Bruno hat geschrieben:Die Maxwellgleichungen gelten nach Maxwell auschließlich in ruhenden Medien (Äther).
Wenn die Maxwellgleichungen nur in ruhenden Medien gelten sollen, dann bedeutet das entweder
- die Maxwellgleichungen, so wie Du sie hier auch wiedergibst, gelten in dieser Form im allgemeinen nicht, sondern muessen noch mit Korrekturfaktoren o. æ. versehen werden, oder
- Die Erde ruht in einem Inertialsystem, das sich selbst in "absoluter Ruhe" befindet (falls der ruhende Aether Kriterium fuer absolute Ruhe sein soll).
Such' Dir eine Alternative aus, und ich sag' Dir, wieso sie falsch ist.
Die Galilei-Transformationen dienen nur der Umrechnung von Zeit- und Ortskoordinaten und Geschwindigkeiten innerhalb eines Inertialsystem von einem Koordinatensysteme in ein anderes.
"Innerhalb eines Inertialsystems von einem Koordinatensystem in ein anderes"? Ich stelle hier jetzt mal ernsthaft Deine Kompetenz in klassischer Mechanik in Frage. Ganz nichtrelativistische, einfache Mechanik. So frage ich mich, wenn ich das hier lese
Die Galilei-Transformationen dienen nicht der Umrechnung von einem Inertialsystem in ein anderes Inertialsystem.
, ob Dir klar ist, was ein Inertialsystem ist und wie die Begriffe Koordinatensystem und Inertialsystem zusammenhaengen.
Eine Wegstrecke x in einem Koordinatensystem ist aus allen anderen Inertialsystemen heraus betrachtet entweder x oder x' + v*t, je nach Wahl des Koordinatensystems.
Diese Diskussion hatten wir doch schon mal im AC! x und x' sind keine Wegstrecken, sondern Ortskoordinaten. Genau wie t ein Zeitpunkt ist und keine Zeitdauer.
Was haben nun die Maxwellgleichungen mit der Galilei-Transformation zu tun?
Wenn eine Strecke in einem Inertialsystem x beträgt, dann beträgt sie für einen bewegten Beobachter weder x = x' +v*t, noch (x' + v*t)/sqrt(1-v²/c²), weil die Länge einer Strecke nicht vom Beobachter abhängt.
Vergiss das ganze mit der Lorentztrafo und der Elektrodynamik, gox. Zuerst solltest Du die Grundlagen der nichtrelativistischen Mechanik verstanden haben. Inertialsystem, gleichfoermige geradlinige Translation, lineare Orthogonaltransformation, und, in bezug auf diese, invariante Groessen und Kovarianz von Naturgesetzen. Zeitbegriff in der nichtrelativistischen Mechanik und schliesslich Transformation von Bewegungsgleichungen von einem Inertialsystem in ein anderes mit Hilfe der Galilei-Transformation.
Wenn wir das haben, koennen wir uns wieder ueber Elektrodynamik unterhalten.
-- Optimist