Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon All » Sa 20. Jul 2013, 10:21

Harald Maurer hat geschrieben:
Lübecker hat geschrieben:Wenn die Frage nun ist, hat der Zug für einen zum Zug bewegten Beobachter eine kürzere Länge ist die Antwort ja. Ja seine Länge ist kürzer. Ist die Länge real kürzer? Ja klar, was denn auch sonst? Hat sich die Ruhelänge des Zuges verändert? Nein natürlich nicht, die ist eben konstant.

Ist ein Kirchturm für den entfernten Beobachter kleiner? Ja, er ist kleiner. Ja klar, was denn sonst! Hat sich die Ruhehöhe des Kirchtums verändert? Nein natürlich nicht, die ist eben konstant :o
Nach Lübeckers Predigten sind entfernte Kirchtürme real kleiner, die Oase einer Fata Morgana eine reale Oase, lichtgebrochene Stäbe im Wasser real geknickte Stäbe etc... Der Relativist will uns weismachen, dass die Halluzination eines Baums ein realer Baum ist. Aber es ist leider nur eine reale Halluzination und kein Baum. Er will uns weismachen, dass Körper keine materiell bedingten Längen, Ausdehnungen oder Volumina haben, das alles sei lediglich das Ergebnis einer Messung. Und die könnte unterschiedliche sein, und das wären dann wohl andere Längen, andere Ausdehnungen und andere Volumina. Der Relativist Lübecker hat's schwer, denn er wird ja wohl nicht glauben, dass irgend jemand, der nicht geradezu hirnamputiert ist, seinen Ausführungen folgen wird. Wir können Unterschiede aus Perspektiven, optischen Täuschungen und Halluzinationen von realen Dingen unterscheiden und wissen, dass ein Körper eine Ausdehung hat, die materiell durch die Anzahl und Beschaffenheit seiner Atome bestimmt ist und sich nicht verändert, bloß weil man unterschiedliche Maßstäbe anlegt. Nur Relativisten wissen das alles nicht. Und schwafeln uns mit reinster Esoterik die Ohren voll. :shock:

Grüße
Harald Maurer


Ja, das liegt doch aber nur daran, dass sie Messwerte akzeptieren die möglich sind, aber real nicht existieren. Das ist doch der Knackpunkt.

Der weitere Knackpunkt sind die unterschiedlichen Realitäten die jeder für sich in Anspruch nimmt.

Es existiert weder ein absoluter noch ein relativer Meter in der Natur.

Gruß

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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Hannes » Sa 20. Jul 2013, 10:38

All hat geschrieben:Es existiert weder ein absoluter noch ein relativer Meter in der Natur.

Das solltest du schon wissen. dass das Metermaß auf einer Vereinbarung zwischen Menschen beruht und nur durch eine andere Vereinbarung
verändert werden kann.
Hannes
 
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon All » Sa 20. Jul 2013, 10:48

Hannes hat geschrieben:
All hat geschrieben:Es existiert weder ein absoluter noch ein relativer Meter in der Natur.

Das solltest du schon wissen. dass das Metermaß auf einer Vereinbarung zwischen Menschen beruht und nur durch eine andere Vereinbarung
verändert werden kann.


Deine Aussage ist bereits in meiner enthalten. Der Messwert beruht auf einer Vereinbarung, er existiert nicht wirklich in der Natur.

Ein absoluter Meter unterliegt ebenso einer Vereinbarung wie ein relativer Meter. Wer hat es vereinbart? Die Menschen oder die Natur? Richtig die Menschen, wie du bereits sagtest. Die Natur schert sich einen Teufel um den relativen oder absoluten Meter.

Gruß

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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon DerDicke » Sa 20. Jul 2013, 10:53

Harald Maurer hat geschrieben:Ist ein Kirchturm für den entfernten Beobachter kleiner? Ja, er ist kleiner. Ja klar, was denn sonst! Hat sich die Ruhehöhe des Kirchtums verändert? Nein natürlich nicht, die ist eben konstant

Die SRT behauptet ja auch nicht, daß sich durch die LK die Ruhelänge eines Körpers verändern würde


Harald Maurer hat geschrieben:Nach Lübeckers Predigten sind entfernte Kirchtürme real kleiner,

Trotz unveränderter Ruhe-kanten-länge ist die Winkeltoleranz für einen Schützen kleiner, wenn die Zielscheibe 100m statt 50m entfernt ist.
Ist dieser Effekt nach Ihrer Ontologie "real"?
Trotz unveränderter Ruhelänge paßt der 120cm Besen bei 45Grad Kippung durch eine 90cm Türe
Ist dieser Effekt nach Ihrer Ontologie "real"?



Harald Maurer hat geschrieben:lichtgebrochene Stäbe im Wasser real geknickte Stäbe etc...

Hier haben Sie DenDicken falsch zitiert. Sind Sie argumentativ am Ende?


All hat geschrieben:Ja, das liegt doch aber nur daran, dass sie Messwerte akzeptieren die möglich sind, aber real nicht existieren.

Ihre Ontologie unterscheidet real existierende und nicht real existierende Meßwerte. Das ist interessant.
Wann ist ein Meßwert nicht real?
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon fallili » Sa 20. Jul 2013, 11:01

Harald Maurer hat geschrieben:Ist ein Kirchturm für den entfernten Beobachter kleiner? Ja, er ist kleiner. Ja klar, was denn sonst! Hat sich die Ruhehöhe des Kirchtums verändert? Nein natürlich nicht, die ist eben konstant :o
Nach Lübeckers Predigten sind entfernte Kirchtürme real kleiner, die Oase einer Fata Morgana eine reale Oase, lichtgebrochene Stäbe im Wasser real geknickte Stäbe etc... Der Relativist will uns weismachen, dass die Halluzination eines Baums ein realer Baum ist. Aber es ist leider nur eine reale Halluzination und kein Baum. Er will uns weismachen, dass Körper keine materiell bedingten Längen, Ausdehnungen oder Volumina haben, das alles sei lediglich das Ergebnis einer Messung. Und die könnte unterschiedliche sein, und das wären dann wohl andere Längen, andere Ausdehnungen und andere Volumina. Der Relativist Lübecker hat's schwer, denn er wird ja wohl nicht glauben, dass irgend jemand, der nicht geradezu hirnamputiert ist, seinen Ausführungen folgen wird. Wir können Unterschiede aus Perspektiven, optischen Täuschungen und Halluzinationen von realen Dingen unterscheiden und wissen, dass ein Körper eine Ausdehung hat, die materiell durch die Anzahl und Beschaffenheit seiner Atome bestimmt ist und sich nicht verändert, bloß weil man unterschiedliche Maßstäbe anlegt. Nur Relativisten wissen das alles nicht. Und schwafeln uns mit reinster Esoterik die Ohren voll. :shock:

Grüße
Harald Maurer

Ich würde gerne um etwas mehr Diffenzierung bitten.
Ich nehme an dass man mich auch als "Relativisten" bezeichen kann, und ich "schwafle sichern niemandem mit reinster Esoterik die Ohren voll".
Dass ich die mathematischen Aussagen der SRT anerkenne (solange niemand etwas besseres vorweisen kann) und dann versuche, mir die dadurch bedingten Aussagen der SRT irgendwie "halbwegs verständlich" zu machen und mir da halt manchmal "Experimente" ausdenke, von denen ich hoffe, das sie hilfreich sein könnten, hat meiner Meinung nach nix mit "schwafeln" zu tun.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon All » Sa 20. Jul 2013, 11:03

DerDicke hat geschrieben:
All hat geschrieben:Ja, das liegt doch aber nur daran, dass sie Messwerte akzeptieren die möglich sind, aber real nicht existieren.

Ihre Ontologie unterscheidet real existierende und nicht real existierende Meßwerte. Das ist interessant.
Wann ist ein Meßwert nicht real?


Ein Messwert ist dann real, wenn er sich innerhalb eines Systems befindet. Man kann das System als absolut oder relativ gestalten. Außerhalb von vereinbarten Systemen gibt es keine Messwerte, dort ist alles unbestimmt. Ein Messwert bestimmt das Ergebnis. Wir bestimmen die Messwerte. Ergo bestimmen wir nach den Messwerten, wie das Universum zu funktionieren hat.

Die Natur ist unbestimmt und wir wundern uns, das sie nicht so funktioniert, wie wir das wollen.

Nehmen wir mal als Aussage eine reales System. Ein reales System ist z.B. das Bohrsche Atommodell. Es ist aber nur ein Modell und damit nicht real wie die Natur. Zum anderen hat man ja auch erkannt, dass Elektronen keine Bahn nachgewiesen werden kann. Das Problem ist, dass hier jeder real anders definiert.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon All » Sa 20. Jul 2013, 12:26

All hat geschrieben:
Hannes hat geschrieben:
All hat geschrieben:Es existiert weder ein absoluter noch ein relativer Meter in der Natur.

Das solltest du schon wissen. dass das Metermaß auf einer Vereinbarung zwischen Menschen beruht und nur durch eine andere Vereinbarung
verändert werden kann.


Deine Aussage ist bereits in meiner enthalten. Der Messwert beruht auf einer Vereinbarung, er existiert nicht wirklich in der Natur.

Ein absoluter Meter unterliegt ebenso einer Vereinbarung wie ein relativer Meter. Wer hat es vereinbart? Die Menschen oder die Natur? Richtig die Menschen, wie du bereits sagtest. Die Natur schert sich einen Teufel um den relativen oder absoluten Meter.

Gruß

All


Danke für deinen Einwurf Hannes. Du hast damit verdeutlicht, dass alle Messwerte einer Vereinbarung unterliegen. Was für den Meter gilt, gilt für den Rest auch.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Kurt » Sa 20. Jul 2013, 12:49

All hat geschrieben:Danke für deinen Einwurf Hannes. Du hast damit verdeutlicht, dass alle Messwerte einer Vereinbarung unterliegen. Was für den Meter gilt, gilt für den Rest auch.


Selbstverständlich!

Jedwede Aussage zu irgendeine Grösse ist wertlos wenn der dazu verwendete Bezug nicht genannt ist bzw. nicht als (unstrittig) bekannt vorausgesetzt werden kann).


Kurt
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Harald Maurer » Sa 20. Jul 2013, 13:18

DerDicke hat geschrieben:Die SRT behauptet ja auch nicht, daß sich durch die LK die Ruhelänge eines Körpers verändern würde

Dann kann sich auch die Länge eines bewegten Körpers nicht verändern. Das Relativitätsprinzip unterscheidet Ruhe von inertialer Bewegung nicht.
DerDicke hat geschrieben:Trotz unveränderter Ruhe-kanten-länge ist die Winkeltoleranz für einen Schützen kleiner, wenn die Zielscheibe 100m statt 50m entfernt ist.
Ist dieser Effekt nach Ihrer Ontologie "real"?

Natürlich! Und welchen Einfluss nimmt dieser Umstand auf den Durchmesser oder sonstige Eigenschaften der Zielscheibe?
DerDicke hat geschrieben:Trotz unveränderter Ruhelänge paßt der 120cm Besen bei 45Grad Kippung durch eine 90cm Türe
Ist dieser Effekt nach Ihrer Ontologie "real"?

Ja, und der Effekt ist noch viel eindrucksvoller, wenn man den Besen samt Borsten der Länge nach durch ein 25cm-Loch schiebt. Und das geht bei beliebiger Länge des Besens. Inwiefern beeinflusst dieser "Effekt" die Länge des Besens?
DerDicke hat geschrieben:Hier haben Sie DenDicken falsch zitiert. Sind Sie argumentativ am Ende?

Keinesfalls! Es sollte kein Zitat des Dicken sein, sondern meine Ansicht über den Unterschied zwischen Schein und Realität zum Ausdruck bringen. Da gibt es eben einen Unterschied. Misst man einen bewegten Körper mit Uhren, und die sind mal synchron und ein andermal asynchron, muss man mit einer Fehlmessung rechnen und sollte nicht behaupten, es handle sich um zwei unterschiedliche Realitäten. Messmethoden können brauchbar oder unbrauchbar sein - aber die unbrauchbaren erzeugen keine neue Realität.
DerDicke hat geschrieben:Ihre Ontologie unterscheidet real existierende und nicht real existierende Meßwerte. Das ist interessant.
Wann ist ein Meßwert nicht real?

Jeder Messwert ist real! Aber ein Messwert ist ein Messwert ist ein Messwert! Ein Messwert ist kein Besen, kein Kirchturm und weder ein ruhender noch bewegter Körper. Ein Messwert nimmt keinen Einfluss auf das Gemessene. Dieses steht allen auch nur erdenklich möglichen Messwerten völlig unverändert gegenüber.

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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Harald Maurer » Sa 20. Jul 2013, 14:04

Lübecker hat wieder viel Blabla geschrieben und
Lübecker hat geschrieben:Ach was, und? In der SRT ist die Ruhelänge auch konstant.

In der privaten SRT Lübeckers ist das aber nicht so. Da wird die Ruhelänge eines Zuges durch LT länger!
Lübecker hat geschrieben:Sachliche Erklärungen im Rahmen der Physik sind kein Geschwafel, ist eben nun mal so.

Aber die Erklärungen in Lübeckers Rahmen sind Geschwafel. Und die schönste Eisenbahnrechnung nützt leider nichts, wenn der Ansatz klassisch und somit bereits nicht im Rahmen der SRT ist. Alle Effekte der SRT einschließlich der RdG gelten gleichermaßen für Wärter und Schaffner. Solange das nicht berücksichtigt ist, wird mit einer Absoluttheorie herum gerechnet und nicht mit einer Relativitätstheorie. "So schaut's aus!"

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