<<<<<Na ja - dass die Grundannahme der Invarianz falsch ist seh ich nicht.>>>>
Ich eigentlich auch nicht. Zu dem Weiterleitungsmedium ist die LG wirklich invariant, nicht aber zu unterschiedlich bewegten Beobachtern.
<<<<Na ja - da könnt ich Dir beinahe zustimmen.
Die Frage ist halt was Licht wirklich ist?>>>>
Wenn ich mit Kollegen diskutiere, bemühe ich mich, hinter den Worten auch den Menschen zu sehen. Hinter deinen Worten sehe ich einen sehr gut geschulten, intelligenten Menschen, mit dem es sich zu diskutieren lohnt. Du wirst auch nicht unbedingt einen Vordenker aus dem vorigen Jahrhundert brauchen.
Zur Frage, was ist Licht möchte ich zuerst auf die Schallwelle verweisen:
Wir leben in einem Meer aus Gasmolekülen, die mit ihren Elektronenwolken sich gegenseitig auf Abstand halten. Wenn eine Membran einen Anstoß macht, wird das Molekül verformt und gibt seine Verformung weiter, selbst nimmt es wieder die ursprüngliche Form ein und bleibt auch auf seinem Platz stehen.
Wasserwelle: die Wassermoleküle berühren sich auch mit ihren Molekülwolken, sind aber nicht komprimierbar. Bei Anstoß durch eine hydraulische Wand werden sie gehoben und kehren dann nach einer Kreisbewegung an ihren Platz zurück. Der Impuls wird an das Nachbarmolekül weitergereicht. Zu sehen ist nur die zweidimensionale Oberflächenwelle.
Lichtwelle: Ich nehme zur besseren Vorstellung gerne einen Dipol:
Das ganze Universum ist von Materieteilchen ausgefüllt, mehr und weniger, von Milliarden bis zu wenigen Hundert Molekülen pro Kubikzentimeter. Nicht zu vergessen Grundbausteine wie Elektronen oder Protonen .
Diese Teilchen halten sich über ihre elektromagnetischen Felder (Wirkungsradius) auf Abstand.
Wenn ich an den Dipol eine Spannung anlege, werden diese Felder schichtweise in Rotation versetzt, bei Polumkehr in die andere Richtung. Diese Rotation wird weitergereicht. Das Teilchen selbst bleibt an seinem Platz. So entsteht der Eindruck einer Welle. Am Ende der Kette ist wieder ein rotierendes Materiefeld, nur nicht das ursprüngliche. Das resultierende Materiefeld kann sogar als einzelnes "Photon" detektiert werden.
Ist natürlich viel zu einfach, aber irgendwo soll man anfangen.
Einstein reagierte nur konsequent auf Messergebnisse.
Wenn man keine Geschwindigkeitsunterschiede findet, kann man, wenn man mutig genug ist, auch eine Invarianz postulieren
Einstein war mutig genug, ein Querdenker zu sein. Wenn sich nachträglich herausstellt, dass ein Querdenker einen Fehler gemacht hat, soll man ihm das nicht verübeln. Damals hat man noch sehr viel nicht gefunden.
Hannes
