Konstanz der Lichtgeschwindigkeit

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Konstanz der Lichtgeschwindigkeit

Beitragvon Kurt » Di 27. Nov 2012, 18:50

Chief hat geschrieben:Wie meinst Du das? Es ist ganz einfach, Deine Behauptungen sind Lügen weil sie z.B. durch GPS eindeutig widerlegt sind und das weißt Du auch!


Vorzeigen, nicht nur behaupten!!
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Re: Konstanz der Lichtgeschwindigkeit

Beitragvon absolut » Di 27. Nov 2012, 19:04

Kurt hat geschrieben:
absolut hat geschrieben:Immer wenn ich Kurt lese, muß ich kotzen!
:(


Na dann sparst du dir das Kotzmittel.
Auch das Abführmittel?


Ja, ich fürchte, ich kriege jetzt auch Durchfall ...
:evil:
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Re: Konstanz der Lichtgeschwindigkeit

Beitragvon Ralf Maeder » Mi 28. Nov 2012, 02:45

Auch ich waere sehr daran interessiert, ob es denn experimentelle Beweise fuer die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit gibt. Die Rumreiterei auf dem GPS finde ich sehr ermuedend, bestimmt weil ich es eben (noch) nicht verstehe.
Andereseits koennte es zum Beispiel Experimente zur Messung der Geschwindigkeit von Licht geben, das von einem bewegten Emitter ausgestrahlt wird. Ob sowas schon realisiert werden konnte mit eindeutigen Ergebnissen?

Davon abgesehen brennt mir im Moment eine Frage unter den Naegeln, die vielleicht nur ein Laie stellen kann, aber trotzdem hier kommt sie:
Wie erklaert die SRT (und wenn sie es nicht tut, welche andere Theorie hat dazu eine Erklaerung?), dass Materie sich nicht schneller als nahezu Lichtgeschwindigkeit bewegen kann und Licht eben genauso schnell ist, aber nicht schneller (im Vakuum)?
Sollte man nicht meinen, dass dazu eine universumweite, allesausfuellende physikalische Ursache (Aether oder aehnliches) exisitieren sollte (die soweit ich weiss nicht Bestandteil der SRT ist), denn wie sonst soll die Materie und das Licht "wissen", wie schnell sie sich bewegen darf. Laut SRT ist alles relativ, aber was soll denn der verbindende "Effekt" zwischen den Bezugssystemen sein, damit ein System Einfluss auf ein anderes haben kann, wie es sich durch die vermeintliche relativistische Geschwindigkeitsaddition aeussert?

Vielleicht rede ich ja nur Bloedsinn. Hoffe keinem Uebelkeit oder Bauchweh zu verursachen.

Gruss Ralf.
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Re: Konstanz der Lichtgeschwindigkeit

Beitragvon Ralf Maeder » Mi 28. Nov 2012, 15:33

@Artie, danke fuer deine Antwort. Die Formel E=mc^2 beinhaltet aber schon die Lichtgeschwindigkeit. Die LG wird also nicht irgendwie aus der Theorie begruendet (sondern postuliert wenn ich mich nicht irre).
Chief hat den Aether erwaehnt, weil ich ihn ebenfalls in meinem Post kurz erwaehnt hatte.

Das mit dem "Einflussnehmen zwischen den Bezugssystemen" meinte ich indirekt: z.b. bewegt sich ein Bezugssystem mit grosser Geschwindigkeit und innerhalb dieses bewegt sich ein Koerper ebenfalls mit grosser Geschwindigkeit. Die Geschwindigkeiten sollen sich also fuer einen aussenstehenden Beobachter laut der relativistischen Geschwindigkeitaddition aufsummieren. Also gibt es meines Verstaendnisses halber einen physikalischen Effekt (hoffentlich nicht nur ein Postulat), der verhindert, dass die so aufsummierten Geschwindigkeiten die Lichtschwindigkeit erreichen koennen. Was das laut Einstein genau sein soll, da stehe ich zur Zeit noch auf dem Schlauch?

Artie, weisst du etwas von Experimenten ueber die Messung der Lichtgeschwindigkeit mit einem bewegten Emitter?

Gruss Ralf.
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Re: Konstanz der Lichtgeschwindigkeit

Beitragvon Kurt » Mi 28. Nov 2012, 15:51

Ralf Maeder hat geschrieben:Artie, weisst du etwas von Experimenten ueber die Messung der Lichtgeschwindigkeit mit einem bewegten Emitter?


Schau mal bei

Max Born: "Die Relativitätstheorie Einsteins"

siebte Auflage, Seite 327 Abb 144
"Messung der Lichtgeschwindigkeit mit Hilfe von schnell bewegten , Strahlenden" phi0 - Mesonen"


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Re: Konstanz der Lichtgeschwindigkeit

Beitragvon Ernst » Mi 28. Nov 2012, 15:58

Ralf Maeder hat geschrieben:Artie, weisst du etwas von Experimenten ueber die Messung der Lichtgeschwindigkeit mit einem bewegten Emitter?

Es gibt da diese Experiment von Alväger:

http://de.wikipedia.org/wiki/Korpuskeltheorie

Alväger et al. (1964) führten nun weitere Tests mit π0-Mesonen durch, die bei einer Geschwindigkeit von 99,9 % der Lichtgeschwindigkeit in Gammastrahlen zerfallen. Die Messung der Flugzeit ergab, dass sich die Photonen weiter mit Lichtgeschwindigkeit bewegten,...


Das Ergebnis läßt sich aber leicht auch mit der Emitterthese und dem Äther erklären.
.
.
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Re: Konstanz der Lichtgeschwindigkeit

Beitragvon Gerhard Kemme » Mi 28. Nov 2012, 19:27

Ralf Maeder hat geschrieben:Auch ich waere sehr daran interessiert, ob es denn experimentelle Beweise fuer die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit gibt.

Zuerst sollte angemerkt werden, dass der Begriff "Konstanz der Lichtgeschwindigkeit" nicht eindeutig ist - d.h. es gibt auch den Begriff "Invarianz der LG". Insofern werden wir uns hier immer etwas nach dem Kontext richten müssen, was gerade aktuell gemeint ist.
Ralf Maeder hat geschrieben:Andereseits koennte es zum Beispiel Experimente zur Messung der Geschwindigkeit von Licht geben, das von einem bewegten Emitter ausgestrahlt wird. Ob sowas schon realisiert werden konnte mit eindeutigen Ergebnissen?

Das wird nach meiner Kenntnis ständig realisiert, indem umeinander kreisende Doppelsterne beobachtet werden. Das Beobachtungs-Resultat ist, dass das Licht unabhängig von Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung der Lichtquelle ist. Es ist so als ob ein Vogel von einem Schiff wegfliegt - er hat nach kurzer Zeit seine eigene Geschwindigkeit im Medium Luft.
Ralf Maeder hat geschrieben:Wie erklaert die SRT (und wenn sie es nicht tut, welche andere Theorie hat dazu eine Erklaerung?), dass Materie sich nicht schneller als nahezu Lichtgeschwindigkeit bewegen kann und Licht eben genauso schnell ist, aber nicht schneller (im Vakuum)?

Die Bewegung im Vakuum ähnelt der Bewegung in Luft, wenn es um die Annäherung an LG oder Schallgeschwindigkeit geht, d.h. je näher man an die Geschwindigkeitsgrenze kommt, desto mehr Energie muß aufgewendet werden, um eine konstante Beschleunigung aufrechtzuerhalten - es gibt gute Gründe hier einen zunehmenden Widerstand des Mediums zu vermuten.
Nach meiner Kenntnis ist deine Frage einfach strittig, d.h. bei der (geheimen) Abstimmung über die Frage, ob eine Überschreitung der LG möglich sei, würde es unter Fachleuten keine eindeutige Meinung geben.
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Re: Konstanz der Lichtgeschwindigkeit

Beitragvon Kurt » Mi 28. Nov 2012, 19:55

Chief hat geschrieben:
Artie hat geschrieben:...
Es gibt keine absolute Zeit, keine "Uhr Gottes" die die Zeit im ganzen Universum, einheitlich Vergehen lässt.
...



Richtig, es gibt überhaupt keine Zeit "die Zeit".

Chief hat geschrieben:Und warum nicht? Wo ist das Problem? :shock:
Ist "jetzt" nicht im ganzen Universum "jetzt"? :?


Nein, es ist nur da Jetzt wo dieses Da ist.
Nebenan ist auch Jetzt, aber eben nicht dasda.

Ein "im Ganzem Universum" gibts nicht, denn das Universum ist dynamisch, es exisiert keine einzige Konstante und auch keinerlei direkte Anhängigkeit der einzelnen Bereiche untereinander.
Jeder Bereich, eigentlich alles was ein bisserl grösser als ein Punkt ist, ist für sich alleine.
Er hat sein Jetzt und hat seine Ortsfaktoren/Umstände.
Das ist alles was ist, ausser der Substanz die das alles sein lässt, der Träger eben.
Achja, die Naturgesetze sind ja auch noch da.


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Re: Konstanz der Lichtgeschwindigkeit

Beitragvon Nabla » Do 29. Nov 2012, 15:01

Hallo zur Konstanz der Lichtgeschwindigkeit !

Nach der Relativitätstheorie ist die Lichtgeschwindigkeit systeminvariant. Will heißen, dass Licht weist immer und unter allen Umständen seine bekannte Geschwindigkeit auf und dies unabhängig von der Quelle und dem beliebig bewegten Beobachter.

Und in der Tat erweisen alle Messungen der Lichtgeschwindigkeit diese konstante Geschwindigkeit.
Bei genauer Betrachtung ist dies auch kein Wunder, denn alle Messungen erfolgen mit optischen Mitteln. Dabei ist es unumgänglich, dass das Licht mit Materie in Kontakt gerät. Bei jedem Kontakt stellt sich immer genau Lichtgeschwindigkeit zu dem entspreched kontaktierten Materie ein. Selbst, wenn das Licht mit einer kleineren oder größeren Geschwindigkeit auf die Materie trifft, verläßt das Licht genau mit Lichtgeschwindigkeit die Materie (gemessen zu der Materie).
Es erscheint nahezu unmöglich mit einem Experiment auf der Erde diesen Vorgang zu durchleuchten. Es reichen bereits Gasmolekule mit denen das elektromagnetische Feld des Lichtes interagiert, um die Geschwindigkeit anzugleichen.
Bei Normaldruck liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Photon mit einem Gasmolekül interagiert unter 20 nm. Also einer Entfernung, die nicht meßbar ist. Geht man in einen Behälter, der auf Hochvakuum gesaugt wurde, ergebt sich zwar eine größere mittlere freie Weglänge, aber immer noch nicht groß genug, um bei der enormen Geschwindigkeit des Lichtes irgendetwas auflösen zu können. Hinzu kommt, dass die Kommunikation der Lichtwelle durch elektische Verschiebung und magnetische Induktion erfolgt. Die Lichtwelle selbst bewirkt eine Verschiebung der Ladungen in der Materie , wodurch die Lichtgeschwindigkeit verringert wird. Nach Verlassen des Einflußbereiches nimmt das Licht wieder die wohlbekannte Lichtgeschwindigkeit an. Da man nicht weiß wie weit dieses Interagieren reicht, sind solche Messungen kaum durchführbar. Es gibt meines Wissens nur eine Möglichkeit: Ein Objekt im Weltall, welches kontinuierliche Lichtsignale in den Raum sendet und sich dabei so dreht, dass ein Lichtsignal in Richtung Erde abgesendet wird und das andere Lichtsignal bei der Bewegung weg von der Erde ihr Licht abgibt.
Solche Himmelskörper existieren. Es sind Röntgenpulsare.
Am Beispiel der Röntgenpulsars Centauruas X 3 konnte ich zeigen, dass das Lcht auf einer relativ kurzen Strecke sich mit der Umdrehungsgeschwindigkeit überlagert.
Die bisher vorliegenden Berechnungen (Ute Kraus Uni Würzburg) beruhen auf dem Modell der Relativitätstheorie und ergeben, dass sich der Begleitstern als Roter Riese präsentieren muß, um eine Materieakkretion zuzulassen.
Nun konnten das Licht von einigen Begleitsternen untersucht werden, wobei sich herausstellt, dass der Begleitstern des Centaurus X 3 blau leuchtet. Es ist also ein Stern, der weit weg ist von einem Roten Riesen.
Da die Hochverehrten Frau Proffessorin Ute Kraus um Erfahrungsbeiträge zu ihren Veröffentlichungen bat, habe ich ihr
diese Diskrepanz zugesendet.
Ach nach längeren Warten : :mrgreen: Keine Antwort :mrgreen:
:roll: ist auch eine Antwort. :roll:

Gruß Nabla
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Re: Konstanz der Lichtgeschwindigkeit

Beitragvon Hannes » Do 29. Nov 2012, 21:02

Hallo Nabla !
Bei genauer Betrachtung ist dies auch kein Wunder, denn alle Messungen erfolgen mit optischen Mitteln. Dabei ist es unumgänglich, dass das Licht mit Materie in Kontakt gerät. Bei jedem Kontakt stellt sich immer genau Lichtgeschwindigkeit zu dem entspreched kontaktierten Materie ein.

Deine Aussage sagt nämlich folgendes aus:
Das Licht hat keine "Eigengeschwindigkeit", sondern lediglich eine "Weiterleitungsgeschwindigkeit", natürlich derjenigen Materie, die es gerade durchquert. So kommt der Streit um die LG zustande.
Jeder glaubt, das Licht würde sich wie Schrotkugeln fortbewegen.
Dabei ist die Lichtgeschwindigkeit aufgrund der masselosigkeit der Impulse immer nur von der durchquerten Materie abhängig, die die Weiterleitung bewerkstelligt.
Mit Gruß
Hannes
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