Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Harald Maurer » Mi 24. Apr 2013, 19:59

Ralf Maeder hat geschrieben:1. Die SRT sagt fuer den bewegten Beobachter voraus, dass die beiden Blitze von ihm zeitversetzt wahrgenommen werden.

Das ist falsch! Die Blitze (die gleichzeitig im ruhenden IS sind), erfolgen im bewegten IS ungleichzeitig (weil sie in unterschiedliche Orte einschlagen)! Wahrnehmen kann der bewegte Beobachter sie aber erst, wenn ihn das Licht der Blitze erreicht! Da er dem früheren Blitz davon fährt, dem späteren Blitz aber entgegen, erreichen ihn die beiden Lichtinformationen gleichzeitig (da sie dadurch am gleichen Ort eintreffen)! Ereignisse, die in einem IS am selben Ort gleichzeitig sind, sind daher auch im bewegten IS gleichzeitig, wenn sie an ein und demselben Ort stattfinden. Das ist auch zu erwarten, denn andernfalls würden die Ereignisse verändert sein - und das darf eine Transformation nicht verursachen! Jeder Beobachter (jeweils in der Mitte seines Bezugssystems positioniert) wird daher die Blitze gleichzeitig wahrnehmen (und genau das erfüllt das Postulat)! Längenkontraktion und Zeitdilatation sorgen dafür, dass die Lichtgeschwindigkeit in jedem IS sich mit c ergibt!
Also: Das Licht der Blitze wird zwar für den bewegten Beobachter ungleichzeitig abgesendet, aber es erreicht ihn gleichzeitig (aufgrund seiner Bewegung).

Grüße
Harald Maurer
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Re: Selbstdiagnose

Beitragvon Kurt » Mi 24. Apr 2013, 20:06

Ralf Maeder hat geschrieben:Kann man sagen, dass die Verspaetung, die der linke Blitz durch die Zeitverlangsamung hat, verursacht, dass sich der bewegende Beobachter waehrenddessen weiterbewegt hat und ihn deshalb nicht genau im Zentrum des Zuges erreicht?


Kan man nicht, und zwar deswegen weil die Grundlage die du ansetzt nicht existiert.
Es existiert keine Zeitverlangsamung weil -die Zeit- nicht existiert.

Licht, und das ist für jeden leicht erkennbar, folgt einem Bezug, nicht Postulaten.

Die Signale der beiden Vorgänge breiten sich aus, da sich das an quasi einem Ort, dem Bahnhof, ereignet kann davon ausgegangen werden dass sie sich gleich ausbreiten, also identisch -schnell- gleichlange Strecken, in jeder Richtung, überwinden.

Somit ist von vorneherein festgelegt wo sie sich treffen. Wenn da in diesem Moment jemand steht dann sieht er dass das gleichzeitig passiert, steht er nicht an diesem Ort dann sieht er dass sie ungleichzeitiug bei ihm ankommen.
Es ist also vollkommen egal wie derjenige der genau passend steht, sich vorher verhalten hat oder was er angenommen hat oder was andere behaupten richtig zu sein.

All die Überlegungen und "Postulate" die da was anderes reininterpretieren, irgendeine Abhängigkeit oder sonstwas behaupten, haben eine falche Vorstellung von den Ereignissen die ablaufen.
Gehören also weg weil sie eindeutig- und nachweisbar falsch sind, so einfach ist das.

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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ralf Maeder » Mi 24. Apr 2013, 20:43

Danke Harald, ich denke ich muss mich erst mal wieder ans "Reissbrett" setzen und das ganze verdauen, denn ich scheine mich im Kreis zu drehen. Die Informationen, die ich hier von anderen bekommen habe, gehen zum Teil in entgegengesetzte Richtungen - eine ueberraschende und frustrierende Situation. Du hast natuerlich schon von Beginn an erklaert, dass die beiden Blitze gleichzeitig wahrgenommen werden. Nur kam jetzt von dir der Zusatz, dass Zeitdilatation und Laengenkontraktion sehr wohl daran beteiligt seien. Das ist fuer erst mal starker Tobak. Ich werde mal ein weilchen darueber nachdenken muessen.

Kurt, danke fuer deinen Input. Dennoch moechte ich die SRT nicht so schnell aufgeben und werde weiter danach trachten, ihr einen Sinn zu geben. Es ist allerdings moeglich, dass sie in sich konsistent ist, ihr Aussagen aber nichts mit der Realitaet zu tun haben. Es ist wohl eine Frage bis zu welchem Punkt man erlaubt sein bisheriges Weltbild aufzugeben zugunsten einer Mathematik, die in sich schluessig ist (sei), in die man aber die Aussagen ueber unsere Realitaet hineininterpretieren muss.

Gruss Ralf.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Kurt » Mi 24. Apr 2013, 21:33

Ralf Maeder hat geschrieben:
Kurt, danke fuer deinen Input. Dennoch moechte ich die SRT nicht so schnell aufgeben und werde weiter danach trachten, ihr einen Sinn zu geben. Es ist allerdings moeglich, dass sie in sich konsistent ist, ihr Aussagen aber nichts mit der Realitaet zu tun haben. Es ist wohl eine Frage bis zu welchem Punkt man erlaubt sein bisheriges Weltbild aufzugeben zugunsten einer Mathematik, die in sich schluessig ist (sei), in die man aber die Aussagen ueber unsere Realitaet hineininterpretieren muss.


Ralf, ich gehe davon aus dass sie in sich konsistent ist, das ist nicht die Frage.
Ich gehe auch davon aus dass ihre "Erfinder" sich bewusst waren dass es nur eine Theorie ist die einfach der Vereinfachung dient.

Solange diese Theorie auf der Erde angewandt wird bringt sie brauchbare, vereinfachte Ergebnisse hervor.

Diese Zeit ist aber vorbei, heutzutage genügt es eben nicht mehr die Vereinfachungsannahmen (Postulate der RT) zu verwenden um die Natur zu händeln, sondern das Händeln der Natur zu verstehen und zu akzeptieren.

Kurt
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ralf Maeder » Mi 24. Apr 2013, 21:52

Kurt, ich wuenschte mir auch, dass nach ueber 100 Jahren SRT und dann ART die Wissenschaft endlich mal einen Blick hinter die Kulissen der Natur schaffte und nicht nur auf Formeln und Lorentz-Transformationen rumreite. Wir befinden uns in einer Epoche, wo irgendetwas am Fortschritt in der Physik hakt, siehe ART und Quantenphysik sind unvereinbar miteinander. Etwas aehnliches passierte mit Newtons Theorie, die sich so glaube ich 200 Jahre hat behaupten koennen, bis sie von der SRT und ART abgeloest wurde.

Insofern denke ich nicht, dass die SRT und ART in irgendeiner Weise der Weisheit letzter Schluss sind. Warum wir (ein rein rhetorisches "wir": Wissenschaft, Forschung) nicht weiterkommen, das ist eine gute Frage, ueber die man sicherlich in vielerlei Weise spekulieren kann.

Gruss Ralf.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Kurt » Mi 24. Apr 2013, 22:19

Ralf Maeder hat geschrieben:Kurt, ich wuenschte mir auch, dass nach ueber 100 Jahren SRT und dann ART die Wissenschaft endlich mal einen Blick hinter die Kulissen der Natur schaffte und nicht nur auf Formeln und Lorentz-Transformationen rumreite. Wir befinden uns in einer Epoche, wo irgendetwas am Fortschritt in der Physik hakt, siehe ART und Quantenphysik sind unvereinbar miteinander. Etwas aehnliches passierte mit Newtons Theorie, die sich so glaube ich 200 Jahre hat behaupten koennen, bis sie von der SRT und ART abgeloest wurde.

Insofern denke ich nicht, dass die SRT und ART in irgendeiner Weise der Weisheit letzter Schluss sind. Warum wir (ein rein rhetorisches "wir": Wissenschaft, Forschung) nicht weiterkommen, das ist eine gute Frage, ueber die man sicherlich in vielerlei Weise spekulieren kann.


Ralf, über das was wir hier, in der "Nach-RT-Zeit", reden und spekulieren, wird man in der "Nach_der_unseren_Zeit", nur leise schmunzeln.
Das ist so, das ist gut so!!

Ich finde: wir sollten vorwärts schauen, verstehen was "die damals", und darunter fällt die RT und das was vorher war, sich so vorgestellt hatten, und bei dem dabeisein was als nächstes kommt.
Nicht denen "zeigen" wie falsch sie liegen (eigentlich schade um die -Energie-), sondern aktiv -dabeisein- an dem was sich gerade etabliert.

Das ist es wert aktiv zu sein, sonst nichts!
Ich wünsche dir viel Erfolg beim Versuch die RT zu verstehen/einzuordnen (die Beweggründe für ihr Auftauchen zu verstehen), noch mehr bei dem Versuch die Natur zu verstehen!!


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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon julian apostata » Fr 26. Apr 2013, 11:32

Chief hat geschrieben:Formel (II)

Bild

Wenn man genau hinschaut, sieht man sofort, dass die Formel keine Verkürzung sondern eine Verlängerung der x'-Achse bedeutet.


Und aus dem Grund lohnt es sich auch gar nicht, mit “Kritikern” zu diskutieren, die mit einfachster Mathematik nicht zurecht kommen.

Weil bei Formel (II) aus x=300 Meter x’=375 Meter werden, geht der “naive Kritker” von einer Verlängerung aus. Dabei werden lediglich die 375 Meter beim Gegenüber mit 300 Metern gemessen, also verkürzt wahr genommen.

Bild

Tatsächlich lassen sich auch magnetische Phänomene auf diese Längenkontraktion zurückführen, wenn beispielsweise in einem stromdurchflossenen Leiter der Abstand zwischen positiven Ionen kürzer wahrgenommen wird, als der Abstand zwischen Leiterelektronen, wie es zum Beispiel hier beschrieben wird.

http://www.physik.uni-wuerzburg.de/einfuehrung/SS06/21%20Elektromagnetismus%20und%20Relativitaet.pdf

Zu dem Thema werd ich bis zum Wochenende eine kleine Grafik beisteuern und eine unabhängige Rechnung vorführen, die aber zum selben Ergebnis führt, wie die von Uni Würzburg.

Über die Längenkontraktion lässt sich nämlich folgende Gleichung abzuleiten:

(Elektrische Feldkonstante)*(Magnetische Feldkonstante)*c²=1
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ralf Maeder » Di 30. Apr 2013, 01:56

Ich bin immer noch dabei, Sinn in die Sachlage zu bringen. Dabei schiele ich jeden Tag mal hier ins Forum in der Hoffnung, dass da irgendetwas Hilfreiches von den Vertretern (gerade muss ich ueber dieses Wort schmunzeln, hat es doch einen negativen Anstrich, denn ein Vertreter geht einem auf die Nerven, will seinen Willen dem anderen aufzwingen, will ueber den Tisch ziehen, macht eine Riesenshow, etc... Das soll aber nichts anderes als ein kleines Wortspiel sein, bitte nicht uebelnehmen.) der SRT kommt.

Aber es scheint so, dass man als Anfaenger ziemlich alleingelassen wird. So stellt sich ziemlich schnell die Schiene auf Kritiker, ob das Absicht ist von den RTlern? Wollen die unter sich bleiben? Aus welchem Grund? Man ist so quasi gezwungen, sich ausfuehrlich in alle Richtungen zu erkundigen und wenn man anfaengt zu stochern, dann kommen immer mehr Zweifel zum Vorschein. Ist das eine normale Phase beim Vertrautmachen mit der SRT oder muss ich mir Sorgen machen, dass ich nicht objektiv bin... oder zu sehr objektiv?

Schade drum.

Gruss Ralf.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon M.S » Di 30. Apr 2013, 09:20

Ralf Maeder hat geschrieben:....
Man ist so quasi gezwungen, sich ausfuehrlich in alle Richtungen zu erkundigen und wenn man anfaengt zu stochern, dann kommen immer mehr Zweifel zum Vorschein. Ist das eine normale Phase beim Vertrautmachen mit der SRT oder muss ich mir Sorgen machen, dass ich nicht objektiv bin... oder zu sehr objektiv?
Schade drum.


Wenn du nur eine Sicht der Dinge zulässt, kannst du nicht objektiv sein.

Wenn du wirklich an der Sache interessiert bist, warum tust du nicht folgendes:

1. Lies eine der vielen im Web verfügbaren Publikationen für Anfänger
2. Melde dich in einem Forum an, wo sie dir bei Fragen über die RT (aus der Sicht der RT) wirklich weiterhelfen können (quasi ein Pro-SRT Forum)
3. Vergleiche die Antworten mit den Antworten, die du hier bekommst

Dann hast du genügend Informationen um klarer zu sehen. (Als zusätzlichen Bonus wirst du auch einen Unterschied zwischen dem hier vorherschenden Diskussionsstil und einem etwas angenehmeren,sachlicheren Stil feststellen).
M.S
 
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Hannes » Di 30. Apr 2013, 10:34

M.S hat geschrieben:Dann hast du genügend Informationen um klarer zu sehen. (Als zusätzlichen Bonus wirst du auch einen Unterschied zwischen dem hier vorherschenden Diskussionsstil und einem etwas angenehmeren,sachlicheren Stil feststellen).

Hast du schon im AC mitdiskutiert ? Ja, wenn du keine Frage gegen die SRT hast,dann wird man dich einigermaßen angenehm behandeln. Aber nur dann.....!
Bei der geringsten Contra-Frage bist du schon der Pennäler und der Nichtlernenwollende. Immer heißt es: Das hast du nicht verstanden.Lern doch was!
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