Skeptiker hat geschrieben:Kurt hat geschrieben:Es ist halt nunmal so das eine bewegte Uhr langsamer taktet als wie wenn sie unbewegt wäre.
So hättest du es vielleicht gerne aber so ist es eben nicht. Eine Uhr taktet immer gleich schnell. Nämlich so wie sie bauweisebedingt eben eingestellt ist. Bei einer CS-133 Atomuhr eben nach 9.192.631.770 Takten immer eine Sekunde weiter.
Das kapiert unser Widerleger halt nicht. Es macht sich auch keine Gedanken über die Konsequenzen, die sich zwingend ergeben, wenn des denn so wäre wie er sagt. Da haben wir ja schon bei der Zuggeschwindikeit gesehen. Um die Absurdität seiner Behauptung nicht eingestehen zu müssen, verbietet er einfach einen Tacho im Zug, der die Fakten ganz eindeutig ans Licht bringen würde. Aber das gilt für ihn schon als unzulässige Veränderung der Szenerie. Da kann man mal sehen, wie realitätsnah seine Hirngespinste sind. Sobald man nur ein bisschen genauer hinschaut, zerfallen sie zu Staub.
Eine Märchengeschichte hab' ich noch:
Kurts Zugfahrer wurde von einer Firma geschickt, die Zentrifugen herstellt. Er hat ein Muster des neuen Modells dabei, das speziell für Schulen entwickelt wurde, und das soll er vorführen im Physikunterricht. Sein Chef ruft ihn unterwegs an und sagt, er solle nochmal sicher stellen, dass die Zenrtifuge auch wirklich mit der Höchstgeschwindigkeit von 1200 U/min. läuft und nicht etwa langsamer. Es wurde im Werk vergessen zu kontrollieren.
Also holt er das Ding während der Fahrt aus der Verpackung, verbindet seinen Laptop mit der Schnittstelle und dreht die Geschwindigkeit auf maximal hoch, wobei es sichtbar und hörbar zunehmend schneller dreht. Leider kennt er Kurts neu erfundenes Naturgesetz nicht, wonach die Uhr im Laptop langsamer läuft, weil der Zug ja in Bewegung ist. Da dauert die Sekunde halt länger als normal, die Minute natürlich auch und so nimmt das Schicksal seinen Lauf...
In der Schule angekommen erklärt er stolz das neue Modell, der Lehrer stellt es auf und schaltet es ein. Läuft super, wird wie erwartet schneller und schneller, bis es auf einmal – Krawumm! Schepper! Scherbel! – so viele Einzelteile von sich schleudert, dass der Lehrer von einem Teil erschossen wird und ein Mädchen in der vordersten Reihe ein Auge verliert, nebst einigen anderen Verletzten, die zum Glück gleich ambulant versorgt werden können.
Dumm gelaufen. Hätte man auf Kurt gehört, dann wäre die Katastrophe wohl ausgeblieben. Der dumme Handelsvertreter hätte ja wissen können, dass die 1200 U/min im Zug eine viel schnellere Bewegung in der Schule bedeuten, wo die Minute absolut kürzer ist, seitdem Kurt das Relativitätsprinzip außer Kraft gesetzt hat. Der Typ hätte also wissen können, dass die Zentrifuge viel zu schnell drehen wird, wenn er sie schließlich vorführt. Gefangen in seiner Märchenwelt kam ihm das halt nicht in den Sinn. Da kann man mal sehen, wie verheerend sich die märchenhaften Vorstellungen der anerkannten Physik auswirken können. Es ist ein Jammer.