Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Kurt » Mi 16. Okt 2013, 22:26

fallili hat geschrieben:Jedenfalls sieht es nun aber os aus, das ich mehr oder weniger noch immer am selben Problem scheitere.


Scheint so, das war damals so als du dich mit der Rakete befasste, und scheint heute auch noch so zu sein.
Du scheiterst am Realem, das ist alles.

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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Trigemina » Do 17. Okt 2013, 01:11

Ernst hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:Aus Sicht der Erde bleibt die Strecke 10 km lang. Dafür vergeht aber die Zeit beim Myon langsamer.
Aus Sicht der Erde hat das Myon daher wiederum genügend Zeit um die 10 km auch "locker" zu schaffen.
Daher erklärt die SRT das Myonenproblem schon vollständig widerspruchsfrei.

Tut sie nicht. Die Situation ist symmetrisch.

Schauen wir mal!
Da sind zwei Objekte; Erde und Myon. Die Distanz wird mit einem Maßstab von der Erde aus zu 10km

OK
...und mit einem Maßstab vom Myon aus gleich mit 10km gemessen.

FALSCH! Der Myonen-Massstab misst eine kontrahierte Strecke (ist relativ zur Erde bewegt)
Die Erde sieht den Maßstab vom Myon verkürzt und das Myon sieht den Maßstab von der Erde verkürzt.

OK. Nur ändert das nichts daran, dass der Myonen-Massstab die Strecke zur Erdoberfläche lorentz-kontrahiert misst (nach SRT)
Symmetrischer geht's gar nicht.

OK
Daß diese Myonenstory überhaupt für die SRT ind Feld geführt wird, ist außerordentlich peinlich.
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Fragt sich nur für wen!?
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 17. Okt 2013, 06:14

Trigemina hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Daß diese Myonenstory überhaupt für die SRT ind Feld geführt wird, ist außerordentlich peinlich.

Fragt sich nur für wen!?


Diese Myonenstory ist auch deswegen außerordentlich peinlich für die Relativisten, weil die Lorentztransformation bei der Auswertung dieses Experiments nichts verloren hat. Die Lorentztransformation ist nämlich nichts Anderes als eine Hypothese darüber, wie ein Ereignis aus der Sicht von zwei Beobachtern gemessen wird.

Bei dem Myonen-Experiment gibt es nur einen einzigen Beobachter: Der Labor auf der Erde. Der Labor bedient eine Uhr und liest sie ab. Sonst nichts. Ich wüsste nämlich nicht, dass man eine Miniatomuhr auf dem Rücken jedes Myons angebracht hätte, die sie Huckepack auf ihre Reise zur Erde transportieren sollten. ;)

Einzig dieser Beobachter auf der Erde kann also bei diesem Experiment Messdaten liefern. Die Myonen sind keine Beobachter und können keine Messdaten liefern, das steht fest. Was die Myonen „sehen“ oder „messen“ würden, wenn sie Beobachter wären, ist rein spekulativ und hat bei der Auswertung eines Experiments nichts zu suchen! Ein Experiment ist kein Gedankenexperiment. Bitte nicht Experiment mit Gedankenexperiment verwechseln, bitte Realität und Fantasie nicht verwechseln. Das ist elementar. :?

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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Harald Maurer » Do 17. Okt 2013, 07:28

Trigemina hat geschrieben:Der Myonen-Massstab misst eine kontrahierte Strecke (ist relativ zur Erde bewegt)

Der Myonen Massstab misst eine kontrahierte Strecke, weil aus Sicht des Ruhesystem des Myons die Erde relativ bewegt ist! Gleichzeitig wird das Myon feststellen, dass die Zeit auf der Erde dilatiert ist (das ist nur bildlich gesprochen. Auch "Beobachter" in den Koordinatensystemen dienen nur der Anschaulichkeit!). Rechnen wir ganz einfach mal:
Angenommen, das Myon entsteht in 1 LS Entfernung. Die Erde ist mit v=0,9994 c relativ bewegt. Das Myon misst das Erdsystem verkürzt auf 10383,5574954821524966 km. 1 Sekunde Myonenzeit ist auf der Erde dilatiert zu 0,0346358196 s. Im vom Myon gemessenen Erdsystem muss sich die Lichtgeschwindigkeit aus der verkürzten Länge durch die dilatierte Zeit zu c ergeben:
10383,5574954821524966 / 0,0346358196 = c !
Das Gleiche gilt für die Sicht aus dem Ruhesystem der Erde, zu welchem nun das Myon mit v=0,9994 c bewegt ist. Die Erde stellt fest, dass die Zeit im Myonensystem dilatiert ist. 1 Sekunde Erdzeit beträgt daher im Myonensystem 0,0346358196 s. Berücksichtigt man von der Erde aus nicht, dass ZD und LK stets gemeinsam auftreten und belässt die Entfernung auf 1 LS, dann haben wir im Myonensystem eine mehr als 29-fache Lichtgeschwindigkeit! Es ist also auch hier die LK anzusetzen und wir haben die gleiche Rechnung wie vorhin:
10383,5574954821524966 / 0,0346358196 = c !
Daher müsste von der Erde aus angenommen werden, dass aufgrund der LK das Myon in einer Entfernung von 10383,5574954821524966 km entstanden ist!
Umgerechnet auf den konkreten Fall bei einer Entfernung von 20 km verkürzt sich diese auf 692 m. In dieser Entfernung kann das Myon nicht entstanden sein, weil dann hätten Rossi und Hall auf dem 1742 m hohen Mount Wilson gar kein Myon vorgefunden und sämtliche Myonen müssten auf Seehöhe angekommen sein. Daher ignoriert man aus Sicht der Erde die LK - aber das entspricht nicht der Symmetrie der Effekte der SRT! Wenn im Myonensystem ZD angenommen wird, muss auch LK angenommen werden. Aber dann bricht der ganze Myonen-Beweis für die ZD zusammen und es ist alles falsch, was Rossi und Hall gerechnet haben!
Der Myonen-Beweis ist ein Schwindel, mit welchem Schüler und Studenten systematisch verblödet werden. Tragisch ist aber, dass die Inkonsistenz mit der SRT von Professoren und SRT-Spezialisten nicht bemerkt wird! Sie hätten merken müssen, dass sich in dem zwar zeitdilatierten aber nicht längenkontrahierten Myonensystem die Lichtgeschwindigkeit nicht mit c ergibt!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon All » Do 17. Okt 2013, 07:44

All hat geschrieben:
Daniel K. hat geschrieben:Tja Fallili, Dein „wirklich“ denkt sich aber nicht mit der Physik, gilt auch für das „wirklich“ von Kurt und vielen anderen hier. Anstatt die Dinge einmal Stück für Stück in Ruhe durchzurechnen, tauscht ihr hier nur die Objekte aus. Mal sind es Raketen, dann wieder Züge, dann Blitze, Blitzlampen, Hände und was es noch so alles gibt. Ist alles unnötig, die SRT unterscheidet nicht zwischen Blitzeinschlägen und Klatschhänden. Was Du schreibst zeigt mir, Du hängst noch immer in einer absoluten Zeit fest, Du hast das Konzept der RdG bisher nicht wirklich verstanden. Fallili, ob es nun ein Blitz in Berlin oder an einem Zugende ist, ist doch für die Rechnung unerheblich. Es wird viel einfacher, wenn man es einfach nur ein Ereignis nennt und diesem dann entsprechende Koordinaten in den beiden Systemen zuordnet. Klappt sehr gut. Dann mach Dir eine Exceltabelle auf und rechne es selber durch.


Wenn man deine Aussage als Basis nimmt, dann geht es in der SRT doch lediglich um eine technische Beschreibung unter Verzicht von etwaigen „Realitäten“

Folgende Formulierung trifft es möglicherweise:

Ereignisse mit raumartigen Abständen können nach der SRT keinen Einfluss aufeinander ausüben. Dies ist begründet in C als Grenzgeschwindigkeit für die Ausbreitung von Informationen. Wenn man dieser Grund(annahme)voraussetzung folgt, kann es in der SRT auch keine Kausalitätsverletzung geben, weil es voneinander unabhängige unterschiedliche zeitliche Abfolgen gibt.

So würde ich das jetzt mal laienhaft formulieren. Inwieweit da jetzt ein Formulierungsfehler enthalten ist, kann ich momentan nicht erkennen.

Beispiele die außerhalb dieses Prinzips liegen, haben mit der SRT offenbart nichts zu tun.



Ist die hervorgehobene Formulierung akzeptabel oder widerspricht sie dem Prinzip der SRT?

Kann mir mal jemand helfen? Evtl. Harald Maurer,wenn sonst keiner möchte.

Gruß

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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Do 17. Okt 2013, 08:51

Trigemina hat geschrieben:
...und mit einem Maßstab vom Myon aus gleich mit 10km gemessen.

FALSCH! Der Myonen-Massstab misst eine kontrahierte Strecke (ist relativ zur Erde bewegt)

Ach, und die Erde ist nicht relativ zum Myon bewegt :?:

An der Erde ist ein Maßstab E angebracht. Der mißt 10km. Am Myon ist auch ein Maßstab M angebracht, der mißt auch 10km.
Die Erde mißt den Maßstab M mit 600m. Das Myon mißt den Maßstab E auch mit 600m.

Trigemina hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Die Erde sieht den Maßstab vom Myon verkürzt und das Myon sieht den Maßstab von der Erde verkürzt.

OK. Nur ändert das nichts daran, dass der Myonen-Massstab die Strecke zur Erdoberfläche lorentz-kontrahiert misst (nach SRT)

Und nichts daran, daß der Erdmaßstab die Strecke zur Myonenoberfläche lorentz-kontrahiert mißt (nach SRT).
(Beides ist allerdings falsch, weil der Abstand mit dem jeweils eigenen Maßstab gemessen wird.)

Liebe Tria,
in der SRT existiert kein Absolutsystem. Beide parts sind relativ zueinander bewegt. Da ist nur eine Relativbewegung. Weshalb eben der Vorgang ganz symmetrisch abläuft.
Daher beruhen alle Basteleien bezüglich einer einseitig dilatierten Labensdauer entweder auf einem Irrtum oder peinlicher Unkenntnis.
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Zuletzt geändert von Ernst am Do 17. Okt 2013, 13:36, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Do 17. Okt 2013, 09:10

Nochmal.
Der ganze logische Unfug der Ergebnisse aus der SRT beruht darauf, daß die LT der Zeit keine einfache Koordinatentransformation darstellt.

t'=(t-vx/c²)gamma

Der Koordinate t ist keine eindeutige Koordinate t' zugeordnet. Sondern ein wegen x unendlich vieldeutiges t'.
Daraus ergibt sich für t ein von t und x abhängiges t'.
Das bedeutet, daß zum Zeitpunkt t in S sich in S' an jeder x bzw. x'-Position ein unterschiedliches t' ergibt. Die Zeit ist an jeder Stelle in S' unterschiedlich :!:
Das ist schlechterdings unmöglich.
Daher wird das kurzerhand ausgeblendet und die LT der Zeit in eine "Ereignistransformation" umgedeutet.
Da kann dann nur irres Zeug herauskommen, was es ja auch tut.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Trigemina » Do 17. Okt 2013, 20:10

Ernst hat geschrieben:Ach, und die Erde ist nicht relativ zum Myon bewegt :?:


Wenn etwas im Bezugssystem Erdoberfläche lorentz-kontrahiert gemessen wird, dann das relativ dazu bewegte Myon selber und sicher nicht die Distanz zwischen Erde und Myon.

Unsinn kommt in der SRT nur dann heraus, wenn man sie bewusst/unbewusst falsch interpretiert :!:
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon DerDicke » Do 17. Okt 2013, 20:24

Harald Maurer hat geschrieben:Angenommen, das Myon entsteht in 1 LS Entfernung. Die Erde ist mit v=0,9994 c relativ bewegt. Das Myon misst das Erdsystem verkürzt auf 10383,5574954821524966 km.

Das geht dann aber nicht mit einem Myon sondern nur mit einem deutlich stabileren Teilchen z.B. Elektron.


Harald Maurer hat geschrieben:Das Myon misst das Erdsystem verkürzt auf 10383,5574954821524966 km. 1 Sekunde Myonenzeit ist auf der Erde dilatiert zu 0,0346358196 s.

o.k.


Harald Maurer hat geschrieben:Berücksichtigt man von der Erde aus nicht, dass ZD und LK stets gemeinsam auftreten und belässt die Entfernung auf 1 LS, dann haben wir im Myonensystem eine mehr als 29-fache Lichtgeschwindigkeit!

Genauer: Wenn man die Laufstrecke im Erdsystem und das Zeitintervall auf das Ruhesystem des Teilchens transformiert darstellt erhält man 29-fache Lichtgeschwindigkeit. Wenn man vorn Unsinn reinsteckt kommt hinten Unsinn raus. Das hat aber nichts mit der SRT zu tun.


Harald Maurer hat geschrieben:Daher müsste von der Erde aus angenommen werden, dass aufgrund der LK das Myon in einer Entfernung von 10383,5574954821524966 km entstanden ist!

Falsch!
Richtig wäre: die Laufstrecke des Teilchens auf das Ruhesystem des Teilchens transformiert ist 10383,5... km lang.


Harald Maurer hat geschrieben:Der Myonen-Beweis ist ein Schwindel, mit welchem Schüler und Studenten systematisch verblödet werden.

Auch die seriöseren Leute in der sog. "Kritik" kommen halt nicht ohne das ad-homionem aus.
Danke!
Damit wird die "Kritik" ins rechte Licht gerückt.




Jocelyne Lopez hat geschrieben:Ich wüsste nämlich nicht, dass man eine Miniatomuhr auf dem Rücken jedes Myons angebracht hätte, die sie Huckepack auf ihre Reise zur Erde transportieren sollten.

Doch genau das ist der Fall. Der Myonenzerfall dient zur Messung der Eigenzeit des Myons.


Jocelyne Lopez hat geschrieben:Bei dem Myonen-Experiment gibt es nur einen einzigen Beobachter:

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Einzig dieser Beobachter auf der Erde kann also bei diesem Experiment Messdaten liefern.

Immer noch nicht verstanden, was "Beobachter" in diesem Zusammenhang meint.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Do 17. Okt 2013, 20:32

Trigemina hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Ach, und die Erde ist nicht relativ zum Myon bewegt :?:

Wenn etwas im Bezugssystem Erdoberfläche lorentz-kontrahiert gemessen wird, dann das relativ dazu bewegte Myon selber und sicher nicht die Distanz zwischen Erde und Myon.

OK. Dann folgt:

Wenn etwas im Bezugssystem Myonoberfläche lorentz-kontrahiert gemessen wird, dann die relativ dazu bewegte Erde selber und sicher nicht die Distanz zwischen Myon und Erde .

Alles bleibt hübsch symmetrisch.
.
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