Hallo Freunde,
ich hoffe, meine unbedeutende und bescheidene Meinung etwas zu der Diskussion beitragen würde:
Bruno würde ich soweit beipflichten, dass man sich zuerst in klassischer Mechanik (Elementarphysik) sehr gut auskennen müsste, um die RT kritisieren und eigene Theorien vorstellen zu können.
Seine Vorstellungen und Zitaten aus irgendwelchen Bücher betreffend die Relativbewegung teile ich aber nicht. Da liegt, nach m.M., nur Ernst richtig. Bei Abwesenheit von einem Äther, d.h. auch bei der reinen Emissionsvorstellung, gibt es nur Relativbewegung, bzw. Relativgeschwindigkeit und es kann nicht entschieden werden, wer der Bewegte ist.
Mit der Bezeichnung „Absolut“ werde ich aber sehr vorsichtig umgehen. Nicht mal Kreisbewegung (Rotation) kann als „absolut“ bezeichnet werden, weil „absolut“ etwas absolut umfassendes und als unbewegt definiertes voraussetzt. Der Raum an sich ist nichts, ist nur eine Leere. Ihm kann man kein Bewegungszustand noch Wechselwirkung zuschreiben, somit auch nicht als Relation heranziehen. Die Kreisbewegung ist auch eine Relativbewegung, aber zu was? Zu dem Raum bestimmt nicht – s. oben. Versuchen wir es mal der Reihe nach mit einigen Definitionen:
1. Gleichmäßige Translationsbewegung: Ein Körper ändert in dt seine Geschwindigkeit (Wert) und Bewegungsrichtung relativ zu seinem vorherigen inertialen Bewegungszustand NICHT. Der Körper ist in Ruhe zu sich selbst, bzw. zu seinem vorherigen Bewegungszustand.
2. Beschleunigte Translationsbewegung: Ein Körper ändert in dt seine Geschwindigkeit (Wert), nicht aber die Richtung, relativ zu seinem vorherigen inertialen Bewegungszustand.
3. Gleichmäßige Kreisbewegung: Ein Körper ändert in dt seine Richtung, nicht aber Geschwindigkeit (Wert), relativ zu seinem vorherigen inertialen Bewegungszustand.
4. Beschleunigte Kreisbewegung: Ein Körper ändert in dt seine Richtung und Geschwindigkeit (Wert) relativ zu seinem vorherigen inertialen Bewegungszustand.
Besonders bei den beschleunigten Bewegungen muss man den „vorherigen inertialen Bewegungszustand“ sich so vorstellen, als zu diesem Zeitpunkt eine Kraftwirkung beendet wurde und der Körper kräftefrei inertial sich weiterbewegen würde. Das wäre der Zustand z.B. bei Kreisbewegung, als wenn in vorherigen dt die Verbindung zum Zentrum, die eine Zwangskraft überträgt, reißen würde und der Körper inertial aus der Kreisbewegung herausgeschleudert wird.
Wie ihr sehen könnt, sind die verschiedenen Bewegungszustände klar und ohne „absolut“ und ohne „Raum“ definiert. Die Relation ist immer zu sich selbst im „vorherigen inertialen Bewegungszustand“, der eigentlich dem „vorherigen Ruhezustand“ entspricht. Einsteins
„... wesentlich ist ja nur, daß neben den beobachtbaren Objekten noch ein anderes, nicht wahrnehmbares Ding als real angesehen werden muß, um die Beschleunigung bzw. die Rotation als etwas Reales ansehen zu können.“ ist überflüssig.
Harald schreibt:
„Die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit ist eine Messkonstanz unter der Voraussetzung, dass man Uhrensynchronisation und Gleichzeitigkeitsdefinition nach Einstein durchführt. Wenn man die Messinstrumente mit Licht nach seiner Vorschrift synchronisiert, kann selbstverständlich nichts anderes als c gemessen werden.“
Ja, so ist es. Schade, dass die Relativisten die SRT nicht kennen. Eine Unabhängigkeit der LG von der Bewegung der Quelle kann es nur in einem Äther geben. Eine Unanhängigkeit der LG von der Bewegung des Beobachters kann es nicht geben – ausgenommen – s.oben – bei Falschmessung.
Ernst schreibt:
„In einem Raum ohne Äther existiert keine "Bewegung des Beobachters" und eine "Bewegung der Quelle". Lediglich existiert eine Relativbewegung zwischen Quelle und Beobachter.“
Schon richtig, dann würden jedoch verschiedene LG in Abhängigkeit von der Relativgeschwindigkeit gemessen. Das ist aber nicht der Fall. Etliche Beobachtungen und Experimente zeigen eine konstante relativ zur Erde LG. Und gerade das spricht Harald an – es waren immer bewegte relativ zur Erde Quellen und niemals bewegte relativ zur Erde Beobachter. Also, die Behauptung der Relativisten, die Invarianz der LG relativ zu bewegten Beobachtern sei ein Fakt, ist schicht und einfach falsch. Nun gut, Harald versucht die Relation zur Erde umzugehen und eine Relation zum absoluten Äther daraus zu konstruieren – es geht aber um das Prinzip der Unterscheidung zwischen Quelle- und Bobachterbewegung.
Harald meint:
„Wenn Prof. Bernard Schutz behauptet, der MM-Versuch würde die Invarianz der LG relativ zum Beobachter beweisen, so ist das für einen Direktor des Albert Einstein Instituts schlichtweg ein Armutszeugnis !“
Und Bruno antwortet:
„Was ist vom Direktor eines ideologischen "Albert Einstein Institutes" anderes zu erwarten?“
Meine vollste Zustimmung! Erneut ein Beweis, dass die Relativisten wenig Ahnung von Elementarphysik und SRT haben.
Was CMB, Smoot et al betrifft: Lieber Harald, Du weis ganz genau, dass diese Messungen keinen abs. Äther bestätigen, noch der SRT widersprechen. Eine LG wurde dabei nie gemessen, sondern nur Doppler. Und Doppler ist in der SRT auch vorhanden, wenn auch sehr komisch begründet.
Trigemina zeigt Lernresistenz und behauptet weiterhin, das ZP wäre mit den Beschleunigungen beim Reisenden zu erklären. Was und wie oft muss ich noch schreiben, so dass sie begreift, dass mit den Beschleunigungen auch nicht klappt. Abgesehen davon, dass bei der ZD es sich um Scheineffekte handelt:
1. Startbeschleunigung – die Rakete entfernt sich von der Erde = die bewegte Uhren verlangsamen sich.
2. Bremsbeschleunigung am Ziel = die bewegte Uhren laufen schneller, sie eilen.
3. Beschleunigung am Ziel in Richtung Erde = die bewegte Uhren verlangsamen sich.
4. Bremsbeschleunigung an der Erde = die bewegte Uhren laufen schneller, sie eilen.
Uhrzeitänderung, egal ob Schein oder Sein: 1. = -2.; 1. + 2. = 0; 3. = -4.; 3. + 4. = 0; Effekt: 0 + 0 = 0. Alles schön nach der RT. So einfach ist das, liebe Trigemina!
Viele Grüße
Ljudmil