LICHTUHR

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: LICHTUHR

Beitragvon Kurt » So 2. Mär 2014, 13:20

fallili hat geschrieben:Die Lichtuhr beweist gar nichts und muss auch nichts beweisen.
Sie zeigt nur auf, welche Folgerungen es zwingend hat wenn c immer und unter allen Umständen invariant ( also mit 300000 km/sek) gemessen wird.

Jeder der eben der Meinung ist, dass c nicht invariant ist sondern dass so was wie c+-v existiert, braucht sich gar nicht um die Lichtuhr "zu kümmern" ,weil man mit Argumenten für oder gegen die Lichtuhr gar nichts beweisen kann.


Aha, die ist also weg vom Fenster.

Vielleicht kann man das mit der Rakete beweisen, beweisen dass Licht das zu ihr hochläuft/aussen vorbeiläuft, aussen langsamer läuft als Licht das innen, losgetreten von dem Trigger an ihrem Hinterteil, schneller unterwegs ist als das was aussen läuft.

Wie ist das denn jetzt mit den beiden Sonden die um die Sonne rasen, gehen ihre Uhren überall und immer gleich oder nicht?
(oder braucht man sich um diese auch nicht zu kümmern)


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Re: LICHTUHR

Beitragvon Harald Maurer » So 2. Mär 2014, 13:39

Chief hat geschrieben:Warum? Das geht nur dann wenn man den Lichtstrahl schräg sendet! Wird der Lichtstrahl senkrecht gesendet, trifft er nicht die gegenüberliegende Stelle!

Wäre der Lichtstrahl ein Ball, der in einem fahrenden Zug zwischen Boden und Decke hin-und herspringt, so trifft er von jedem BS aus gesehen auch immer dieselben, "richtigen" Stellen. Der dazu relativ ruhende Beobachter sieht aber den Ball in einer Zickzack-Linie hüpfen! Da gibt es auch kein Problem, weil für den trägen Ball das Galileische Additionstheorem gilt. Das Licht trifft zwar ebenso wie der Ball die "richtigen" Stellen, aber seine Geschwindigkeit soll für jeden Beobachter c betragen! Deshalb braucht der Strahl in der Zickzacklinie für den relativ ruhenden Beobachter länger als für den mitbewegten Beobachter. Deshalb gilt die ZD auch nur für den relativ ruhenden Beobachter und für den mitbewegten nicht! Dieser würde hingehen die Zickzack-Bewegung bei einer Lichtuhr sehen, die sich beim ruhenden Beobachter befindet.
Die in der Animation gezeigte Aberration ergibt sich, weil die Lichtquelle gegenüber dem bewegten Bezugssystem ruht, also eine Relativbewegung zwischen Lichtquelle und der "richtigen" Stelle vorliegt. Die SRT erklärt diese Aberration daher ausschließlich mit dieser Relativbewegung. Ruht aber die Lichtquelle im gleichen IS wie der senkrecht angebrachte Spiegel, dann gäbe es diese Aberration nur bei existierendem Äther. Bei einer Lichtuhr ruhen Lichtquelle und Spiegel zweifellos im gleichen IS. Daher gibt es keine Aberration des Lichtstrahls. Deshalb ist der Bewegungszustand mit Licht-Experimenten innerhalb eines IS auch nicht feststellbar. Das ist zwar ein Indiz für die SRT, aber schon Michelson hat dieses Fehlen der Aberration mit einem veränderten Reflexionsverhalten bei im Äther bewegten Spiegeln erklärt.

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Re: LICHTUHR

Beitragvon Harald Maurer » So 2. Mär 2014, 16:22

fallili hat geschrieben:Die Lichtuhr beweist gar nichts und muss auch nichts beweisen.
Sie zeigt nur auf, welche Folgerungen es zwingend hat wenn c immer und unter allen Umständen invariant ( also mit 300000 km/sek) gemessen wird.

Man kann aber mit der Lichtuhr zeigen, dass die Lichtuhr selbst als Erklärungsschema oder Mittel zur Herleitung der ZD nichts taugt, weil aus Sicht des ruhenden Beobachters auf die bewegte Uhr die Laufstrecke für das Licht länger ist als jene für die Spiegel und schon nach kurzer Zeit das Licht die Spiegel nicht mehr einholen kann! Das träte auf jeden Fall bei Relativgeschwindigkeiten höher als 0,8 c ein und würde bedeuten, dass für den ruhenden Beobachter die bewegte Lichtuhr nach sehr kurzer Zeit nicht mehr funktioniert, wogegen der mitbewegte Beobachter die Uhr nach wie vor unbegrenzt lang laufen sähe!
Damit ist sowohl die Lichtuhr als auch die ZD reif für Tonne!

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Re: LICHTUHR

Beitragvon REBE » So 2. Mär 2014, 16:37

@ Harald,
egal ob Einstein die Lichtuhr verwendet hat oder nicht, er hat sie auf alle Fälle genutzt und geduldet um seine Theorie zu stützen, und darauf kommt es an. Weiter kommt es darauf an wie die Lichtuhr erklärt wird. Die Erklärung, dass der Impuls einen schrägen Verlauf nimmt ist nicht korrekt. Der Impuls geht nur auf- und abwärts und das je 1 Sekunde. Die eine Sekunde wird von der Lichtuhr eingehalten egal ob in Ruhe oder Bewegung.
Wie kann ich einerseits behaupten, der Impuls geht 1 Sekunde aufwärts und im gleichem Atemzug wird behauptet der Impuls benötigt eine längere Zeit weil er eine längere (schräge) Strecke durchlaufen muss? Die Krönung dazu ist die mathematische Untermauerung.
Mir zieht es da die Schuhe aus und danach die Socken.

Hab eine schöne einfache Seite dazu gefunden:

http://www.schule-bw.de/unterricht/faec ... tation.htm

Ich meine auch einmal einen sehr alten Filmstreifen gesehen zu haben der durch Zufall gefunden wurde an dem Einstein mitgewirkt hatte und dort auch eine ähnliche Animation wie die Lichtuhr gezeigt wurde. Es war die Zick-Zack-Kurve die eigentlich keine ist. Zick-Zack wird es nur wenn ich diese Animation Schritt für Schritt zeichne, aber wenn ich diesen Vorgang in flüssiger Bewegung zeichne wird es eine Sinuskurve.
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Re: LICHTUHR

Beitragvon Kurt » So 2. Mär 2014, 16:50

REBE hat geschrieben:Es war die Zick-Zack-Kurve die eigentlich keine ist. Zick-Zack wird es nur wenn ich diese Animation Schritt für Schritt zeichne, aber wenn ich diesen Vorgang in flüssiger Bewegung zeichne wird es eine Sinuskurve.


Wie stellst du dir denn das vor?
Wenns ein Sinus werden soll dann muss sich die Geschwindigkeit des Lichtes in Abhängigkeit vom Abstand zum Spiegel ändern, das ist aber bei einer Lichtuhr nicht der Fall.

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Re: LICHTUHR

Beitragvon All » So 2. Mär 2014, 17:03

Letztlich kann man auch sagen, dass der unbewegte Beobachter falsch beobachtet hat.

Was beschreibt der unbewegte Beobachter? Seine subjektive Sichtweise, die er auf eine gedachte Linie fokussiert, die real gar nicht existiert.

Ich weiß nicht, so schwer ist das doch gar nicht.

Was passiert denn in der Natur? Dort verschwimmen alle Bewegungen ineinander. Wenn es anders wäre, gäbe es kein Universum.
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Re: LICHTUHR

Beitragvon Kurt » So 2. Mär 2014, 17:10

All hat geschrieben:Letztlich kann man auch sagen, dass der unbewegte Beobachter falsch beobachtet hat.

Was beschreibt der unbewegte Beobachter? Seine subjektive Sichtweise, die er auf eine gedachte Linie fokussiert, die real gar nicht existiert.

Ich weiß nicht, so schwer ist das doch gar nicht.

Was passiert denn in der Natur? Dort verschwimmen alle Bewegungen ineinander. Wenn es anders wäre, gäbe es kein Universum.


Wenn du die Vorgänge die in der Natur stattfinden, deren Verstehen, darauf beschränkst was wir mit unseren Sinnen erkennen können dann kannst du genau so gut gleich Postulate setzen.


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Re: LICHTUHR

Beitragvon All » So 2. Mär 2014, 17:45

Dann erkläre mir mal, wie man ohne Sinne etwas darlegen kann. Ohne Sinn, alles sinnlos, gelle.

Außerdem habe ich eine natürliche Bezugslosigkeit beschrieben, die nur durch unser Denken in Form von Abstraktionen unterbrochen wird.

Dass wir nur unvollständig beobachten können, sollte auch klar sein, oder nicht?
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Re: LICHTUHR

Beitragvon Kurt » So 2. Mär 2014, 17:52

All hat geschrieben:Dann erkläre mir mal, wie man ohne Sinne etwas darlegen kann. Ohne Sinn, alles sinnlos, gelle.


Hab ich was in der Art "ohne Sinne" geschrieben?

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Re: LICHTUHR

Beitragvon All » So 2. Mär 2014, 17:55

Zieh die Nummer mit anderen ab. Mit mir nicht.
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