Invarianz der LG

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Invarianz der LG

Beitragvon galactic32 » Mo 31. Mai 2010, 16:24

Hallo,
Zu:
Gluon von 07:23 hat geschrieben:Hallo Hannes,
Hannes hat geschrieben:Die Wellennatur des Lichtes ist für mich keine Frage.Ich bin der Meinung, dass
das Licht eine elektromagnetische Impulsweitergabe in Wellenform darstellt.
Ja, aber eine Impulsweitergabe wäre eine longitudinale Welle. Damit hast du keine Möglichkeit Polarisationseffekte zu erklären. Dass es aber sowas wie Doppelbrechung und Polarisierung gibt, daran besteht doch wohl kein Zweifel. Wie würdest du das in einer Impulsweitergabe-Theorie erklären.

Die Möglichkeit wäre schon da:

Mehrere PunktQuellen synchron (in Phase und Frequenz), lassen sich wunderschön zu einem
effectif Polarisation habenden System zusammenfügen!
Also eine SubSummierung geeigneter longitudinaler Wellen!

Eigentlich Grundlegendes Wissen!


Zu:
Ernst von 13:58 hat geschrieben:
Hannes hat geschrieben:Wer sagt denn das ? Es hat einen Eintrittspunkt und einen Meßpunkt ! Sonst könnte man im Vacuum keine LG messen.


Na bitte, ansonsten existiert ja auch kein Bezugspunkt. Das ist ja dann das Aus für Deine Systemgeschwindigkeit. Die LG im Vakuum kann also nur relativ zum Sender bzw. Empfänger gemessen werden. Je nachdem, was diese Messung ergibt, kommen SRT, Emission und Äther in Frage:

SRT: LG konst in jedem IS
Emission: LG konst relativ zur Quelle, variabel zum Empfänger
Äther: LG variabel relativ zu Quelle und Empfänger

Also im von mir favorisierten absoluten Aether-Modell, koppelt „Licht" schon vollständig vom Sender ab.
Es muß sich dann frei (also unabhängig von Sender/Empfänger) im BezugsSystem (hier UniVersum) mit seiner LichtGeschwindigkeit bewegen.
Vielleicht eher :
Äther(a):LG Constant im abs. Bezugssystem.Quelle/Senke mit Bruchteil von LG relativ zum BezugsSystem.


Gruß @
galactic32
 
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 31. Mai 2010, 17:24

Hannes hat geschrieben:
Die Versuche mit Doppelsternen und auch Doppelpulsaren sagen nur aus,
dass die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichtes eines uns nähernden und
eines von uns entfernenden Sternes GLEICH (relatv zur Erde) ist.(sonst würden die Sterne nicht synchron zu sehen sein)


Die Versuche mit Doppelsternen oder Doppelpulsaren erlauben aber nicht über den Einfluß der Geschwindigkeit des Beobachters (=der Erde) auf die LG zu entscheiden. Diese Versuche werden auch offiziell von Relativisten nicht als Nachweis der Invarianz der LG relativ zum Beobachter vorgebracht, sondern lediglich als Nachweis der Unabhängigkeit der LG relativ zur Quelle, siehe zum Beispiel hier ein Gründungsdirektor vom Albert Einstein Institut, Prof. Dr. Bernard Schutz - und er sollte es eigentlich wohl am besten wissen:

Zitat Prof. Dr. Bernard Schutz:

There are many direct tests of the speed of light. The M-M experiment is more than a test of the aether, it is a quantitative test of the independence of the speed of light on the speed of the measuring system, ie of the observer. The other aspect of invariance is independence of the speed of the emitter, and this is directly tested by observations of binary pulsars, which constantly change their speed as they emit radio pulses, but all the pulses travel at the same speed to us;


Prof. Schutz ist also der Meinung, dass Messungen mit Doppelpulsaren die Invarianz der LG relativ zur Quelle nachweisen. Ich habe persönlich auch nichts gegen die Vorstellung der Invarianz der LG relativ zur Quelle, sie ist ja logisch annehmbar, je nachdem was für eine Vorstellung der Natur des Lichts man hat (Welle oder Korpuskel), ich bin persönlich dafür offen.

Prof. Schutz ist aber auch der Meinung, dass das MM-Experiment die Invarianz der LG relativ zum bewegten Beobachter nachgewiesen hätte, obwohl bei MM der Beobachter und die Quelle zueinander ruhten… :? Das MM-Experiment ist also methodologisch überhaupt nicht geeignet nachzuweisen, dass die LG invariant zu bewegten Beobachtern sei. Das sollte eigentlich ein Gründungsdirektor vom Albert Einstein Institut schon erkennen, meine ich, aber es ist wohl nicht so…

Und gegen die Vorstellung der Invarianz der LG relativ zum bewegten Beobachter habe ich schon was, und zwar ganz stark, sie ist logisch, physikalisch und mathematisch nicht annehmbar, ganz anders als die Invarianz der LG relativ zur Quelle.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
Zuletzt geändert von Jocelyne Lopez am Mo 31. Mai 2010, 17:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 31. Mai 2010, 17:50

Ernst hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Ich glaube es nicht: Weder die Strecke noch der Zeitpunkt der Emission sind doch bekannt, und man braucht diese Daten unbedingt, um eine Ausbreitungsgeschwindigkeit zu bestimmen..

Nein, die benötigt man nicht. Man mißt die LG des auf der Erde eintreffenden Lichtes.



So? Wer hat die Geschwindigkeit des auf der Erde eintreffenden Lichtes eines Sternes gemessen? Wann und wie?

Wie lange war die Strecke zwischen Erde und Stern? Wie hat man sie gemessen?
Zu welchem Zeitpunkt wurde das Licht des Sterns emittiert? Wie hat man den gemessen?

Um eine Ausbreitungsgeschwindigkeit zu bestimmen braucht man die Strecke und die Zeitdauer. Wie misst man die für das Licht aus einem Stern?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Hannes » Mo 31. Mai 2010, 18:22

Hallo Ernst !

    Um eine Ausbreitungsgeschwindigkeit zu bestimmen braucht man die Strecke und die Zeitdauer. Wie misst man die für das Licht aus einem Stern?

Das war zu Einsteins Zeiten richtig.
Heute mißt man das Echo eines Radarstrahles vom Mars oder vom Mond.

Mit Gruß Hannes
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Ernst » Mo 31. Mai 2010, 19:08

Jocelyne Lopez hat geschrieben: So? Wer hat die Geschwindigkeit des auf der Erde eintreffenden Lichtes eines Sternes gemessen? Wann und wie?
Wie lange war die Strecke zwischen Erde und Stern? Wie hat man sie gemessen?
Zu welchem Zeitpunkt wurde das Licht des Sterns emittiert? Wie hat man den gemessen?
Um eine Ausbreitungsgeschwindigkeit zu bestimmen braucht man die Strecke und die Zeitdauer. Wie misst man die für das Licht aus einem Stern?

Braucht man nicht.

Mein Vorschlag: Für das eintreffende Sternenlicht mißt man gesondert Frequenz und Wellenlänge: Dann hat man einfach:
LG = Wellenlänge * Frequenz
Exakter geht´s nicht. Anbieten würde sich Andromeda wegen ihrer ausgeprägten Blauverschiebung
Wurde aber wohl noch nicht gemacht.

Gruß
Ernst
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Ernst » Mo 31. Mai 2010, 19:13

Hannes hat geschrieben: Heute mißt man das Echo eines Radarstrahles vom Mars oder vom Mond.

Umgekehrt: mittels Radar mißt man unter Voraussetzung einer bekannten LG den Abstand zum Mars/Mond.

Gruß
Ernst
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 31. Mai 2010, 19:38

Hannes hat geschrieben:
Hallo Ernst !

    Um eine Ausbreitungsgeschwindigkeit zu bestimmen braucht man die Strecke und die Zeitdauer. Wie misst man die für das Licht aus einem Stern?

Das war zu Einsteins Zeiten richtig.
Heute mißt man das Echo eines Radarstrahles vom Mars oder vom Mond.


Die Frage war von mir, nicht von Ernst.

Wenn man eine Distanz zu Sternen mit dem Echo eines Radarstrahles misst, setzt man ja per Konvention voraus, dass die LG absolut konstant ist, egal wie schnell sich die Erde und die jeweiligen Sternen zueinander bewegen, also SRT-konform unabhängig von der Geschwindigkeit der Quelle und von der Geschwindigkeit des Beobachters. Es wird bei Messungen mit Radarstrahlen per Konvention die LG als konstant mit einem bestimmten Wert festgesetzt, die LG wird also dabei nicht gemessen, sondern wird die LG benutzt, um die Distanz zwischen Erde und Sternen zu bestimmen. Radare messen nicht die LG, Radare benutzen die per Konvention gesetzte konstante LG um Distanzen zu bestimmen.

Deshalb sind wohl die Astronomen und Kosmologen am meisten besessen, die SRT und ihre Postulate als richtig zu verkaufen, damit sie ein praktisches Werkzeug zur Bestimmung von astronomischen Distanzen haben, die ihnen Berechnungen mit physikalisch fiktiver jedoch mathematisch extrem hoher Genauigkeit erlauben, auf ein Millimeter genau, wenn sie die Distanz auf ein Millimeter genau darstellen und verwenden wollen. Extrem präzise Genauigkeiten imponieren das Publikum und erlauben auch unfalsifizierbare Weltbilder. Wenn man z.B. sagen würde, die LG bzw. die Distanzen zwischen Himmelkörpern befinden sich in einer Messspanne von +/- zig%, würde es nicht so publikumwirksam sein. Astronomie und Kosmologie sind aber in hoher Maße Marketing-Disziplinen geworden, sie leben nur vom Publikum, siehe zum Beispiel die Vermarktung der RT und ihrer Auswüchse als Sciencefiction oder auch der Zugeständnis des Nobelpreisträgers Robert Laughlin: Der Urknall ist nur Marketing. Die Berechnungen müssen also schon als 99,9999% genau dargestellt werden, sonst wirken sie nicht. Dabei sind wohl die Astronomen und Kosmologen sogar bereit sich in die eigene Tasche zu lügen und selbst fest daran zu glauben, dass die Geschwindigkeit des Beobachters (die Erde) und die Geschwindigkeit der Sterne (Quellen) keinen Einfluß auf die Messung der LG haben... :?

Dabei haben Sie hier in diesem Forum öfter betont, Hannes, dass man sehr wohl die LG als Maßstab für Distanzen in der Astronomie brauchbar benutzen könnte, wenn man nur bereit wäre, das Dogma der absoluten Invarianz aufzugeben und die gemessenen Distanzen durch Erfahrungswerte zu korrigieren. Die Selbstsicherheit und Selbstdarstellung der Astronomen würden ein bisschen darunter leiden, aber es würde sehr viel an wissenschaftliche Wahrheit gewonnen.

Unkorrigierte Distanzmessungen mit Radaren und Lasermessgeräten sind durchaus brauchbar und vertretbar in unserer Dimension in der Alltagsphysik, die Messung mit der LG ist in der Empirie eine ganz schicke Sache, aber für die Kosmologie und die Astronomie taugt sie ohne Korrektur nichts. :( Man muss das nur erkennen können. Die Welt und das Universum werden dabei nicht untergehen. ;)

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 31. Mai 2010, 19:49

Ernst hat geschrieben:
Mein Vorschlag: Für das eintreffende Sternenlicht mißt man gesondert Frequenz und Wellenlänge: Dann hat man einfach:
LG = Wellenlänge * Frequenz
Exakter geht´s nicht. Anbieten würde sich Andromeda wegen ihrer ausgeprägten Blauverschiebung
Wurde aber wohl noch nicht gemacht.


Warum wurde es noch nicht gemacht? Gibt es vielleicht ein technisches Haken für die Messung?
Oder hat man vielleicht Angst davor, dass die Ergebnisse die SRT klar widerlegen? ;)

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Ernst » Mo 31. Mai 2010, 20:04

Chief hat geschrieben: Das könnte man schon machen aber in diesem Fall misst man die LG am Ort des Messgeräts. Wie die LG unterwegs war kann nicht festgestellt werden.

Wen interessiert das? Relevant wäre die Aussage: Licht trifft am Meßgerät ein mit c oder ungleich c.

Gruß
Ernst
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Ernst » Mo 31. Mai 2010, 20:06

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Warum wurde es noch nicht gemacht? Gibt es vielleicht ein technisches Haken für die Messung?
Oder hat man vielleicht Angst davor, dass die Ergebnisse die SRT klar widerlegen? ;)

Wer weiß? ;)

Gruß
Ernst
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