Gluon hat geschrieben:Die Beobachter können sich ja nicht aussuchen, wann und wo die Blitze einschlagen.
Du wirst doch nicht behaupten wollen,dass man ein Experiment nicht so aufbauen könnte, dass Lichtblitze so gleichzeitig ausgelöst werden können, dass sie jedem der Beobachter als gleichzeitig erscheinen - eben durch ausgeklügelte Konstruktionen. Man kann auch in jedem der Systeme Lampen haben, die gleichzeitig aufblitzen. Die Entscheidung, welches nun als ruhend anzusehen ist, trifft der Experimentator, wie Du ja selbst schreibst.
Gluon hat geschrieben: In welchem Inertialsystem zwei Ereignisse gleichzeitig sind, bestimmt bei einem Gedankenexperiment derjenige, der sich das Experiment ausdenkt.
Eben. Wenn er mal für die Gleichzeitigkeit der Blitze gesorgt hat, liegt noch nicht von vornherein fest, in welchem der IS diese Gleichzeitigkeit gilt. Das kann frei gewählt werden. Und genau das ist das Problem! Weil die Entscheidung des Experimentators über das Ergebnis, das Detektoren zeigen müssten, entscheidet. Wie teilt er das den Detektoren mit?
Ernst hat geschrieben:Das geht nach SRT schon nicht. Daß beide Blitze in beide Systeme gleichzeitig einschlagen, ist ala SRT unmöglich. Schlagen die Blitze gleichzeitig in S ein, so schlagen sie a priori in S' ungleichzeitig ein.
2 Blitze können natürlich in 2 Systeme gleichzeitig einschlagen. Und es liegt keinesfalls a priori fest, in welchem IS nun die Gleichzeitigkeit gilt. Das ist eben in diesem Fall wählbar. Das ist ja das Problem an der Sache. Man kann doch die Frage nicht einfach dadurch beantworten, indem man diese Möglichkeit und das Problem leugnet! Wieso soll man denn 2 Inertialsysteme nicht so konstruieren können, dass in ihnen , an ihnen oder außerhalb 2 Lichter gleichzeiitg aufblitzen? Natürlich geht das alles. Was dann gleichzeitig ist und was nicht, entscheidet doch die Wahl des Systems, von dem aus beschrieben wird. Und diese erste Wahl ist frei.
Das ist das Problem bei Fragen dieser Art. Ergibt sich eine unbequeme Antwort, ist es das Einfachste, die Frage nicht zu verstehen!
Grüße
Harald Maurer