Nun gut, die einwöchige Auszeit hab ich mal dazu benutzt, das Zwillingsparadoxon grafisch darzustellen, streng nach den Regeln der LT, die man so formulieren könnte.
1. Gegenüberliegende Uhren ticken um den Faktor wurzel(1-v²/c²) langsamer.
2. Gegenüberliegende Maßstäbe erscheinen um den Faktor wurzel(1-v²/c²) verkürzt.
3. Gegenüberliegende Uhren ticken derart zeitversetzt, so dass in beiden Systemen ein und die selbe Lichtgeschwindigkeit gemessen wird.
So kann sich vielleicht auch der gemeine Mathephobiker ein Bild von der LT machen.
Und nun zu den Bildern: Zwilling A verharrt still und unauffällig in seinem Bezugssystem. Zwilling B wechselt zum Zeitpunkt t=t’=0 in einen Zug, der sich mit 0,8*c von B weg bewegt, und zwar 3 Sekunden lang aus Sicht von A und 1,8 Sekunden lang aus Sicht von B.
Siehe Bilder 1a bis 1d, welche die Perspektive aus Sicht von A darstellt. Bei der Rückkunft ist A 6 Sekunden und B 3,6 Sekunden gealtert. Zu der Bildfolge will ich erst mal gar nicht so viel erklären. Einfach mal hinschauen!

So, und jetzt kommt der Gag an der Sache! Folgende Grafik zeigt nämlich die Weltsicht von B. Gegen Regel 1 muss nämlich hier gar nicht verstoßen werden!
Die Uhr bei A kann die ganze Zeit langsamer laufen, als die Uhr von B und trotzdem altert B weniger.
Regel 3 macht’s nämlich möglich! Diese sorgt nun dafür, dass beim gegenüberliegenden Zug so eine Art Zeitgefälle sich einstellt.
Und jetzt guckt ihr auf 2b und 2c. Zwischen 2b und 2c ist nämlich genau der Moment, in dem B wieder auf einen rücklaufenden Zug aufspringt, und in diesem Zug registriert nun der Beobachter gegenüber A die Zeit 4,92 Sekunden (im vorherigen Zug waren es noch 1,08 Sekunden)
Die Rückreise dauert nun für B 1,8 Sekunden, während die Uhr für A von 4,92 Sekunden auf 6 Sekunden sich bewegt, sie also um den Faktor 0,6 langsamer läuft als B.
Trotzdem ist B bei der Rückkunft jünger als A.
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich find die LT einfach affengeil!

Um sich das klar zu machen, braucht man keine Fachbücher. (Wer kann mir übrigens sagen, in welchem Buch das mit der Umpolung des Zeitgefälles steht).
Und irgendwelche genervten Physikprofessoren zu fragen, macht ganz sicher auch keinen Sinn.
Also noch mal: Denkt selber nach und macht eure Bücher zu.