Transversaldoppler, worauf gründen seine Beweise?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Transversaldoppler, worauf gründen seine Beweise?

Beitragvon fallili » Sa 16. Aug 2014, 18:33

@Kurt
Nix gegen die PLL Synchronisation, aber Du vergisst, dass sich das Raumschiff mit 0,5 c bewegt und daher erst mal geklärt sein sollte ob sich ein Funksignal (welches man zum Informationsaustausch zwischen Gleis und Raumschiff braucht) nun mit c oder mit 0,5 c auf das Raumschiff zubewegt!
Beides hat unterschiedliche Konsequenzen für die Synchronisation.

Außerdem muss erst noch geklärt werden was Du unter Synchronisation verstehst. Ich verstehe darunter, dass man einen gemeinsamen Startpunkt (Nullpunkt) festlegt - Du verstehst anscheinend darunter, dass man beide Uhren unter allen Umständen gleich schnell gehen lässt.

Und, um auf das Zwillingsparadoxon zu kommen - es hilft mir als "bewegten Zwilling" absolut nichts, wenn eine mit der Erde synchronisierte Uhr mir zeigt, dass dort 100 Jahre vergangen sind und daher auch meine "mit der Erde synchronisierte" Borduhr anzeigt, dass 100 Jahre vergangen sind - ich aber dennoch aussehe, mich fühle und verhalte wie ein 30 jähriger. Dann werde ich eben unzweifelhaft feststellen müssen, dass eben keine 100 Jahre vergangen sein können.

Also nur weil ich eine Uhr durch "PLL Synchronisation" dazu "zwinge" falsch zu gehen ändere ich nichts am Zeitablauf.

Nachtrag:
Beim HK Experiment wurde gezeigt, dass die Uhren im Flugzeug langsamer gehen.
Nun kann man darüber streiten ob das Experiment genau genug durchgeführt wurde (wurde es) und ob es wirklich die RT bestätigt (tut es).
Was man aber garantiert nicht machen darf ist, beim HK Experiment extern über "PLL Synchronisation" dafür zu sorgen, dass die Uhren im Flugzeug gleich schnell gehen wie auf der Erde und dann nach Umrundung der Erde zu behaupten "Zeitdilatation gibt es nicht weil ja beide Uhren die selbe Zeit anzeigen"!
fallili
 
Beiträge: 2977
Registriert: Sa 1. Jun 2013, 13:08

Re: Transversaldoppler, worauf gründen seine Beweise?

Beitragvon Kurt » Sa 16. Aug 2014, 20:58

fallili hat geschrieben:@Kurt
Nix gegen die PLL Synchronisation, aber Du vergisst, dass sich das Raumschiff mit 0,5 c bewegt und daher erst mal geklärt sein sollte ob sich ein Funksignal (welches man zum Informationsaustausch zwischen Gleis und Raumschiff braucht) nun mit c oder mit 0,5 c auf das Raumschiff zubewegt!
Beides hat unterschiedliche Konsequenzen für die Synchronisation.


Hat es wenn man es nicht richtig macht.
Bei den Uhren hier geht es um Gleichlauf, sie brauchen nicht gleich zu gehen.
Die Uhren müssen nicht synchron gehen, das kannst du zwar mit GPS erreichen, ist aber nicht notwendig.
Alle Angaben zu Laufdauern usw. sind auf Differenzwerte aufgebaut, so auch die Werte die zur Uhreinstellung/Justierung an die Uhren gesendet werden.
Wie lange diese dabei unterwegs waren interessiert nicht, auch nicht wie lange die Messwerte unterwegs sind.

Kurt
Kurt
 
Beiträge: 22384
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: Transversaldoppler, worauf gründen seine Beweise?

Beitragvon fallili » So 17. Aug 2014, 01:08

Spacerat hat geschrieben:
...........
Es dürfte klar sein, dass ein Lichtstrahl in einem mit 0,5c bewegten Zug 50% schneller (450000km/s) ist als ein Lichtstrahl an einem dazu unbewegtem Bahnsteig. Evtl. wird man vom Bahnsteig aus den Lichtstrahl im Zug nicht mehr als solchen erkennen, aber was solls.


Klar ist er eben nicht, im Gegenteil - das hat ja das ganze Dilemma mit der "unverständlichen RT" ausgelöst.
Ein Lichtstrahl der 50 % "schneller" ist als ein anderer würde auch früher bei einem Ziel ankommen. Und bei einander umkreisenden Doppelsternen kommt das Licht von beiden Sternen dennoch zur gleichen Zeit bei uns auf der Erde an - wär es anders würde man die Bahnen dieser Doppelsterne völlig anders sehen.

Die relative Geschwindigkeitsdifferenz von Doppelsternen in Bezug zur Erde ist zwar nicht 0,5 c - aber bei dem Millionen Lichtjahren Strecke bis zur Erde würden schon geringst Differenzen in der Lichtausbreitungsgeschwindigkeit enorme Auswirkungen zeigen.
fallili
 
Beiträge: 2977
Registriert: Sa 1. Jun 2013, 13:08

Re: Transversaldoppler, worauf gründen seine Beweise?

Beitragvon Kurt » So 17. Aug 2014, 09:00

Spacerat hat geschrieben:3. Was folgert daraus?

1. Unendlich viele... kugelförmig in alle Richtungen.
2. Lichtwellen überlagern sich. "verschmelzen zu einer einzigen Lichtwelle"
3. Man kann an Doppelsternen gar nicht erkennen, ob die LG von der Quelle abhängt.


zu 1' nein, nur -gerichtete- Lichtsignale, kugelförmiges Licht existiert nicht, das sind viele Lichter (es sei denn du redest von Rundstrahlung, da hast du dann aber keine Polarisation).

zu 2' nein, "Wellen" durchdringen sich schadfrei, wenn du Verschmelzung hast dann da wo empfangen wird.

zu 3' nein, kann man denn sonst wärs so wie fallili sagt, es wäre nicht möglich Emissions/Absorptionslinien von der Sternenoberfläche zu erkennen, alles wäre nur ein diffuser Brei.

Nur dadurch dass die einzelnen Signale so unbeeinflusst von dort nach hier kommen ist es möglich überhaupt Einzelheiten zu erkennen, das setzt ein ungeheuer hartes Medium voraus.
bei Schall im Medium Materie kommt es sehr bald zu Beeinflussung des Mediums selber, das ergibt dann die Diffusität, also die Unerkennbarkeit einzelner Vorgänge und Signalquellen.


Kurt
Kurt
 
Beiträge: 22384
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: Transversaldoppler, worauf gründen seine Beweise?

Beitragvon Kurt » So 17. Aug 2014, 09:11

fallili hat geschrieben:
Spacerat hat geschrieben:
...........
Es dürfte klar sein, dass ein Lichtstrahl in einem mit 0,5c bewegten Zug 50% schneller (450000km/s) ist als ein Lichtstrahl an einem dazu unbewegtem Bahnsteig. Evtl. wird man vom Bahnsteig aus den Lichtstrahl im Zug nicht mehr als solchen erkennen, aber was solls.


Klar ist er eben nicht, im Gegenteil - das hat ja das ganze Dilemma mit der "unverständlichen RT" ausgelöst.
Ein Lichtstrahl der 50 % "schneller" ist als ein anderer würde auch früher bei einem Ziel ankommen.


Dann sind wir uns also einig.

Das Signal neben dem Zug braucht zwei Sekunden bis es am Punkt "600 000 Km" ankommt
im Zug braucht es zwei Sekunden bis es vorne, und somit auch am Punkt "600 000 Km", ankommt
im Zug bewegt es sich (aus Sicht der Erdoberfläche) mit 300 000 Km/s
am Gleis bewegt es sich (aus Sicht der Erdoberfläche) mit 300 000 Km/s
im Zug bewegt es sich (Aussicht des Zuges) mit 150 000 Km/s

Kurt
Kurt
 
Beiträge: 22384
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: Transversaldoppler, worauf gründen seine Beweise?

Beitragvon Hannes » So 17. Aug 2014, 09:12

fallili,
Nix gegen die PLL Synchronisation, aber Du vergisst, dass sich das Raumschiff mit 0,5 c bewegt

bewegt gegenüber was ?
Hannes
 
Beiträge: 3201
Registriert: Do 1. Jan 2009, 01:56

Re: Transversaldoppler, worauf gründen seine Beweise?

Beitragvon Kurt » So 17. Aug 2014, 09:24

Hannes hat geschrieben:fallili,
Nix gegen die PLL Synchronisation, aber Du vergisst, dass sich das Raumschiff mit 0,5 c bewegt

bewegt gegenüber was ?


Hannes diese eine Frage zeigt den ganzen Irrsinn der RT mit einem Schlag auf.
Es werden Angaben gemacht die für sich allein -im Raum- stehen.

Die RT ist etwas das absolut auf etwas absolut unabsolutes bezogen ist, auf seine eigenen Postulate.
Völlig abgehoben von irgendwelcher Realität oder Logik.

Geschwindigkeitsangaben sind auf eine Laufdauer und eine Laufstrecke bezogen, sonst sind sie nicht bezifferbar.
In der RT ist das nicht vorgesehen, da hat eine Geschwindigkeit einfach zu sein, wird einfach beziffert, zu sein ohne Bezug und ohne auf feste Grössen aufgesetzt zu sein.
Diese Grössen werden erst nachher, wiederum völlig willkürlich dazugemankelt.
Was dabei rauskommt ist ja leicht vorstellbar (und auch zu sehen).
Mit einem Wort gesagt: Zirkelbezug auf sich selber.
Also, Unsinn.


Kurt
Kurt
 
Beiträge: 22384
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: Transversaldoppler, worauf gründen seine Beweise?

Beitragvon All » So 17. Aug 2014, 10:08

Kurt hat geschrieben:
Hannes hat geschrieben:fallili,
Nix gegen die PLL Synchronisation, aber Du vergisst, dass sich das Raumschiff mit 0,5 c bewegt

bewegt gegenüber was ?


Hannes diese eine Frage zeigt den ganzen Irrsinn der RT mit einem Schlag auf.
Es werden Angaben gemacht die für sich allein -im Raum- stehen.

Die RT ist etwas das absolut auf etwas absolut unabsolutes bezogen ist, auf seine eigenen Postulate.
Völlig abgehoben von irgendwelcher Realität oder Logik.




Gestattest du einen leichten Einspruch? ;)

Die SRTler haben sich von der Realität (Natur) entfernt, nicht aber von der Logik. Sie haben eigene narturfremde Strukturen geformt, die mit mechanischen Ansätzen vermischt sind.

Die beiden Postulate trennen vorab etwas lichtartiges mit etwas nicht lichartigem. Die Vermischung führt in der weiteren Entwicklung zu Irritationen, bzw. zu Paradoxien.

In unsere normale Welt übertragen hat ein lichtartiges Photon nur Strecke, im Gegensatz dazu hat der nicht lichtartige Beobachter nur die Zeit zur Verfügung.
All
 
Beiträge: 2171
Registriert: Mo 5. Sep 2011, 07:53

Re: Transversaldoppler, worauf gründen seine Beweise?

Beitragvon fallili » So 17. Aug 2014, 10:10

Kurt hat geschrieben:
Hannes hat geschrieben:fallili,
Nix gegen die PLL Synchronisation, aber Du vergisst, dass sich das Raumschiff mit 0,5 c bewegt

bewegt gegenüber was ?


Hannes diese eine Frage zeigt den ganzen Irrsinn der RT mit einem Schlag auf.
Kurt

Also wenn Kurt ein Beispiel bringt, bei dem ein Raumschiff mit 0,5 c am Bahnsteig vorbeifliegt, dann zeigt die Frage "bewegt gegen was? " tatsächlich etwas auf zu dem ich höflichkeitshalber keinen Kommentar abgebe. Es ist aber garantiert nicht "der Irrsinn der RT".
fallili
 
Beiträge: 2977
Registriert: Sa 1. Jun 2013, 13:08

Re: Transversaldoppler, worauf gründen seine Beweise?

Beitragvon fallili » So 17. Aug 2014, 10:15

Kurt hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:
Spacerat hat geschrieben:
...........
Es dürfte klar sein, dass ein Lichtstrahl in einem mit 0,5c bewegten Zug 50% schneller (450000km/s) ist als ein Lichtstrahl an einem dazu unbewegtem Bahnsteig. Evtl. wird man vom Bahnsteig aus den Lichtstrahl im Zug nicht mehr als solchen erkennen, aber was solls.


Klar ist er eben nicht, im Gegenteil - das hat ja das ganze Dilemma mit der "unverständlichen RT" ausgelöst.
Ein Lichtstrahl der 50 % "schneller" ist als ein anderer würde auch früher bei einem Ziel ankommen.


Dann sind wir uns also einig.

Das Signal neben dem Zug braucht zwei Sekunden bis es am Punkt "600 000 Km" ankommt
im Zug braucht es zwei Sekunden bis es vorne, und somit auch am Punkt "600 000 Km", ankommt
im Zug bewegt es sich (aus Sicht der Erdoberfläche) mit 300 000 Km/s
am Gleis bewegt es sich (aus Sicht der Erdoberfläche) mit 300 000 Km/s
im Zug bewegt es sich (Aussicht des Zuges) mit 150 000 Km/s

Kurt


Ich weiß zwar nicht worin Du wieder mal mit mir "einig "sein willst, weil ich schon x mal geschrieben habe, dass das Licht im Zug natürlich eine Sekunde braucht um die 300 000 km Zuglänge zu durchqueren.
Es bewegt sich aus der Sicht des Zuges daher garantiert und unzweifelhaft mit 300 000 km/s.
fallili
 
Beiträge: 2977
Registriert: Sa 1. Jun 2013, 13:08

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 120 Gäste