Harald Maurer hat geschrieben:
Einstein schreibt:
Nach dem soeben Gesagten müssen wir aber an Stellen verschiedenen Gravitationspotentials uns verschieden beschaffener Uhren zur Zeitmessung bedienen. Wir müssen zur Zeitmessung an einem Orte, der relativ zum Koordinatenursprung das Gravitationspotential ɸ besitzt, eine Uhr verwenden, die – an den Koordinatenursprung versetzt – (1 + ɸ/c²) mal langsamer läuft als jene Uhr, mit welcher am Koordinatenursprung die Zeit gemessen wird.
Na und? Genau das wird doch gemacht. Man verwendet im Orbit Uhren, die auf der Erde pro Sekunde um 444 Picosekunden nachgehen würden und im Orbit halbwegs mit Erduhren synchron gehen.
Diese 444 Picosekunden konnte die SRT schon vor 100 Jahren ausrechnen. Die klassische Physik konnte das nicht.
Wenn du mir beim letzten Satz widersprechen möchtest, dann solltest du mir vorrechnen können, wie man bei einem Wechsel von 9,81 m/s² auf 0 m/s² auf diese 444 Picosekunden kommt, beziehungsweise auf eine Quelle verweisen, wie Newton das gerechnet hätte.
444 Picosekunden können natürlich nur eine Grobkorrektur darstellen, allein wegen des nicht vollkommen homogenen Gravitationsfeldes.
Aber das kennt man doch auch aus dem Alltag. Wenn ich weiß, meine Wanduhr geht pro Woche etwa eine Minute nach, dann fahr ich ein paar Monate ganz gut damit, wenn ich sie wöchentlich wieder um eine Minute vorstelle, ohne auf die offizielle Zeit zu schauen. Hin und wieder muss ich aber doch mal ein paar “Schaltsekunden” einfügen.
Harald will uns einfache Alltagsphänomene als Beweis gegen die RT verkaufen.
Harald Maurer hat geschrieben:
Die Uhren in S1 und S2 geben also nicht beide die ,,Zeit“ richtig an.
Beim GPS ist es also so, dass die Erduhren die richtige Standortzeit zeigen, die Orbituhren müssen natürlich die falsche Orbitzeit anzeigen, damit sie mit den Erduhren halbwegs synchron ticken.