Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 11. Jul 2012, 17:59

Jingle hat geschrieben:
korrekt erklärt. Frau Lopez und viele andere Kritiker haben jedoch ihre Schwierigkeiten mit dem Begriff "Inertialsystem" bzw. "Bezugssystem", weswegen sie Deine Erklärung nicht verstehen können (oder wollen).


Wenn man bei jedem bewegten Objekt zugrundelegt, dass es zu irgendeinem beliebigen, extrem kurzem "Nullpunkt" an einem beliebigen Ort ruht, dann kann man jedes bewegte Objekt als ruhend ansehen und als ruhend mathematisch verarbeiten. Dann negiert man aber auch durch dieses Artefakt die Existenz jeglicher Bewegung im Universum: Alle Objekte können alsl ruhend im Universum angenommen werden. Es gibt keine bewegten Beobachter, er gibt keine bewegten Objekte, alles ruht. Praktisch. Das ist auch viel einfacher, Bewegungen sind extrem lästig zu messen und zu verarbeiten. Warum kompliziert, wenn man es einfach haben kann, oder?

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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon HD116657 » Mi 11. Jul 2012, 18:16

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Aha. Es existiert also das Postulat der Beobachterunabhängigkeit der LG in der SRT.

kann man seit 107 Jahre auf Seite 895 nachlesen, also existiert

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Dann erübrigt sich jegliche Diskussion mit Dir. Vielen Dank für Deine Interpretation der Theorie.

umgekehrt...... - Diskussion sich mit Dir ist erübrigt 8-)

wie ist das nun mit v-c......... - zu schwer für Dich? ;)
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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon HD116657 » Mi 11. Jul 2012, 18:17

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Wenn man bei jedem bewegten Objekt zugrundelegt, dass es zu irgendeinem beliebigen, extrem kurzem "Nullpunkt" an einem beliebigen Ort ruht, dann kann man jedes bewegte Objekt als ruhend ansehen und als ruhend mathematisch verarbeiten. Dann negiert man aber auch durch dieses Artefakt die Existenz jeglicher Bewegung im Universum: Alle Objekte können alsl ruhend im Universum angenommen werden. Es gibt keine bewegten Beobachter, er gibt keine bewegten Objekte, alles ruht. Praktisch. Das ist auch viel einfacher, Bewegungen sind extrem lästig zu messen und zu verarbeiten. Warum kompliziert, wenn man es einfach haben kann, oder?

ah.... - von Differenzialrechnung nulle Ahnung................ - aber wissen, das falsch :roll:
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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon DerDicke » Mi 11. Jul 2012, 20:31

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Praktisch.

Ja, eine gewisse Wahlfreiheit bei Definition von Koordinatensystemen kann praktisch sein.


Jocelyne Lopez hat geschrieben:Das ist auch viel einfacher, Bewegungen sind extrem lästig zu messen und zu verarbeiten. Warum kompliziert, wenn man es einfach haben kann, oder?

Es wird dich zwar nicht interessieren, aber Bewegungen kann man damit nicht eliminieren.
Übrigens sind genau die sog. Relativitätsprinzipien dafür zuständig zu definieren, was man darf und was man nicht darf.
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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Jingle » Mi 11. Jul 2012, 21:02

DerDicke hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Praktisch.

Ja, eine gewisse Wahlfreiheit bei Definition von Koordinatensystemen kann praktisch sein.


Jocelyne Lopez hat geschrieben:Das ist auch viel einfacher, Bewegungen sind extrem lästig zu messen und zu verarbeiten. Warum kompliziert, wenn man es einfach haben kann, oder?


Frau Lopez, stellen Sie sich z.B. vor, Sie wollten ein Pendel, welches sich in einem fahrenden Zug befindet, physikalisch beschreiben.
Würden Sie dann die Bewegung des Pendels relativ zur Erdoberfläche angeben? Wohl kaum!

Sie würden ganz selbstverständlich das Innere des fahrenden Zuges als Bezugspunkt wählen, weil Sie intuitiv wissen: die physikalischen Gesetze, welche der Pendelbewegung zugrunde liegen, sind im Zug die gleichen wie draussen auf dem Bahnsteig.

Das ist das Relativitätsprinzip. Freie Wahl des Bezugssystems für physikalische Berechnungen.

viele Grüsse
Tina
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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 12. Jul 2012, 05:34

DerDicke hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Das ist auch viel einfacher, Bewegungen sind extrem lästig zu messen und zu verarbeiten. Warum kompliziert, wenn man es einfach haben kann, oder?

Es wird dich zwar nicht interessieren, aber Bewegungen kann man damit nicht eliminieren.


Dann erkläre doch wo die Geschwindigkeit v>0 des bewegtes Beobachters bei dem Postulat der Beobachterunabhängigkeit der LG bei Einstein bleibt. Das ist ja das Thema dieses Threads.

Noch einmal:

    Ich laufe zu einer leuchtenden Stehlampe in meinem Wohnzimmer zu.

    - Meine Geschwindigkeit ist v>0, gemessen relativ zur Erdoberfläche
    - Das Licht kommt mir mit c entgegen, gemessen relativ zur Erdoberfläche

    Meine Relativgeschwindigkeit zum Licht:
    nach Galilei: c + v
    nach Einstein: c

Wo ist meine Geschwindigkeit v>0 nach Einstein geblieben?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Ernst » Do 12. Jul 2012, 12:46

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Noch einmal:
    Ich laufe zu einer leuchtenden Stehlampe in meinem Wohnzimmer zu.
    - Meine Geschwindigkeit ist v>0, gemessen relativ zur Erdoberfläche
    - Das Licht kommt mir mit c entgegen, gemessen relativ zur Erdoberfläche
    Meine Relativgeschwindigkeit zum Licht:
    nach Galilei: c + v
    nach Einstein: c
Wo ist meine Geschwindigkeit v>0 nach Einstein geblieben?


Setzen wir mal voraus, bevor du läufst und im Zimmer stehst, war deine Relativgeschwindigkeit zum Licht c.
Setzen wir weiter voraus, daß du selbst der Beobachter bist, also salopp gesagt, du das beschreibende IS bildest.

Dann bewegt sich in diesem IS die Lampe mit v auf dich zu.
Nun beobachtest Du, daß dennoch deine Relativgeschwindigkeit zum Licht c ist.
Dann folgerst du: Du befindest dich in einem ruhenden Äther. Die Ätherthese wäre bestätigt.

Da du Veranschaulichungen liebst: Du stehst in einem seichten ruhenden Gewässer. In 20m Entfernung erzeugt eine wippende Angelpose Wellen. Erstmal ist die Pose relativ zu Dir ortsfest. Die Wellen erreichen dich mit c_wasser. Nun bewegt sich die Pose mit v auf dich zu. Die Wellen erreichen dich immer noch mit c_wasser. Lediglich die Frequenz ist infolge des Dopplereffektes verändert.

Das gleiche beobachtest Du auch, wenn du die SRT zugrunde legst. Da ist kein Unterschied.
(Der Unterschied würde sich erst offenbaren, wenn du nicht im ruhenden Gewässer, sondern in einem Fließgewässer stündest.)

Sollte aber die Emitterthese gelten, so würdest du c+v beobachten. Und so würde es wohl auch sein. ;)
.
.
Ernst
 
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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 12. Jul 2012, 13:06

Ernst hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Noch einmal:
    Ich laufe zu einer leuchtenden Stehlampe in meinem Wohnzimmer zu.
    - Meine Geschwindigkeit ist v>0, gemessen relativ zur Erdoberfläche
    - Das Licht kommt mir mit c entgegen, gemessen relativ zur Erdoberfläche
    Meine Relativgeschwindigkeit zum Licht:
    nach Galilei: c + v
    nach Einstein: c
Wo ist meine Geschwindigkeit v>0 nach Einstein geblieben?


Setzen wir mal voraus, bevor du läufst und im Zimmer stehst, war deine Relativgeschwindigkeit zum Licht c.
Setzen wir weiter voraus, daß du selbst der Beobachter bist, also salopp gesagt, du das beschreibende IS bildest.

Dann bewegt sich in diesem IS die Lampe mit v auf dich zu.
Nun beobachtest Du, daß dennoch deine Relativgeschwindigkeit zum Licht c ist.


- Wenn ich stehe und die Lampe steht, ist meine Relativgeschwindigkeit zum Licht c (bei Galilei und bei Einstein).

- Wenn ich mich auf die Lampe zubewege und sich die Lampe auf mich zubewegt, ist meine Relativgeschwindigkeit zum Licht
    c + v_Lampe + v_Jocelyne (nach Galilei und Emittertheorie)
    c nach Einstein.

Wo ist meine Geschwindigkeit v_Jocelyne bei Einstein geblieben?
(Die Geschwindigkeit v_Lampe interessiert mich hier nicht)

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Mirko » Do 12. Jul 2012, 15:01

Kleine Zwischenfrage an Jocelyne:

Ein Auto fährt auf mich zu, ich messe eine Geschwindigkeit von 200 km/h für dieses Auto.
Peter misst die Geschwindigkeit zum selben Zeitpunkt, kommt aber auf 50 km/h
und Nostradamus sagt: nee, das Auto fährt 100 km/h schnell.

Geht das?
Mirko
 
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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 12. Jul 2012, 16:34

Mirko hat geschrieben:Kleine Zwischenfrage an Jocelyne:

Ein Auto fährt auf mich zu, ich messe eine Geschwindigkeit von 200 km/h für dieses Auto.
Peter misst die Geschwindigkeit zum selben Zeitpunkt, kommt aber auf 50 km/h
und Nostradamus sagt: nee, das Auto fährt 100 km/h schnell.

Geht das?


Ich verstehe Dein Beispiel nicht.
Geht es um die Einzelgeschwindigkeiten der beide Autors relativ zur Erdoberfläche, oder um die Berechnung der Relativgschwidigkeit zwischen den beiden?

Eins steht fest: Man kann nicht zwei verschiedene Relativgeschwindigkeiten zwischen zwei zueinander bewegten Objekten berechnen. Das geht nicht, definitiv nicht, es ist ungültig. Es gibt nur eine einzige Relativgeschwindigkeit zwischen zwei zueinander bewegten Objekten. Definitiv.


Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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