Trigemina hat geschrieben:Nachdem es mit dem Ehrenfest-Paradoxon durchaus interessant geworden ist, kommt jetzt ein völlig banales Problem auf den Prüfstand, das richtig betrachtet wiederum keine Widersprüche ergibt.
Wenn der mit v1=0.75c vom blauen Raumschiff wegfliegende blaue Kasten eine Strecke von x=1Ls zurücklegen soll bis zur Markierung, geschieht dies im Raumschiffsystem in der Zeit von t=s/v1=1.3333s.
Die schwarze Platform soll sich mit der entgegengesetzten Geschwindigkeit von v2=-0.75 relativ zum Raumschiff bewegen. Die LT ergibt:
gamma:=sqrt(1/(1-(v/c)^2)) = 1.5119
x':=gamma*(x-v2*t) = 3.0237Ls
t':=gamma*(t-v2*x/c^2) = 3.1497s
Dies ergibt eine Relativgeschwindigkeit des blauen Kastens zur schwarzen Platform von
v3:=x'/t' = 0.96c
Korrekt. Und wenn wir jetzt hingehen und das Ereignis "Tür geht zu" per Lorentztransformation aus dem Ruhesystem des Raumschiffs in das Ruhesystem der Plattform transformieren, wie in den Bildern geschehen, dann stellen wir fest, dass im Ruhesystem des Raumschiffs der Kasten die Tür bereits passiert hat, wenn die Tür zu geht; im Ruhesystem der Plattform hingegen noch nicht.
Das ist ein Widerspruch innerhalb der SRT.
Trigemina hat geschrieben:Nachdem es mit dem Ehrenfest-Paradoxon durchaus interessant geworden ist
Sie hatten offenbar mithilfe entsprechender Software ein paar imposante Formeln erstellt und gepostet, die allerdings nicht die gesuchten Raumzeit-Koordinaten der Speichenendpunkte eines sich im Fahrzeugsystem drehenden Zahnrades angeben.
Grundsätzliche Überlegungen haben aber bereits gezeigt, dass die Speichen gerade und die Winkel zwischen den Speichen zu allen Zeitpunkten äquidistant sein müssen. Dementsprechend wurde festgestellt, dass eine ideale Zahnradbahn gemäß SRT nicht fahrtauglich ist.
Trigemina hat geschrieben:kommt jetzt ein völlig banales Problem auf den Prüfstand, das richtig betrachtet wiederum keine Widersprüche ergibt.
Wie oben gezeigt, ergibt sich bereits bei solch einem völlig banalen Problem ein Widerspruch. (Wobei ein rotierendes Rad eigentlich auch nicht gerade als nicht-trivial bezeichnet werden kann).
Gruß
Faber
