LICHTUHR

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: LICHTUHR

Beitragvon Ernst » Fr 4. Apr 2014, 14:55

Harald Maurer hat geschrieben:Die Frequenz von 1000 Hz kommt sowohl bei Windstille als auch bei Wind mit 1000 Hz beim Mikro an!
Warum wohl?

Bevor da jemand mit Prosa kommt, doch lieber die Rechnung dazu.

fd = fo [(1-ve/c)/(1+vq/c)]

für
v_Empfänger im Äther: ve=0
v_Quelle im Äther: vq=0
ergibt sich

fd=f0
kein Dopplereffekt.

Und dennoch kommt der Schall bei Wind schneller am Empfänger an. die Laufzeit der wellen ist kleiner. Die Wellenlänge ist größer. Es sind weniger Wellen zwischen Sender und Empfänger unterwegs. Und gegenüber den Wellen auf einer Vergleichsstrecke ohne Wind kommen die Wellen phasenverschoben an.
.
.
.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: LICHTUHR

Beitragvon Hannes » Fr 4. Apr 2014, 15:20

Ernst,
fd=f0
kein Dopplereffekt.

Und dennoch kommt der Schall bei Wind schneller am Empfänger an. die Laufzeit der wellen ist kleiner. Die Wellenlänge ist größer. Es sind weniger Wellen zwischen Sender und Empfänger unterwegs. Und gegenüber den Wellen auf einer Vergleichsstrecke ohne Wind kommen die Wellen phasenverschoben an.

Manche Leute können sich ohne Mathematik nichts vorstellen.(noch weniger Vorstellung mit Mathematik) Sind lauter Null-Rechnungen. Mathematik muss man daher auch richtig interpretieren können.
Dein Prosa ist besser.
Hannes
 
Beiträge: 3201
Registriert: Do 1. Jan 2009, 01:56

Re: LICHTUHR

Beitragvon Ernst » Fr 4. Apr 2014, 16:16

.
Zum endgültigen Verständnis diese Aniamtion.
Hier noch eine treffende Animation. Die Kugel repräsentiert den Nulldurchgang einer anfangs erzeugten Welle.

http://www.youtube.com/watch?v=Z8K3gcHQiqk
.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: LICHTUHR

Beitragvon Ernst » Fr 4. Apr 2014, 17:25

Experimentieren kann man hier:

http://galileoandeinstein.physics.virginia.edu/more_stuff/flashlets/mmexpt6.htm

Der laufende Punkt ist wieder der Nulldurchgang einer gerade erzeugten Welle.
.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: LICHTUHR

Beitragvon fallili » Fr 4. Apr 2014, 17:27

Und damit es doch in "Prosa" ausgedrückt wird, machen wir ein Experiment.

Wie haben eine Schallquelle, die um 12:00:00 eine Sekunde lang einen 1000 Hz Ton ausstrahlen soll.
Also Beginn der ersten 100Hz-Schwingung um 12:00:00, Ende der letzten 1000Hz-Schwingung um 12:00:01
In 680 m Entfernung ( 2 "normale Schallsekunden") stellen wir uns hin.

1) kein Wind ( Übertragungsgeschwindigkeit 340 m/sek Laufzeit also 2 sek)
Um 12:00:02 hören wir den Beginn des Signal, um 12:00:03 hören wir das Ende. In dieser einen Sekunde sind die 1000 Schwingungen bei uns durch - Frequenz also 1000 Hz

2) Wind 170 m/sek (Übertragungsgeschwindigkeit also 340 + 170 = 510 m/sek Laufzeit also 1,5 sek)
Unrealistisch stark der "Wind" - machts aber deutlicher.
Um 12:00:01,5 hören wir den Beginn des Signal, um 12:00:02,5 hören wir das Ende. Wieder rauschen also in einer Sekunde die 1000 Schwingungen bei uns durch - Frequenz also 1000 Hz

3) 2) Gegenwind 170 m/sek (Übertragungsgeschwindigkeit also 340 - 170 = 170 m/sek Laufzeit also 4 sek)
Um 12:00:04 hören wir den Beginn des Signal, um 12:00:05 hören wir das Ende. Auch hierbei rauschen also in einer Sekunde die 1000 Schwingungen bei uns durch - Frequenz also 1000 Hz

Es gibt also keinen Dopplereffekt.

Und was Ernst mit "Es sind weniger Wellen zwischen Sender und Empfänger unterwegs" meint ist mir völlig schleierhaft wie auch seine Aussage zur Wellenlänge.

Die Wellen kommen früher (bei Gegenwind später) an, und dass eine Welle die früher ankommt als eine Vergleichswelle damit phasenverschoben ist, stimmt auch - wenn auch in meinem Beispiel die Wellen um ein Vielfaches von 360° Phasenverschoben sind.
Aber "nur phasenverschoben" impliziert gleiche Wellenlänge.
fallili
 
Beiträge: 2977
Registriert: Sa 1. Jun 2013, 13:08

Re: LICHTUHR

Beitragvon fallili » Fr 4. Apr 2014, 19:24

@highway
Dopplereffekt entsteht dann, wenn sich der Sender nicht bewegt aber ein Empfänger, sich in Ruhe zum Medium befindet, diese Frequenzen messen müßte!

Auch ein Kandidat für den Satz des Jahres.
Der Sender bewegt sich nicht, der Empfänger ist "in Ruhe zum Medium" würde ich mal als "nix bewegt sich" interpretieren. Wo da ein Doppler herkommen soll frag ich mich?

Aber dar Satz ist so was von "total wirr" das man da rauslesen kann was immer man will.
fallili
 
Beiträge: 2977
Registriert: Sa 1. Jun 2013, 13:08

Re: LICHTUHR

Beitragvon Ernst » Fr 4. Apr 2014, 19:26

Highway hat geschrieben:Erster Doppler wird kompensiert durch zweiten Doppler und somit merkt man nichts davon wenn sich das Medium zwischen Sender und Empfänger bewegt.

Na, da er sich kompensiert, gibt's keinen wirksamen Dopplereffekt.
Man merkt keine gegenüber der Sendefrequenz veränderte Empfangsfrequenz.

Aber die Schallgeschwindigkeit, dh. die Geschwindigkeit des Schalls (der Schallwellen) vom Sender zum Empfänger, ist verändert. In Windrichtung größer, entgegen Windrichtung kleiner. Das merkt man, mißt man.

Wenn nun zwei Windkanäle parallel liegen, an deren Anfang Schallwellen erzeugt werden, und in einem Kanal ruht die Luft und im anderen strömt sie in Richtung Empfänger, dann erreicht doch wohl eine gleichzeitig am gemeinsamen Kanalstartpunkt erzeugte Schallwelle den gemeinsamen Empfänger an den Kanalenden im luftströmenden Kanal eher als im luftruhenden Kanal. Damit am Empfänger wieder gleiche Wellenlängen entstehen, wird kurz vor dem Ende des strömenden Kanals die strömende Luft abgeleitet, so daß am Kanlende auch in diesem Kanal keine Strömung mehr vorhanden ist.

Das bedeutet, ein Wellenberg der erzeugten Welle trifft in einem Kanal eher auf den Empfänger als im anderen Kanal. Die gleichzeitig erzeugten Wellen treffen am Empfänger bei gleicher Wellenlänge mit einem Zeitversatz ein, welcher interferometrisch sichtbar gemacht werden kann.

Es ist ganz unbegreiflich, daß physikalisch einigermaßen Bewanderte nicht erkennen, daß gleichzeitig erzeugte, aber unterschiedlich schnell laufende Wellen mit einem Zeitversatz einlaufen. :(
.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: LICHTUHR

Beitragvon fallili » Fr 4. Apr 2014, 20:40

Tja, wo Ernst recht hat, hat er recht.
Wellenlänge = Ausbreitungsgeschwindigkeit / Frequenz
Da muss man wirklich am Ende die Strömung der Luft wieder auf 0 bringen damit die Wellenlängen übereinstimmen.

Bei Schall in Luft geht's - aber wie soll man das bei elektromagnetischen Wellen machen?
fallili
 
Beiträge: 2977
Registriert: Sa 1. Jun 2013, 13:08

Re: Lichtuhr

Beitragvon Yukterez » Fr 4. Apr 2014, 21:08

Nebenbei bemerkt, bei (nicht polarisierten) Lichtwellen verhält es sich so, dass die Wellenlänge auf allen Achsen die gleiche ist:

Bild

Plottend, Yukterez
Yukterez
 
Beiträge: 14686
Registriert: So 8. Apr 2012, 19:55

Re: LICHTUHR

Beitragvon Kurt » Fr 4. Apr 2014, 23:38

Highway hat geschrieben:Wenn man sich eine Welle wie einen umlaufenden Zeiger vorstellt, dann ist klar, dass der Zeiger, unabhängig von der Mediengeschwindigkeit, gleich schnell umläuft. Das enstpricht des Vorstellung von Engelhard in Figur 2

MM053.PNG



Wie kann man nur so einen Stuss verzapfen, unglaublich!

Kurt
Kurt
 
Beiträge: 21791
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 33 Gäste