Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 4. Jun 2013, 05:42

contravariant hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:So läuft es ab, Du hast wohl Tomaten auf den Augen. 8-)


Dann läuft es so ab, ok.


Genau, es läuft so ab. Gut, dass Du es jetzt erkennst - lieber spät als nie.

contravariant hat geschrieben:
Dann noch nochmal zurück zu meiner ursprünglichen Frage: Wenn du weißt, dass du dort auf eine Art und Weise behandelt wirst, die dir nicht passt, warum postest du dann trotzdem immer wieder dort?


Um zu zeigen,

    - dass die offizielle Wissenschaftsinformationspolitik über die RT daraus besteht, die öffentliche sachliche und fachliche Hinterfragung dieser Theorie durch Ignorieren, Ausblendung, Totschweigen bzw. Zensur zu verhindern, was zum Beispiel anläßlich des teuren Einstein-Jahrs 2005 schon deutlich zu erkennen war (wo übrigens Markus Pössel dabei offiziell schon voll im Einsatz war), siehe: Zensur im Gästebuch zum Einstein-Jahr 2005

    - dass die offizielle Wissenschaftsinformationspolitik dabei nicht zurückschreckt, sich illegalen Einrichtungen wie dem anonymen Internetpranger „RelativKritisch / Alpha Centauri“ (Gründungsjahr 2005/2006) zu bedienen, um die Hinterfragung der Relativitätstheorie durch massive und gravierende anonyme Angriffe auf die Privatpersonen der Kritiker zu verhindern.

Diese offizielle Wissenschaftsinformationspolitik über die RT verstößt nicht nur ethisch, sondern rechtlich gegen den Standard guter wisswenschaftlicher Praxis und gegen diverse geltende Gesetze, einschließlich Gesetzen, die in der Verfassung angesiedelt sind (Art. 5 Abs. 3 GG und Art. 1 GG).

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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon contravariant » Di 4. Jun 2013, 18:17

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Diese offizielle Wissenschaftsinformationspolitik über die RT verstößt nicht nur ethisch, sondern rechtlich gegen den Standard guter wisswenschaftlicher Praxis und gegen diverse geltende Gesetze, einschließlich Gesetzen, die in der Verfassung angesiedelt sind (Art. 5 Abs. 3 GG und Art. 1 GG).


Die Moderation von Kommentaren in einem Blog eines privaten Verlages ist also die "offizielle Wissenschaftsinformationspolitik"? Den Spektrumverlag in Ehren, aber das ist eher fraglich. Herr Pössel hat im übrigen in den letzten Jahren keine Veröffentlichungen SRT/ART mehr geschrieben. Ich bezweifele daher stark, dass sich Forscher in diesen Gebieten durch ihn vertreten fühlen. Daher glaube ich auch nicht, dass er als "offizieller Vertreter" der RThen (oder wie du das auch immer nennst) taugt. - Ausser Krawall also nix gewesen?
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 4. Jun 2013, 19:50

contravariant hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Diese offizielle Wissenschaftsinformationspolitik über die RT verstößt nicht nur ethisch, sondern rechtlich gegen den Standard guter wisswenschaftlicher Praxis und gegen diverse geltende Gesetze, einschließlich Gesetzen, die in der Verfassung angesiedelt sind (Art. 5 Abs. 3 GG und Art. 1 GG).


Die Moderation von Kommentaren in einem Blog eines privaten Verlages ist also die "offizielle Wissenschaftsinformationspolitik"?


Lese mal aufmerksamer und denke mit, wenn Du es überhaupt kannst... 8-)

Ich spreche ja von Pössel als Vertreter der offiziellen Wissenschaftskommunikationspolitik über die RT, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gesteuert wird - wie Pössel es auch in seinem Artikel erwähnt. Pössel wird ja auch nie ein einziges Wort der Hinterfragung der SRT fertig bringen können, nie, auch nicht ertragen und dulden können, nie, das kann er nicht, er ist ein durch und durch eingefleischter Dogmatiker und wird es bleiben für den Rest seines Lebens, meine Meinung. Er wird nie in seinem Leben als ultra-orthodoxer Befürworter der Relativitätstheorie eine Hinterfragung seiner Theorie ertragen können, jeden kritischen Einwand gegen seine Theorie empfindet er wohl wie eine persönliche Beleidigung. Er ist eben so, er wird sich auch nicht ändern.

Die Mainstream-Medien wie Spektrum der Wissenschaft plappern nur die etablierte Physik nach, von den kann man ja auch keine Hinterfragung der Relativitätstheorie erwarten, ist ja klar, sonst wären sie auch keine Mainstream-Medien geworden... Obwohl der Redakteur Carsten Könneker bei SciLogs einen Hauch von Kritik über die praktizierte Wissenschaftskommunikation äußerst und Hoffnung auf zukünftige bessere Wissenschaftskommunikatoren stellt, siehe meinen heutigen Kommentar in seiner Diskussion (wo er allerdings durch Abwesenheit glänzt...): Ersehnter Nachwuchs

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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon contravariant » Di 4. Jun 2013, 20:28

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Lese mal aufmerksamer und denke mit, wenn Du es überhaupt kannst... 8-)

Wenn man keine Argumente mehr hat, dann bleiben halt nur Beleidigungen.

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Ich spreche ja von Pössel als Vertreter der offiziellen Wissenschaftskommunikationspolitik über die RT, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gesteuert wird - wie Pössel es auch in seinem Artikel erwähnt. Pössel wird ja auch nie ein einziges Wort der Hinterfragung der SRT fertig bringen können, nie, auch nicht ertragen und dulden können, nie, das kann er nicht, er ist ein durch und durch eingefleischter Dogmatiker und wird es bleiben für den Rest seines Lebens, meine Meinung. Er wird nie in seinem Leben als ultra-orthodoxer Befürworter der Relativitätstheorie eine Hinterfragung seiner Theorie ertragen können, jeden kritischen Einwand gegen seine Theorie empfindet er wohl wie eine persönliche Beleidigung. Er ist eben so, er wird sich auch nicht ändern.

Also bisher lief Herr Pössel immer als " offizieller Vertreter und Spezialist der Relativitätstheorie" (zb. gestern viewtopic.php?f=6&t=472&start=560#p54967). Woher nun der plötzliche Sinneswandel? Ausserdem hat sich Herr Pössel doch ausgiebig mit deinen Argumenten befasst. Wie lange war euere Emaildiskussion? Wenn er "nie ein einziges Wort der Hinterfragung der SRT fertig bringen können, nie, auch nicht ertragen und dulden können, nie" dann hätte er deine Emails wohl doch direkt gelöscht und dich ignoriert. Auch in dem Scilogs sind sehrwohl diverse Kommentare freigeschaltet und auch hier hat er dir mehrfach geantwortet.
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 4. Jun 2013, 21:28

contravariant hat geschrieben:
Also bisher lief Herr Pössel immer als " offizieller Vertreter und Spezialist der Relativitätstheorie" (zb. gestern viewtopic.php?f=6&t=472&start=560#p54967). Woher nun der plötzliche Sinneswandel?


    - Pössel wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung als Ansprechpartner beauftragt, nachdem kritische Einträge im Gästebuch des Ministeriums während des Einstein-Jahr 2005 gelöscht wurden: Zensur im Gästebuch zum Einstein-Jahr 2005. Der Kritiker Dr. Christoph von Mettenheim wurde dabei arrogant von Pössel in der E-Mail-Korrespondenz abserviert - Veröffentlichung der kompletten Korrespondenz in der Webseite von Christoph von Mettenheim. Chr. v. Mettenheim beschließt die Zusammenstellung der Korrespondenz mit einer Bitte an die Leser, ihm mitzuteilen, ob sie einen anderen Eindruck als er von der Korrespondenz gewonnen haben: “Ich selbst kann in den Äußerungen von Herrn Dr. Pössel weder wissenschaftliches Niveau noch ernsthafte Diskussionsbereitschaft erkennen. Ich bin also der Ansicht, daß die Zusage, die das Ministerium mir im Schreiben vom 7. 6. 2005 (Dokument Nr. 1) gegeben hat, um die einseitige Beseitigung der Einträge auf der Einsteinjahr-Seite zu rechtfertigen, bisher nicht eingehalten wurde.”

    - Pössel hat sich seit Jahren beim Albert Einstein Institut als Kommunikator der Relativitätstheorie für die Öffentlichkeit amtlich spezialisiert: Einstein Online-Erfinder Markus Pössel geehrt. Das Albert Einstein Institut ist der Hochburg und der Tempel der Relativitätstheorie, es hat die Deutungshoheit über die Theorie: Es gibt nichts zu hinterfragen, es gibt nur aufzunehmen, was dort gelehrt wird. Sonst ist man ein "crank". Punkt, fertig, aus. Zu Pössel trifft die Aussage von Carsten Könneker in seiner Kritik der Wissenschaftskommunikation zu: http://www.scilogs.de/wblogs/blog/gute- ... m#comments : "Zweitens verstehen sich sprechende und schreibende Wissenschaftler noch allzu oft als Dozenten, die Laien zu belehren hätten;". Pössel belehrt nur, er ist völlig ungeeignet für einen wissenschaftlichen Meinungsstreit, völlig ungeeignet.

    - Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat mir auch 2007 das Albert Einstein Institut als Ansprechpartner für die Relativitätstheorie genannt: http://www.jocelyne-lopez.de/blog/2007/ ... yne-lopez/
    Die Beurteilung von Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung obliegt den Fachleuten und entsprechenden wissenschaftlichen Institutionen. Im Falle der Relativitätstheorie wäre dies z. B. das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik / Einstein-Institut in Potsdam-Golm.“
Wenn das kein offizieller Vertreter der offiziellen Staatstheorie ist... 8-)

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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 5. Jun 2013, 07:44

Hallo zusammen,

Ich verweise auf meinen heutigen Blog-Eintrag:

CERN-Neutrino-Experiment: 1. Erinnerung an meine Fachaufsichtsbeschwerde an Bundesminister Philipp Rösler

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon contravariant » Mi 5. Jun 2013, 08:02

Jocelyne Lopez hat geschrieben:[list]- Pössel wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung als Ansprechpartner beauftragt, nachdem kritische Einträge im Gästebuch des Ministeriums während des Einstein-Jahr 2005 gelöscht wurden: Zensur im Gästebuch zum Einstein-Jahr 2005. Der Kritiker Dr. Christoph von Mettenheim wurde dabei arrogant von Pössel in der E-Mail-Korrespondenz abserviert - Veröffentlichung der kompletten Korrespondenz in der Webseite von Christoph von Mettenheim. Chr. v. Mettenheim beschließt die Zusammenstellung der Korrespondenz mit einer Bitte an die Leser, ihm mitzuteilen, ob sie einen anderen Eindruck als er von der Korrespondenz gewonnen haben: “Ich selbst kann in den Äußerungen von Herrn Dr. Pössel weder wissenschaftliches Niveau noch ernsthafte Diskussionsbereitschaft erkennen. Ich bin also der Ansicht, daß die Zusage, die das Ministerium mir im Schreiben vom 7. 6. 2005 (Dokument Nr. 1) gegeben hat, um die einseitige Beseitigung der Einträge auf der Einsteinjahr-Seite zu rechtfertigen, bisher nicht eingehalten wurde.”

Wenn ich das richtig sehe, dann war Herr Pössel im Jahr 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am AEI. Daher ist das BMBF nicht weisungsbefugt gewesen. Er hat sich mit den Fragen von Herrn Mettenheim also freiwillig befasst. Er hätte die ganze Sache halt auch direkt in die Rundablage befördern können, hat er aber nicht.

Jocelyne Lopez hat geschrieben:- Pössel hat sich seit Jahren beim Albert Einstein Institut als Kommunikator der Relativitätstheorie für die Öffentlichkeit amtlich spezialisiert: Einstein Online-Erfinder Markus Pössel geehrt. Das Albert Einstein Institut ist der Hochburg und der Tempel der Relativitätstheorie, es hat die Deutungshoheit über die Theorie: Es gibt nichts zu hinterfragen, es gibt nur aufzunehmen, was dort gelehrt wird. Sonst ist man ein "crank". Punkt, fertig, aus. Zu Pössel trifft die Aussage von Carsten Könneker in seiner Kritik der Wissenschaftskommunikation zu: http://www.scilogs.de/wblogs/blog/gute- ... m#comments : "Zweitens verstehen sich sprechende und schreibende Wissenschaftler noch allzu oft als Dozenten, die Laien zu belehren hätten;". Pössel belehrt nur, er ist völlig ungeeignet für einen wissenschaftlichen Meinungsstreit, völlig ungeeignet.

Das ist dir eben grade aufgefallen und deshalb ist Herr Pössel jetzt von einem Experten der Rth zu einem Experten der Rth-Kommunikation geworden?
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 5. Jun 2013, 09:17

contravariant hat geschrieben:
Wenn ich das richtig sehe, dann war Herr Pössel im Jahr 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am AEI. Daher ist das BMBF nicht weisungsbefugt gewesen. Er hat sich mit den Fragen von Herrn Mettenheim also freiwillig befasst. Er hätte die ganze Sache halt auch direkt in die Rundablage befördern können, hat er aber nicht.


Das Einstein-Jahr 2005 war ein Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und ist dementsprechend mit öffentlichen Steuermitteln finanziert worden, und nicht zu wenig, siehe zum Beispiel:
10 Millionen Euros für das Feiern einer unsinnigen Theorie

Das Bundesministerium hat sowohl das Albert Einstein Institut als auch das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte für die Gestaltung der Veranstaltungen und für die Öffentlichkeitsarbeit beauftragt, d.h. dass diese Institute mit Steuergeldern im Interesse der Allgemeinheit für die Kommunikation der Relativitätstheorie auf Bundesebene zuständig waren.

Nicht nur, dass kein einziges Wort über die Existenz einer weltweiten fachlichen Kritik dieser Theorie seit 100 Jahren durchgesickert ist, sondern hat das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte auch prompt nach seiner üblichen Strategie die Kritiker der Theorie in die Ecke der Antisemiten, Rassisten und Nazis gesteckt, sogar in die Ecke von Mördern und Terroristen, siehe bei der Einstein-Ausstellung in Berlin: Das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und Geschichtsfälschung. Der immer noch amtierende Direktor am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Jürgen Renn war ja der Verantwortliche, der in seiner Einstein-Ausstellung in Berlin die Kritiker der Relativitätstheorie in die Ecke der Rathenau-Mörder gestellt hat: in einer Vitrine ein Buchdeckel von Ernst Gehrcke im Bilderrahmen und eine Maschinenpistole des Typs, mit dem Rathenau ermordet wurde. Es wird mit Steuergeldern dem Publikum suggeriert, dass die Kritiker der Relativitätstheorie Mörder und Terroristen aus antisemitischer und rassistischer Motivation seien.

Ernst Gehrcke ist übrigens ein der herausragenden Kritiker der Relativitätstheorie aus den frühen Stunden und hat nie eine einzige antisemitische und rassistische Zeile in seinem Leben je geschrieben, geschweige denn jemanden ermordert oder zum Mord angestift zu haben :shock:

Weisungsbefugt war also das Bundesministerium für Bildung und Forschung über die beauftragten Institute und es geht auch aus der von Christoph von Mettenheim veröffentkichen Korrespondenz hervor. Nach Löschung der kritischen Einträge im Gästebuch vom Ministerium wurde Markus Pössel als Ansprechspartner vom Ministerium vermittelt, wobei ich mir sehr gut vorstellen kann, dass Markus Pössel für die Überwachung der Einträge im Gästebuch beauftragt war und selbst die kritischen Einträge gelöscht hat, das würde mich nicht wundern. :?

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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 5. Jun 2013, 16:39

contravariant hat geschrieben:
Wenn ich das richtig sehe, dann war Herr Pössel im Jahr 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am AEI. Daher ist das BMBF nicht weisungsbefugt gewesen.


Ich kann mir sogar ganz gut vorstellen, dass die Idee eines Einstein-Jahrs selbst vom Albert Einstein Institut kam und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung vorgeschlagen und von ihm angenommen wurde. Wer könnte sonst außer dem Albert Einstein Institut auf die Idee kommen, ein Einstein-Jahr zu veranstalten? Und warum nicht ein Lorentz-Jahr oder ein Michelson-Jahr, beide auch Nobelpreisträger in Physik, die sich mit demselben Phänomen der Lichtausbreitung beschäftigt haben?

Und was kann einem Institut schöner passieren, als sich mit Steuergeldern ein Jahr lang selbst zu feiern und die Lieblingstheorie zu vermarkten? Zumal es hinter der glänzenden Fassade schon 2005 wohl nicht so ganz prickelnd mit der Faszination für die Theorie stand, wenn man die bitteren Aussagen von Prof. Dr. Hermann Nicolai, Gründungsdirektor am Albert Einstein Institut zur Kenntnis nimmt - zusammengefasst : kaum ein Wissenschaftler interessiert sich noch in Deutschland für die Lieblingstheorie des Albert Einstein Instituts, siehe seinen Artikel im Physik Journal 4 (2005), Nr. 10, nach den Feierlichkeiten um das „Einstein-Jahr 2005“:

    Kein Nährboden für Einsteins Nachfolger?
    Theoretische Physik in Deutschland – einige Anmerkungen zum Einstein-Jahr


    Obwohl noch nicht vorbei, ist das Einstein-Jahr bereits jetzt ein großer Erfolg für die Verbreitung von Wissenschaft in der Öffentlichkeit. Gleichzeitig dient die universelle Pop-Ikone Einstein als Projektionsfläche für vielerlei Innovations-, Vermarktungs- und andere Initiativen, welche mit Physik wenig oder gar nichts im Sinn haben. So schön es für uns Physiker ist, unsere Wissenschaft im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses zu sehen, so sehr drängt sich doch die Frage auf: Was bleibt, wenn die Einstein-Feiern hinter uns liegen, wenn die Einstein-Ausstellungen geschlossen sind, und wenn sich beim Normalbürger endgültig Einstein-Überdruss eingestellt hat? Leider wird diese Bilanz weniger rosig ausfallen. [...]
    Weiterlesen...

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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon contravariant » Mi 5. Jun 2013, 20:56

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Das Einstein-Jahr 2005 war ein Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und ist dementsprechend mit öffentlichen Steuermitteln finanziert worden, und nicht zu wenig, siehe zum Beispiel:
10 Millionen Euros für das Feiern einer unsinnigen Theorie

Du solltest hier ein wenig differenzieren. Die SRT ist eine Theorie, die du für unsinnig hälst. Es gibt eine Menge Leute, die das anders sehen. Ausserdem kann und sollte sich ein Staat nicht auf Ausgaben beschränken, die vorbehaltlos von der gesamten Bevölkerung gutgeheißen werden. Dann ist dem von Staat nämlich schnell nichts mehr übrig. In dem Sinne musst du die 10 Millionen Euro wohl als Ausdruck eines Staates, der eine pluralistische Gesellschaft wiederspiegelt, verkraften.

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Das Bundesministerium hat sowohl das Albert Einstein Institut als auch das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte für die Gestaltung der Veranstaltungen und für die Öffentlichkeitsarbeit beauftragt, d.h. dass diese Institute mit Steuergeldern im Interesse der Allgemeinheit für die Kommunikation der Relativitätstheorie auf Bundesebene zuständig waren.

Im der Abschlussevaluation des Einsteinjahres (http://edok01.tib.uni-hannover.de/edoks ... 483862.pdf) konnte ich keinerlei Hinweise auf das AEI finden. Woher weißt du das?


Jocelyne Lopez hat geschrieben:Nicht nur, dass kein einziges Wort über die Existenz einer weltweiten fachlichen Kritik dieser Theorie seit 100 Jahren durchgesickert ist, sondern hat das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte auch prompt nach seiner üblichen Strategie die Kritiker der Theorie in die Ecke der Antisemiten, Rassisten und Nazis gesteckt, sogar in die Ecke von Mördern und Terroristen, siehe bei der Einstein-Ausstellung in Berlin: Das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und Geschichtsfälschung. Der immer noch amtierende Direktor am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Jürgen Renn war ja der Verantwortliche, der in seiner Einstein-Ausstellung in Berlin die Kritiker der Relativitätstheorie in die Ecke der Rathenau-Mörder gestellt hat: in einer Vitrine ein Buchdeckel von Ernst Gehrcke im Bilderrahmen und eine Maschinenpistole des Typs, mit dem Rathenau ermordet wurde. Es wird mit Steuergeldern dem Publikum suggeriert, dass die Kritiker der Relativitätstheorie Mörder und Terroristen aus antisemitischer und rassistischer Motivation seien.

Kannst du vielleicht einen Link einstellen, der deine Beschuldigungen belegt? - Soweit ich weiß, hat zb. Markus Pössel dir nie untersellt die RThen aus Antisemitismus heraus abzulehnen. Genauso wenig kann ich mich entsinnen, dass er generell alle Kritiker der RThen als ----- betituliert hätte. Ich galube auch nicht, dass jemand ernsthaft behupten würde, dass alle Kritiker der Rthen Nazis waren/sind. Das ist nun auch schlicht nicht der Fall. Auf der anderen Seite ist es allerdins auch nicht richtig, zu behaupten, dass es unter den Kritikern der RThen keine Nazis bzw. antisemitisch motivierte Kritik gegeben hat. Ein deinem Blogposting erwähnst du ja nun Paul Weyland und Philipp Lenard. Weland war Mitglied der SA. Er hat sich also früh in den Dienst der NSDAP gestellt, zu einem Zeitpunkt, als das weder reines Mitläufertum noch Selbstschutz war. Lenard war überzeugter -----. Er hat im Zuge der deutschen Physik auch nie einen Hehl daraus gemacht, dass seine Ablehnung der RThen auch antisemitisch motiviert war. Von daher taugen die beiden nun nicht unbedingt als Beispiele für zu unrecht als Nazis gestempelte Kritiker. In diesem GOM-Buch finden sich noch diverse anderen Leute, die den Nazis und/oder antisemitischen Gedankengut nahestanden und stehen.
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