Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Mi 31. Okt 2012, 14:37

Ernst hat geschrieben:Demnach gibt es keinen Einfluß des Gravitationspotentials auf die Zeit bzw. den Uhrentakt?

Doch, deshalb kommt ja das oben mit 10,229999995453 MHz gesendete Signal unten mit 10,23 MHz an.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Hannes » Mi 31. Okt 2012, 15:06

Hallo fb !
Doch, deshalb kommt ja das oben mit 10,229999995453 MHz gesendete Signal unten mit 10,23 MHz an.

Warum sollt ihr nicht BEIDE recht haben ? Nur verstoßen BEIDE Aussagen gegen die Konstanz von c, wie die SRT behauptet.
Die ART verträgt sich schon nicht mit der SRT.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Ernst » Mi 31. Okt 2012, 15:11

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Demnach gibt es keinen Einfluß des Gravitationspotentials auf die Zeit bzw. den Uhrentakt?

Doch, deshalb kommt ja das oben mit 10,229999995453 MHz gesendete Signal unten mit 10,23 MHz an.

Wieso?
Das Signal wird ja nicht oben mit 10,229999995453 MHz gesendet.
Die Uhr wird am Boden auf 10,229999995453 getrimmt. Nach ART läuft sie dann im Orbit bei höheren Gravitationspotential mit 10,23 MHz (nachzurechnen mit den Werten aus der Grafik).
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon julian apostata » Mi 31. Okt 2012, 15:37

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Die Uhr wird also auf dem Erdboden auf 10,229999995453 MHz verstimmt, läuft im Orbit infolge des veränderten Gravitationspotentials bei 10,23 MHz und wird auf der Erde synchron zu den Erduhren mit 10,23 MHz empfangen.
Nanu. Wer hat denn da die gravitative Rot- bzw. Blau-Verschiebung der Frequenz auf dem Weg von oben nach unten gemopst? Oder gibt's die gar nicht? Hätte daher das GPS die ART widerlegt?

Die Uhr wird auf dem Erdboden auf 10,229999995453 MHz justiert und läuft im Orbit ebenfalls mit 10,229999995453 MHz. Das Signal kommt am Erdboden mit 10,23 MHz an, ist demnach blauverschoben. Nur durch die Berücksichtigung der ART funktioniert GPS.


Richtig!

Und jetzt führen wir mal das Pound-Rebka-Experiment mal mit unverstimmten Uhren aus.

Wir senden vom Erdboden aus mit 10,23 MHz

Am Satelliten werden gemessen 10,229999995453 Mhz

Jetzt verfrachten wir dieselbe Sendequelle zum Satelliten. Oben wird wieder mit 10,23 Mhz ausgestrahlt.

Auf der Erde kommen an: 10,230000004547 Mhz

10,230000004547 Mhz-10,229999995453 Mhz=0,000000009094 Mhz Frequenzunterschied

Nach Kurts Fantasiephysik würden allerdings nur 0,000000004547 Mhz Frequenzunterschied raus kommen, also |1*d|

Pound-Rebka maßen aber |2*d|.

Ernst hat geschrieben:
julian apostata hat geschrieben:Da weicht mal wieder jemand konsequent aus. Wenn es keine gravitative Rotverschiebunh gibt, warum wurde bei Pound-Rebka |2*d| gemessen?

Da faß dich mal lieber an die eigene Nase. Ich hatte dich schon darauf hingewiesen, daß hier nicht Pound/Rebka zur Debtte steht…


Klar, wenn das Experiment der eigenen Phantasiephysik widerspricht, dann steht dieses nach “SRT-Kritiker-Logik” nicht zur Debatte. :lol:
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Ernst » Mi 31. Okt 2012, 16:18

julian apostata hat geschrieben:Wir senden vom Erdboden aus mit 10,23 MHz
..
Jetzt verfrachten wir dieselbe Sendequelle zum Satelliten. Oben wird wieder mit 10,23 Mhz ausgestrahlt.
..
Auf der Erde kommen an: 10,230000004547 Mhz

Das hat mit der Wirklichkeit des GPS nichts gemein.
Die Satellitenuhren werden am Boden auf 10,229999995453 MHz justiert. Sie werden in den Orbit auf ein höheres Potential gebracht und laufen gemäß deiner WikiGrafik auf diesem Potential unter Berücksichtigung des Bewegungseffektes mit präzise 10,23 MHz. Und genau die 10,23 MHz kommen unten an.

Das passiert nur dann, wenn entweder der Graviatationseffekt der Zeit fehlt (die Uhr läuft oben und unten gleich) oder der Effekt der Blauverschiebung (keine Frequenzerhöung auf dem Weg nach unten).
In jedem Fall ist das nicht RT konform.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Kurt » Mi 31. Okt 2012, 17:22

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Doch, deshalb kommt ja das oben mit 10,229999995453 MHz gesendete Signal unten mit 10,23 MHz an.


Es kommt unten kein Signal, das mit 10,22 gesendet wurde, mit 10,23 an.
Es kommt unten ein Signal an das mit 10,23 gesendet wurde, egal woher es kommt, egal wo es gesendet wurde.


Gruss Kurt
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Harald Maurer » Mi 31. Okt 2012, 17:39

DerDicke hat geschrieben:Ihr einwand, Herr Maurer, macht nur Sinn wenn:
- daß die relativistische Frequenzkorrektur NICHT auf den Oszillator des Senders angewandt würde.
und gleichzeitig auch
- wie Sie behaupten Empfängerseitig keine Korrektur vorgenommen würde
Wo kann man diese Punkte überprüfen?


Die Uhren in den Satelliten laufen pro Tag um 38500 ns schneller als die Uhren am Erdboden. Daher wird die von den Uhren generierte Freqenz von 10,23 MHz, die als Grundlage für alle anderen gesendeten Frequenzen dient, um 0,00455 Hz vermindert, dies nach
∆t = ∆t′ (1 + ∆U/c²), wobei ∆U die Potenzialdifferenz zwischen Sender und Empfänger ist (davon wird die ZD der SRT noch abgezogen). Durch das konkret schnellere Laufen der Uhren ergibt sich dadurch wieder die Nominalfrequenz 10,23 MHz. Mit dieser Maßnahme sollen 99,6 % der rel. Effekte ausgeglichen sein. Eine zusätzliche Korrektur findet im Empfänger daher nicht statt, weil die ART ja auch nicht den doppelten Wert vorhersagt. Es werden demnach schon oben die Nominalfrequenzen gesendet und unverändert unten empfangen.

Aus "Satellitengeodäsie -Grundlagen,Methoden und Anwendung" von Prof.Dr.-Ing. Günter Seeber (Institut für Erdmessung, Universität Hannover), erschienen bei de Gruyter, ISBN 3-11-010082-7, Seite 298:
seeber_298.jpg
seeber_298.jpg (57.86 KiB) 3023-mal betrachtet


Grüße
Harald Maurer
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Mi 31. Okt 2012, 17:39

Kurt hat geschrieben:
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Doch, deshalb kommt ja das oben mit 10,229999995453 MHz gesendete Signal unten mit 10,23 MHz an.


Es kommt unten kein Signal, das mit 10,22 gesendet wurde, mit 10,23 an.

Doch. Genau so wurde es gemessen.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Mi 31. Okt 2012, 17:58

Ernst hat geschrieben:
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Demnach gibt es keinen Einfluß des Gravitationspotentials auf die Zeit bzw. den Uhrentakt?

Doch, deshalb kommt ja das oben mit 10,229999995453 MHz gesendete Signal unten mit 10,23 MHz an.

Wieso?
Das Signal wird ja nicht oben mit 10,229999995453 MHz gesendet.

Doch, aus der Sicht der Uhr im Orbit schon.
Ernst hat geschrieben:Die Uhr wird am Boden auf 10,229999995453 getrimmt. Nach ART läuft sie dann im Orbit bei höheren Gravitationspotential mit 10,23 MHz (nachzurechnen mit den Werten aus der Grafik).

Die Uhr im Orbit (UO) wird auf 10,229999995453 MHz justiert. Die Uhr auf der Erdoberfläche (UE) wird auf 10,23 MHz justiert.

Bringt man die Uhr UE von der Erdoberfläche in den Orbit, läuft UE immer noch mit 10,23 MHz, die Uhr, die schon im Orbit war (UO), immer noch mit 10,229999995453 MHz.

Bringt man die Uhr UO aus dem Orbit auf die Erdoberfläche, läuft sie immer noch mit 10,229999995453 MHz und die Uhr die schon auf der Erdoberfläche war (UE) immer noch mit 10,23 MHZ.

Nach ART läuft für einen Beobachter auf der Erdoberfläche die Uhr UE mit 10,23 MHz und die Uhr im Orbit UO ebenfalls mit 10,23 MHz (blauverschoben). Wäre ein Astronaut bei der Uhr im Orbit, sähe er UO mit 10,229999995453 MHz laufen und die Uhr auf der Erdoberfläche UE ebenfalls mit 10,229999995453 MHz (rotverschoben).
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Ernst » Mi 31. Okt 2012, 18:40

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Doch, aus der Sicht der Uhr im Orbit schon.

Die Sicht interessiert nicht. Die Anwendung bezieht sich komplett auf die Erdoberfläche.

Die Uhr im Orbit (UO) wird auf 10,229999995453 MHz justiert.

Worauf willst du diese Zeit beziehen? Dieser Frequenz im Orbit entspricht auf der Erde eine noch kleinere Frequenz von 10,229999990906 MHZ.

Bringt man die Uhr UE von der Erdoberfläche in den Orbit, läuft UE immer noch mit 10,23 MHz, die Uhr, die schon im Orbit war (UO), immer noch mit 10,229999995453 MHz.
Bringt man die Uhr UO aus dem Orbit auf die Erdoberfläche, läuft sie immer noch mit 10,229999995453 MHz und die Uhr die schon auf der Erdoberfläche war (UE) immer noch mit 10,23 MHZ.

Da vergleichst du unterschiedliche Bezugssysteme. Das gilt nicht für das einheitlich verwendete BS Erde. Siehe Grafik.

Bild
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Zuletzt geändert von Ernst am Mi 31. Okt 2012, 18:50, insgesamt 1-mal geändert.
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