Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » Di 8. Feb 2011, 13:40

Hannes hat geschrieben:
Ein Brechungsindex in Abhängigkeit der Frequenz.
Wie sonst funktioniert die Spektralzerlegung eines Prisma's aus Glas?Heißt das, dass der Brechungsindex,und damit die LG in Medien, auch von der
Frequenz abhängig ist ?Absolut.
Deine Aussage ist insofern interessant, als ich mich erinnern kann,dass in der
Astronomie bei Gammastrahlenausbrüchen behauptet wurde, die längerwelligen
Strahlen (infrarot) würden gegenüber den Gammastrahlen verspätet eintreffen.
Was weißt du davon ?
Insofern wenig, als daß ich mehr gelegentlich an spekulativen Behauptungen interessiert bin.
Viele Journal-"Experten"-Zeitschriften betreiben mehr einen Kult, der wenig wissenschaftlich begründet ist oder mich mehr blockiert als inspiriert.

Aber Du meintest wohl mehr "gemessen" als "behauptet".
Und die Begründungen oder Erklärungsvermutungen dazu sind leider oft keine ausgewogenen Behauptungen.
Die "Reporter" geben kein Meinungsspektrum wieder, sondern zu viel ihre personenbezogene Reporter-Sicht (Wissenstand des Reporter's), als die Anmerkungen von Wissenschaftlern dazu.
Oder man liest ( "fühlt" ) sich als dumm verkauft.
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Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Di 8. Feb 2011, 13:44

Hannes hat geschrieben: Deine Aussage ist insofern interessant, als ich mich erinnern kann,dass in der
Astronomie bei Gammastrahlenausbrüchen behauptet wurde, die längerwelligen
Strahlen (infrarot) würden gegenüber den Gammastrahlen verspätet eintreffen.

Im Vakuum ist die LG frequenzunabhängig.

Gruß
Ernst
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther

Beitragvon galactic32 » Di 8. Feb 2011, 13:51

Ernst hat geschrieben:
Faber hat geschrieben: Δt = tB - tA = 2L (sqrt(c² - v²cos²α) - sqrt(c² - v²sin²α)) / (c² - v²) Ich ziehe meinen Tipp zurück, dass Herr Maurer recht haben könnte, und bedanke mich bei Ernst und Kurt.

Δt = tB - tA = 2L (sqrt(c² - v²cos²α) - sqrt(c² - v²sin²α)) / (c² - v²)
wird für den Spezialfall α=0
Δt = tB - tA = 2L (sqrt(c² - v²) - sqrt(c²)) / (c² - v²))
Δt = tB - tA = 2L (1/sqr(c²-v²) - c/(c² - v²)
und mit t_0=2L/c bzw. 2L = t_0*c für den Fall ruhender Äther
Δt = tB - tA = t_0 (c/sqr(c²-v²) - c²/(c² - v²))
Δt = tB - tA = t_0 (c/sqr(c²-v²) - c²/(c² - v²))
Δt = tB - tA = t_0 (1/sqr(1-v²/c²) - 1/(1 - v²/c²))
Identisch mit der von mir früher hingeschriebenen:
Δt = t2 - t1 = t [ 1 / (1 - c²/v²) - 1 / sqr( 1 - v²/c²)]
Aber gut, daß Sie das nochmal für den allgemeinen Fall gerechnet haben. Man weiß ja nie, woher der Wind weht ;) , der Ätherwind natürlich.
Ganz genau der Winkel Alpha ( α )wird wo gemessen, auf meinem 3 dimensionalem Blatt Papier?

Ich meine wir können gleich alpha(t)=α(t) in der Foreml verallgemeinern, und gleich die Winkeldrehgeschwindigkeit d ( α )*(dt)⁻¹*t setzen.
Und den Vektor c_senkrecht in die Papierebene und den Vektor c in c*t=L unterschiedlich kennzeichnen (L für die Arm-Längen eines timeframes zu setzen).

Aber vielleicht läßt Du Dir bei Gelegenheit von Trigemina oder anderen Kenner'n der 4-D-Nomogramme noch mal zu der Sachlage (oder Fachfrage) etwas anmerken.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Di 8. Feb 2011, 13:58

Faber hat geschrieben:Ich ziehe meinen Tipp zurück, dass Herr Maurer recht haben könnte, und bedanke mich bei Ernst und Kurt.

Ein etwas voreiliger Rückzug, nachdem Sie vom Laufzeitargument engesteckt wurden und damit gerechnet haben, obwohl ich ständig davon rede, dass diese Laufzeitendifferenzen unwesentlich sind und es auf die Phasenlagen ankommt. Ich werd's jetzt noch einmal versuchen und das wendet sich vorwiegend an Sie, da ich glaube, dass sie interessiert genug sind, das folgende genau nachzuvollziehen. (Diese Einstellung haben die anderen Teilnehmer nicht gehabt, sondern sind gleich mit der Eisenbahn darüber gefahren...)


Das Argument mit den Laufzeiten führt auf einen falschen Pfad.
Ich erkläre es so einfach wie möglich (mit MMI ist das Michelson Morley Interferometer bezeichnet):
wellenlaengen.JPG
wellenlaengen.JPG (7.29 KiB) 2802-mal betrachtet

Denken wir zuerst über den Weg nach, den das Licht bis zum Strahlteiler nimmt. Die Lichtquelle sendet eine Welle aus, die sich aus Wellenzügen bestimmter Länge mit einer bestimmten Frequenz zusammensetzt. Wir denken uns ein Interferometer mit Armen von 300 000 km Länge (damit sich's einfach rechnet). Selbstverständlich gibt es wegen der Bewegung des MMI im Äther einen Doppler-Effekt in Bezug zum Äther. Die Lichtquelle sendet ja Wellen aus, die in Bewegungsrichtung gestaucht, und gegen diese gedehnt in den Äther abgesetzt werden. Das IST ein Doppler-Effekt, welcher aber durch den gleichsinnig bewegten Strahlteiler wieder kompensiert wird.
Nehmen wir eine Geschwindigkeit des MMI mit 30 km/s an und eine Frequenz von 100000 Hz. C=300000 km/s. Dann ergibt sich ruhend betrachtet eine Wellenlänge von 3 km.

Nun bewegt sich das MMI sagen wir mal nach "rechts" durch den Äther. In Bewegungsrichtung ergibt sich dann eine gestauchte Wellenlänge von 2,9997 km (gegen die Bewegungsrichtung dehnt sie sich auf 3,0003 km). Der gleichsinnig bewegte Strahlteiler sammelt diese verkürzten Wellenzüge auf, während er diesen davonläuft und sammelt sie deshalb so auf, dass der Doppler-Effekt exakt kompensiert wird. Das Ergebnis unterscheidet sich nicht von einem ruhenden Zustand, denn die Kompensation ergibt den Eindruck, als hätten die Wellenzüge nach wie vor 3 km. Die gestauchten Wellenzüge brauchen bis zum Strahlteiler 1,00010001 Sekunden. Die Wellenlänge mal dieser Zeit ergibt (2,99970*1,00010001=) 3. Merken wir uns diese Zahl. Auf dem Rückweg brauchen die gedehnten Wellenzüge 0,99990001 Sekunden. Diese Zeit mal der gedehnten Wellenlänge 3,0003 macht ebenfalls 3.
Die Länge des Arms bestimmt nun eine bestimmte Phasenlage, mit welcher ein Wellenzug am Strahlteiler eintrifft.

Jetzt drehen wir den Arm um 90° nach oben. Die Wellen ziehen von der nun oben liegenden Lichtquelle mit einer Geschwindigkeit von 299999,9985 km/s nach unten. Um am Strahlteiler in gleicher Phasenlage anzukommen, wie in der horizontalen Laufstrecke, müssen sie sich dementsprechend verkürzen. Und das tun sie auch, indem sie schrumpfen auf 2,999999985 km. Sie brauchen bis zum Strahlteiler 1,000000005 Sekunden. Die verkürzten Wellenlängen mal dieser Zeit (2,999999985*1,000000005=) ergibt 3! Es ist dieselbe Zahl wie oben. Das heißt, in beiden Lagen, sowohl longitudinal als auch transversal ist die bewegte Situation ähnlich mit der ruhenden Situation, so als würden sowohl longitudinal als auch transversal 3 km lange Wellenzüge die 300000 km des Arms durchmessen. Oder kurz gesagt, der transversale Doppler-Effekt kompensiert sich durch die Bewegung ebenso exakt wie der longitudinale! Das bedeutet aber auch, dass die Wellenzüge am Strahlteiler mit gleicher Phasenlage ankommen wie vor der Drehung, somit es gleichgültig ist, ob sie transversal oder longitudinal laufen!

Drehen wir das MMI wieder zurück in die horizontale Lage und verfolgen wir nun den transversalen Strahl bis zum oberen Spiegel. Wir wissen schon, was geschieht: nichts anderes als vorhin mit dem transversalen Strahl von der Lichtquelle nach unten. Der Strahl geht mit 299999,9985 km/s nach oben und die Wellenzüge verkürzen sich auf 2,999999985 km. Es kommt, wie vorhin beschrieben, wieder zur Kompensation des transversalen Doppler-Effekts. Die Wellenzüge landen am Spiegel mit derselben Phasenlage, die sie am Strahlteiler hatten! Dann ziehen sie hinunter, zurück zum Strahlteiler, durch diesen hindurch bis zum Okular des Interferometers. Am Kreuzungspunkt mit dem longitudinalen Strahl haben sie wiederum dieselbe Phasenlage wie bei der Reflexion am Strahlteiler! Denn hinunter erfolgt dieselbe Kompensation wie hinauf. Wenn wir das MMI jetzt schon um 90° drehen würden, ändert sich daran nichts. Es geschähe dasselbe wie vorhin, als wir den transversalen Weg von der Lampe zum Strahlteiler verfolgten.

Wir drehen aber noch nicht, sondern verfolgen nun den longitudinalen Strahl von der Lampe weg, durch den Strahlteiler hindurch bis zum Spiegel. Im Idealfall, wenn die Strecke vom Strahlteiler bis zum Spiegel haargenau gleich lang wäre wie jene von der Lampe bis zum Strahlteiler hätten wir wieder sofort die Kompensation wie beschrieben und erhielten am Spiegel abermals automatisch dieselbe Phasenlage. Und die käme auch wieder unverändert zum Kreuzungspunkt der beiden Strahlen zurück. Aber bei den tatsächlichen Wellenlängen im nm-Bereich kann man diese Länge sicher nicht genau von vornherein erzielen. Es ist also nicht selbstverständlich, dass am Kreuzungspunkt sich der longitudinale Strahl mit dem transversalen genau mit derselben Phasenlage begegnen. Deshalb ist dieser Spiegel beweglich, und Herr Michelson dreht nun am Schräubchen und verändert die Lage des Spiegels, bis sich die identische Phasenlage am Kreuzungspunkt ergibt! Das sieht er am Interferenzmuster, das nun im Detektor entsteht. Denn nun, einmal auf dieselbe Phasenlage eingestellt, bewegt sich der zuerst horizontale Strahl, nach Reflexion vom Strahlteiler gemeinsam mit dem transversalen Strahl gleichphasig nach unten zum Detektor, wobei beide die verkürzte Länge von 2,999999985 km und die Geschwindigkeit von 299999,9985 km/s haben. Es ergeben sich somit die Streifen des Interferenzmusters.

Drehen wir das MMI nun jetzt um 90°, bleibt alles gleichermaßen gültig wie vorhin beschrieben.
Der vorhin longitudinale Strahl läuft nun transversal nach unten zum beweglichen Spiegel, und landet dort wieder mit derselben Phasenlage (Michelson hat sie ja mit dem Schräubchen eingestellt). Er kehrt zurück und trifft sich am Strahlteiler mit dem nunmehr longitudinalen Strahl, welcher auf seinem Weg von der Lampe zum Strahlteiler, dort reflektiert zum Spiegel und wieder zurück ebenfalls keine Phasenveränderung aufweisen kann. Beide Strahlen treffen am Strahlteiler wieder phasengleich zusammen und ziehen nun unverändert gleichphasig zum Detektor. Michelson guckt sich das Interferenzmuster an und wundert sich. Aber natürlich kann sich da nichts verändert haben!

Die identischen Phasenlagen werden aufgrund der Kompensation der Geschwindigkeiten entsprechend den Wellenlängen bei beiden Strahlen nie zueinander zerstört. Deshalb kann man das MMI drehen soviel man will. Das Interferenzmuster bleibt, einmal eingestellt, immer gleich.
Das merkwürdige dabei ist, dass die Laufzeitunterschiede sehr wohl vorliegen. Und die Strahlen, bzw. ihre Wellenzüge verschieben sich bei der Drehung auch zueinander, aber sie verschieben sich so, dass die Phasenlagen am Kreuzungspunkt immer übereinstimmend bleiben. Mit den Laufzeiten darf man deshalb nicht rechnen. Und auch die Anzahl der Wellenzüge spielt keine Rolle. Wesentlich ist nur die Lage der Phasen. Sie stimmen zu jedem Zeitpunkt in jeder Lage überein. Mit "Invarianz" der Phasen hat das gar nichts zu tun, sondern es liegt lediglich ein Ausgleichseffekt aufgrund der Doppler-Effekte vor. Die eigentliche Verschiebung der Strahlen zueinander erfolgt am Kreuzungspunkt Strahlteiler. Die "gleiche Phase haben", heisst, dass im Moment der Begegnung sowohl die Amplitude des vertikalen Strahls als auch die Amplitude des horizontalen Strahls z.B. ein Maximum haben, im nächsten Augenblick haben sie ein Minimum oder was dazwischen, aber das ist abermals bei beiden Strahlen gleich etc. Die Wellenzüge bewegen sich ja. Aber sie bewegen sich mit Wellenlängen und Geschwindigkeiten, die exakt diese Synchronizität der Phasen ergeben.

Das Problem beim MMI war ja der vertikale Arm, durch welchen sich eine kürzere Gesamtzeit ergibt als im horizontalen. Daher immer wieder das berühmte Schwimmerbeispiel, in welchem der diagonal querende Schwimmer einen Vorsprung erhält gegen den im Fluß rauf und runter schwimmenden. Diese Beispiele nur auf Basis der Laufzeiten sind sinnlos.
Ein senkrechter Lichtstrahl in einem im Äther bewegten MMI hat zwar auch analog zum Schwimmer eine Geschwindigkeit aus sqrt(c²-v²), seine Wellenzüge verkürzen sich aber mit lambda(1-v²/c²). Bei identischer Phasenlage beim Start kommt der langsamere aber verkürzte Strahl zwar später, aber mit derselben Phasenanlage am Spiegel an wie ein unverkürzter Strahl mit c. Viel nachdenken muss man darüber nicht, denn die exakte Kompensation des transversalen Doppler-Effekts beim Schall führt ja zur Behauptung, es gäbe ihn nicht. Auch der Kompensationsvorgang beim longitudinalen Doppler Effekt ist so exakt, dass man behaupten kann, es gäbe den Doppler-Effekt bei gleichsinniger Bewegung von Sender und Empfänger nicht, sondern nur bei Relativbewegung der beiden zueinander. Aber es gibt ihn stets in Bezug zum Medium.

Dass zur Erklärung der scheinbaren Invarianz der LG, die sich aus diesem fehlinterpretierten Experiment ergab, eine Verkürzung des longitudinalen Arms um den oben angeführten (Gamma)Faktor (1-v²/c²) postuliert wurde, ist ein starkes Indiz für die Richtigkeit meiner Überlegungen. Nicht die Arme in Bewegungsrichtung verkürzen sich, sondern die Wellenlängen senkrecht dazu...

Genau lesen, mitdenken, nachrechnen.
Und das Zeit-und Geschwindigkeitsgespenst verjagen ;)

Grüße
Harald Maurer

Bei obiger Skizze ist das Gleichheitszeichen teilw. verschwunden. Ich stell die Skizze hier nochmal ein:

Bild
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Hannes » Di 8. Feb 2011, 14:27

Hallo Galactic !
Aber Du meintest wohl mehr "gemessen" als "behauptet".
Und die Begründungen oder Erklärungsvermutungen dazu sind leider oft keine ausgewogenen Behauptungen.
Die "Reporter" geben kein Meinungsspektrum wieder, sondern zu viel ihre personenbezogene Reporter-Sicht (Wissenstand des Reporter's), als die Anmerkungen von Wissenschaftlern dazu.
Oder man liest ( "fühlt" ) sich als dumm verkauft.
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Schlechte Wissenschaftsmagazine lese ich nicht.Ich kann mich erinnern in der führenden deutschen Astronomiezeitschrift darüber gelesen zu haben.
(Ist schon zwei oder drei Jahre her)
Aber selbst dort war man sich nicht sicher, ob nicht ein anderer, noch unbekannter Effekt mitgespielt haben könnte. Deshalb meine Frage.

Hannes
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Di 8. Feb 2011, 14:31

Harald Maurer hat geschrieben:
Faber hat geschrieben:Ich ziehe meinen Tipp zurück, dass Herr Maurer recht haben könnte, und bedanke mich bei Ernst und Kurt.

Ein etwas voreiliger Rückzug, nachdem Sie vom Laufzeitargument engesteckt wurden und damit gerechnet haben, obwohl ich ständig davon rede, dass diese Laufzeitendifferenzen unwesentlich sind und es auf die Phasenlagen ankommt. Ich werd's jetzt noch einmal versuchen und das wendet sich vorwiegend an Sie, da ich glaube, dass sie interessiert genug sind, das folgende genau nachzuvollziehen. (Diese Einstellung haben die anderen Teilnehmer nicht gehabt, sondern sind gleich mit der Eisenbahn darüber gefahren...)


Das Argument mit den Laufzeiten führt auf einen falschen Pfad.
Ich erkläre es so einfach wie möglich (mit MMI ist das Michelson Morley Interferometer bezeichnet):
wellenlaengen.JPG

Denken wir zuerst über den Weg nach, den das Licht bis zum Strahlteiler nimmt. Die Lichtquelle sendet eine Welle aus, die sich aus Wellenzügen bestimmter Länge mit einer bestimmten Frequenz zusammensetzt. Wir denken uns ein Interferometer mit Armen von 300 000 km Länge (damit sich's einfach rechnet). Selbstverständlich gibt es wegen der Bewegung des MMI im Äther einen Doppler-Effekt in Bezug zum Äther. Die Lichtquelle sendet ja Wellen aus, die in Bewegungsrichtung gestaucht, und gegen diese gedehnt in den Äther abgesetzt werden. Das IST ein Doppler-Effekt, welcher aber durch den gleichsinnig bewegten Strahlteiler wieder kompensiert wird.
Nehmen wir eine Geschwindigkeit des MMI mit 30 km/s an und eine Frequenz von 100000 Hz. C=300000 km/s. Dann ergibt sich ruhend betrachtet eine Wellenlänge von 3 km.

Nun bewegt sich das MMI sagen wir mal nach "rechts" durch den Äther. In Bewegungsrichtung ergibt sich dann eine gestauchte Wellenlänge von 2,9997 km (gegen die Bewegungsrichtung dehnt sie sich auf 3,0003 km). Der gleichsinnig bewegte Strahlteiler sammelt diese verkürzten Wellenzüge auf, während er diesen davonläuft und sammelt sie deshalb so auf, dass der Doppler-Effekt exakt kompensiert wird. Das Ergebnis unterscheidet sich nicht von einem ruhenden Zustand, denn die Kompensation ergibt den Eindruck, als hätten die Wellenzüge nach wie vor 3 km. Die gestauchten Wellenzüge brauchen bis zum Strahlteiler 1,00010001 Sekunden. Die Wellenlänge mal dieser Zeit ergibt (2,99970*1,00010001=) 3. Merken wir uns diese Zahl. Auf dem Rückweg brauchen die gedehnten Wellenzüge 0,99990001 Sekunden. Diese Zeit mal der gedehnten Wellenlänge 3,0003 macht ebenfalls 3.
Die Länge des Arms bestimmt nun eine bestimmte Phasenlage, mit welcher ein Wellenzug am Strahlteiler eintrifft.


Hallo Harald,
auch wenn das nicht an mich gerichtet ist so fühl ich mich doch angesprochen.
Es gibt keinen Dopplereffekt.


Du schreibst:
"Die Lichtquelle sendet eine Welle aus, "

die in Bewegungsrichtung gestaucht, und gegen diese gedehnt in den Äther abgesetzt werden.

Das IST ein Doppler-Effekt, welcher aber durch den gleichsinnig bewegten Strahlteiler wieder kompensiert wird.
Bei dieser bleiben wir mal


Nein, bei diesem bleiben wir nicht weil das so nicht existiert.

Bedenke! Die Welle wird nicht an der gleichen Stelle abgesendet.
Jeder Teil (teil sie einfach mal in 360 Stücke auf) der Welle wird an einer anderen Stelle in die Welt gesetzt.

Somit ist deine unterschiedliche Wellenlänge und der damit mögliche Doppler nicht vorhanden.
Denn zu jedem Zeitpunt ist der Absztand von der Quelle zum Spiegel immmmmer gleich!

Doppler gibts nur wenn sich der Abstand ändert, ist aber nicht.


Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Di 8. Feb 2011, 14:42

Harald Maurer hat geschrieben:Nun bewegt sich das MMI sagen wir mal nach "rechts" durch den Äther. In Bewegungsrichtung ergibt sich dann eine gestauchte Wellenlänge von 2,9997 km (gegen die Bewegungsrichtung dehnt sie sich auf 3,0003 km). Der gleichsinnig bewegte Strahlteiler sammelt diese verkürzten Wellenzüge auf, während er diesen davonläuft und sammelt sie deshalb so auf, dass der Doppler-Effekt exakt kompensiert wird. Das Ergebnis unterscheidet sich nicht von einem ruhenden Zustand, denn die Kompensation ergibt den Eindruck, als hätten die Wellenzüge nach wie vor 3 km.


Kurz gesagt behauptest du, dass im Ruhesystem des MM-Interferometers sowohl die Wellenlänge Zitat: "..., denn die Kompensation ergibt den Eindruck, als hätten die Wellenzüge nach wie vor 3 km", als auch die Frequenz Zitat: "..., dass der Doppler-Effekt exakt kompensiert wird" immer gleich bleibt, egal wie sich das MM-Interferometer im Äther bewegt. Dann muss aber auch die Phasengeschwindigkeit immer die selbe sein denn v=λ f. Ist λ immer das selbe und f immer das selbe, ist auch v immer das selbe. Da sich auch die Länge der Arme des MM-Interferometer nicht ändert, sind auch die Laufzeiten immer gleich. So sind die Konsequenzen deiner Behauptung.

Ich vermute einmal, dass dein Missverständnis im Begriff der "Phasenlage" zu suchen ist. Vielleicht erklärst du einfach mal kurz und knapp mit einer Formel, was du unter Phasenlage verstehst.
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » Di 8. Feb 2011, 14:43

Harald Maurer hat geschrieben:
Faber hat geschrieben:Ich ziehe meinen Tipp zurück, dass Herr Maurer recht haben könnte, und bedanke mich bei Ernst und Kurt.
Ein etwas voreiliger Rückzug, nachdem Sie vom Laufzeitargument engesteckt wurden und damit gerechnet haben,
...
Das Argument mit den Laufzeiten führt auf einen falschen Pfad.
In anderen Worten der richtige Pfad führt zu den richtigen Laufzeiten.
Oder: Die physikalisch richtige Rechnung mit den Laufzeiten hat Faber nicht gemacht.
"Faber" "curvt" nicht mit dem richtigen Zeitwinkel.
"Sein" Koordinaten-System bachtet (noch) nicht die T-Achse oder Z-Achse im 2-D-MM-Modell.

Gruß
„Timefluxentwickler zum Zeitreisenden etwa sinngemäß nach “Zurück in die Zukunft III“ hat geschrieben:„Du mußt mehrdimensionaler denken
Zuletzt geändert von galactic32 am Di 8. Feb 2011, 14:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon galactic32 » Di 8. Feb 2011, 14:46

Hannes hat geschrieben:Schlechte Wissenschaftsmagazine lese ich nicht.Ich kann mich erinnern in der führenden deutschen Astronomiezeitschrift darüber gelesen zu haben.
(Ist schon zwei oder drei Jahre her)
Aber selbst dort war man sich nicht sicher, ob nicht ein anderer, noch unbekannter Effekt mitgespielt haben könnte. Deshalb meine Frage.
Und welcher Effect soll der bekannte Effect sein?
Eine Messung ist kein Effect!

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Di 8. Feb 2011, 14:56

Naja gut, mir fällt grad nochwas ein.

Harald,
wir fahren Lastwagen, vorne ein Mikrophon, hinten einen Lautsprecher.
Die Karre ist 30 meter lang, ergibt eine Laufzeit von 0.1 sec.
Der Lautsprecher erzeugt 1000 Hz, beim Mikro steht ein Frequenzzähler.

Auto steht, Frequnz beim Mikro 1000 Hz, Signallaufdauer: 0.1 sec

Auto rast, 30 M/sec. Frequenz beim Mikro 1000 Hz, Signallaufdauer: 0.2 sec oder so.

Bei MM ist es ebenso, da bewegt sich das Mikrophon (Spiegel) genau so wie der Lautsprecher (Strahlteiler).

Darum gibts da auch keinen Doppler, an keiner einzigen Stelle!


Guss Kurt
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