Interferenzmuster im MMI

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Entstehung der Ringe

Beitragvon Ernst » Di 31. Jul 2012, 21:13

Highway hat geschrieben:Da hast du auch ein Stück Mathematik zu? Die Addition zweier Lichtstrahlen gleicher Frequenz, mit beliebigen Phasenunterschied ergeben wieder ein Licht mit gleicher Frequenz, aber unterschiedlicher Intensität, aber keine Streifeninterferenz, wie ich schon mal ausgeführt habe.

Wie das geht, habe ich ja mehrfach gezeigt. Die Frequenz bleibt konstant, die unterschiedlichen Wege einzelner Strahlen zu den einzelnen Schirmpunkten, veranschaulicht am Doppelspalt, ergibt das Interferenzmuster.


Ernst hat geschrieben:Phasenstarres Licht erzeugt man mit Lichtquellen, welche kohärentes Licht erzeugen.

Und das ist jetzt was und funktioniert wie genau?

Bischen Eigeninitiative könnte das klären:

http://de.wikipedia.org/wiki/Koh%C3%A4renz_(Physik)
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Re: Interferenzmuster im MMI

Beitragvon Harald Maurer » Di 31. Jul 2012, 21:16

Highway hat geschrieben:Was sind bitteschön phasenstarr gekoppelte Lichtstrahlen, und wie koppelt man Licht, damit es phasenstarr ist?

Stehende Welle!
Um die Interferenz im MMI sichtbar zu machen, stellt man die Wellenzüge so ein, dass sich vom Umlenker weg bis zur Linse vor der Projektionsfläche eine stehende Welle ergibt. Diese Linse ist eine Zerstreuungslinse, um den Strahl bis zur Projektionsfläche aufzuweiten. Der Strahl ist aber ein Strahlenbündel, bestehend aus vielen nebeneinander her laufenden Strahlen. Für die Bildung der Ringe des Interferenzmusters ist nur die Zerstreuungslinse verantwortlich:
Bild
Der Strahlanteil, der in der optischen Achse liegt, wird nicht gebrochen und landet auf der Projektionsfläche, wo sich je nach Phasenlage ein heller oder dunkler Fleck ergibt. Man sieht hier die Interferenz erster Ordnung. Die rundherum um die axiale Strahlkomponente liegenden Strahlen werden von der Linse gebrochen und landen mit dementsprechenden Winkeln und längerem Weg auf der Projektionsfläche, sie unterscheiden sich deshalb vom Fleck in der Mitte. Die mit gleichen Winkeln ankommenden Strahlen zeigen daher eine Interferenz zweiter Ordnung - und das ist ein Ring, gebildet aus den um die optische Achse rundherum liegenden Strahlen. So entstehen aufgrund der Wegunterschiede die Ringe nach einander, sind also Interferenzen höherer Ordnung. Landet auf der Projektionsfläche ein axial ankommendes Maximum, so ist der Fleck hell, der darauf folgende Ring ist daher dunkel und der nächste wieder hell etc...
Verschiebt man die Linse oder die Lichtquelle, verändert man also dadurch die optische Wegstrecke, so verändert sich der Fleck in der Mitte, weil hier nun ein Minimum landet, und dementsprechend verändern sich die Ringe von dunkel auf hell. Durch Abzählen dieser Veränderungen kann man nun mit der Genauigkeit einer Wellenlänge die Veränderung der optischen Wegstrecke messen. Oder eine Phasenverschiebung, weil sich dadurch die stehende Welle selbst bewegt.
Da die Veränderung der Ringe mit der Veränderung des Flecks in der Mitte konform verläuft, kann man auch nur die Ringe herausblenden (durch Schrägstellen der Linse), man beobachtet dann ein Streifenmuster mit allerdings noch leicht gekrümmten Hell-Dunkelstreifen. Michelson erwartete daher eine bestimmte Veränderung des Musters, weil sich aus der Rechnung mit den Laufzeiten der beiden Strahlen, aus welchen er mittels des beweglichen Spiegels eine stehende Welle und somit eine sichtbare Interferenz eingestellt hat, eine Phasenverschiebung ergibt, die sich bei Drehung des Apparats von einem Strahl auf den anderen Strahl überträgt und daher die stehende Welle und somit das Interferenzmuster bewegt. Die verschobenen Phasen übertragen sich aber aufgrund der Reflexionsvorgänge (es werden stets nur ganze Amplituden reflektiert) nicht auf die nächste Laufstrecke, und es kommt daher an der Linse keine Phasenverschiebung an. Deshalb kann sich das Muster auch nicht bewegen und ein Äther kann mit dieser Methode nicht nachgewiesen werden.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Interferenzmuster im MMI

Beitragvon Kurt » Di 31. Jul 2012, 21:43

Harald Maurer hat geschrieben:
Highway hat geschrieben:Was sind bitteschön phasenstarr gekoppelte Lichtstrahlen, und wie koppelt man Licht, damit es phasenstarr ist?

Stehende Welle!


Nein, wenn du jetzt auch noch eine Stehwelle dazu postulierst dann bleibt von der möglichen Strichverschiebung nichts mehr übrig.
Denn allein schon die Kopplungen am Strahlteiler verschlingen einen Teil der Streifenverschiebung (die ja beim MMI nicht zu erwarten ist).
Ein sauber aufgebautes Interferometer hat keine Stehwelle.

Eine stehende Welle braucht eine Rückspiegelung/Mitkopplung, sonst gibts keine.
Beim MMI wird das möglichst vermieden, sollte es zumindest vermieden werden.
Das das nur unzureichend geht zeigt der Phaserkreisel, er hat auch einen "Totpunkt".

Jedenfalls kann die Stehwelle nicht als "Verhinderungsgrund" beim MMI (theoretisch) verwendet werden.


Gruss Kurt
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Re: Interferenzmuster im MMI

Beitragvon Kurt » Di 31. Jul 2012, 21:50

Harald Maurer hat geschrieben:Für die Bildung der Ringe des Interferenzmusters ist nur die Zerstreuungslinse verantwortlich:


Nein, es ist die unterschiedliche Streckenlänge (zum jeweiligem Überlagerungspunkt) der, entweder hintereinander oder nebeneinander liegenden, Lichtquellen.
Striche oder Ringe, das ist das Ergebnis der unterschiedlich langen Wege des Lichtes der beiden Quellen.


Gruss Kurt
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Re: Interferenzmuster im MMI

Beitragvon Ernst » Di 31. Jul 2012, 21:51

Harald Maurer hat geschrieben:Da die Veränderung der Ringe mit der Veränderung des Flecks in der Mitte konform verläuft, kann man auch nur die Ringe herausblenden (durch Schrägstellen der Linse), man beobachtet dann ein Streifenmuster mit allerdings noch leicht gekrümmten Hell-Dunkelstreifen. Michelson erwartete daher eine bestimmte Veränderung des Musters, weil sich aus der Rechnung mit den Laufzeiten der beiden Strahlen, aus welchen er mittels des beweglichen Spiegels eine stehende Welle und somit eine sichtbare Interferenz eingestellt hat, eine Phasenverschiebung ergibt, die sich bei Drehung des Apparats von einem Strahl auf den anderen Strahl überträgt und daher die stehende Welle und somit das Interferenzmuster bewegt. Die verschobenen Phasen übertragen sich aber aufgrund der Reflexionsvorgänge (es werden stets nur ganze Amplituden reflektiert) nicht auf die nächste Laufstrecke, und es kommt daher an der Linse keine Phasenverschiebung an. Deshalb kann sich das Muster auch nicht bewegen und ein Äther kann mit dieser Methode nicht nachgewiesen werden.

Das ist, wie schon früher bemerkt, nicht richtig. Die Reflexion der hinlaufenden Welle ergibt eine rücklaufende Welle, deren Phase bei der Reflexion um 180° gedreht wird. Die Phasenwinkel werden aber kontinuierlich übergeben. Nur die Überlagerung der hin- und rücklaufenden Wellen ergibt die stehende Welle. Nach dem letzten Umlenker existieren aber nur noch die rücklaufenden Wellen. Auf die Linse treffen also nicht stehende Wellen sondern zwei einzelne infolge der Laufzeitdifferenz phasenverschobene Wellen, welche ein bestimmtes Interferenzmuster bilden. Da sich die Laufzeiten bei Drehung der Apparatur ändern, ändert sich die Phasenlage der beiden Wellen zueinander und damit das Interferenzmuster.
Sonst würde ja auch keine Änderung des Musters bei Änderung der Weglängen auftreten.
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Re: Entstehung der Ringe

Beitragvon Ernst » Di 31. Jul 2012, 21:57

Highway hat geschrieben:Du drückst dich schon wieder um die Erklärung deiner Behauptung. Was ist phasenstarr?

Ich dachte, du liest den Link:

Periodische Wellen gelten als kohärent, wenn Teilwellen bestimmte feste Phasenbeziehungen zueinander aufweisen.

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Re: Entstehung der Ringe

Beitragvon Ernst » Di 31. Jul 2012, 22:03

Highway hat geschrieben: Ich habe gezeigt, dass gleiche Frequenzen bei beliebiger Phasenverschiebung keine Interferenz erzeugt.


Highway, es ist zum verzweifeln mit Dir.

Interferenz ist nur mit kohärentem Licht zu erzeugen. Interferenz entsteht durch Überlagerung kohärenter Lichtstrahlen. Das sind frequenzgleiche Lichtstrahlen mit festen Phasen zwischen den Strahlen.
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Re: Entstehung der Ringe

Beitragvon Ernst » Di 31. Jul 2012, 22:05

Highway hat geschrieben:
Periodische Wellen gelten als kohärent, wenn Teilwellen bestimmte feste Phasenbeziehungen zueinander aufweisen.

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Da steht nichts von phasenstarr! Wieder meine Frage: Was soll das sein?[/quote]

Kannst du nicht lesen? Oder willst du mich vera.....n?
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Re: Interferenzmuster im MMI

Beitragvon Ernst » Di 31. Jul 2012, 22:07

Highway hat geschrieben:Da kommt in der Summe wieder die gleiche Welle raus, aber die ist, je nach Phasenverschiebung, unterschiedlich intensiv? Völlig unfähig, bzw. nicht mehr und nicht weniger in der Lage wie die ursprüngliche Welle, ein Interferenzmuster zu erzeugen. Wie mathematisch von mir nachgewiesen und nach wie vor von dir einfach ohne einen Beweis anzutreten ignoriert!!! Wo ist deine Mathematik zu deinen Behauptungen?

Alles tausendmal beschrieben. Nochmal tausendmal werden dir auch nicht helfen.
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Re: Interferenzmuster im MMI

Beitragvon Kurt » Di 31. Jul 2012, 22:19

Ernst hat geschrieben:Alles tausendmal beschrieben. Nochmal tausendmal werden dir auch nicht helfen.


Er will es nicht sehen müssen, treibt alles damit er wieder ausweichen/ablenken, von vorne anfangen kann.
Da ist anscheinend jedes Mittel recht um den Kopf im Sand zu belassen können.
Schade, hätte das nicht erwartet.


Gruss Kurt
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