Warum die SRT falsch ist

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Warum die SRT falsch ist

Beitragvon Trigemina » Di 14. Apr 2009, 17:45

Sebastian Hauk hat geschrieben:Hallo Trigemina,

das habe ich überhaupt gar nicht beabsichtigt. Möchte mich auch hierfür entschuldigen. :oops:

Gruß

Sebastian


Hallo Sebastian

Entschuldigung angenommen! Ich habe mich im Moment schon ziemlich heftig geärgert, sehe jedoch keinen Grund ärgerlich zu bleiben oder gar nachtragend. Fehler können passieren und diese zu erkennen (und zu korrigieren) erachte ich als ein Zeichen persönlicher Grösse!

Gruss
Trigemina
 
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Re: Warum die SRT falsch ist

Beitragvon Trigemina » Di 14. Apr 2009, 17:54

Chief hat geschrieben:...weil du [...] in betrügerischer Absicht einfach ignorierst. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Etwas anderes kann man von "Euch" auch nicht erwarten.


Optimist71 hat sicher nicht in betrügerischer Absicht auf die Lorentz-Transformation der Maxwell-Gleichungen hingewiesen. Ihm solches zu unterstellen ist hoffentlich nur ein Missverständnis und keine zwischenmenschliche Anklage hinsichtlich eines vermeintlich unlauteren Verhaltens.

Selbstverständlich gelten die Maxwell-Gleichungen in jedem Inertialsystem. Wähle ich mir eines aus (S), kann ich in S die Bewegungsgleichungen nach der Galilei-Transformation beschreiben. Möchte ich jedoch die so bestimmten Koordinaten von S nach S’ überführen, muss ich die LT anwenden um die Kovarianz der Maxwell-Gleichungen nicht zu verletzen. Eben genau das, wofür Einstein die SRT entwickelt hat. Und dies sicher nicht in betrügerischer Absicht wie es ihm einige bös meinende Kritiker noch heute zu unterstellen versuchen.


P.S. Das Osterfest schien für einige auf einem Schlachtfeld verbracht worden zu sein. Wäre die Kritik an die SRT tatsächlich so stichhaltig und plausibel wie es einige Autoren nimmermüdlich immer wieder von neuem betonen, hätte sie keine 100 Tage überlebt - trotz über 100 jähriger Kritik an ihr seit ihres Bestehens.

Sagnac, Michelson-Gale, Michelson-Morley, Häfele-Keating, GPS, Dirac-See, virtuelle Teilchen, Kausalitätsprinzip, Fernkraftübermittlung, Erhaltungssätze usw.


Das lässt sich alles mit der SRT erklären!

Gruss
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Re: Warum die SRT falsch ist

Beitragvon Optimist71 » Di 14. Apr 2009, 18:14

Bruno hat geschrieben:Die Maxwellgleichungen gelten nach Maxwell auschließlich in ruhenden Medien (Äther).

Wenn die Maxwellgleichungen nur in ruhenden Medien gelten sollen, dann bedeutet das entweder

- die Maxwellgleichungen, so wie Du sie hier auch wiedergibst, gelten in dieser Form im allgemeinen nicht, sondern muessen noch mit Korrekturfaktoren o. æ. versehen werden, oder

- Die Erde ruht in einem Inertialsystem, das sich selbst in "absoluter Ruhe" befindet (falls der ruhende Aether Kriterium fuer absolute Ruhe sein soll).

Such' Dir eine Alternative aus, und ich sag' Dir, wieso sie falsch ist.

Die Galilei-Transformationen dienen nur der Umrechnung von Zeit- und Ortskoordinaten und Geschwindigkeiten innerhalb eines Inertialsystem von einem Koordinatensysteme in ein anderes.

"Innerhalb eines Inertialsystems von einem Koordinatensystem in ein anderes"? Ich stelle hier jetzt mal ernsthaft Deine Kompetenz in klassischer Mechanik in Frage. Ganz nichtrelativistische, einfache Mechanik. So frage ich mich, wenn ich das hier lese

Die Galilei-Transformationen dienen nicht der Umrechnung von einem Inertialsystem in ein anderes Inertialsystem.

, ob Dir klar ist, was ein Inertialsystem ist und wie die Begriffe Koordinatensystem und Inertialsystem zusammenhaengen.

Eine Wegstrecke x in einem Koordinatensystem ist aus allen anderen Inertialsystemen heraus betrachtet entweder x oder x' + v*t, je nach Wahl des Koordinatensystems.

Diese Diskussion hatten wir doch schon mal im AC! x und x' sind keine Wegstrecken, sondern Ortskoordinaten. Genau wie t ein Zeitpunkt ist und keine Zeitdauer.

Was haben nun die Maxwellgleichungen mit der Galilei-Transformation zu tun?

Wenn eine Strecke in einem Inertialsystem x beträgt, dann beträgt sie für einen bewegten Beobachter weder x = x' +v*t, noch (x' + v*t)/sqrt(1-v²/c²), weil die Länge einer Strecke nicht vom Beobachter abhängt.


Vergiss das ganze mit der Lorentztrafo und der Elektrodynamik, gox. Zuerst solltest Du die Grundlagen der nichtrelativistischen Mechanik verstanden haben. Inertialsystem, gleichfoermige geradlinige Translation, lineare Orthogonaltransformation, und, in bezug auf diese, invariante Groessen und Kovarianz von Naturgesetzen. Zeitbegriff in der nichtrelativistischen Mechanik und schliesslich Transformation von Bewegungsgleichungen von einem Inertialsystem in ein anderes mit Hilfe der Galilei-Transformation.

Wenn wir das haben, koennen wir uns wieder ueber Elektrodynamik unterhalten.

-- Optimist
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Re: Warum die SRT falsch ist

Beitragvon Sebastian Hauk » Di 14. Apr 2009, 18:38

Hallo Trigemina,

da bin ich aber beruhigt. Werde auf dieses Thema hier auch nicht mehr zurückkommen. Durch Deine Rechnung habe ich gelernt, wieso das RP als erstes Postulat für die SRT benötigt wird. Dieses ist mir vorher nie so ganz klar geworden.

Gruß

Sebastian
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Re: Warum die SRT falsch ist

Beitragvon Sebastian Hauk » Mo 27. Apr 2009, 22:02

contravariant hat geschrieben:
as_string hat geschrieben:Das sagst Du... Aber da Du die Aufgabe ja nicht klar definiert hast, wird man das kaum überprüfen können...

Ich glaube, wir könnten auch mit der Wand diskutieren. Die hört besser zu und kann wahrscheinlich auch besser Rechnen... o_O


Was ich noch nicht verstanden habe ist der Grund, weshalb ihr so viel Hass in Euch habt. Ihr habt so viel Hass in Euch. Das habe ich so noch nie erlebt.

Das muss ich noch verstehen.
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Re: Warum die SRT falsch ist

Beitragvon contravariant » Mo 27. Apr 2009, 22:12

Sebastian Hauk hat geschrieben:Was ich noch nicht verstanden habe ist der Grund, weshalb ihr so viel Hass in Euch habt. Ihr habt so viel Hass in Euch. Das habe ich so noch nie erlebt.

Das muss ich noch verstehen.

An welcher Stelle bringt meine Aussage denn "Hass" zum Ausdruck? Sie ist abwertend, ok, aber was erwartest du? (Ich meine ankommen mit: Ich habe den Fehler in der SRT gefunden, aber ausrechnen muss bitte wer anders, das kann ich nicht selber. - Das ist lächerlich^3)
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Re: Warum die SRT falsch ist

Beitragvon Hannes » Di 28. Apr 2009, 17:02

Hallo Contravariant !


    „Ich meine ankommen mit: Ich habe den Fehler in der SRT gefunden, aber ausrechnen muss bitte wer anders, das kann ich nicht selber. - Das ist lächerlich^3“
Der Fehler in der SRT liegt nicht in der Rechnung. Der liegt schon im Ansatz.Wenn ich einmal akzepiert habe, dass Strecke und Zeit variabel sein sollen, brauche ich gar nichts mehr rechnen.

Wenn ich aber mit einer variablen Ausbreitung der Lichtwellen rechne, dann werde ich nicht auf so haarsträubende Paradoxien wie die RT kommen.(siehe Garagenparadoxon, oder Zwillingsparadoxon usw....)

Akzeptabel an der RT ist das Relativitätsprinzip und die Erkenntnis, dass die Wirkgeschwindigkeit des Elektromagnetismus begrenzt ist.(relativistische Geschwindigkeitsaddition) Das wäre an sich schon Erfindung genug, um das Ansehen der Menschen um und mit Albert Einstein zu wahren.

Wenn ich mit der LG Entferungen messen will, brauche ich doch nur die Variabilitäten der Lichtausbreitung herausrechnen. Das ist doch nicht so schwierig.Die kennt man inzwischen schon ganz genau.

    „An welcher Stelle bringt meine Aussage denn "Hass" zum Ausdruck?“

Ich muss den Verteidigern der RT schon eine gewisse Schärfe in der Ausdrucksweise zubilligen,sonst wäre die ganze Diskussion langweilig und fade.
Aber diskriminieren möchte ich die Kollegen Relativisten auf keinen Fall !
Ich habe noch nie einen Menschen wegen seines Glaubens diskriminiert.


Mit Gruß Hannes
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Re: Warum die SRT falsch ist

Beitragvon contravariant » Di 28. Apr 2009, 18:39

Hannes hat geschrieben:Der Fehler in der SRT liegt nicht in der Rechnung. Der liegt schon im Ansatz.

Wenn ich mir das Posting von Sebastian so anschaue, dann kann ich nicht feststellen, dass er einen Fehler im Ansatz aufzeigt. Zur Erinnerung, der Fehler in der SRT liegt laut Sebastian dort:
Ein Raumschiff entfernt sich mit einer Geschwindigkeit von 100.000 km/s von der Erde. Im Raumschiff sollen sich zwei Uhren befinden. Nun soll eine Uhr B vom Raumschiff Richtung Erde fliegen. Die Uhr B soll mit einer Geschwindigkeit von 140.000 km/s, vom Raumschiff aus gemessen, Richtung Erde fliegen.

Ich bin offensichtlich zu sehr in der relativistischen Denke verfangen, da ich nicht feststellen kann, an welcher Stelle diese Aussage einen Fehler in der SRT darlegt. Vielleicht kannst du mir da weiterhelfen...

Hannes hat geschrieben:Wenn ich aber mit einer variablen Ausbreitung der Lichtwellen rechne, dann werde ich nicht auf so haarsträubende Paradoxien wie die RT kommen.(siehe Garagenparadoxon, oder Zwillingsparadoxon usw....)

Das kannst du natürlich tun. Wenn du Physik betreiben willst, dann solltest du aber erstmal festlegen, in Bezug auf was sich die Lichtwellen "variabel" ausbreiten sollen, und dann solltest du zeigen, dass diese Annahme nicht den einschlägigen experimentellen Befunden widerspricht. Dann können wir weitersehen.

Hannes hat geschrieben:Akzeptabel an der RT ist das Relativitätsprinzip und die Erkenntnis, dass die Wirkgeschwindigkeit des Elektromagnetismus begrenzt ist.(relativistische Geschwindigkeitsaddition)

Wenn das Relivitätsprinzip und die Maxwelltheorie gültig sind, dann ist die LG in allen Inertialsystem gleich, weil sie als Konstante in den Maxwellgleichungen auftaucht, die nach Annahme in allen IS gültig sind. => An welcher Stelle siehst du also Korrekturbedarf bei den Maxwellgleichungen?

Hannes hat geschrieben:Das wäre an sich schon Erfindung genug, um das Ansehen der Menschen um und mit Albert Einstein zu wahren.

Warum sollte ich besonderes Interesse daran haben, dass Ansehen von Albert Einstein zu wahren? Ich bin nicht mit ihm verwandt...
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Re: Warum die SRT falsch ist

Beitragvon Hannes » Di 28. Apr 2009, 19:58

Hallo Contravariant !

    „Ich bin offensichtlich zu sehr in der relativistischen Denken verfangen, da ich nicht feststellen kann, an welcher Stelle diese Aussage einen Fehler in der SRT darlegt. Vielleicht kannst du mir da weiterhelfen...“

Du erkennst deine persönliche Problematik ganz genau.Der Fehler Liegt in der Annahme der Invarianz der LG.

    „Wenn das Relivitätsprinzip und die Maxwelltheorie gültig sind, dann ist die LG in allen Inertialsystem gleich,“

Du hast richtig geschrieben : Innerhalb der Inertialsysteme.

Aufgrund der Masselosigkeit der Lichtwellen passiert aber etwas zwischen den IS:
Das Licht wird schneller oder langsamer, wie es das jeweilige IS verlangt, wenn es von einem IS zum nächsten wechselt.
Ich bezeichne diese Systeme als „optische Systeme“ ,da Licht eine optische Erscheinung ist.Innerhalb dieser optischen Systeme hat das Licht eine
systemrelevante Ausbreitungsgeschwindigkeit.Dieses Verhalten ist in keiner
Weise widersprüchlich zu den Erkenntnissen Maxwells.

    „Wenn du Physik betreiben willst, dann solltest du aber erstmal festlegen, in Bezug auf was sich die Lichtwellen "variabel" ausbreiten sollen, und dann solltest du zeigen, dass diese Annahme nicht den einschlägigen experimentellen Befunden widerspricht.“

Die Befunde der Astronomie und der Quantenphysik zeigen ganz eindeutig auf ein lichtleitendes Medium, in dem sich die Lichtwellen je nach dessen optischer Dichte bewegen, bezw. von diesem Medium weitergeleitet werden.

Es gibt optische Medien, die Experimentalphysiker sagen dazu : „Optischer Sirup“, in denen die LG nicht höher ist als die Geschwindigkeit eines Radfahrers.

In dem Moment die Lichtwelle das dichte Medium verlässt, nimmt sie sofort wieder die Gesschwindigkeit des nächsten Systems an.Aufgrund ihrer Masselosigkeit ist das kein Widerspruch zu den Gesetzen der Energieerhaltung.

Wenn du von einschlägigen experimentellen Befunden sprichst,solltest du zuerst darlegen, welche Befunde du damit genau meinst. Dann können wir darüber weiterreden.

    „Warum sollte ich besonderes Interesse daran haben, dass Ansehen von Albert Einstein zu wahren? Ich bin nicht mit ihm verwandt...“

Ich persönlich schätze diesen Menschen als Proponent einer ganzen Zeitetappe sehr hoch ein, das wirst du mir sicher nicht verübeln.

Mit Gruß Hannes
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Re: Warum die SRT falsch ist

Beitragvon contravariant » Di 28. Apr 2009, 20:45

Hannes hat geschrieben:Du erkennst deine persönliche Problematik ganz genau.Der Fehler Liegt in der Annahme der Invarianz der LG.

Du hast meine Frage nicht beantwortet... Macht aber nix.

Hannes hat geschrieben:Du hast richtig geschrieben : Innerhalb der Inertialsysteme.

Aufgrund der Masselosigkeit der Lichtwellen passiert aber etwas zwischen den IS:
Das Licht wird schneller oder langsamer, wie es das jeweilige IS verlangt, wenn es von einem IS zum nächsten wechselt.

Sebastian hat ja keine Ahnung, aber das ist die Härte. Kleiner Tipp: Nachschlagen, was unter einem Inertialsystem verstanden wird.

Hannes hat geschrieben:Die Befunde der Astronomie und der Quantenphysik zeigen ganz eindeutig auf ein lichtleitendes Medium, in dem sich die Lichtwellen je nach dessen optischer Dichte bewegen, bezw. von diesem Medium weitergeleitet werden.

EM-Wellen breiten sich auch im Vakuum aus, dort gibt es aber kein Medium. Weiterhin wurde der Äther durch den MM-Versuch (und folgende) ausgeschlossen.

Hannes hat geschrieben:Es gibt optische Medien, die Experimentalphysiker sagen dazu : „Optischer Sirup“, in denen die LG nicht höher ist als die Geschwindigkeit eines Radfahrers.

Ich habe noch keinen Experimentalphysiker getroffen, der den Begriff "optisches Sirup" verwendet hat.
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