julian apostata hat geschrieben:Hier haben wir eine Kolonne aus Erdmyonen. Da das Leben der Weltraummyonen aus Sicht der Erdmyonen in Zeitlupe übertragen wird, scheinen Erstere länger zu leben.
julian apostata hat geschrieben:Hier haben wir eine Kolonne aus Weltraummmyonen. Da das Leben der Erdmyonen aus Sicht der Weltraummyonen in Zeitlupe übertragen wird, scheinen Erstere länger zu leben.
Wenn das alles nur Schein ist, dann waren die Myonen, welche Rossi und Hall auf Seehöhe gemessen haben, wohl nur eine Halluzination! Oder es gibt andere Gründe dafür, dass Myonen auf Seehöhe feststellbar sind. Wie z.B. ihre Entstehung auch in geringeren Höhen oder Zerfallskanäle, die zu Myonen führen aber man noch nicht kennt.
Yukterez hat geschrieben:Du machst genau das, wovor Trigemina gewarnt hat:...Nur daß du mit der Methode eine zu große Entfernung statt Geschwindigkeit errechnest!

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Also nochmal: die Effekte der SRT sind symmetrisch. Aus jedem IS wird die Uhr des anderen IS langsamer laufend wahrgenommen. Wenn im Ruhesystem der Erde eine Uhr im bewegten Myonensystem langsamer laufend wahrgenommen wird, dann gilt das auch umgekehrt: dann wird im Ruhesystem des Myonensystems eine Uhr auf der Erde langsamer laufend wahrgenommen. Das Gleiche gilt für die Längenkontraktion.
Misst das Myon in seinem Ruhesystem das relativ bewegte Erdsystem mit 692 m, dann misst man im Ruhesystem der Erde das relativ bewegte Myonensystem auch verkürzt mit 692 m. Die Systeme sind gleichberechtigt, zueinander bewegt und keines der Systeme ist absolut!
Im Ruhesystem der Erde misst man also das bewegte Myonensystem, das ebenso verkürzt gemessen wird wie die Myonen aus ihrer Sicht die Strecke verkürzt messen (!) mit 20 km! Also müsste das eine verkürzte Länge sein. Die Myonen könnten ja auch nichts anderes messen als 692 m. Die Ruhelänge des Myonensystems wäre daher aufgrund dieser Messung zu ermitteln mit:

Und da kommen eben diese 577 km heraus, die natürlich Unsinn sind. Das ist aber nicht Unsinn, weil ich etwas falsch mache, sondern der ganze Ansatz von Rossi und Hall zu ihrem Beweis der ZD ist falsch! Sie haben auf die Symmetrie der Effekte vergessen! Sie hätten daran denken müssen, dass im Ruhesystem der Erde mit 20 km das bewegte Myonensystem verkürzt erscheint und auch nur so gemessen werden kann. Und da ergeben sich natürlich ebenso 692 m wie dies so auch für die Myonen erscheint. Sie haben zwar angenommen, dass eine Uhr im bewegten Myonensystem langsamer läuft, aber die LK dabei negiert! Aber einen der beiden Effekte, die stets zusammen gehören, anzuwenden aber den anderen nicht, ist eben nicht konsistent mit der SRT. Wenn sie aus ihrer Sicht im Myonensystem eine ZD wahrnehmen, dann ist dies das Ergebnis einer Transformation aus dem Ruhesystem der Myonen in das der Erde! Das Ruhesystem der Myonen ist ebenfalls 20 km lang und die Zeit ist nicht dilatiert. Die Transformation ins Ruhesystem der Erde ergibt für die Sicht aus diesem Erd-System dann im Myonensystem die dilatierte Zeit UND die Längenkontraktion auf 692 m! Jetzt nehmen sie die dilatierte Zeit her und lassen das Myon 20 km hindurch sausen, also ohne die Längenkontraktion, nach welcher die Entstehung der Myonen aber in 692 m Höhe angenommen werden muss! Und genau das tun die Myonen ja auch aus ihrer Sicht, wo die Strecke ebenfalls verkürzt ist aber die Uhren auf der Erde langsamer laufen! Wären also Rossi und Hall korrekt nach der Symmetrie der Effekte vorgegangen, hätten sie auf dem Mount Wilson gar keine Myonen vorfinden können. Das zeigt nicht nur, dass der Myonen-Beweis von einem falschen, mit der SRT nicht konsistentem Ansatz ausgeht, sondern die SRT in konkreten Fällen gar nicht anwendbar ist!
Ernst hat das Problem knapp und prägnant auf den Punkt gebracht:
Ernst hat geschrieben:Zwei Tennisbälle fliegen auf einander zu. Auf jedem lebt ein Myon. Auf welchem Ball lebt das Myon länger?
Oder noch einfacher:
Zwei Myonen fliegen aufeinander zu. Welches lebt länger?
Also bitte.
Welcher Umstand sollte die Symmetrie in diesem Szenario brechen?
Grüße
Harald Maurer