Der Link ist unvollständig und irreführend. Die Trägheit als reale Kraft wird hier im Sinne des
Machschen Prinzips eingeführt, und wie man zeigt, wirkt sie an der trägen Masse selbst - also nicht am beschleunigenden Körper nach Newton III. Dazu wird ausgeführt:
http://www.astrophysik.uni-kiel.de/~hha ... /index.htm , "Kraftkonzept","Newtonsche Kraft,Trägheit und Machsche Prinzipien":
Träge Masse
Die tägliche Erfahrung lehrt, daß ein Körper, dessen Geschwindigkeit vergrößert oder verkleinert werden soll, dieser Änderung einen Widerstand entgegensetzt. Dieses Widerstandsverhalten wird in der Physik als Trägheit oder träge Masse m bezeichnet und gilt als eine Eigenschaft der Materie.
Als Eigenschaft eines materiellen Körpers kann dieses Widerstandsverhalten jedoch keine Newtonsche Kraft sein, denn eine solche Kraft ist nur denkbar als Wechselwirkung zweier oder mehrerer Körper.Für die Trägheit als Eigenschaft eines einzelnen Körpers f
ehlt der wechselwirkende Partner und deshalb wird in den traditionellen Lehrbüchern der Physik die Trägheit nicht als Kraft angesehen und somit nicht als Vektor dargestellt.
Machsches PrinzipEs gibt eine Ausnahme, die auf den Beginn des 20 Jahrhunderts zurückgeht. Zu dieser Zeit verkündete der deutsche Physiker Ernst Mach einige Prinzipien über allgemeine Relativität und äußerte die Idee, daß ein Zusammenhang zwischen der Trägheit eines materiellen Körpers hier auf der Erde und der Masse aller Sterne im Weltraum existieren könnte.
„Die Masse dort beeinflußt die Trägheit hier“ lautete das Motto.
Diese Idee ist bis heute weder experimentell bewiesen noch widerlegt worden und bleibt somit
spekulativ. Sie eröffnet jedoch die
spekulative Möglichkeit eines Wechselwirkungspartners für die Trägheit und macht es somit leichter, das Widerstandsverhalten eines Körpers gegenüber einer Beschleunigung als eine reale Kraft zu begreifen.
In den folgenden Materialien wird diese Idee der Trägheit als reale Kraft übernommen und in der folgenden Form dargestellt.

Bei diesem Vorgehen muß beachtet werden, daß eine Trägheitskraft zwar real
ist aber nicht mit einer Newtonschen Kraft gleichgesetzt werden darf. Letztere kann an einem Körper angreifen und ihn beschleunigen, erstere nicht.Eine Trägheitskraft ist eine Beschleunigungs-Reaktionskraft, die nur während eines Beschleunigungsvorganges auftritt.
Sie kann nicht an einem Körper angreifen und ihn beschleunigen. Wenn jedoch eine Newtonschen Kraft an einem Körper angreift, macht die Trägheitskraft eine Beschleunigung möglich. Sie bietet den erforderlichen Widerstand, ohne den die Newtonsche Kraft auf ein Nichts, eine Art leeren Raum einwirken müßte.
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ZitatendeWer lesen und verstehen kann, wird diese Kraft der Trägheit nicht mit einer newtonschen Wechselwirkungskraft verwechseln, die ja am beschleunigenden Körper angreift und nicht am beschleunigten und einsehen, dass die Zentrifugalkraft keine Reaktionskraft nach Newton III sein kann. Wie im zitierten Text betont, kann die Trägheitskraft nicht an einem Körper angreifen und ihn beschleunigen, infolgedessen kann dies auch die Zentrifugalkraft nicht. Logischerweise, da es sich um eine Scheinkraft handelt, also um eine Rechengröße, die im rotierenden Bezugssystem nach d'Alembert oder wie im zitierten Text betont, spekulativ nach Mach eingeführt wird.
Grüße
Harald Maurer