Gedankenspiele und Experimente zur Relativitätstheorie

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Gedankenspiele und Experimente zur Relativitätstheorie

Beitragvon DerDicke » Mi 7. Nov 2012, 09:46

Nabla hat geschrieben:Das Licht eines Autoscheinwerfers wird nach 200 nm bereits an die Geschwindigkeit der Gasmoleküle angeglichen.

Das stimmt nicht. Sei Fizeau ist bekannt, daß diese Mitführung nur eine teilweise ist und durch das relativistische Additionstheorem gut beschrieben wird.



Nabla hat geschrieben:Licht folgt im freien Weltall mit einer Verzögerung von mehreren Milliarden km dern gravitativen Verhältnissen.

Und wo gibts ein konkretes Modell für diesen angeblichen Mitführungseffekt?



Nabla hat geschrieben:Alle Versuche die Emissionstheorie zu falsifizieren, sind selbst falsch.

Da haben Sie nun wieder irgendwie recht, denn diese Versuche kann es nicht geben. Die "Emmissionstheorie" ist keine Theorie im physikalischen Sinne - mithin als Theorie nichtexistent und was nicht existiert, kann man schlecht falsizieren.

Wir sind gespannt auf eine tatsächliche "Emissionstheorie" des Lichtes, die Phänomene wie Beugung, Interferenz, stehende Wellen etc. vernünftig erklärt.
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Re: Gedankenspiele und Experimente zur Relativitätstheorie

Beitragvon Ernst » Mi 7. Nov 2012, 13:41

DerDicke hat geschrieben: Die "Emmissionstheorie" ist keine Theorie im physikalischen Sinne

Jaja, nur die RT ist eine physikalische Theorie. :lol: :lol: :lol:

Wiki hat geschrieben:Emissionstheoretiker waren zum Beispiel Sir Isaac Newton (1643–1727), Pierre Simon de Laplace (1749–1827), Jean-Baptiste Biot (1774–1862), Sir David Brewster (1781–1868)...
Dieses Modell wurde durch Walter Ritz 1908 vorgeschlagen, und galt als die am weitesten entwickelte Emissionstheorie....
Dieses Modell wurde von Richard C. Tolman 1910 vorgeschlagen...
Albert Einstein selbst zog vor 1905 eine Emissionstheorie in Erwägung, j

Die Emissionsthese sagt aus, daß die LG relativ zur Quelle konstant ist. Das gilt auch für die Emissionstheorie als Wellenmodell, womit dann alle Welleneigenschaften erklärt sind:

Wiki hat geschrieben:Diese Überlegungen wurden gelegentlich auch auf elektromagnetische Wellen übertragen. Emissionstheorien sind nicht notwendigerweise auf das Teilchenbild des Lichts beschränkt[11]:
...
↑ Kunz, Jakob: An Attempt at an Electromagnetic Emission Theory of Light. In: Physical Review. 3, Nr. 6, 1914, S. 464-475. doi:10.1103/PhysRev.3.464.

Die Emissionstheorie ist die einzige Theorie, welche ohne Verbiegung von Raum und Zeit und ohne einen Wunschäther auskommt und sich damit im Einklang mit der klassischen Physik und der allgemeinen Erfahrung befindet.
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Re: Gedankenspiele und Experimente zur Relativitätstheorie

Beitragvon Gluon » Mi 7. Nov 2012, 15:14

Sehr spannend: Ein Wikipedia-Artikel von einem Relativitätskritiker für Relativitätskritiker.

Ich muss aber zugeben, dass es ganz angenehm war, mit Dietmar zu diskutieren, als er noch im MAHAG schrieb.

Gruß,
Gluon
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Re: Gedankenspiele und Experimente zur Relativitätstheorie

Beitragvon Ernst » Mi 7. Nov 2012, 15:44

Gluon hat geschrieben:Sehr spannend: Ein Wikipedia-Artikel von einem Relativitätskritiker für Relativitätskritiker.
Ich muss aber zugeben, dass es ganz angenehm war, mit Dietmar zu diskutieren, als er noch im MAHAG schrieb.

Kann ich bestätigen. Dietmar hat profunde physikalische Kenntnisse.
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Re: Gedankenspiele und Experimente zur Relativitätstheorie

Beitragvon Gerhard Kemme » Mi 7. Nov 2012, 16:32

Ernst hat geschrieben:Die Emissionsthese sagt aus, daß die LG relativ zur Quelle konstant ist.


Wenn die LG zur Quelle konstant wäre, dann wäre sie gegenüber einem ruhenden Bezugssystem variabel - und wir hätten als Geschwindigkeit der Lichtwellenfront, wenn sich die Quelle auf einem bewegten Objekt (Fahrzeug) befindet, v_Licht=v_Quelle + c. Dies wäre in der Ballistik auch normal, dass die Geschwindigkeit eines Projektils v_Geschoss=v_Fahrzeug + v0_Geschossgeschwindigkeit_Mündung. Nur - es ist vielfach bestätigt, dass die LG von der Quelle unabhängig ist.

Ernst hat geschrieben:Das gilt auch für die Emissionstheorie als Wellenmodell, womit dann alle Welleneigenschaften erklärt sind


Das Typische einer Emissionstheorie wäre der Teilchencharakter der "Lichtteilchen", d.h. es handelt sich um eine Korpuskeltheorie.

Je nachdem, was als Ziel angestrebt wird, kann es sicherlich sehr viele Theorien geben, die die Erzeugung und Übertragung von Licht erklären oder berechenbar machen.
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Re: Gedankenspiele und Experimente zur Relativitätstheorie

Beitragvon Ernst » Mi 7. Nov 2012, 17:19

Gerhard Kemme hat geschrieben: Nur - es ist vielfach bestätigt, dass die LG von der Quelle unabhängig ist.

Die "Bestätigungen" sind alle nicht wasserfest.

Das Typische einer Emissionstheorie wäre der Teilchencharakter der "Lichtteilchen", d.h. es handelt sich um eine Korpuskeltheorie.

Nein, das typische der Emissionstheorie ist die LG konstant relativ zur Quelle.
Der Charakter des Lichts, Korpuskel oder Welle oder Zwitter, ist ganz nachrangig.
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Re: Gedankenspiele und Experimente zur Relativitätstheorie

Beitragvon DerDicke » Mi 7. Nov 2012, 23:04

Ernst hat geschrieben:Jaja, nur die RT ist eine physikalische Theorie.

Das Wörtchen "nur" kommt vom "Ernst", nicht VomDicken.


Ernst hat geschrieben:Die Emissionsthese sagt aus, daß die LG relativ zur Quelle konstant ist. Das gilt auch für die Emissionstheorie als Wellenmodell, womit dann alle Welleneigenschaften erklärt sind:

Zur Erinnerung: Die Frage DesDicken war:
DerDicke hat geschrieben:Wir sind gespannt auf eine tatsächliche "Emissionstheorie" des Lichtes, die Phänomene wie Beugung, Interferenz, stehende Wellen etc. vernünftig erklärt.

Ihre Antwort:
Ernst hat geschrieben:Kunz, Jakob: An Attempt at an Electromagnetic Emission Theory of Light. In: Physical Review. 3, Nr. 6, 1914, S. 464-475. doi:10.1103/PhysRev.3.464.

Eine Sammlung unterschiedlicher teils widersprüchlicher Denkansätze ist keine Theorie.
Und eine Sammlung von Literaturangaben, die Sie vermutlich noch nicht mal alle gelesen haben, ist kein Argument
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Re: Gedankenspiele und Experimente zur Relativitätstheorie

Beitragvon Kurt » Mi 7. Nov 2012, 23:31

Ernst hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben: Nur - es ist vielfach bestätigt, dass die LG von der Quelle unabhängig ist.

Die "Bestätigungen" sind alle nicht wasserfest.


GPS leiste aber einen guten Beitrag dazu.
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Re: Gedankenspiele und Experimente zur Relativitätstheorie

Beitragvon Gluon » Do 8. Nov 2012, 11:57

Haha, Licht mit etwa 400 Nanometern Wellenlänge soll sich in Molekülen mit wenigen zehntel Nanometern Durchmesser bewegen. Sehr witzig.
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Re: Gedankenspiele und Experimente zur Relativitätstheorie

Beitragvon julian apostata » Do 8. Nov 2012, 15:45

http://www.physikevolution.de/JdLpdf.pdf

Oh mein Gott, der Typ hat doch noch nicht mal die klassische Physik verstanden!

Das zeig ich mal an einem klassischen Gedankenexperiment.

1. Wir haben eine ruhende massereiche vollelastische Wand.

2. Links davon ruht ein vollelastischer Fußball mit geringer Masse.

3. Noch weiter links davon kommt eine weitere vollelastische Wand mit 10 m/s angerast.

--------------------------------------------------------

1.Kontakt: linke Wand trifft auf Fußball, dessen Geschwindigkeit beträgt nun 20m/s

2.Kontakt Fußball prallt von rechter Wand ab, dessen Geschwindigkeit beträgt nun -20m/s

3. Kontakt: linke Wand trifft auf Fußball, dessen Geschwindigkeit beträgt nun 40m/s

4. Kontakt: Fußball prallt von rechter Wand ab, dessen Geschwindigkeit beträgt nun -40m/s

5. Kontakt: linke Wand trifft auf Fußball, dessen Geschwindigkeit beträgt nun 60m/s…

-------------------------------------------------------

Kommt nun die zunehmende kinetische Energie des Fußballs aus dem Nichts?

Nein mitnichten, denn hauptsächlich von der linken Wand wird kinetische Energie auf den Fußball übertragen.

Der Energieverlust der Wand allerdings setzt sich kaum in Geschwindigkeitsverminderung um und zwar wegen deren viel höherer Masse.

Und nun kommt unser Physikgenie daher und führt dasselbe Gedankenexperiment statt mit einem Fußball mit einem Photon durch.

In Anhang III auf Seite 31 findet ihr einen grottendämlichen Satz.

Machen wir eine Energiebilanz: Das Raumschiff spendiert ein einzelnes Photon der Energie E0 und
die Spiegel reflektieren nur zurück, was sie an Energie erhalten


Die Spiegel denken also nicht daran, sich an das Impulserhaltungsgesetz zu halten, und der Energiezuwachs kommt quasi aus dem Nichts und das ist dann ein Argument gegen die SRT.

Typische SRT-Kritik!
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