Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Di 8. Feb 2011, 23:02

Harald Maurer hat geschrieben:Du bestreitest den Umstand, dass sich die Wellenlängen im vertikalen Arm des MMI auf dem Weg zum Spiegel und zurück verkürzen?

Natürlich nicht. Ich hatte ja schon mehrmals betont, daß sich Wellenlänge und Geschwindigkeit ändern. Das macht ja gerade den Effekt aus. Aber die Frequenz ändert sich nicht. Und Dopplereffekt heißt Frequenzänderung.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther

Beitragvon Ernst » Di 8. Feb 2011, 23:04

galactic32 hat geschrieben: Daß alles starr miteinader verbunden ist , wurde wie gemessen?

Ach Mensch. Galactica. Gute Nacht.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther

Beitragvon Ernst » Di 8. Feb 2011, 23:10

Highway hat geschrieben: Ich denke da irrst du dich und zwar gewaltig.

Denken ist immer solche Sache. Versuchs mal mit Nachdenken.

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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Di 8. Feb 2011, 23:25

Chief hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Bei Reflexion an einem optisch dichteren Medium (z.B. Metalloberfläche) erleidet licht einen Phasensprung von 180°.

Richtig, ist ja in der Wiki-Animation klar zu erkennen. Am Reflexionspunkt gehts in "umgekehrter Richtung" weiter. Macht nach Adam Rise 180°.
Bei Harald dagegen wechselt der Phasensprung ständig hin und her.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther

Beitragvon Ernst » Di 8. Feb 2011, 23:27

Highway hat geschrieben:Was ist mit Harald's Frage?

mustu gucken und nicht schlafi machen :mrgreen:

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » Di 8. Feb 2011, 23:33

Chief hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:...1. An der Reflexionsfläche müssen zu jedem Zeitpunkt die eingehenden Wellenpunkte und die reflektierten Wellenpunkte auf einem gemeinsamen Punkt liegen. ...

Bei Reflexion an einem optisch dichteren Medium (z.B. Metalloberfläche) erleidet licht einen Phasensprung von 180°.
Mess mal so was Chief.
Der Phasenversatz bleibt doch recht irrelevant,oder was darf erwartet werden, daß er von welchen Parametern abhängt?
Bzw. kann in den modernen MM herausgepuzzelt werden.
Eindringtiefe .... etc.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Mi 9. Feb 2011, 00:14

Ernst hat geschrieben:Was ist das denn für eine seltsame Reflexion. Das ist alles nicht richtig. Deine Animation enthält nämlich einige markante Fehler:


Die Animation zeigt den Phasensprung um 180° (lambda/2). Deshalb ist im folgenden Text auch vom Phasensprung die Rede.

Ernst hat geschrieben:2. Ist im Ätherwind die Wellenlänge der einlaufenden Welle anders als diejenige der reflektierten Welle.


Kann ja nicht sein. Das wäre ja ein Doppler-Effekt. Und den gibt's ja nicht, wie Du stets beteuerst.
Relativ zum Äther gibt es ihn. Der longitudinale ist nicht wichtig, aber der transversale ist es.

Transversal sind die Wellen verkürzt. Da sie gleichzeitig langsamer sind, bleibt die Frequenz gleich, ohne dass eine Kompensation der Wellenlängen selbst erfolgt. Die transversalen, verkürzten Wellen und die longitudinalen, die gedehnt und schneller vom Spiegel des waagrechten Arms kommen, können einander durchdringen (besser gesagt am Strahlteiler durchkreuzen) , ohne ihre Phasenlagen zu verschieben. Bezogen auf die in meiner Erklärung angenommenen Werte legt die longitudinale eine Wellenlänge in 0,00001 Sekunden zurück (Wellenlänge durch Geschwindigkeit=3,0003/300030 ) und die transversale gekürzte ebenfalls in 0,00001 Sekunden. (2,99999998499999/299999,998499999) Sie begegnen bzw. durchkreuzen sich daher immer mit derselben Phasenlage! So kann sich die Anzahl der Wellenzüge unwirksam verändern, wenn sich der Zeitversatz bei der Drehung verschiebt, ohne dass der übereinstimmenden Phasenlage etwas passiert. Am Strahlteiler wird die gedehnte longitudinale Welle dann mit Nominalfrequenz empfangen und gemeinsam mit der transversalen runter zum Detektor geschickt, dabei nimmt sie dieselbe Wellenlänge und Geschwindigkeit wie die transversale an und sie erzeugen beide brav, gleichphasig wie sie immer noch sind, das erwartete Interferenzmuster.
Bei Drehung verschieben sich alle Verhältnisse völlig drehungsproportional. Das Interferenzmuster bleibt deshalb unverändert.

Grüße
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Mi 9. Feb 2011, 00:23

Ernst hat geschrieben:Bei Harald dagegen wechselt der Phasensprung ständig hin und her.


Natürlich. Wenn die Amplitude bei der Reflexion gerade "oben" ist, fährt sie um 180° "unten weg". Wenn sie gerade "unten" ist, fährt sie um 180° oben weg! Ist schon richtig.

Grüße
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Mi 9. Feb 2011, 00:32

Hallo Harald,

ich kann dein Gefühl schon verstehen.
jedoch deine Argumentation ist nicht gut.

Machs so:

Wir wechseln ins Bezugsystem Äther.

Vom Punkt A senden wir in zwei Richtungen zum (gleichem) Empfangspunkt (B).

Ein Signal kommt später an, hat also eine andere Phasenlage.

HALT, hier liegt der Denkfehler!

Es hat keine andere Phasenlage, es hat einen anderen (verspäteten) Phasenlagenzustand.

Wenn das Signal A die Phasenlage 100 Grad hat wenn es ankommt, das Signal B die Phasenlage 200 Grad, So haben beide letztendlich doch die gleiche Phasenlage zueinander.
Denn das Signal das zuerst ankommt ist ja mit seiner Phasenlage weitergeschritten bis das zweite Signal ankam, es liegt bereits bei 200 Grad.

Somit ändert ein Tauschen der Leitungswege nichts am Ergebnis.
Denn es ändern sich ja nicht die Orte, sondern nur die Laufzeiten bis das Licht dort ankommt.
Und mit der Laufzeit auch die jeweilige Phasenlage.

Am selben Ort kann kein Unterschied auftreten auch wenn die Wege unterschiedlich lang sind.

Vielleicht suchst du diese Erklärung.


Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Mi 9. Feb 2011, 10:29

Harald Maurer hat geschrieben: Die Animation zeigt den Phasensprung um 180° (lambda/2). Deshalb ist im folgenden Text auch vom Phasensprung die Rede.

Es gibt da keinen plötzlichen "Phasensprung" (welcher sich bei Dir zudem dauernd ändert) , wie Du es darstellst, sondern einen kontinuierlichen Phasenwechsel um 180°, wie es in der unteren Animation dargestellt ist. (Highway soll mal auch seine Augen aufmachen).
Auch dein gleichphasiger Zustand, wie er zum Zeitpunkt des Endes der Animation vorliegt, ist folglich unmöglich. Da wäre ja die Phasenschiebung am Reflektor Null.

Bild
Bild

Ernst hat geschrieben:
2. Ist im Ätherwind die Wellenlänge der einlaufenden Welle anders als diejenige der reflektierten Welle.

Kann ja nicht sein. Das wäre ja ein Doppler-Effekt. Und den gibt's ja nicht, wie Du stets beteuerst.

Du verwechselst nach wie vor Wellenlängenänderung mit Dopplereffekt. Im Gerätesystem treten Änderungen der Wellenlänge ein, aber an keiner Stelle ein Dopplereffekt. Dopplereffekt heißt Frequenzänderung.

Transversal sind die Wellen verkürzt. Da sie gleichzeitig langsamer sind, bleibt die Frequenz gleich, ohne dass eine Kompensation der Wellenlängen selbst erfolgt. Die transversalen, verkürzten Wellen und die longitudinalen, die gedehnt und schneller vom Spiegel des waagrechten Arms kommen, können einander durchdringen (besser gesagt am Strahlteiler durchkreuzen) , ohne ihre Phasenlagen zu verschieben.

"Longitudinal", in Strömungsrichtung, ist die Wellenlänge der rücklaufenden Welle kleiner als die hinlaufende. Wenn sie zurückkommt, läuft sie mit dieser kürzeren Wellenlänge mit einer bestimmten Phase am Teiler ein. Bei der "transversalen" Reflexion bleibt die (gegenüber ruhenden Äther verkürzte) Wellenlänge gleich. Sie erreicht den Teiler mit dieser Wellenlänge (welche anders ist als die der longitudinalen) mit einer anderen bestimmten Phasenlage.
Am Teiler werden die beiden Wellen in eine gemeinsame Richtug gelenkt. Sie laufen nun in der Strrömung identisch und haben daher nun eine gleiche Wellenlänge. Da die beiden Wellen aber mit unterschiedlicher Phase am Teiler einliefen, besitzen sie nun nach der Umlenkung eine Phasendifferenz. Die sagt nichts aus. Aber der Phasenwechsel bei der Drehung enthält die Information ; aber das hatten wir ja schon mehrmals.
Es ist aber aus diesem Grunde auch müßig, über die Phasenlage der einlaufenden Wellen zu sinnieren. Der Versuchsalgorithmus beinhaltet die Verschiebung der Phasen bei Drehung der Versuchsanordnung. Das ist der Schlüssel zum Verständnis des MM.

Noch zwei Fragen zum Jupiter:
1. Ist es richtig, daß sich die beiden Positionen Deiner "markierten Wellen" auf dem Oszilloskop gegeneinander verschieben, wenn Du Deine Meßbasis incl. aller Gerätschaften um 180° drehen würdest?
2. Ist es richtig, daß sich diese Wellen auch verschieben würden, wenn Du ihre Markierung entfernst?

Gruß
Ernst
Zuletzt geändert von Ernst am Mi 9. Feb 2011, 11:03, insgesamt 2-mal geändert.
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