Mikesch hat geschrieben:Sage das mal Hartmut.
Wenn er das mal ernsthaft berechnen würde, wüsste er, dass die relative Geschwindigkeit v zwischen den beiden Systemen in allen Fällen, sowohl in der GT (Galilei, Newton, Maxwell, Voigt, ... ) klassisch, als auch in LT (Lorentz, RT, QP, ...), symmetrisch ist.
Das ist sie nur, wenn man einem 400 Jahre alten Mann, der nie etwas von einer konstanten Geschwindigkeit aller Wechselwirkungen oder gar von Uhren, die von diesen Wechsaelwirkungen abhängen gehört hat, alles einfach so glaubt. Wenn man dieses eben nicht ohne Weiteres tut, dann eröffnen sich einem völlig neue Wege. So kann man z.B. eine konstante WW-Geschwindigkeit im und gegenüber dem Universum festlegen, also definieren und dazu sogar den Wert verwenden, den man bereits festgelegt hat. Hat man eine solche Geschwindigkeit erst mal festgelegt, benötigt man noch eine verlässliche Definition einer Strecke, wofür sich Einkristalle anbieten - Zeit ist das Phänomen, das untersucht werden soll, also definiere man Zeit erst mal nicht. Als nächstes kann man zwei Lichtuhren bauen, an welche man Maßstäbe tackert, die sie im Falle einer Bewegung vor sich herschieben. Bewegen sich nun zwei Lichtuhren auf einander zu oder von einander weg, kann man ruhend zu beiden Uhren passierende Atome des jeweils anderen Maßstabs und Reflexionen an einem Spiegel der eigenen Uhr zählen und diese beiden Zahlen ins Verhältnis setzen und dann wird man u.U. feststellen, dass beide Verhältnisse unterschiedlich sind - warum nur? Die Maßstäbe sind, selbst wenn man sie 1000 mal direkt vergleicht, stets identisch - es sind die Lichtuhren, die sich gemäß Doppler-Effekt aufgrund ihrer Bewegung gegenüber der WW (Photon zwischen den Spiegeln) verstellen und nichts Anderes. Wenn man sich mit einer solchen Uhr bewegt und stur eine bestimmte Anzahl Reflexionen zählt, kann man davon ausgehen, dass man nach dieser Anzahl an Reflexionen mehr Strecke zurück gelegt hat, als man per v*t von der anderen (ruhenden) Uhr aus berechnet hätte. Die WW - also das Licht - bewegt sich zwischen den Spiegeln zwar immer noch mit absolut c, jedoch wird die Strecke (L nicht s!) länger, die sie dabei zurücklegen muss, weswegen sie dafür mehr Zeit (τ) benötigt. Wer das in der heutigen Zeit nicht sieht, hat ein dickes Problem. Galilei, Newton, Maxwell, Voigt, Lorentz, Poincare und sogar Einstein kann man das jedoch nicht vorwerfen.