » Di 27. Jan 2015, 00:19

@Yukterez
Ein System ist dann logisch, wenn es nicht den eigenen Grundprämissen widerspricht und insofern ist - zumindest das was Chief mal in den letzten Beiträgen geschrieben hat - durchaus logisch. Dass Licht von Jupiter etc. hier mit c ankommt, ist "logisch" da die Lichtgeschwindigkeit eben nur von der am Messort "beherrschenden Masse" abhängig ist. Und als "beherrschend" wird einfach die Masse definiert, welche den größten gravitativen Einfluss hat. Warum auch nicht - schließlich darf jeder postulieren was er will.

Die Frage ist, ob die Ergebnisse einer Betrachtungsweise stimmen und ob die Postulate haltbar sind.
Was "Ergebnisse" betrifft muss man mal schauen. Saturn etc. ist mal kein Beispiel, weil Du, Yukterez aussagst, dass das Licht auf der Erde mit c ankommt und Chief's "Theorie" sagt das auch. Also brauchst Du da schon andere Beispiel - wo eben Differenzen in den Aussagen nachweisbar sind.

Was Chief's Prämissen betrifft, ist mir vor allem die sprunghafte Änderung der Lichtausbreitungsgeschwindigkeit exakt am Massenschwerpunkt von sich relativ zueinander bewegenden Massen sehr suspekt.
Aber auch dabei reicht es nicht, einfach zu sagen - so was ist Blödsinn - sondern man muss auch nachweisen warum es Blödsinn ist.
Und da fällt mir eben so direkt nichts ein - könnte mir aber vorstellen, dass man vielleicht mit mehr als 2 Massen einen klar erkennbaren Widerspruch konstruieren könnte.

Wie ich Chief gesagt habe - ich bin am Nachdenken (kann dauern) und das Ziel ist es durchaus, ihm seine "Theorie" um die Ohren zu hauen.
Und auch wenn es vielleicht ne Zeit braucht (kann aber andererseits sehr schnell gehen), ich zweifle nicht daran dieses Ziel auch erreichen zu können.
Die Idee, das Licht sprunghaft die Geschwindigkeit ändert, ist einfach zu obskur.
Auf die Frage was man misst - wenn man die Geschwindigkeit des Lichtes in dem schwarzen Bereich seiner Grafik messen wird, während sich die Massen aufeinander zubewegen - hab ich ja noch keine Antwort gekriegt. Eigentlich bricht seine "Theorie" meiner Meinung nach schon da zusammen.
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Re: Aussage gegen Aussage

Beitragvon Kurt » Di 27. Jan 2015, 00:20

Yukterez hat geschrieben:Unnötig zu erwähnen dass Chief auch jede gravitative Rotverschiebung als jüdische Weltverschwörung oder relativistische Lügenpropaganda abtun muss


Und? Sowas findet ja auch nicht statt!
Ein Signal kommt so an wie es gesendet wurde, nichts und niemand kann ein Signal das erstellt und unterwegs ist ändern.
(auch die nicht die Postulate zu berücksichtigen haben)


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Chiefs Crackpotterie experimentell widerlegt

Beitragvon Yukterez » Di 27. Jan 2015, 00:26

Fallili hat geschrieben:Saturn etc. ist mal kein Beispiel, weil Du, Yukterez aussagst, dass das Licht auf der Erde mit c ankommt und Chief's "Theorie" sagt das auch. Also brauchst Du da schon andere Beispiel - wo eben Differenzen in den Aussagen nachweisbar sind.

Wenn das Licht unterwegs einfach die Geschwindigkeit ändert, so dass es bis zur Grenze c relativ nur zum Saturn und ab dann c relativ nur zur Erde hat dann kann sich logischerweise keine Änderung der Frequenz ergeben. Eine solche wurde aber schon 1925 an einem weißen Zwerg und später im Pound-Rebka-Snider-Experiment auch beim Saturn und im Hafele-Keating-Experiment sogar auf der Erde gemessen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Rotverschiebung#Gravitative_Rot-_und_Blauverschiebung,

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Re: Chiefs Crackpotterie experimentell widerlegt

Beitragvon Kurt » Di 27. Jan 2015, 00:47

Yukterez hat geschrieben:Wenn das Licht unterwegs einfach die Geschwindigkeit ändert, so dass es bis zur Grenze c relativ nur zum Saturn und ab dann c relativ nur zur Erde hat dann kann sich logischerweise keine Änderung der Frequenz ergeben. Eine solche wurde aber schon 1925 an einem weißen Zwerg und später im Pound-Rebka-Snider-Experiment auch beim Saturn und im Hafele-Keating-Experiment sogar auf der Erde gemessen.


Ein Signal das unterwegs ist ändert sich nicht!

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Re: Sagnac-Effekt, relativistisch betrachtet

Beitragvon Kurt » Di 27. Jan 2015, 00:54

fallili hat geschrieben:@Yukterez
Ein System ist dann logisch, wenn es nicht den eigenen Grundprämissen widerspricht


fallili,

ich hab für dich ein Bild gepinselt, es zeigt eine Lichtquelle hinter einer Galaxie deren Signalwege mit den beiden blauen Linien angedeutet sind.
Das obere Signal wird eher beim Empfänger ankommen als das untere, die Signalgeschwindigkeit sei hier überall 300 000 Km/s.


Rotierende Galxie.GIF
Rotierende Galxie.GIF (9.58 KiB) 5141-mal betrachtet


Kurt

(Die Galaxie sei in etwa so gross wie der LLB, in der Mitte sitzt das SL
Die Signale können ungehindert durch die Galaxie laufen)
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Re: Sagnac-Effekt, relativistisch betrachtet

Beitragvon Yukterez » Di 27. Jan 2015, 00:55

Kurt hat geschrieben:Ein Signal das unterwegs ist ändert sich nicht!

Laut Chief ändert es unterwegs die Geschwindigkeit. Wenn es das tut kann es aber nicht die Frequenz ändern:

Bild
y-Achse: Position, Abstand; x-Achse: Zeit; v=t


Im oberen Plot haben wir 4 Testkörper die einen initialen Abstand von 20 m zueinander haben, und eine v0 von 0 m/sek. Wenn ich von allen die Geschwindigkeit ändere, bleiben ihre Abstände zueinander auch gleich. So einfach ist das!

Vorzeigend,

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