Wie misst man den Gang eíner bewegten Uhr

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Wie misst man den Gang eíner bewegten Uhr

Beitragvon Rudi Knoth » Mo 28. Apr 2025, 10:30

Frau Holle hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Die Uhr die am schnellsten tickt, ruht im ECI.

Wenn man es genau nimmt, wäre das eine Uhr, die im Inertialsystem,dessen Zentrum die Sonne ist, ruht. Denn auch das ECI bewegt sich in einer elliptischen Bahn um die Sonne.

ECI steht für Earth Centered Inertial. Die Position der Sonne spielt hier explizit keine Rolle, sondern nur die Position der Erde relativ zu den Fixsternen. Da diese seeehr weit weg sind und daher ihre Positionen untereinander fix – jedenfalls in den kurzen Zeiträumen, die für die Navigation relevant sind – ruht auch der Erdmittelpunkt und die Erdachse relativ zu den Fixsternen im ECI.

Wegen der Bewegung um die Sonne muss man lediglich mit dem etwas kürzeren siderischen Tag (Sternzeit) rechnen statt mit dem Sonnentag, was auch gemacht wird. Tatsächlich zeigen z.B. Messungen der Meeresspeigel ein Signal mit dieser Frequenz. Das beweist, dass die Fixsterne und das ECI ein wahres Inertialsystem darstellen, ggü. dem die Erdoberfläche, die Flugzeuge, die Satelliten sowie Sonne und Mond allesamt bewegt sind. Die Formeln nach Newton gelten nun mal für Inertialsysteme. Deshalb ist das ECI bestens geeignet als Bezugsystem für die Berechnung dieser verschiedenen Bewegungen.

Rudi Knoth hat geschrieben:Dazu kommt noch, daß diese Uhr umso "schneller taktet", je weiter sie von der Sonne entfernt ist.

Die gravitative Zeitdilatation ist ein weiterer Aspekt, der mit dem ECI aber nichts zu tun hat. Das wird immer separat gerechnet. Die Masseverteilung der Erde ist nicht homogen und sie ist nicht kugelrund, was ebenfalls einen Einfluss auf die gravitative Zeitdilatation hat...
 


In der Tat braucht man etwa für GPS kein anderes Bezugssystem als das ECI.

Gruß
Rudi Knoth
Zuletzt geändert von Rudi Knoth am Mo 28. Apr 2025, 11:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie misst man den Gang eíner bewegten Uhr

Beitragvon Kurt » Mo 28. Apr 2025, 11:04

Rudi Knoth hat geschrieben:In der Tat braucht man etwa für GPS kein ECI.

GPS ist auf dem ECI aufgebaut.

Kurt

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Re: Wie misst man den Gang eíner bewegten Uhr

Beitragvon Kurt » Mo 28. Apr 2025, 11:21

Rudi Knoth hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Die Uhr die am schnellsten tickt, ruht im ECI.


Wenn man es genau nimmt, wäre das eine Uhr, die im Inertialsystem,dessen Zentrum die Sonne ist, ruht. Denn auch das ECI bewegt sich in einer elliptischen Bahn um die Sonne. Dazu kommt noch, daß diese Uhr umso "schneller taktet", je weiter sie von der Sonne entfernt ist.

Noch eine Anmerkung der Eingangsfrage: Aus der Sicht der SRT ist die Messung des Ganges einer "bewegten Uhr" gemeint. Im Sinne der "reinen Lehre" wird damit keine Aussage über den Einfluss der Bewegung der Uhr auf den Mechanismus des Gangs diese Uhr gemacht. In den diversen "Äthertheorien" wird solch ein Einfluss dieses "Äthers" auf den Mechanismus der Uhren angenommen. Dies gilt auch für gravitative Einflüsse (ART). Bei den gravitativen Einflüssen sollte man aber bedenken, daß die Uhren auf der ISS und den GPS auch unterschiedlich "takten" obwohl für beide Uhren gilt, daß sich Gravitation und Zentrifugalkraft im Satellit aufheben.


Kurt hat geschrieben:Wenn eine Uhr auf Gravitation reagiert dann "taugt sie nichts".
Der Gang einer Uhr wird durch zwei Umstände bestimmt, diese sind:

a) der "Trägerdruck" am Ort der Uhr
b) ihr Bewegungszustand gegen den Träger.

Masse schwächt den "Druck", darum taktet eine Uhr in Nähe der Masse langsamer als weiter entfernt.
Bewegung gegen den Träger führt zu einer Verlangsamung ihres Schwingens, dargestellt/alternativ erklärt mit einem Boot das mal im See, mal im Fluss seine Runden zieht.
Je schneller die Strömung, dest länger dauer ein Fahrzylus. Heisst: Je grösser die Bewegung gegen den Träger ist desto länger dauert ein Schwingungszug, desto langsamer taktet sie dann.
Beide Effekte arbeiten gegeneinander, es kommt auf den Ort der Uhr im ECI und ihren Bewegungszustand an wie sie letzendlich tickt.

Rudi Knoth hat geschrieben:Nur das Experiment von Michelso-Murley hat keine Bewegung gegenüber dem "Träger" feststellen können.

Doch haben sie sogar.
Die Bewegung eines MMI am Äquator beträgt ca 460 m/s.
"Spekuiert" wurde mit 30 km/s, was eine eindeutige Fehlspekulation ist.
Ausserdem waren die damaligen MMIs ja eh nicht in der lage so geringe Unterschiede exakt festzustellen (Einphaseffekt).


Rudi Knoth hat geschrieben: Genau dieser Einfluss soll es ja sein, daß man ihn nicht messen kann. Welches gilt denn nun. Und wie verringert denn eine Masse den "Trägerdruck"?

Masse wirkt wie eine Senke im Medium.
Ich gehe davon aus, dass die Erhalung der masse den Träger beinflusst nd ihn dadurch schwächt.
Heisst: der "Druck" wird geringer. Gerinerer Druck heisst, geringere Trägheitswirkung und niedrigere Eigenresonanzen auf Grund der geringeren Trägheit.
Alle Ausgleichsvorgänge laufen langsamer ab, auch die Anpassung an den neuen Bewegungszustand von Materie.

Kurt hat geschrieben:Zum ECI:
Die Masse der Sonne erzeugt im Träger ihr "ECI", also ein SCI, in diesem eingebettet ist das ECI das die Masse der Erde erzeugt. (wenn sanchez seine Ani umgezeichnet hat dann ist das zu erkennen)
Da die Erde um die Sonne kreist, kreist auch das ECI um diese.
Das ist es was dazu führt das sich Sternenabberation zeigt.



Das mit der Sternenaberration hat auch meine Zustimmung.

Kurt hat geschrieben:Weil eine Uhr geschwindigkeitsabhängig taktet darum ist es möglich ihren Bewegungszustand und ihre Geschwindigkeit gegen den Träger zu erkennen.
Das geht mit einer einzigen Uhr, will man eine zweite Uhr da als Referenz verwenden so geht das nicht.
Grund: die Referenzuhr verhält sich so die die Messuhr, es wäre also keine Differenz zu erkennen.
Wie man das mit einer einzigen Uhr hinkriegt das ist in diesem PDF dargelgt.
Hier wird keine Uhr mit einer anderen Uhr verglichen, sondern zwei unterschiedliche Geschwindigkeiten einer einzigen Uhr. Diese Uhr ist im PDF als U2 bezeichnet.


Rudi Knoth hat geschrieben:Das bezweifle ich aber. Denn wie hat denn ein Elementarteilchen wie ein Myon eine "Uhr"?

Es hat keine, es ist eine Uhr.
Angenommen nach x Schwingvorgängen zerfällt das Myon, schwingt es langsamer dauert es entsprechen lange bis es zerfällt.

Kurt

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Re: Wie misst man den Gang eíner bewegten Uhr

Beitragvon Rudi Knoth » Mo 28. Apr 2025, 11:21

Kurt hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:In der Tat braucht man etwa für GPS kein ECI.

GPS ist auf dem ECI aufgebaut.

Kurt

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Das stimmt. Danke für die Info. Ich habe es korrigiert.


Gruß
Rudi Knoth
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Re: Wie misst man den Gang eíner bewegten Uhr

Beitragvon Rudi Knoth » Mo 28. Apr 2025, 11:23

Kurt hat geschrieben:Weil eine Uhr geschwindigkeitsabhängig taktet darum ist es möglich ihren Bewegungszustand und ihre Geschwindigkeit gegen den Träger zu erkennen.
Das geht mit einer einzigen Uhr, will man eine zweite Uhr da als Referenz verwenden so geht das nicht.
Grund: die Referenzuhr verhält sich so die die Messuhr, es wäre also keine Differenz zu erkennen.
Wie man das mit einer einzigen Uhr hinkriegt das ist in diesem PDF dargelgt.
Hier wird keine Uhr mit einer anderen Uhr verglichen, sondern zwei unterschiedliche Geschwindigkeiten einer einzigen Uhr. Diese Uhr ist im PDF als U2 bezeichnet.


Rudi Knoth hat geschrieben:Das bezweifle ich aber. Denn wie hat denn ein Elementarteilchen wie ein Myon eine "Uhr"?

Es hat keine, es ist eine Uhr.
Angenommen nach x Schwingvorgängen zerfällt das Myon, schwingt es langsamer dauert es entsprechen lange bis es zerfällt.

Kurt

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Wie schwingt denn ein Myon?

Gruß
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Re: Wie misst man den Gang eíner bewegten Uhr

Beitragvon Kurt » Mo 28. Apr 2025, 12:15

Rudi Knoth hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Weil eine Uhr geschwindigkeitsabhängig taktet darum ist es möglich ihren Bewegungszustand und ihre Geschwindigkeit gegen den Träger zu erkennen.
Das geht mit einer einzigen Uhr, will man eine zweite Uhr da als Referenz verwenden so geht das nicht.
Grund: die Referenzuhr verhält sich so die die Messuhr, es wäre also keine Differenz zu erkennen.
Wie man das mit einer einzigen Uhr hinkriegt das ist in diesem PDF dargelgt.
Hier wird keine Uhr mit einer anderen Uhr verglichen, sondern zwei unterschiedliche Geschwindigkeiten einer einzigen Uhr. Diese Uhr ist im PDF als U2 bezeichnet.


Kurt hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:Das bezweifle ich aber. Denn wie hat denn ein Elementarteilchen wie ein Myon eine "Uhr"?

Es hat keine, es ist eine Uhr.
Angenommen nach x Schwingvorgängen zerfällt das Myon, schwingt es langsamer dauert es entsprechen lange bis es zerfällt.


Wie schwingt denn ein Myon?

Welche Schwingungsform es ausführt weiss ich nicht.
Angenommen es entsteht durch Kollision eines sehr schnellen Teilchens von irgendwoher und eines Luftmoleküls und schwingt durch diesen Vorgang.
Diese Schwingung baut sich auch ab (Wärmestrahlung durch Bewegung der "Einzelteile" des Myons), von sich aus hält es sich wegen seiner Grösse wohl nicht selber stabil.
Ist die Schwingungsamlitude abgeklungen, zu klein um das Myon zu erhalten, dann zerfällt es.
Je langsamer dieser Abbauu (wegen Bewegung) abläuft desto länger lebt es.

Kurt

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Re: Wie misst man den Gang eíner bewegten Uhr

Beitragvon Rudi Knoth » Mo 28. Apr 2025, 12:32

Kurt hat geschrieben:Welche Schwingungsform es ausführt weiss ich nicht.
Angenommen es entsteht durch Kollision eines sehr schnellen Teilchens von irgendwoher und eines Luftmoleküls und schwingt durch diesen Vorgang.
Diese Schwingung baut sich auch ab (Wärmestrahlung durch Bewegung der "Einzelteile" des Myons), von sich aus hält es sich wegen seiner Grösse wohl nicht selber stabil.
Ist die Schwingungsamlitude abgeklungen, zu klein um das Myon zu erhalten, dann zerfällt es.
Je langsamer dieser Abbauu (wegen Bewegung) abläuft desto länger lebt es.
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Welche Einzelteile soll denn ein Elementarteilchen haben? Und wie soll denn bei diesen Schwingungen Reibung entstehen? Wenn dies so wäre, dann müsste es Energie abgeben. Aber diese wird erst durch den Zerfall erzeugt.

Gruß
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Re: Wie misst man den Gang eíner bewegten Uhr

Beitragvon Kurt » Mo 28. Apr 2025, 13:14

Rudi Knoth hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Welche Schwingungsform es ausführt weiss ich nicht.
Angenommen es entsteht durch Kollision eines sehr schnellen Teilchens von irgendwoher und eines Luftmoleküls und schwingt durch diesen Vorgang.
Diese Schwingung baut sich auch ab (Wärmestrahlung durch Bewegung der "Einzelteile" des Myons), von sich aus hält es sich wegen seiner Grösse wohl nicht selber stabil.
Ist die Schwingungsamlitude abgeklungen, zu klein um das Myon zu erhalten, dann zerfällt es.
Je langsamer dieser Abbauu (wegen Bewegung) abläuft desto länger lebt es.
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Welche Einzelteile soll denn ein Elementarteilchen haben?

Mir ist gerade keine bessere Bezeichnung eingefallen, darum in "".
Gemeint sind die einzelnen Bewegungsmengen bei der Schwingung des Teilchens.
Dabei gibt es Bereiche dieses Teilchens die gerade nach vorne sich bewegen, andere gerade nach hinten, welche die nach oben, welche die nach unten ausschlagen.
Es ist Bewegung vorhanden, diese Bewegung ist nicht unbeschleunigt, sondern beschleunigt.
Beschleunigte Bewegung führt zu Strahlung,
Diese Strahlung baut die Bewegung, damit den Schwingvorgang ab.
Das Myom strahlt also solange es existiert.

Rudi Knoth hat geschrieben:Und wie soll denn bei diesen Schwingungen Reibung entstehen? Wenn dies so wäre, dann müsste es Energie abgeben. Aber diese wird erst durch den Zerfall erzeugt.

Reibung passt da nicht, sondern einfach beschleunigtes Bewegen der einzelnen Trägerteilchen aus denen das Myom besteht.
Solange da Myon schwingt bleibt es als Einheit bestehen, ist die Schwingung zu klein zerfällt es in andere Teilchen.
Wenn diese dann stabil sind, z.B ein Elektron, dann hält sich dieses, durch ihren eigenen Schwingvorgang langfristig am Leben.
Ich gehe davon aus, dass die "Energie" dafür, also die Anregung, aus dem Träger kommt.
Und weil das Teilchen, so wie bei allen anderen (stabilen) Materieteilchen auch aus dem Träger erhalten wird/werden, darum die "Abschwächung des Trägers durch Masse.
In "Fachlich" gesprochen: Materie holt sich Energie aus der Trägersubstanz und schwächt diese dadurch.
Schwächerer Träger, geringere Kraft für die Eigenresonanz der Teilchen. Darum taktet eine Uhr oben im SAT schneller als hernten, darum rotieren die Galaxiearme innen "zu langsam".

Kurt

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Re: Wie misst man den Gang eíner bewegten Uhr

Beitragvon bumbumpeng » Mo 28. Apr 2025, 19:12

Kurt hat geschrieben:Ist die Schwingungsamlitude abgeklungen, zu klein um das Myon zu erhalten, dann zerfällt es.
Je langsamer dieser Abbauu (wegen Bewegung) abläuft desto länger lebt es.
Teilchen müssen sich separieren lassen. Ansonsten sind es keine Teilchen !!!

Die mir bekannten kleinsten Teilchen sind die Protonen. Die können fusioniert werden zu höherprotonigen Elementen, indem Energie zugeführt wird, Druck und Hitze.
Die höherprotonigen Elemente können gespalten werden, wobei die ehemals durch Sgr A* reingesteckte Energie wieder freigesetzt wird.
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Re: Wie misst man den Gang eíner bewegten Uhr

Beitragvon Kurt » Mo 28. Apr 2025, 19:30

bumbumpeng hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Ist die Schwingungsamlitude abgeklungen, zu klein um das Myon zu erhalten, dann zerfällt es.
Je langsamer dieser Abbauu (wegen Bewegung) abläuft desto länger lebt es.
Teilchen müssen sich separieren lassen. Ansonsten sind es keine Teilchen !!!

Was willst du separieren wenn nur eins da ist?

Kurt

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