Harald Maurer hat geschrieben:Es ist durchaus üblich, im rotierenden Bezugssstem des Eimers Trägheitskräfte für den Effekt verantwortlich zu machen.
Durchaus üblich ist schon gut, die Trägheitskräfte sind dafür verantwortlich.
Harald Maurer hat geschrieben:In diesem Bezugssystem wird das auch so wahrgenommen, im Inertialsystem hingegen nicht.
Es gibt keinen Grund aus einem IS betrachtet etwas anderes wahrzunehmen.
Harald Maurer hat geschrieben:Denn von hier aus gesehen wird das Wasser von der Eimerwand hochgeschoben, die sich gegen das Wasser drängt.
Das ist im rotirenden System nicht anders es sei denn der Beobacher im rotierenden System ist nicht imstande zu erkennen dass er sich in einem rotierenden System befindet. In diesem Fall dürfte Mechanik ein Fremdwort für ihn sein.
Hochgeschoben von der Wand wird das Wasser übrigens in keinem der Systeme. Das Wasser drängt nach außen und wird dadurch vom nachströmenden Wasser nach oben verdrängt.
Harald Maurer hat geschrieben:Hier gibt es nur die Zwangsbedingung der Eimerwand (Zentripetalkraft), gerichtet gegen das Beharren des Wassers, sich inertial zu bewegen und sich vom Rotationszentrum zu entfernen. Trägheitskräfte sind hier also nicht anzusetzen.
Der Zwangsbedingung der Eimerwand ist in jedem System das "Beharren" des Wassers entgegengerichtet, die konkrete physikalische Bezeichnung dafür heißt Massenträgheitskraft.
"Anzusetzen" braucht man in der Physik überhaupt nichts, entweder es ist etwas vorhanden oder es ist nicht vorhanden.
Harald Maurer hat geschrieben:im rotierenden Bezugssystem scheint sich das Wasser gegen die Eimerwand zu bewegen, im Inertialsystem bewegt sich die Eimerwand gegen das Wasser.
"Scheint" ist hier das Schlüsselwort, aber nur für jemanden der zwischen Geomtrie und Physik nicht unterscheiden kann. Tatsächlich bewegt sich die Eimerwand in der Tat gegen das Wasser und die Massenträgheitskraft des Wassers wirkt dagegen, ganz gleich aus welchen System man das betrachtet.