M.S hat geschrieben:Jocelyne Lopez hat geschrieben:Auf die Frage von Henri Bergson an Albert Einstein 1922 über die Gleichzeitigkeit „
où commence la proximité, où finit l’éloignement ?“ [wo fängt die Nähe an, wo endet die Entfernung?] ist wie gesagt Einstein nie eingegangen. Er hat lediglich in einer Privatkorrespondenz die erschreckte Feststellung mitgeteilt:
„Bergson hat schwere Böcke geschossen; Gott wird’s ihm verzeihen“Naja, ob Gott inzwischen Bergson verziehen hat, weiß ich nicht,.....
Jocelyne Lopez
Super, wieder mal ein Philosoph der die RT mit seinen Gedanken widerlegt. Da kann man nur sagen: Schuster, bleib bei deinen Leisten.
Inwiefern ist die Gleichzeitigkeitsdefinition Einsteins Philosophie???
Das ist reine Physik und reine Meßkunde.
Und kannst Du die Frage Bergsons beantworten, die Einstein nicht beantworten wollte bzw. konnte?
Einstein definiert für seine SRT, dass sich am gleichen Ort bzw. sich in unmittelbarer Nähe befindende Beobachter durch "
Aussuchen" der Zeigerstellung einer Uhr die Gleichzeitigkeit von zwei Ereignissen an diesem Ort einwandfrei feststellen können:
Einstein führt weiter aus, dass jedoch entfernte Beobachter die Gleichzeitigkeitvon zwei Ereignissen nicht ohne weitere feststellen können - was allerdings trivial ist und jedem 10-Klässler einleuchtet:
Zitat Albert Einstein:
Es ist aber ohne weitere Festsetzung nicht möglich, ein Ereignis in A mit einem Ereignis in B zeitlich zu vergleichen; wir haben bisher nur eine “A-Zeit” und eine “B-Zeit”, aber keine für A und B gemeinsame “Zeit” definiert.
Er schlägt zur Feststellung der Gleichzeitigkeit der zwei Ereignisse für entfernte Beobachter (die „
gemeinsame Zeit“) eine Synchronisation der jeweiligen Uhren mit dem Licht vor:
Zitat Albert Einstein:
Es gehe nämlich ein Lichtstrahl zur “A-Zeit” tA von A nach B ab, werde zur “B-Zeit” tB in B gegen A zu reflektiert und gelange zur “A-Zeit” t‘A nach A zurück. Die beiden Uhren laufen definitionsgemäß synchron, wenn
tB – tA = t’A – tB
Wir nehmen an, daß diese Definition des Synchronismus in widerspruchsfreier Weise möglich sei, und zwar für beliebig viele Punkte, daß also allgemein die Beziehungen gelten:
1. Wenn die Uhr in B synchron mit der Uhr in A läuft, so läuft die Uhr in A synchron mit der Uhr in B.
Fazit: Am Ort selbst oder in der Nähe des Ortes kann man die Gleichzeitigkeit von zwei Ereignissen ohne weitere einwandfrei feststellen (durch Aussuchen der Zeigerstellung einer Uhr), an entfernte Orte jedoch nicht. Bergson fragt zu Recht hier: wo fängt die Nähe an, wo endet die Entfernung ?
Was ist dabei Philosophie????

Das ist Physik und Meßkunde.
Und wenn Du die Frage Bergsons als „
philosophische Frage“ ansiehst, warum siehst Du nicht die Definition der Gleichzeitigkeit Einsteins, worauf sich diese Frage bezieht, als Philosophie?
Jocelyne Lopez