Laserpistolen im Weltall

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Hannes » So 19. Jun 2011, 22:07

Kurt !
Somit kann erkannt werden ob sich der Fahrstuhl gegen diesen Bezug bewegt oder nicht, auch wie schnell er sich bewegt ist erkennbar.
Zur Frage "wohin" ist ein weiterer Bezug, nein, eine Vereinbarung, notwendig.

Es ist aber eine Einschränkung zu bedenken.
Diese "Bewegung", deren Grösse, gilt immer nur local.

Ja, so sehe ich das auch ! Überall kann ich mich orientieren, es gibt genug
Möglichkeiten dazu.Wenn man mir aber sagt: das darfst du nicht, und das auch nicht, wird es nicht gehen.Selbst im Weltraum kann man sich orientieren, wie die Astronomen beweisen.
Hannes
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Kurt » So 19. Jun 2011, 22:18

Hannes hat geschrieben:Kurt !
Somit kann erkannt werden ob sich der Fahrstuhl gegen diesen Bezug bewegt oder nicht, auch wie schnell er sich bewegt ist erkennbar.
Zur Frage "wohin" ist ein weiterer Bezug, nein, eine Vereinbarung, notwendig.

Es ist aber eine Einschränkung zu bedenken.
Diese "Bewegung", deren Grösse, gilt immer nur local.

Ja, so sehe ich das auch ! Überall kann ich mich orientieren, es gibt genug
Möglichkeiten dazu.Wenn man mir aber sagt: das darfst du nicht, und das auch nicht, wird es nicht gehen.Selbst im Weltraum kann man sich orientieren, wie die Astronomen beweisen.


Ja selbstverständlich.
Ich frage mich öfters wieso überhaupt über das RP so viel Aufsehens gemacht wird.
Ist doch nur eine Theorie.
Und dafür taugt sie.
Derjenige der aus den Hilfsannahmen (Postulaten) dann ein "so ist es in der Natur auch" macht, solls beweisen.
Diese Beweise bleiben aber immer aus.

Schauen wir doch das an was äusserst findige und gewissenhafte Ing. Techniker und Denkende rausgefunden haben.
Das reicht aus um die "Natur" viel besser verstehen zu können als es so mancher Theorie, machen "Theoriegläubigen" anscheinend recht ist.

Links liegen lassen (leise lächeln) und weitergehen.

Gruss Kurt
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Harald Maurer » So 19. Jun 2011, 22:32

Ernst hat geschrieben:Du kannst jedoch nicht feststellen, ob Du Dich gleichförmig bewegst. Gleichförmige Bewegung ist daher relativ; man benötigt zu ihrer Definition einen Bezugspunkt.

Worauf bezieht sich eigentlich die von Smoot gemessene Geschwindigkeit der Erde (370 km/s Richtung Löwe)? Wo (oder was) ist der Bezugspunkt?

Grüße
Harald Maurer
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Hannes » Mo 20. Jun 2011, 08:02

Hallo Ernst !
Hannes, mir sträuben sich die Haare. Beschleunigung incl. Drehbewegung sind absolut; sie sind bezogen auf Nichtrotation bzw. Nichtbeschleunigung. Es wird kein Bezugspunkt benötigt. Bist Du alleine im All, so kannst Du mit einfachen Mitteln feststellen, ob Du rotierst bzw. beschleunigst.
Du kannst jedoch nicht feststellen, ob Du Dich gleichförmig bewegst. Gleichförmige Bewegung ist daher relativ; man benötogt zu ihrer Definition einen Bezugspunkt.
Das alles wurde hier zigmal dargestellt. Bist Du blind?

Bitte nochmals um Entschuldigung, dass ich gestern auf deine Aussage hin fast explodiert bin.
Du kannst mich als blind bezeichnen und ich werde sagen: Ja, es könnte sein, dass ich auf einem Auge blind bin. Aber dann bist du auf beiden Augen blind !
Wenn auch meine Aussage zum Relativitätsprinzip etwas revolutionär ist, ist sie noch immer besser als die andere Aussage, die ich gehört habe: Ich und die Physik wissen es.
Zu meiner Aussage, dass Herr Roland sehr gut belesen und intelligent sei, stehe ich noch immer und zwar so lange, bis ich sehe, ob er bereit ist, nicht nur rückwärts zu schauen , sondern auch vorwärts zu blicken.
Diese Aussage betrifft dich genauso. Du kommst mit 200 jährigen Argumenten Newtons und meinst, das ist das AMEN in der Physik. Du schaust auch mehr zurück als nach vorne.
Überlege doch, was ich mit meiner Aussage über das RP gemeint habe:
1. Eine geradlinig kräftefreie Bewegung gibt es im ganzen Weltall nicht.
2. Die Beschleunigung braucht IMMER ein zweites Objekt, um sich an ihm zu beschleunigen oder abzubremsen.Es muss seinen Bewegungsimpuls wo herholen oder wohin abgeben.
3. Eine Rotation braucht IMMER einen Partner, sonst entsteht keine Rotation.Bei einer Rotation "um sich selbst" rotieren die eigenen Moleküle um andere eigene Moleküle. Wenn sie nicht durch eine Anziehungskraft gehalten würden, würden sie sofort auseinanderfliegen,was bei schnellerer Rotation auch geschieht.
Schau bitte die Bahnen der „im Kreis“ rotierenden Jupitermonde in einer Darstellung der Astronomie an: Dort sind es plötzlich langgezogene Spiralen.
Und da willst du sagen, Beschleunigung und Rotation wären absolut ?Sie schauen auf den ersten Blick nur so aus, wenn man genauer hinsieht,ergibt sich ein anderes Bild.
Manche Aussagen sind heute überholt und müssen durch neuere ersetzt werden, auch wenn es dein geliebter Newton gesagt hat , den ich übrigens selbst auch verehre.
Die klassische Physik ist keine Bibel, sondern ist auf dem Zeitgeist ihrer Vordenker aufgebaut.
Zu sagen, Ich und die Physik wissen es, heißt noch lange nicht, man sei der Papst.

Mit Gruß Hannes
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Hannes » Mo 20. Jun 2011, 08:30

Hallo Kurt !
Ich frage mich öfters wieso überhaupt über das RP so viel Aufsehens gemacht wird.
Ist doch nur eine Theorie.

Ich glaube, dass das RP die Erweiterung des Ausblickes der Menschen ist gegen das vor ihm geherrschte geozentrische Prinzip.
Nur darf es darin keine selbstgebastelten Ausnahmen geben.

Hannes
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Harald Maurer » Mo 20. Jun 2011, 08:49

Veritatibus hat geschrieben:Nein, man kann nicht messen, ob sich ein Stern oder der Körper in Bezug zum Vakuum bewegt. Wer misst das denn wie?


Mit dem Cobe-Projekt wurde gemessen, dass sich die Erde mit 370 km/s in Richtung Sternbild Löwe bewegt. Ich wiederhole meine Frage: Worauf bezieht sich diese Geschwindigkeitsabgabe und Richtung? Was ist der Bezugspunkt hiefür?
Und: wie wurde es gemessen, wenn eine Bewegung im Bezug zum "Vakuum" nicht messbar sei?

Grüße
Harald Maurer
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Hannes » Mo 20. Jun 2011, 09:00

Hallo Herr Roland !
Es wird eine Frequenzverschiebung gemessen, aber nicht eine welche sich aus einer absolute Geschwindigkeit des Sterns in Bezug zum Vakuum ergibt. Die Verschiebung als solches wird auch von keinem bestritten.

Wenn ich das RP konsequent handhabe, gibt es auch keine absolute Geschwindigkeit.
Gäbe es eine solche Geschwindigkeit, könnte man ja unterscheiden, ob sich nun der Stern oder der Körper in Bezug zum Vakuum bewegt.

Genau das wird doch gemessen! Umdenken ist gefragt.

Nein, man kann nicht messen, ob sich ein Stern oder der Körper in Bezug zum Vakuum bewegt. Wer misst das denn wie?

Es hat soch noch niemand die Mühe gemacht, im Vacuum des Weltalls eine Meßstrecke aufzubauen, was ja nicht so leicht sein dürfte, mit heutigen Mitteln aber nicht unmöglich erscheint.
Es könnte z.B eine Meßstrecke zwischen zwei Raumsonden sein, die man sicherheitshalber trigonometrisch vermessen kann.

Mit Gruß
Hannes
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 20. Jun 2011, 09:08

Hannes hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Dein Manko ist leider, daß Du den Gehalt des Relativitätsprinzips überhaupt nicht verstehst.

Du glaubst wohl, du bist der Beste. Aber das Relativitätsprinzip verstehst du noch weniger.

Das Manko der Relativisten, Einstein vorne weg, ist, dass sie nicht in der Lage sind zwischen Kinematik und Dynamik zu unterscheiden, ein Armutszeugnis. :(

Das Relativitätsprinzip Galileis ist ausdrücklich und unmissverständlich ein kinematisches Prinzip (also ohne Berücksichtigung von Kräften) und es ist auch als kinematisches Prinzip uneingeschränkt richtig und gültig. Ob es eine Genialität ist, sei dahin gestellt, eigentlich ist es das Wesen aller Relationen, uneingeschränkt symmetrisch zu sein, ich halte es eher für eine Trivialität, aber nun… Siehe z.B. Paul Watzlawick zitiert von Helmut Hille, der moniert, dass in der modernen Physik das Wesen einer Relation grundsätzlich nicht mehr verstanden wird: Paul Watzlawick: Wir müssen umdenken lernen. Die Aussage „Dieser Apfel ist größer.“ ist z.B. sinnfrei. Wenn Paul 10 cm größer ist als Peter, dann ist Peter 10 cm kleiner als Paul, und kein Mikrometer kleiner. Das Relativitätsprinzip Galileis als kinematisches Prinzip zwischen zwei zueinander bewegten Objekten beruht ebenfalls auf der strengen Symmetrie von allen Relationen, physikalisch und mathematisch, ich finde es nicht besonders genial, aber nun…

Das Manko der Relativisten ist eben, dass sie das Wesen einer Relation, sowohl physikalisch als auch mathematisch, nicht verstehen und auch nicht zwischen Kinematik und Dynamik unterscheiden können. Ein Armutszeugnis. :(

Diese Unterscheidung Kinematik und Dynamik wurde auch schon ausführlich im MAHAG-Forum erörtert, siehe zum Beispiel mein Blog-Eintrag und weiterführende Links: Relativisten können keinen Unterschied zwischen Kinematik und Dynamik verstehen.

Oder auch Ausführungen von G.O. Mueller: Albert Einstein entwickelt die Effekte der SRT allein in seiner Kinematik ohne Berücksichtigung der Dynamik

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Hannes » Mo 20. Jun 2011, 09:16

Hallo Herr Roland !
Harald Maurer hat geschrieben:
Mit dem Cobe-Projekt wurde gemessen, dass sich die Erde mit 370 km/s in Richtung Sternbild Löwe bewegt. Ich wiederhole meine Frage: Worauf bezieht sich diese Geschwindigkeitsabgabe und Richtung? Was ist der Bezugspunkt hiefür?
Und: wie wurde es gemessen, wenn eine Bewegung im Bezug zum "Vakuum" nicht messbar sei?

Damit ist zwischenzeitlich die Antwort schon gegeben worden.
Man kann , wenn man sich bemüht, sehr wohl zum Vacuum messen.

Hannes
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Mo 20. Jun 2011, 09:26

Harald Maurer hat geschrieben:
Veritatibus hat geschrieben:Nein, man kann nicht messen, ob sich ein Stern oder der Körper in Bezug zum Vakuum bewegt. Wer misst das denn wie?


Mit dem Cobe-Projekt wurde gemessen, dass sich die Erde mit 370 km/s in Richtung Sternbild Löwe bewegt. Ich wiederhole meine Frage: Worauf bezieht sich diese Geschwindigkeitsabgabe und Richtung? Was ist der Bezugspunkt hiefür?
Und: wie wurde es gemessen, wenn eine Bewegung im Bezug zum "Vakuum" nicht messbar sei?

Grüße
Harald Maurer

Wenn du das Fenster öffnest und den Bezugspunkt eines anderen Inertialssystem "sehen" kannst, kannst du auch die Relativgeschwindigkeit dazu messen. Darin unterscheidet sich der CMB nicht von einem beliebigen andern Bezugssystem. Wenn dein Raumschiff keine Fenster und keine Außensensoren besitzt, kannst du auch keine Relativgeschwindigkeit bestimmen. Egal ob es nun einen CMB gibt, oder nicht. Allerdings hat Chief hier behauptet, dass Sagnac c+/-v messen kann. Allerdings hat er noch keine Belege dafür geliefert. Wenn das Sagnac-Experiment das leistet, kann man auch im geschlossenen Raumschiff ohne Außensensoren die Relativgeschwindigkeit messen. Das wäre, wie schon gesagt, ganz außerordentlich. Solange der Beleg dafür fehlt, bleibt gleichförmige Bewegung relativ und Drehung bzw. Beschleunigung absolut.
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