Dopplerradar

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Dopplerradar

Beitragvon Kurt » Fr 23. Aug 2019, 20:15

Rudi Knoth hat geschrieben:@Kurt » Fr 23. Aug 2019, 18:27

Weil man diese Folgerung nur bei einer "absoluten Zeit" machen kann.


Wie Jetzt?
Ist es denn nicht selbstverständlich das man im Zusammenhang stehende Aussagen auf einer gemeinsamen Zeitbasis macht?


Kurt

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Re: Dopplerradar

Beitragvon Lagrange » Fr 23. Aug 2019, 20:55

Rudi Knoth hat geschrieben:@Ernst » Fr 23. Aug 2019, 17:40

Und das ergibt sich eindeutig aus

f_r=(c+v)/λ0


So eindeutig ist dies nicht. Der Term c+v folgt aus der Bewegungsgleichung für die Zeit, in der die zweite Welle den Reflektor trifft.

Genau, so wird die Geschwindigkeit relativ zum Reflektor berechnet.

c+v = Strecke geteilt durch Zeit.
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Re: Dopplerradar

Beitragvon Lagrange » Fr 23. Aug 2019, 21:00

Rudi Knoth hat geschrieben:@Kurt und Lagrange zum Thema "bewegter LASER und SRT"

Jetzt wird es interessant.

Angenommen wir haben einen bewegten LASER und die Aussage, daß die Resonanzfrequenz der Atome sich verringert. Ebenso soll sich die Länge des Resonators nicht ändern. Dann würde der entlang seiner Achse bewegte Laser seine Funktion einstellen. Wenn dann der Resonator so eingestellt wird, daß der LASER wieder arbeitet, dann kann eine Drehung um 90 Grad diesen wieder beeinträchtigen, weil es dann eine andere Resonanzbedingung gibt.

Nach der SRT hätte man solche Probleme nicht. Nur die Länge des bewegten Resonators würde im BS, in dem er sich bewegt, verkürzt gemessen.

Nun bewegt sich aber die Erde nicht nur um die Sonne, sondern es rotiert das Sonnensystem um das Zentrum der Milchstraße. Dies sollte doch dann Auswirkungen auf die Wirkungsweise eines LASERs haben.

Gruss
Rudi Knoth

Unsinn, die Lichtgeschwindigkeit ist konstant relativ zur Erde.
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Re: Dopplerradar

Beitragvon Ernst » Sa 24. Aug 2019, 10:14

Rudi Knoth hat geschrieben:@Ernst » Fr 23. Aug 2019, 17:40

Und das ergibt sich eindeutig aus

f_r=(c+v)/λ0


So eindeutig ist dies nicht. Der Term c+v folgt aus der Bewegungsgleichung für die Zeit, in der die zweite Welle den Reflektor trifft.

Doch, umgestellt ergibt sich

(c+v) = λ0 * f_r

Eindeutig ist demzufolge c+v die Wellengeschwindigkeit am Reflektor.

Daraus folgt aber keineswegs, mit welcher Geschwindigkeit im Ruhesystem des Reflektors die Welle auf diesen trifft.

Danach hat gar keiner gefragt.
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Re: Dopplerradar

Beitragvon Rudi Knoth » So 25. Aug 2019, 06:38

@Ernst » Sa 24. Aug 2019, 11:14

Eindeutig ist demzufolge c+v die Wellengeschwindigkeit am Reflektor.


Hier haben wir wieder das alte Problem des Verständnisses der SRT. Diese Betrachtung ist im BS des Radargerätes sicher richtig, wenn man damit aussagt, daß sich die Welle dem Reflektor mit c+v nähert. Im BS des Reflektors gilt aber daß die Geschwindigkeit gleich c ist.

Gruss
Rudi Knoth
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Re: Dopplerradar

Beitragvon Lagrange » So 25. Aug 2019, 06:47

Rudi Knoth hat geschrieben:...Im BS des Reflektors gilt aber daß die Geschwindigkeit gleich c ist.

Gruss
Rudi Knoth

Nö, das gilt in der Realität nicht. Die SRT arbeitet mit falsch synchronisierten Uhren.

Im BS des Reflektors wird f'=2f gemessen wenn sich der Reflektor mit c bewegt. Laut SRT muss sich eine unendliche Frequenz ergeben.
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Re: Dopplerradar

Beitragvon Lagrange » So 25. Aug 2019, 06:53

Harald Maurer hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Der Sender sendet immer eine Bestimmte Frequenz unabhängig von Bezugssystem des Beobachters. Sonst muss für jeden Beobachter eine andere Frequenz gesendet werden. Gerade hier (Deine Argumentation) sieht man deutlich wie schwachsinnig die SRT ist.


D.h. in den Ruhesystemen mehrerer Autos, die sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten dem Sender nähern, werden die Wellen ein und desselben Radarsignals unterschiedlich "zusammengedrückt". Wie geht denn das? :o
Aber ich sehe noch ein viel schlimmeres Problem: Wegen c=const transformieren diese Wellen linear. Wenn Wellenlängen anders als materielle Stäbe transformieren, dann hat dies zur Konsequenz, dass ein Laser ausgeht (seine Resonanzbedingung verliert), wenn ein Beobachter sich relativ zu ihm bewegt, denn der Spiegelabstand verkürzt sich nur gemäß der quadratischen Lorentzkontraktion, während die Wellenlänge der Moden sich linear vergrößern oder verkleinern würde. Da kann man nur hoffen, dass der Polizist die Geschwindigkeit eines Autos nicht mit einer Laserpistole zu messen versucht... 8-)

Grüße
Harald Maurer

Vermutlich werden im Laser 2 Frequenzen erzeugt, wie das vom Laserkreisel bekannt ist. So oder so, es ergeben sich Probleme für den Polizisten.
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Re: Dopplerradar

Beitragvon krona » So 25. Aug 2019, 07:04

Lagrange hat geschrieben:Im BS des Reflektors wird f'=2f gemessen wenn sich der Reflektor mit c bewegt. Laut SRT muss sich eine unendliche Frequenz ergeben.
Leider nicht richtig. Der Reflektor kann, weil er eine Masse hat, sich nicht mit c bewegen.

LG
L.
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Re: Dopplerradar

Beitragvon Lagrange » So 25. Aug 2019, 07:06

krona hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Im BS des Reflektors wird f'=2f gemessen wenn sich der Reflektor mit c bewegt. Laut SRT muss sich eine unendliche Frequenz ergeben.
Leider nicht richtig. Der Reflektor kann, weil er eine Masse hat, sich nicht mit c bewegen.

LG
L.

Leider absolut dumm!

LG
L.
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Re: Dopplerradar

Beitragvon krona » So 25. Aug 2019, 07:24

Lagrange hat geschrieben:Nö, das gilt in der Realität nicht. Die SRT arbeitet mit falsch synchronisierten Uhren.
Der Satz ergibt keinen Sinn: Die SRT ist ein Modell, falsch synchroniserte Uhren wären ein Fehler in einem Meßvorgang und nicht im Modell.
Denn wenn es sich um einen Modellfehler handeln würde, könnte man ihn angeben und damit wäre die Theorie falsifiziert (=widerlegt). Das ist allerdings noch nie geschehen.

LG
L.
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