Hallo Highway !
Hannes, wieso lässt du dir so was erzählen? Damit das Seil durch eine Kraftkomponente nach oben bewegt werden könnte muss doch eine Komponente vorhanden sein.
Nachträglich muss ich dir nocheinmal danken, dass du mich zurechtgerückt hast. Ich war schon drauf und dran, mich aus der Diskussion zurückzuziehen. Ich habe schon gesagt:
Wozu das Ganze !
Besonders die Diskussion mit meinem sehr geschätzten langjährigen Forenfreund Harald hat mir zugesetzt. Nicht nur, dass er mich herabgemindert und auch verhöhnt hat, wollte er mich auch mit einer unguten Finte fangen, indem er statt eines Kettenkarussells ein Kinderkarussell eingestellt hat und gesagt hat: Wo stehen hier die Ketten schräg !
Die sehr feinsinnige Jocelyne hat das sofort gemerkt und ihm das Zeichen für „verwirrt?“ mehrere mal hingesetzt.
Mit Ernst bin ich einige unfaire Sachen gewohnt und lache darüber.
Trotzdem hat mich die Diskussion weitergebracht:
1. Ich bin der Meinung, dass das sogenannte „rotierende System“ eine Illusion darstellt.
Obwohl ein rotierendes System in lokaler Umgebung denkbar ist, ist es unphysikalisch:
Da man nicht abgrenzen kann, wo das lokale System aufhört, würde nämlich nicht nur der Jahrmarkt um mich kreisen, sondern das ganze Universum. Und wenn ich aufblicke, sehe ich es auch: Die Sterne drehen sich mit. Das ist aufgrund der sich ergebenden Geschwindigkeiten nicht möglich. Ich sage daher, das rotierende System ist eine schöne Illusion, aber keine Realphysik.
2. Für mich existiert einzig und allein EIN Bezugssystem und das ist das IS !
In diesem IS sind beide diskutierten Kraftwirkungen möglich. Harald hat es in seinem letzten Beitrag sehr gut geschildert, wenn auch ungewollt:
Mit seiner Schilderung des Vorganges in der Wäscheschleuder hat er die Scheinkraft gut erklärt: Die Wassertropfen entfernen sich aus der Wäsche geradlinig. Ohne Krafteinwirkung.
Was sich mit Krafteinwirkung entfernt, ist die Wäsche !
Bei der Schilderung des Karussells ist es aber anders: Hier sind die Gondeln angehängt und werden mit Kraftwirkung aus ihrer geraden Bahn gezwungen und dabei wird als Gegenkraft die Beharrungskraft induziert.
Es ergibt sich also, dass in einem IS BEIDE Erscheinungen vorkommen können.
Scheinkräfte UND reale Beharrungskräfte.
Der ruhende Beobachter kann sehr wohl die Beharrungskräfte wahrnehmen: Sowohl sehen als auch messen. Er sieht sie an der Schrägstellung der Seile und kann sie schon aufgrund der Geometrie berechnen, aber auch mit der Formel: Fz= m*r*w^2, wobei in der Formel auch die Winkelgeschwindigkeit enthalten ist, die für die Hochstellung der Gondeln verantwortlich ist.
Zu sagen: In einem IS gibt es keine Beharrungskräfte, ist daher grundfalsch.
Halten wir uns lieber an Newton !
Mit bestem Gruß
Hannes