Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon HD116657 » Mi 27. Feb 2013, 17:26

Chief hat geschrieben:
HD116657 hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:Du lügen! :mrgreen:

Du zeigen 8-)

Ich nix Polizei!

Du auch nix Physik! :lol:
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 27. Feb 2013, 19:27

Lübecker hat geschrieben:
Hier sind zwei Dinge nicht zu verwechseln oder zu vermischen:

1. Die Zeitsynchronisation mit GPS

Bei den Strecken und den Laufzeiten macht sich der Sagnac-Effekt der Erdrotation bemerkbar, darum wird er berücksichtigt. Der Sagnac-Effekt durch die Umlaufbahn der Erde um die Sonne ist hingegen auch hier zu klein um sich bemerkbar zu machen.

2. Die Geschwindigkeitsmessung der Neutrinos

Hier wird einfach die Flugzeit in Relation zur Flugstrecke gesetzt. Es gibt keine Berechnung der Lichtgeschwindigkeit, das Experiment dient alleine dazu, die Geschwindigkeit der Neutrinos zu bestimmen und nicht festzustellen, ob die Lichtgeschwindigkeit nicht konstant ist.


Weder beim GPS noch bei dem Neutrinos-Experiment wird die Lichtgeschwindigkeit gemessen, sondern mit einem festgesetzten Wert vorausgesetzt. Du bringst einiges durcheinander.

Es geht beim Neutrino-Experiment die ganze Zeit nicht um die Messung der Lichtgeschwindigkeit, sondern um die Synchronisation der Uhren mit dem Licht. Du bringst einiges durcheinander.


Lübecker hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Es gab Unklarheiten für die Synchronisationsmethode der Uhren:

2) oder ob entsprechend den Messungen von Michelson und Gale (1925) in Übereinstimmung mit dem Sagnac-Effekt, aber im Widerspruch zur Speziellen Relativitätstheorie, angenommen wurde, dass die Ausbreitungs-Geschwindigkeit des Lichts auf der Erde c ± v beträgt, je nachdem ob sich das Licht in West- oder in Ostrichtung ausbreitet.


Die Aussage beinhaltet schon eine falsche Annahme, der Sagnac-Effekt steht nicht im Widerspruch zur SRT:


Aber sicher doch steht der Sagnac-Effekt im Widerspruch zur SRT, und zwar grundlegend: Einstein geht bei der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts auf der Erde von einer Invarianz von c in allen Richtungen und relativ zu allen Beobachtern, unabhängig von ihren Geschwindigkeiten. c+v ist in der SRT völlig ausgeschlossen. Ist so.

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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon HD116657 » Mi 27. Feb 2013, 19:33

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Weder beim GPS noch bei dem Neutrinos-Experiment wird die Lichtgeschwindigkeit gemessen, sondern mit einem festgesetzten Wert vorausgesetzt. Du bringst einiges durcheinander.

die Schallplatte mit dem "festgesezten" Wert solltest wechseln, wird langweilig

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Es geht beim Neutrino-Experiment die ganze Zeit nicht um die Messung der Lichtgeschwindigkeit, sondern um die Synchronisation der Uhren mit dem Licht. Du bringst einiges durcheinander.

hat auch niemand bezweifelt, dh nicht "bringst einiges durcheinander"

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Aber sicher doch steht der Sagnac-Effekt im Widerspruch zur SRT, und zwar grundlegend: Einstein geht bei der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts auf der Erde von einer Invarianz von c in allen Richtungen und relativ zu allen Beobachtern, unabhängig von ihren Geschwindigkeiten. c+v ist in der SRT völlig ausgeschlossen. Ist so.

Inertialsystem... - weißt Du was ist?
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 27. Feb 2013, 20:12

Lübecker hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Für den Präsidenten der PTB wird also die Synchronisation der Uhren so vorgenommen:

1) Man programmiert erst einmal in der Software c=const als relevanter Effekt der RT, um die notwendige "hohe Präzision" der Messung zu erreichen.

2) Man "korrigiert" diesen relevanten Effekt der RT c=const in der Software selbstverständlich durch den Sagnac-Effekt c+v (Zitat: "Korrektur der relativistischen Effekte").

Mehr weiß der Präsident der PTB nicht.

Er weiß nur, dass als Ergebnis der mathematischen Berechnung (c=const korrigiert durch c+v) als offizielles Ergebnis der Messung c=const rauskommt. Logisch, oder? Uff, die Welt ist wieder in Ordnung.


Auch wenn die Aussage: „Korrektur der relativistischen Effekte“, mehr als unglücklich gewählt ist, ändert es nichts an den Tatsachen. Wie die Uhren synchronisiert werden, ist auf der Seite der PTB nachzulesen:

http://www.ptb.de/cms/fachabteilungen/a ... eiche.html


Mich tangiert es nicht, ob der Präsident der PTB die aus Deiner Sicht "mehr als unglücklich" gewählte Aussage "Korrektur der relativistischen Effekte (Sagnac)" benutzt hat - ich lasse meinen Mitmenschen ihre Gedanken ausdrücken, wie sie sie eben ausdrücken - sondern mich interessiert nur zu wissen, ob die Uhren tatsächlich gemäß Einstein mit c=const oder gemäß Sagnac mit c+v synchronisiert wurden. Beide zusammen geht nicht, das steht fest, das erkennt sogar jeder 10-Klässler. Das mathematische Kunststück, das hier vollzogen wird damit c=const nach Korrektur mit c+v rauskommt, kenne ich nicht und muss ihn auch nicht kennen. Das kennt der Präsident der PTB als Profi allerdings auch nicht, aber das scheint ihm nicht zu stören, er akzeptiert offensichtlicht die Vorstellung c = c + v, wie Chief es wie so oft prägnant ausgedrückt hat. Ich akzeptiere sie nicht, zumindest solange unsere gute, alte Erde rotiert - das ist schon eine ganze Weile her und wahrscheinlich auch noch eine ganze Weile. :)

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon HD116657 » Mi 27. Feb 2013, 20:46

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Beide zusammen geht nicht, das steht fest, das erkennt sogar jeder 10-Klässler.

Du also nur 9.Klasse gemacht ;)
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 28. Feb 2013, 07:32

Lübecker hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Dann würdest Du mehr wissen als zum Beispiel der Präsident der PTB selbst, der keine blaße Ahnung über die angewandte Software hat und lediglich davon ausgeht, dass sowohl der Einstein-Effekt als auch der Sagnac-Effekt berücksichtigt wurden.

Was der Präsident der PTB weiß oder nicht, spielt in der Physik keine Rolle, die Ergebnisse von Messungen sind entscheidend.


Tatsache ist jedoch, dass der Präsident der PTB im Juli 2012 nicht genau wusste, wie die Uhren bei dem Neutrino-Experiment synchronisiert wurden:

Zitat PTB 20.07.2012: http://www.kritik-relativitaetstheorie. ... esanstalt/

In diesem Kalibrierreport finden Sie das Wort Sagnac-Effekt nicht. [...] Im Annex II, Punkt iii-4 wird der Sagnac-Effekt erwähnt. [...] Wir haben es nie in Frage gestellt, dass sowohl der Hersteller unseres Empfängers als auch der Autor der R2CGGTTS-Software, die vom BIPM gepflegt und verteilt wird, den Sagnac-Effekt korrekt einrechnen. [...] Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihnen über den inneren Aufbau fremder Software einfach deshalb keine weitere Auskunft geben können, weil wir selber ja auch nicht mehr wissen.


Befremdlich anmutend ist auch seine Aussage, dass er davon blind ausgeht, dass der Sagnac-Effekt als Korrektur des Einstein-Effekts korrekt eingerechnet wurde, weil „alle Ergebnisse konsistent zusammenpassen“:

Zitat PTB 20.07.2012:

Wie gesagt, weil alle Ergebnisse konsistent zusammenpassen, haben wir keinen Grund zur Annahme, dass die Software des BIPM einen Fehler bei der Korrektur der relativistischen Effekte (Sagnac) enthalten könnte.


Welche Ergebnisse passen denn konsistent zusammen??? Dass c=const gilt oder dass c+v gilt???

Die offiziell veröffentlichten Ergebnisse der Messung in den Medien sind allerdings, dass c=const gilt und dass die SRT nicht widerlegt wurde, Einstein hat wieder ein Mal Recht gehabt.

Das sieht aber so aus: Der Präsident der PTB wußte zwar im Juli 2012 nicht genau, wie die Uhren synchronisiert wurden, aber dadurch, dass die Ergebnisse 2012 als konsistent mit der SRT offiziell angekündigt wurden, hat er keinen Grund zu der Annahme, dass es Fehler in den Berechnungen gab. Was ist das denn für eine wissenschaftliche Einstellung? Sind für ihn Meßergebnisse nur dann automatisch als Wunschvorstellung fehlerfrei, wenn sie mit der SRT als konsistent erklärt werden? Der Präsident der PTB erwartete wohl bei diesem Experiment Ergebnisse, die konsistent mit der SRT sind, sie sind als konsistent erklärt wurden, also es können keine Fehler in den Berechnungen enthalten sein, obwohl er diese Berechnungen selbst nicht kennt. Was ist das denn für eine wissenschaftliche Einstellung auf allerhöchstem fachlichem Niveau?? :?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon HD116657 » Do 28. Feb 2013, 12:36

Jocelyne Lopez hat geschrieben:...

da waren wir doch schon......

Du keine blaße Ahnung von Industrie....... - Insiderwissen von Zulieferanten wegen Konkurrentgründen nicht an Kunde gesagt... - Produkt wird geprüft und Präsident der PTB hat gesagt, daß Geräte korrekt messen in Toleranzbereich..... - übrigens genauer als wenn klassische Physik verwenden. Was soll Dein Hetzjagd?
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 28. Feb 2013, 13:51

.
Im Kontext unserer Diskussion mache ich auf den heutigen Blog-Eintrag im Blog "Kritische Stimmen zur Relativitätstheorie" aufmerksam:

Bemerkenswerte Studie von 1996 über Relativitätstheorien im GPS-System

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 11. Mär 2013, 13:45

Hallo zusammen,

Ich verweise auf meinen Blog Eintrag vom 2. März 2013, wo ich die relevanten Austausche aus diesem Thread über die Ergebnisse des Neutrinoexperiments zusammengestellt habe:

Neutrino-Experiment: Der Präsident der PTB hat keine blaße Ahnung, wie die Uhren synchronisiert wurden

Wie der Titel der Zusammenfassung schon sagt, weiß die höchste Fachebene in Deutschland nicht, wie die Uhren synchonisiert wurden und welche mathematische Berechnungen dazu geführt haben, dass man offiziell die SRT durch diese Messung als bestätigt erklärt hat (nachdem der vermeintlich defekte Kabel repariert wurde, ha ha ha :lol: ).

Es entsteht also diese unhaltbare wissenschaftliche und gesellschaftliche Situation:
Obwohl die Bürger mit Steuergeld dieses ungeheuerlich teure Experiment finanziert haben, hat kein einziger Bürger in der Gesellschaft Zugang zu der mathematischen Verarbeitung, die zu einer Bestätigung der SRT geführt hat. So kann auch kein Experte aus der Gesellschaft prüfen, ob Physiker oder Mathematiker, wie diese mathematische Verarbeitung der Daten aussieht.

So etwas ist wissenschaftlich und gesellschaftlich unhaltbar, obwohl es wohl kein Einzelfall bei der SRT ist: G.O. Mueller moniert zum Beispiel die Verweigerung der Originaldaten und deren mathematischen Verarbeitung bei anderen wichtigen Experimenten, die die SRT vermeintlich bestätigt haben: Nachweis 5: Die Verweigerung des Zugangs der Kritiker zu den Experimentdaten

Deutschland hat die größte finanzielle Beteiligung am CERN (20%), siehe Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/CERN
Jeder Bürger in der EU hat das Recht von seiner Regierung im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes zu verlangen, dass ihm alle experimentellen Daten und deren mathematische Verarbeitung offengelegt werden, damit er sie selbst prüfen kann, falls er dazu die notwendige Qualifikation hat, oder sie prüfen lassen kann, falls er Physik- oder Mathematiklaie ist. Die Ergebnisse des Experiments sind ein öffentliches Gut, sie müssen öffentlich sein - wir haben sie ja auch bezahlt, wir müssen schon genau wissen, was wir gekauft haben, das ist ja nachvollziehbar.

Ich könnte mir schon vorstellen, dass ich als interessierte Bürgerin den Präsidenten der PTB im Rahmen des Informationsfreiheitgesetz weiter darum bitte, mir die ihm noch unbekannte mathematische Verarbeitung bei der verwendeten Software offen zu legen, um die zum Beispiel von entsprechend qualifizierten Kritikern prüfen zu lassen. Er soll sich eben beim CERN genau erkundigen, wie die Daten bei der Synchronisationsmethode der Uhren mathematisch verarbeitet wurden. Er finde zwar persönlich, dass die veröffentlichen Ergebnisse „konsistent zusammen passen“, das finde ich dagegen zum Beispiel überhaupt nicht: Rein physikalisch ist das Ergebnis nicht konsistent, das kann jeder Bürger erkennen ohne ein Mathe-Experte zu sein: Man kann nicht gleichzeitig c=const und c+/-v bei der mathematischen Verarbeitung zugrunde legen und ein Ergebnis erhalten, das c=const bestätigt. Da stimmt hier physikalisch definitiv etwas nicht. In der Webseite des CERN steht die Information, dass es 10 Mal mehr Ingenieure und Techniker als Physiker am CERN gibt: http://home.web.cern.ch/about/engineering. Den Physikern des CERN hätte es aber auf jeden Fall auch auffallen sollen, dass die Ergebnisse in der theoretischen Physik doch nicht „konsistent zusammen passen“, oder?


Bevor ich mich jedoch noch einmal an den Präsidenten der PTB wende, um zu versuchen, diese Informationen zu erhalten (das wird nämlich ein Marathon sein, damit muss man rechnen... :( ), würde es mich interessieren zu erfahren, ob jemand hier bei MAHAG eine Idee hat, wie man mathematisch c=const und c+v „konsistent" zusammen passen lassen kann. Hat jemand eine Vorstellung, wie die zuständigen Mitarbeiter des CERN so etwas bewerkstelligt haben?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
Zuletzt geändert von Jocelyne Lopez am Mo 11. Mär 2013, 14:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neutrino-Experiment: Anfrage an die PTB

Beitragvon HD116657 » Mo 11. Mär 2013, 14:52

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Bevor ich mich jedoch noch einmal an den Präsidenten der PTB wende, um zu versuchen, diese Informationen zu erhalten (das wird nämlich ein Marathon sein, damit muss man rechnen... :( ), würde es mich interessieren zu erfahren, ob jemand hier bei MAHAG eine Idee hat, wie man mathematisch c=const und c+v „konsistent" zusammen passen lassen kann. Hat jemand eine Vorstellung, wie die zuständigen Mitarbeiter des CERN so etwas bewerkstelligt haben?

warum soll jemand diese Mühe machen..... - wenn Du Präsident von PTB nicht glaubst wirst Du User von diesen Forum auch nicht glauben und hinterher wie Trompete schreien - "keine User von MAHAG" konnte daß erklären 8-)
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