Jondalar hat geschrieben:
Naja, der Unterschied liegt - für mich - erstmal darin, dass dieser Erklärungsversuch des Universums noch nicht in "Gesetze" gegossen ist - zumindest habe ich noch keine gefunden. Die RT ist ja schon genauer untersucht und irgendwann sollte auch dem Dümmsten mal auffallen, dass dazu immer mehr unrealitsische Annahmen nötig sind - siehe DM/DE, SL usw. So, wie ich das verstanden habe, entsteht die Bewegung auch erst durch die EM-Effekte, das wird auch noch dort erklärt. In jedem Fall - so wie das bisher dargestellt wird - ist es schlüssiger, kommt mit weniger Postulaten und Annahmen aus und erklärt auch noch Dinge, die die RT so nicht erklären kann. Es muss trotzdem nicht zwangsläufig "richtiger" sein, aber ich denke, es lohnt sich allemal mehr, da Gelder zu investieren, als in die Suche nach DM/DE.
Was denn für Gesetze? Es existieren keine Gesetze im Universum. Wenn dem so wäre, wäre Gott nicht weit. Naturgesetze beschreiben ja auch nur verallgemeinernde Aussagen, die nicht bewiesen werden können und sind lediglich unserer Anschauung geschuldet. Wenn in einer Beschreibung des Universums keine Naturgesetze zu finden sind, dann ist genau diese Beschreibung näher an dem Universum, als wir denken. Diese geistigen Zwänge, denen wir unterliegen, sind nichts anderes als Denkvorschriften, die uns durch Formalismus ,Logik, Mathematik vorgegeben sind.
Mir hat mal jemand gesagt, ich müsste lernen abstrakt zu denken. Problem war nur dabei, dass ich auf einmal zu abstrakt gedacht habe und damit alles infrage gestellt habe, was die Wissenschaft so konstruiert hat. Das gefiel dann auch nicht. Abstrakt ja, aber nicht zu abstrakt. Da fängt es dann schon wieder an
Wenn du erst mal anfängst zu zweifeln und erkennst, dass es im Universum nichts ABSOLUTES und IDENTISCHES gibt, dann zerplatzen alle Theorien wie eine Seifenblase.
Jondalar hat geschrieben:
Wenn man den Raum an sich schon als "gegebene Spannung" ansieht, wirft sich schon die Frage auf, warum ist es gegeben und woher kommt es. Man kann natürlich irgendwann nicht weiter - wie beim Urknallmodell ja auch nicht - aber bis dahin sollte man schon kommen können. Dazu Aussagen treffen zu können, bin ich aber noch nicht genug vertraut mit dem EM-WW-Universum, da muss ich erst tiefer einsteigen. Deine Ausführung dazu habe ich tatsächlich leider übersehen. Kannst Du mir das mal linken bitte?
Wenn du davon ausgehst, dass das Universum grundsätzlich aus Materie besteht und alles nur Aggregatzustände sind, dann stellt sich die Frage nach dem woher doch gar nicht. Es ist ein durchlaufender Prozess, mehr nicht. Wer unbedingt einen Anfang haben will, der kann sich dann ja das Konzept Spannung basteln und kommt so aus dem leeren Raum und aus dem Nichts raus. Eigentlich muss man nur akzeptieren dass der Anfang verschwimmt, das war es schon. Dieser Anfang ist für uns ununterscheidbar, nicht zu verwechseln mit identisch, das ist wieder etwas anderes. Etwas was identisch ist, kann sich nicht verändern. Ob man das jetzt Spannung oder Druck nennt, ist egal. Aus Spannung und Druck, die ja nie identisch sein können, kann etwas entstehen.
viewtopic.php?f=6&t=561&start=240 Beitrag 31.0713 19:12 Uhr
Gruß
All