Jocelyne Lopez hat geschrieben:Zitat Jocelyne Lopez:
Ein Paradoxon ist immer nur scheinbar, es gibt keine Paradoxien in der Realität. Der Trick bei Achilles und der Schildkröte besteht aus einer geschickten sprachlichen Irreführung des Zuhörers bzw. Lesers und man kann ohne Mathematik das Paradoxon lösen, auch in der Antike, falls man da noch keine infinitesimalen mathematischen Rechnungen kannte: Die Aufmerksamkeit des Lesers wird von der Gesamtstrecke des Wettbewerbs abgelenkt, dafür wird sie stets auf die Teilstrecke gelenkt, die vor dem Überholungszeitpunkt liegt und wo die Schildkröte folglich immer noch einen Vorsprung hat: Man teilt diese Teilstrecke bzw. diesen Vorsprung der Schildkröte vor dem Überholungszeitpunkt unendlich auf, so daß man der Täuschung unterliegt, die Schildkröte würde ewig einen Vorsprung behalten. In Wirklichkeit hat aber Achilles die Schildkröte auf der Gesamtstrecke schon nach dem 2. Rechenschritt überholt, ohne das man es bemerkt hat. Siehe die Beschreibung des Paradoxons durch Ekkehard Friebe in seinem Forum.
Die Mathematiker dagegen versuchen mit mathematischen Infinitesimalrechnungen das Paradoxon zu lösen, das jedoch lediglich auf einer Täuschung durch die Sprache beruht.
Da irrst Du gewaltig. Rein logisch ohne die mathematische Kenntnis zu endlichen Grenzwerten unendlicher Reihen ist das Paradoxon unlösbar.
Der Startpunt der Schildkröte liegt ein Stück vor dem Startpunkt des Achilles. Wenn Archilles den Startpunkt der Schildkröte erreicht, ist diese schon ein Stück weiter gekrochen. Wenn Archill diesen neuen Ort der Schildkröte erreicht, ist sie wieder ein Stück weitergekrochen. Wenn Archilles diesen neuen Ort der Schildkröte erreicht, ist sie wieder ein Stück weitergekrochen. Etc, etc... unendlich oft.
Logisch kann Archilles die Schildkröte daher niemals erreichen.
Das Problem ist, wie gesagt, nur mit der mathematischen Kenntnis eines endlichen Grenzwertes unendlicher Reihen zu lösen.
Die Reihe 1+1/2+1/4+1/8+1/16+1/32+ .........und unendlich so weiter..... ergibt als endlichen Grenzwert 2. Die Schildkröte kann sich nur diesem Grenzwert nähern, während Archilles diesen überschreiten kann.
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