Ernst hat geschrieben:Wie gesagt, ist das Dreikörperproblem komplex. Aber läßt du erst das große Stück fallen und danach das kleine, dann ist das große schneller gefallen als das kleine. Und beide sind langsamer gefallen als zuvor das ungeteilte Massestück.
Hast du die mathematische Beziehung dazu überlesen
Ja, was denn nun? Lasse ich das große Stück mit dem kleinen Stück gleichzeitig fallen, sind sie gleich schnell - fallen sie getrennt zu unterschiedlichen Zeitpunkten, fallen sie in unterschiedlichen Zeiten?
Das Dreikörperproblem betrifft die Bahnbewegungen mehrer Körper umeinander, hat also mit diesen Fallbeispielen nichts zu tun.
Ich sehe das so: könnten wir sämtliche Planeten plötzlich anhalten, dann fallen alle Planeten einschließlich Sonne auf das gemeinsame Baryzentrum zu und die Rechnung würde ergeben, dass auf jeden Planeten die gleiche spezifische Fallbeschleunigung der Sonne (274 m/s²) gewirkt hat. Befänden sich alle Planeten in einem Kreis mit gleichem Abstand zum Baryzentrum, dann kämen die Planeten alle gleichzeitig auf der Oberfläche der Sonne an, ganz egal ob's der kleine Pluto oder der große Jupiter wäre. Auf der Oberfläche deshalb, weil die Sonne, bevor die Planeten ankommen, als erste sich inmitten des Baryzentrums stellt. Analog dazu würden Massen, die aus gleicher Entfernung zur Oberfläche der Erde fallen, alle ungeachtet ihrer Masse nach derselben Falldauer die Erde erreichen. Ein Bügeleisen genauso wie ein PKW. Vorausgesetzt natürlich, es gäbe keine Atmosphäre. In allen Fällen kürzt sich die Masse raus.
Dass das falsch sein könnte, lese ich hier zum ersten Mal!
Grüße
Harald Maurer