Die unsinnigen Postulate der "SRT-Kritik"

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die unsinnigen Postulate der "SRT-Kritik"

Beitragvon Kurt » Di 3. Feb 2015, 09:48

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
2D/(T-ΔT)=c+v0 (3)

falsch, denn es muss heißen

2D/(T-ΔT)=c(1-v0²/c²)


Warum muss es so heissen?
Ist es nicht so dass eine Differenz einfach durch Abziehen eines der Werte ermittelt wird, wozu dann in ² ?

Andereseits frage ich mich wie sie denn eine genaue LG mittels einer Zweiwegmessung ermitteln konnten.

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Re: Die unsinnigen Postulate der "SRT-Kritik"

Beitragvon julian apostata » Di 3. Feb 2015, 10:11

Mal angenommen, man wäre beim Licht vom klassischen Dopplereffekt überzeugt und wollte dies experimentell untermauern.

Und gegeben sind.

1. Ein linker Laser 777Thz
2. Ein Ion, was bei 546 Thz leuchtet.

Dann kommt vorm Experiment erst mal ein wenig Rechenarbeit, nämlich welche Frequenz sollte der rechte Laser haben und welche Geschwindigkeit müsste das Ion haben, damit es sowohl von rechts als auch von links angeregt wird?

3. Ein rechter Laser 420.875 Thz
4. Das Ion müsste mit v/c=11/37~0.297 unterwegs sein.

Will der Relativist seine Theorie beweisen, so lauten die Werte:

3. Ein rechter Laser ~383.68Thz
4. Das Ion müsste mit v/c~0.339 unterwegs sein.

Und das Ion leuchtet halt nur dann, wenn man mit den Werten arbeitet, die der Relativist berechnet. Und es leuchtet auch noch dann, wenn man einen der beiden Laser abschaltet.

Und das Schöne daran ist. Man braucht keine neue Theorie!

Nein, die SRT unterscheidet sich von der klassischen Physik nur darin, dass sie das Trennwandpostulat aufgibt, also den relativistischen Dopplereffekt raumzeitlich betrachtet, so wie ich das hier getan habe.

Bild

Also, reißt endlich die Mauer in euren Köpfen nieder!
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Re: Die unsinnigen Postulate der "SRT-Kritik"

Beitragvon Ernst » Di 3. Feb 2015, 10:21

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Lunar Laser Ranging Test of the Invariance of c hat geschrieben:
This is a first-order violation of local Lorentz invariance; the speed of light seems to depend on the motion of the observer after all, as in classical wave theory, and implies that a preferred reference frame exists for the propagation of light.

Das ist natürlich Unsinn, denn die Laufzeitmessung der Laser-Impulse ist eine Zweiwegmessung und kann daher bestenfalls eine Verletzung der Lorentz-Invarianz 2. Ordnung nachweisen. Und in der Tat ist Gl. 3 in der zitierten Veröffentlichung
2D/(T-ΔT)=c+v0 (3)
falsch, denn es muss heißen
2D/(T-ΔT)=c(1-v0²/c²)

Da verwechselst du alles.

Eine Zweiwegmessung wäre es bei fehlender Relativbewegung und Messung einer Bezugsystembewegung (etwa MM).

Bei einer Relativbewegung Sender-Empfänger ergibt sich für die relative Laufzeitveränderung eine lineare Abhängigkeit. Jeder Polizei-Laser arbeitet nach dieser Methode. :!:

Und schließlich nebenbei; wäre ihr Meßwert zweiter Ordnung, dann wäre die zugehörende Linearität noch um ein vielfaches größer.

Original NASA Bericht:
http://arxiv.org/ftp/arxiv/papers/0912/0912.3934.pdf
.
.
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Re: Die unsinnigen Postulate der "SRT-Kritik"

Beitragvon Ernst » Di 3. Feb 2015, 10:25

julian apostata hat geschrieben:Also, reißt endlich die Mauer in euren Köpfen nieder!

Und du beginne, einfach zu denken und nicht zu glauben.
Mit solchen gesteilten Experimenten kannst du alles und nichts beweisen. Sogar das Gegenteil.

Bleib bei klassischer Messung der LG, wie etwa Lunar Ranging. Was solls da noch mit der "Invarianz". Die LT hat sich allein damit erledigt.

Zur Wissenserlangungshilfe:

http://www.k1man.com/f81.pdf
.
.
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Re: Die unsinnigen Postulate der "SRT-Kritik"

Beitragvon Kurt » Di 3. Feb 2015, 10:29

julian apostata hat geschrieben:Mal angenommen, man wäre beim Licht


Wir sind beim Licht und du hast noch kein Wörtlein zu dem fallen gelassen was ich dich gefragt habe.
Was soll die Rumtrickserei?

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Re: Die unsinnigen Postulate der "SRT-Kritik"

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Di 3. Feb 2015, 11:09

Ernst hat geschrieben:
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Lunar Laser Ranging Test of the Invariance of c hat geschrieben:
This is a first-order violation of local Lorentz invariance; the speed of light seems to depend on the motion of the observer after all, as in classical wave theory, and implies that a preferred reference frame exists for the propagation of light.

Das ist natürlich Unsinn, denn die Laufzeitmessung der Laser-Impulse ist eine Zweiwegmessung und kann daher bestenfalls eine Verletzung der Lorentz-Invarianz 2. Ordnung nachweisen. Und in der Tat ist Gl. 3 in der zitierten Veröffentlichung
2D/(T-ΔT)=c+v0 (3)
falsch, denn es muss heißen
2D/(T-ΔT)=c(1-v0²/c²)

Da verwechselst du alles.

Ich verwechsle gar nichts.

Ernst hat geschrieben:Bei einer Relativbewegung Sender-Empfänger ergibt sich für die relative Laufzeitveränderung eine lineare Abhängigkeit.

Beim Lunar Laser Ranging sind Sender und Empfänger am selben Ort und haben daher keine Relativbewegung zueinander. Wäre die Lorentz-Invarianz verletzt, hätte das Licht am Hinweg die Geschwindigkeit c-v0 und am Rückweg c+v0. Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist dann wie bekannt der harmonische Mittelwert.

Ernst hat geschrieben:Jeder Polizei-Laser arbeitet nach dieser Methode. :!:

Sicher, aber der setzt voraus, dass c=const. ist und misst entweder den Dopplereffekt oder den Laufzeitunterschied zwischen zwei aufeinanderfolgenden Messungen (was auch nichts Anderes ist).

Ernst hat geschrieben:Und schließlich nebenbei; wäre ihr Meßwert zweiter Ordnung, dann wäre die zugehörende Linearität noch um ein vielfaches größer.

Das stimmt, aber deshalb ist die Veröffentlichung trotzdem Unsinn.

Ernst hat geschrieben:Original NASA Bericht:
http://arxiv.org/ftp/arxiv/papers/0912/0912.3934.pdf
.
.

Offenbar hast du meinen Beitrag nicht gelesen, denn den Link habe ich schon dort angegeben. Außerdem ist das nicht der „Original NASA Bericht“, sondern eine arXiv-Veröffentlichung, für eine spätere Publikation in Il Nuovo Cimento gedacht. Dort ist der Artikel aber nie erschienen.
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Re: Die unsinnigen Postulate der "SRT-Kritik"

Beitragvon fallili » Di 3. Feb 2015, 11:42

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:.....
Beim Lunar Laser Ranging sind Sender und Empfänger am selben Ort und haben daher keine Relativbewegung zueinander. Wäre die Lorentz-Invarianz verletzt, hätte das Licht am Hinweg die Geschwindigkeit c-v0 und am Rückweg c+v0. Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist dann wie bekannt der harmonische Mittelwert.

Dass Sender und Empfänger am "selben" Ort sind bezweifle ich auch.
Der Ablauf ist ja - Laserstrahl vom Sender zum Mond - Reflektion zurück zum Empfänger.
Das Ganze dauert etwas über 6 Sekunden. Die Bewegung des Mondes kann man vernachlässigen.
Und wenn Sender/Empfänger direkt senkrecht zum Mond "stehen" könnte man auch die Rotationsbewegung der Erde vernachlässigen.

Aber wenn Sender/Empfänger von der Senkrechten zum Mond genügend entfernt sind, dann bewirkt die Erdrotation in diesen 6 Sekunden schon eine deutlich merkbare Entfernungsänderung.
Es gibt auch eine Grafik im Artikel die das schön aufzeigt (die ich nun aber nicht herkopiere).
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Re: Die unsinnigen Postulate der "SRT-Kritik"

Beitragvon Ernst » Di 3. Feb 2015, 12:33

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Bei einer Relativbewegung Sender-Empfänger ergibt sich für die relative Laufzeitveränderung eine lineare Abhängigkeit.

Beim Lunar Laser Ranging sind Sender und Empfänger am selben Ort und haben daher keine Relativbewegung zueinander. Wäre die Lorentz-Invarianz verletzt, hätte das Licht am Hinweg die Geschwindigkeit c-v0 und am Rückweg c+v0. Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist dann wie bekannt der harmonische Mittelwert.

Infolge der Erdrotation sind Sende- und Reflexionspunkt mit 200m/s gegeneinander bewegt. Und um genau diese Relativbewegung verändert sich die gemessenen Lichtgeschwindigkeit. Was aber auch für ein Zufall.

Ernst hat geschrieben:Und schließlich nebenbei; wäre ihr Meßwert zweiter Ordnung, dann wäre die zugehörende Linearität noch um ein vielfaches größer.

Das stimmt, aber deshalb ist die Veröffentlichung trotzdem Unsinn.

Ein "wirklich gutes" Argument.
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Zuletzt geändert von Ernst am Di 3. Feb 2015, 13:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die unsinnigen Postulate der "SRT-Kritik"

Beitragvon julian apostata » Di 3. Feb 2015, 12:47

Spacerat hat geschrieben:Und nochmal... wenn dein Ion in Ruhe mit 546Hz schwingt, wer sagt dir, dass es in Bewegung noch genauso schwingt? Bedenke, dass die Zeit für das Teil lt. SRT langsamer läuft und Wellenlängen kontrahiert sind, was sich natürlich so äussert, dass es für Relativisten immer noch mit 546Hz schwingt, es für die klassische Physik aber bedeutet, dass die Frequenz deutlich niedriger ist (514Hz). Alles nicht so einfach was?


Halten wir die Sache noch mal fest. Das Ion wird angeregt, wenn es 546 Thz empfängt (zumindest in Ruhe).

Jetzt wird ein Experiment arrangiert, wo laut SRT das Ion genau diese 546 Thz empfängt.

Laut der Theorie der klassischen Physik sollte das Ion aber bei den arrangierten Bedingungen 514 Thz empfangen.

Also müssen wohl nichtrelativische Effekte dafür sorgen, dass das Ion seine Anregungsfrequenz von 546Thz im Ruhezustand auf 514Thz bei v=0.34*c absenkt.

Denn ein Hauptargument der SRT-Kritik lautet ja schließlich

nichtrelativistische Effekte sorgen immer für relativistische Messergebnisse
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Re: Die unsinnigen Postulate der "SRT-Kritik"

Beitragvon fallili » Di 3. Feb 2015, 13:44

@Ernst
Was sie wirklich gemessen und was sie gerechnet haben hab ich noch nicht so genau verstanden.
Aber es ist ein interessanter Beitrag, wenn das mit den 200 m/s wirklich stimmt.

Allerdings wär es noch schöner, wenn sie je nach Position der Sender/Empfängereinheit unterschiedliche Änderungen erkennen könnten. Die 200 m/s gelten ja für eine bestimmte Position der Sender/Empfängereinheit. Wenn Sender/Empfänger exakt in Richtung Mond stehen müssten es so um die 0 m/s sein und dazwischen müsste es entsprechende Zwischenwerte geben.

Aber, wie gesagt - so genau hab ich es nicht verstanden und muss mich schlauer machen, was die einzelnen Messwerte wirklich aussagen.
Das ist ja auch schon alles einige Jahre alt und wenn wirklich was dran wäre - Verschwörung der "Relativisten" hin oder her - hätte es meiner Meinung nach schon mehr Wellen geschlagen - und, wie gesagt, man hätte sicher schon versucht auch bei anderen Relativgeschwindigkeiten Messwerte zu finden.
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