Reicht das Relativitätsprinzip aus, um die SRT zu verstehen?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Reicht das Relativitätsprinzip aus, um die SRT zu verstehen?

Beitragvon Rudi Knoth » Sa 17. Jun 2023, 06:07

@Kurt » Fr 16. Jun 2023, 22:58

Nun gut. Du verstehst also nicht das Messverfahren. In diesem Artikel wird das im Experiment verwendete Verfahren erklärt. Der in der Frequenz feste Laser regt vom linken Niveau die Ionen auf das höher gelegene Zwischenniveau an. Von diesem gehen dann die Ionen in das rechte Niveau über. Der veränderliche Laser selbst regt die Ionen vom rechten Niveau in das Zwischenniveau an, von dem sie auf das linke Niveau "zurückfallen". Bei diesem Wechselspiel zeigt sich Resonanz, das durch den Photomultiplier als stärkeres Signal zeigt.

Hier noch einmal der Mechanismus dieses Messverfahrens aus der Dissertation:

Allgemeinen tritt daher keine signifikante Fluoreszenz auf, obwohl beide Laser
innerhalb der Dopplerbreite mit Ionen in Resonanz sind. Nur dann wenn beide Laser

mit der gleichen Geschwindigkeitsklasse wechselwirken, gibt es keinen Dunkelzustand
mehr. Dann werden die Ionen innerhalb der gewählten Klasse ständig zwischen dem
2s 3S1(F = 3/2)- und dem 2s 3S1(F = 5/2)-Zustand hin und her gepumpt. Bei jedem
Zerfall aus dem 2p 3P2(F = 5/2)-Zustand emittieren die Ionen ein Photon, das detek-
tiert werden kann.


Gruß
Rudi Knoth
Zuletzt geändert von Rudi Knoth am Sa 17. Jun 2023, 07:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Reicht das Relativitätsprinzip aus, um die SRT zu verstehen?

Beitragvon Kurt » Sa 17. Jun 2023, 07:55

Rudi Knoth hat geschrieben:@Kurt » Fr 16. Jun 2023, 22:58

Nun gut. Du verstehst also nicht das Messverfahren. In diesem Artikel wird das im Experiment verwendete Verfahren erklärt. Der in der Frequenz feste Laser regt vom linken Niveau die Ionen auf das höher gelegene Zwischenniveau an. Von diesem gehen dann die Ionen in das rechte Niveau über. Der veränderliche Laser selbst regt die Ionen vom rechten Niveau in das Zwischenniveau an, von dem sie auf das linke Niveau "zurückfallen. Bei diesem Wechselspiel zeigt sich Resonanz, das durch den Photomultiplier als stärkeres Signal zeigt.


So ist beschrieben, es wird aber nur eine Resonanzfrequenz angeregt.
Diese Resonanz kann dann der Detektor indirekt erkennen.
Würden zwei oder noch mehr resonante Schwingungen vorhanden sein dann sollte man diese auch erkennen können, ist aber nicht der Fall.
Schliesslich wird ja nur die Amplitude erfasst, und da lässt sich alles mögliche hineininterpretieren.

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Re: Reicht das Relativitätsprinzip aus, um die SRT zu verstehen?

Beitragvon Rudi Knoth » Sa 17. Jun 2023, 08:05

@Kurt » Sa 17. Jun 2023, 08:55

So ist beschrieben, es wird aber nur eine Resonanzfrequenz angeregt.
Diese Resonanz kann dann der Detektor indirekt erkennen.
Würden zwei oder noch mehr resonante Schwingungen vorhanden sein dann sollte man diese auch erkennen können, ist aber nicht der Fall.
Schliesslich wird ja nur die Amplitude erfasst, und da lässt sich alles mögliche hineininterpretieren.


Nein. Der feste Laser regt nur den Übergang von dem linken Niveau auf das Zwischenniveau an. damit wird das linke Niveau "entvölkert" und die Ionen befinden sich auf dem rechten Niveau. Der zweite Laser regt dann den Übergang vom rechten in das Zwischenniveau an. Nur wenn beide Laser gleichzeitig "Ihre" Übergänge anregen, hat man die scharfe Resonanz.

Gruß
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Re: Reicht das Relativitätsprinzip aus, um die SRT zu verstehen?

Beitragvon Kurt » Sa 17. Jun 2023, 12:53

Rudi Knoth hat geschrieben:@Kurt » Sa 17. Jun 2023, 08:55

So ist beschrieben, es wird aber nur eine Resonanzfrequenz angeregt.
Diese Resonanz kann dann der Detektor indirekt erkennen.
Würden zwei oder noch mehr resonante Schwingungen vorhanden sein dann sollte man diese auch erkennen können, ist aber nicht der Fall.
Schliesslich wird ja nur die Amplitude erfasst, und da lässt sich alles mögliche hineininterpretieren.


Nein. Der feste Laser regt nur den Übergang von dem linken Niveau auf das Zwischenniveau an. damit wird das linke Niveau "entvölkert" und die Ionen befinden sich auf dem rechten Niveau. Der zweite Laser regt dann den Übergang vom rechten in das Zwischenniveau an. Nur wenn beide Laser gleichzeitig "Ihre" Übergänge anregen, hat man die scharfe Resonanz.


Es ist umgekehrt.
Damit eine scharfe Resonanz messbar ist darf nur eine Resonanzfrequenz aktiv sein.
Das ist dann der Fall wenn beide Laser die gleiche Resonanzfrequenz "treffen" oder nur einer diese trifft.
Der verwendete Detektor kann keine Unterscheidung machen ob ein Signal oder mehrere bei ihm anstehen.

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Re: Reicht das Relativitätsprinzip aus, um die SRT zu verstehen?

Beitragvon julian apostata » Sa 17. Jun 2023, 14:53

Rudi Knoth hat geschrieben: Der in der Frequenz feste Laser regt vom linken Niveau die Ionen auf das höher gelegene Zwischenniveau an. Von diesem gehen dann die Ionen in das rechte Niveau über.

Der in der Frequenz feste Laser ist das dann der parallele Laser? Und was bedeuten dann die einzelnen Niveaus?
Linkes Niveau ist "unten"?
Rechte Niveau ist "oben"?
Und jedes mal, wenn ein Elektron nach unten fällt, wird ein Photon emittiert?
Sind da meine Vorstellungen halbwegs korrekt?
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Re: Reicht das Relativitätsprinzip aus, um die SRT zu verstehen?

Beitragvon Rudi Knoth » So 18. Jun 2023, 06:54

@julian apostata » Sa 17. Jun 2023, 15:53

Der in der Frequenz feste Laser ist das dann der parallele Laser? Und was bedeuten dann die einzelnen Niveaus?


Ja das ist wohl der parallele Laser.

Linkes Niveau ist "unten"?
Rechte Niveau ist "oben"?


Nicht ganz. "Unten" sind das "linke" und "rechte" Niveau. Die Laser "pumpen" jeweils von diesen Niveaus auf das "hohe" Niveau in der Mitte (Spitze des Lamdas) woraufhin die Elektronen entweder zum ursprünglichen Niveau oder zu dem anderen "unteren" Niveau unter Aussendung von Photonen "runter fallen". Soweit ich das verstanden habe, kann ein einzelner Laser dies nur eine kurze Zeit machen, weil dann die Ionen sich auf dem "anderen Schenkel" befinden. Wenn dann beide Laser "ihre" Resonanz gefunden haben (also vor allem der antiparallele Laser,) wechseln die Ionen zwischen den beiden Grundzuständen über den hochgelegenen Zwischenzustand unter Aussendung der Photonen hin und her.

Grß
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Re: Reicht das Relativitätsprinzip aus, um die SRT zu verstehen?

Beitragvon julian apostata » So 18. Jun 2023, 10:59

Diese beiden Grundzustände, sind die dann auf Seite 31 Abb. 2.5 abgebildet?

https://openscience.ub.uni-mainz.de/bit ... 1/3266.pdf
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Re: Reicht das Relativitätsprinzip aus, um die SRT zu verstehen?

Beitragvon Rudi Knoth » So 18. Jun 2023, 12:34

@julian apostata » So 18. Jun 2023, 11:59

Diese beiden Grundzustände, sind die dann auf Seite 31 Abb. 2.5 abgebildet?


Genau. Und auf Seite 69 wird das Prinzip der Lambda-Spektroskopie ausfühlich beschrieben.

Gruß
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Re: Reicht das Relativitätsprinzip aus, um die SRT zu verstehen?

Beitragvon Kurt » So 16. Jul 2023, 12:42

Kurt hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:@Kurt » Sa 17. Jun 2023, 08:55

So ist beschrieben, es wird aber nur eine Resonanzfrequenz angeregt.
Diese Resonanz kann dann der Detektor indirekt erkennen.
Würden zwei oder noch mehr resonante Schwingungen vorhanden sein dann sollte man diese auch erkennen können, ist aber nicht der Fall.
Schliesslich wird ja nur die Amplitude erfasst, und da lässt sich alles mögliche hineininterpretieren.


Nein. Der feste Laser regt nur den Übergang von dem linken Niveau auf das Zwischenniveau an. damit wird das linke Niveau "entvölkert" und die Ionen befinden sich auf dem rechten Niveau. Der zweite Laser regt dann den Übergang vom rechten in das Zwischenniveau an. Nur wenn beide Laser gleichzeitig "Ihre" Übergänge anregen, hat man die scharfe Resonanz.


Es ist umgekehrt.
Damit eine scharfe Resonanz messbar ist darf nur eine Resonanzfrequenz aktiv sein.
Das ist dann der Fall wenn beide Laser die gleiche Resonanzfrequenz "treffen" oder nur einer diese trifft.
Der verwendete Detektor kann keine Unterscheidung machen ob ein Signal oder mehrere bei ihm anstehen.


Mit der Beschreibung die du lieferst stimmt also etwas/mehreres nicht.

- es wird nur eine Signalfrequenz beobachtet
Heisst: die Beschreibung behauptet Falsches.

- es wird ein einziges schmalbandiges Signal beobachtet
Heisst: die behaupteten unterschiedlichen Resonanzfrequenzen treten nicht auf, die Beschreibung ist falsch.
Ergebnis: beide Laser regen die gleiche Resonanzfrequenz das Atoms an, es findet keine Veränderung innerhalb des Atoms statt.
Die gezogenen Schlüsse aus diesem Experiment sind falsch.
Grund: es werden Umstände und Vorgänge angenommen die nicht stattfinden.
Eine "RT-Bestätigung" kann deswegen nicht erfolgt sein, eher das Gegenteil.
Die RT behauptet Falsches.

Kurt

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Re: Reicht das Relativitätsprinzip aus, um die SRT zu verstehen?

Beitragvon McMurdo » So 16. Jul 2023, 13:22

Kurt hat geschrieben:Die RT behauptet Falsches.
.

Die RT sagt bewegte Uhren gehen langsamer. Das sagst ja selbst du.
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