M.S hat geschrieben:
Mir ist zum Beispiel klar, dass hier einige glauben, ein Objekt kann ein IS verlassen.
Werden wohl welche dabei sein, die aus dem fahrenden Zug gefallen sind!
M.S hat geschrieben:
Manche glauben auch,dass ein IS eine räumliche Beschränkung besitzt. Unverständlich, das ist wirklich easy und ich kapiere nicht was daran so schwer sein soll. Dass ein Koordinatensystem selbstverständlich kein reales Objekt ist, sollte eigentlich auch jedem klar sein.
Diese feinen Definitionsunterschiede sind aber gar nicht wesentlich, und die Wortklauberei bringt nichts. Ob man nun sagt, die Enden eines Zuges befinden sich auf den Koordinaten x und -x oder man sagt halt einfach IS Zug dazu, ändert nichts daran, das sich die Physik mit realen Objekten beschäftigt und alles, was mit dem Hilfsmittel Koordinatensystem berechnet wird, auch einen physikalischen Hintergrund haben muss. Wenn die SRT von einer "Längenkontraktion" spricht, dann meint sie eine Längenkontraktion und keine Längenprojektion, es ist daher Vernebelungstaktik, zu sagen, die LK sei eine Projektion, weil's eben nicht zutrifft - auch wenn die kontrahiert gemessene Länge einer Projektion der verdrehten Länge auf die x-Achse entspricht. Da braucht es kein Herumgerede um den heißen Brei, sondern man kann ganz offen sagen, dass es sich um einen Messeffekt handelt, der auf asynchron laufende Uhren zurückzuführen ist und die Länge nicht tatsächlich kontrahiert. Wenn der Relativist behauptet, die Länge sei tatsächlich verkürzt und deshalb könnten irgendwelche Kontakte nicht gleichzeitig getroffen werden (obwohl der Abstand der Kontakte der Ruhelänge des Objektes entspricht), dann ist er entweder ein xxx oder er hält uns für Idioten. Dass der Relativist dann auf Unverständnis stößt, ist kein Wunder, denn so naiv ist nicht jeder, dass er glaubt, man könne mit Messeffekten physikalische Prozesse verändern. Genau dergleichen darf durch eine Koordinatentransformation nicht passieren, ist aber gang und gäbe in der SRT.
M.S hat geschrieben:
Und, wenn ich mich für ein Bezugssystem zum Rechnen entscheide und ein spezielles Szenario vorgebe, ist doch sonnenklar, dass ich jetzt nicht zwischendurch (ohne Transformation) in ein anderes IS gehe und sage, dort gilt z.B. die Gleichzeitigkeit von den Ereignissen (die zuvor per Szenario für das andere IS vorausgesetzt wurden), auch.
Die Natur agiert aber nicht nach unseren Voraussetzungen. Wenn man die Möglichkeit hat, aufgrund eines bestimmten Szenarios zu entscheiden, in welchem IS die Gleichzeitigkeit gelten soll, und man entscheidet damit die Abläufe eines physikalischen Ereignisses im anderen IS, die eben anders ausfallen würden, hätte man sich für dieses IS entschieden, dann hat das mit Physik nichts mehr zu tun. Und wenn das Relativisten nicht bemerken, besteht der Verdacht, dass sie sich gar nicht mit Physik beschäftigen, sondern mit irgendeinem esoterischen Krimskrams, in dem die Möglichkeit besteht, durch Wahl eines Bezugssystems Physik zu beeinflussen. Dass das unzulässig ist, sollte eigentlich sonnenklar sein.
Grüße
Harald Maurer