Reicht das Relativitätsprinzip aus, um die SRT zu verstehen?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Reicht das Relativitätsprinzip aus, um die SRT zu verstehen?

Beitragvon julian apostata » Fr 2. Jun 2023, 10:55

Rudi Knoth hat geschrieben:Sei x' = Ax + Bt und t'=Cx + Dt, dann sind A und D die Elemente der Hauptdiagonalen und B und C die der Nebendiagonalen.




Bevor ich versuche, dir bis zum Ende zu folgen. Ist das bis hier her korrekt?
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Re: Reicht das Relativitätsprinzip aus, um die SRT zu verstehen?

Beitragvon Rudi Knoth » Fr 2. Jun 2023, 11:23

@julian apostata » Fr 2. Jun 2023, 11:55

Ja das ist richtig. IN diesem Fall wäre der Wert für n 1.

Gruß
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Re: Reicht das Relativitätsprinzip aus, um die SRT zu verstehen?

Beitragvon julian apostata » Fr 2. Jun 2023, 12:52

Rudi Knoth hat geschrieben:Des Weiteren gilt daß wegen der Bewegung der Koordinatensysteme mit der Geschwindigkeit v B=v ist

Soll das etwa heißen: Wenn S' sich gegenüber S mit v bewegt, dann gilt: B=v.
Wenn das wirklich so wäre, dann verstünde ich jetzt gar nichts mehr. Oder ist das anders gemeint?
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Re: Reicht das Relativitätsprinzip aus, um die SRT zu verstehen?

Beitragvon Rudi Knoth » Fr 2. Jun 2023, 13:05

@julian apostata » Fr 2. Jun 2023, 12:52

Soll das etwa heißen: Wenn S' sich gegenüber S mit v bewegt, dann gilt: B=v.
Wenn das wirklich so wäre, dann verstünde ich jetzt gar nichts mehr. Oder ist das anders gemeint?


Nein dann ist B= - Gamma*v.

Also muß man die Vorzeichen umkehren. Ebenso muß in deiner Form der Faktor Gamma vor B und C stehen. Also auch C=- Gamma*v.

Gruß
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Re: Reicht das Relativitätsprinzip aus, um die SRT zu verstehen?

Beitragvon bumbumpeng » Fr 2. Jun 2023, 15:07

Rudi Knoth hat geschrieben:Und damit sieht der Beobachter im Zug die Ereignisse nicht für gleichzeitig. Was soll daran unlogisch sein?
@Rudi Knoth, Absolut unlogisch ist aber, dass man aufgrund eines ganz normalen Beobachtungsergebnisses anhand der ganz normalen Physik daraus etwas ableiten will, wie die RdG, die es nicht gibt.
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Re: Reicht das Relativitätsprinzip aus, um die SRT zu verstehen?

Beitragvon McMurdo » Fr 2. Jun 2023, 15:18

bumbumpeng hat geschrieben:dass man aufgrund eines ganz normalen Beobachtungsergebnisses anhand der ganz normalen Physik daraus etwas ableiten will,

Woraus, wenn nicht aus Beobachtungen und Messungen willst du sonst etwas ableiten. Wann ist etwas gleichzeitig?
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Re: Reicht das Relativitätsprinzip aus, um die SRT zu verstehen?

Beitragvon Kurt » Fr 2. Jun 2023, 17:10

Rudi Knoth hat geschrieben:@Kurt » Do 1. Jun 2023, 22:12

Das was du wohl meinst kommt davon weil sich die Erde mal in Richtung, mal gegen die Richtung bewegt aus der das Sternenlicht kommt.
Dadurch muss das "Fernrohr" entsprechend geneigt werden. Das Fernrohr bewegt sich ja seitwärts weg bevor das oben reingekommene Licht unten ankommt.
Darum die Neigung damit das wieder passt.


Wie ist das denn dann beim VLBI (Very Long Baseline Interferometry) mit dem etwa die "Aufnahmen von Schwarzen Löchern" gemacht wurden? Hier benutzt man Zeitdifferenzenvon von Mustern zwiwchen den einzelnen (Radio-)Teleskopen. Die stellare Aberration macht sich auch hier bemerkbar und zeigt dann die Relativität der Gleichzeitigkeit.


Aus den Zeitdifferenzen zwischen den einzelnen Antennen ergibt sich die Richtung aus der das empfangene Signal kommt.
Dazu ist der Zeitversatz entscheidend.
Es müssen also synchrone Zeitmarken eingefügt werden damit nachträglich eine gemeinsame Zeitreferenz/Zeitbasis vorhanden ist.
Was das mit einer "Relativität der Gleichzeitigkeit" zu tun haben soll erschliesst sich einem technisch Interessierten nicht.
Klär mich mal dahingehend auf was sich da zeigen soll.

Rudi Knoth hat geschrieben:
u welchem Zweck erzeugst du im Resonator Stehwellen?
Was sind bewegte Resonatoren?


Kennst du denn nicht das Prinzip des LASER? Zwischen den beiden Spiegeln bilden sich stehende Wellen aus, mit denen die Atome in "Gleichtakt" gebracht werden.

Das ist mir schon klar, mir ist nur nicht klar was so ein Resonantor in einem Linearbeschleuniger machen soll. Zeig das mal.

Rudi Knoth hat geschrieben: "Bewegte Resonatoren" sind dann Resonatoren, die sich gegenüber dem Beobachter bewegen.


Was für/ein Beobachter und wie gegen was bewegt?
Hat die Bewegung irgendeines Beobachters eine Auswirkung auf die Vorgänge im Resonator?
Wenn ja: welcher Art?

Kurt

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Re: Reicht das Relativitätsprinzip aus, um die SRT zu verstehen?

Beitragvon Rudi Knoth » Fr 2. Jun 2023, 18:06

@Kurt » Fr 2. Jun 2023, 18:10

Was das mit einer "Relativität der Gleichzeitigkeit" zu tun haben soll erschliesst sich einem technisch Interessierten nicht.
Klär mich mal dahingehend auf was sich da zeigen soll.


Je mach dem, wie sich die Erde bewegt, ändert sich der Winkel und die Zeitdifferenz. Angenommen ein Objekt befindet sich senkrecht zur Ekliptik und die Antennenanordnung liegt parallel dazu.Bewegt sich die Antennenanordnung senkrecht zu ihrer Ausrichtung, hat man keine Zeitdifferenz also die Signale kommen gleichzeitig an. Bewegt sie sich parallel zu der Ausrichtung dann hat man die Aberration und damit kein gleichzeitigen Empfang des Signals. Also eine Relativität der Gleichzeitigkeit.

Das ist mir schon klar, mir ist nur nicht klar was so ein Resonantor in einem Linearbeschleuniger machen soll. Zeig das mal.


Man kann sich den Atomkern als Resonator vorstellen.

Was für/ein Beobachter und wie gegen was bewegt?
Hat die Bewegung irgendeines Beobachters eine Auswirkung auf die Vorgänge im Resonator?


Die Bewegung ist eine Relativbewegung. Die Bewegung selbst hat keinen Einfluss auf den Resonator. Aber der Beobachter misst einen kürzeren Abstand der Knoten und damit eine kleinere Gesamtlänge des Resonators.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Reicht das Relativitätsprinzip aus, um die SRT zu verstehen?

Beitragvon Kurt » Fr 2. Jun 2023, 18:57

Rudi Knoth hat geschrieben:@Kurt » Fr 2. Jun 2023, 18:10

Was das mit einer "Relativität der Gleichzeitigkeit" zu tun haben soll erschliesst sich einem technisch Interessierten nicht.
Klär mich mal dahingehend auf was sich da zeigen soll.


Je mach dem, wie sich die Erde bewegt, ändert sich der Winkel und die Zeitdifferenz. Angenommen ein Objekt befindet sich senkrecht zur Ekliptik und die Antennenanordnung liegt parallel dazu.Bewegt sich die Antennenanordnung senkrecht zu ihrer Ausrichtung, hat man keine Zeitdifferenz also die Signale kommen gleichzeitig an. Bewegt sie sich parallel zu der Ausrichtung dann hat man die Aberration und damit kein gleichzeitigen Empfang des Signals. Also eine Relativität der Gleichzeitigkeit.

Du sagst also damit aus, so mein Eindruck, dass es gar keine "Relativität der Gleichzeitigkeit" gibt, es sich einfach nur um einen Signallaufzeitunterschied wegen unterschiedlicher Streckenlänge handelt.
Wenn sich ein Beobachter gegen eine Signalquelle bewegt, also auf diese zu, dann kommt das gesendete Signal schneller auf ihn zu als zu einem der zur Strecke (hier wieder wie oben die Erdoberfläche) ruht.
Dabei ist es egal ob sich die Signalquelle selber bewegt oder nicht. Das hat auf die Signalgeschwindigkeit keinen Einfluss.
Die Geschwindigkeit mit der sich das Signal bewegt ist also unabhängig vom Sender oder Empfänger und abhängig von den Umständen vor Ort.
Das verlangt natürlich ein Medium das diesen Umstand bereitstellt.
Heisst im Klartext c+v bzw. c-v
Wir können also bei Gleichzeitig im normalem Sinn bleiben.
Gleichzeitig im Sinn von Gleichzeitig.
Schlagen zwei Blitze gleichzeitig in einem Zug ein, einer hinten, einer vorne, dann ist das Gleichzeitig erfolgt, und zwar ohne wenn und aber.
Einer der mittig zu den Einschlagsorten steht wird die beiden Blitzschläge gleichzeitig sehen, einer der im Zug mitfährt diese ungleichzeitig.
Grund: einem Signal fährt er entgegen, einem davon. Kann er die Signalgeschwindigkeit messen misst er c+v und c-v
Ist ja auch klar, die Signale laufen beide mit c über die Strecke (wiederum auf der Erdoberfläche, bei Ausklammerung des Sagnac-Effekts, betrachtet).

Rudi Knoth hat geschrieben:
Das ist mir schon klar, mir ist nur nicht klar was so ein Resonantor in einem Linearbeschleuniger machen soll. Zeig das mal.


Man kann sich den Atomkern als Resonator vorstellen.


Also nicht in einem Beschleuniger.
Wieso sagst du: "Man kann sich den Atomkern als Resonator vorstellen"?
Der Kern/Molekül ist der Resonanzkörper bei einer Atomuhr, ohne dessen Resonanz gäbe es keine Atomuhr.
Auch keine Atome und Moleküle, auch keine Materie.

Rudi Knoth hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Was für/ein Beobachter und wie gegen was bewegt?
Hat die Bewegung irgendeines Beobachters eine Auswirkung auf die Vorgänge im Resonator?


Die Bewegung ist eine Relativbewegung.

Relativ zu was?

Rudi Knoth hat geschrieben:Die Bewegung selbst hat keinen Einfluss auf den Resonator. Aber der Beobachter misst einen kürzeren Abstand der Knoten und damit eine kleinere Gesamtlänge des Resonators.


Es ist also egal ob und wie sich irgendein Beobachter gegen irgendwas bewegt, das hat keinerlei Auswirkungen auf den Resonator oder sonst irgendwas, der/das verhält sich immer gleich, egal wer ihn beobachtet.
Heisst dann auch: ein Beobachterwechsel ändert nichts an den Vorgängen die irgendwo aus irgend einem Grund so ablaufen wie sie ablaufen.
Heisst auch: eine bewegte Uhr taktet langsamer als wie wenn sie ruhend ist, egal wer hinschaut oder aus welcher Position er/jemand hinschaut. Die Taktung ist davon absolut unbeeinflusst.
Ein Systemwechsel eines Beobachters verändert da auch nichts, es bleibt wies ist, also ohne Einfluss.
Lediglich der Beobachter sieht ev. was anderes.

Kurt

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Re: Reicht das Relativitätsprinzip aus, um die SRT zu verstehen?

Beitragvon McMurdo » Fr 2. Jun 2023, 19:09

Kurt hat geschrieben:Schlagen zwei Blitze gleichzeitig in einem Zug ein, einer hinten, einer vorne, dann ist das Gleichzeitig erfolgt, und zwar ohne wenn und aber.
Einer der mittig zu den Einschlagsorten steht wird die beiden Blitzschläge gleichzeitig sehen, einer der im Zug mitfährt diese ungleichzeitig.
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Der eine misst sie also nicht gleichzeitig, der andere schon. Es gibt also zwei gleichwertige Beschreibungen. Wer hat nun recht?
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