Verschiedene BS und gleiche Kräfte

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Verschiedene BS und gleiche Kräfte

Beitragvon Gerhard Kemme » Di 10. Jan 2012, 23:57

Highway hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben:
Es wären Nah- und Fernbereich zu unterscheiden - d.h. man hätte die physikalischen Bedingungen unmittelbar an der Gondel zu untersuchen, um eine Aussage über die auf die Gondel wirkenden Kräfte zu machen.


Wozu? Zur ersten Klassifizierung reicht doch: Entweder es bewegt sich, oder es bewegt sich nicht.


Sprache ist ziemlich beliebig - aber du wirst auch dieses sicherlich abstreiten und erzählen, dass Sprache streng festgelegt ist. :mrgreen:
Inhaltlich: Wenn zum ungezählten Mal die Argumentation kommt, dass man über den Bewegungszustand eines Objektes aufgrund der Vielzahl von Bewegungen keine Aussagen machen könne, dann kommt bei mir die Antwort, dass der Nahbereich zu betrachten wäre - und damit werden die Verhältnisse klar.
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Re: Verschiedene BS und gleiche Kräfte

Beitragvon Gerhard Kemme » Mi 11. Jan 2012, 00:20

Chief hat geschrieben:Die Physik handelt von dem, was tatsächlich passiert. Was jemand sieht, interessiert die Physik nicht (außer vielleicht RT).


Dieser Meinung schließe ich mich an. Was Beobachter sehen, sollte nicht vorschnell mit den realen Kräften und Bewegungen vermengt werden. Ansonsten stände man sehr schnell vor der Frage, mit welcher "Kraft" ein gerader, schräg ins Wasser getauchter Stab gekrümmt wird, weil wir ihn optisch gebogen wahrnehmen. Entsprechend wäre es, wenn einerseits von einem Beobachter auf dem Erdboden die realen Bewegungs- und Kräftebedingungen eines Kettenkarussells wahrgenommen werden und dies zum anderen mit der Wahrnehmung eines mitrotierenden Beobachters in einer der Gondeln verglichen wird - und dieser darüber sinniert, wieso die Gondeln nach außen gedrückt werden. Im hier genannten zweiten Fall liegt eine Situation mit unvollständigen Informationen vor. Wenn man eine Person nicht körperlich sieht, sondern nur ihren Schatten erkennen kann, dann wird man wie beim Höhlengleichnis manchmal zu unrichtigen Schlußfolgerungen kommen. Entsprechend wandert ein Löffel über die Tischplatte, weil ein Magnet darunter verschoben wird - wenn man dann die realen Verhältnisse nicht untersuchen will, dann wird man irgendwelche Phantasiekräfte annehmen müssen.
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Massenträgheitskraft

Beitragvon rmw » Mi 11. Jan 2012, 20:19

Ernst hat geschrieben:- Der Widerstand ist nicht Null: Sonst würde die Beschleunigung bei Krafteingriff instantan unendlich werden.
- Der Widerstand ist nicht unendlich (eine gleichgroße Gegenkraft ist nicht vorhanden). Sonst würde der Körper überhaupt nicht auf die Kraft reagieren und unbeschleunigt bleiben.

Ein Widerstand zwischen null und unendlich, das könnte hinkommen.

Ernst hat geschrieben:- Der Widerstand hat einen gewissen endlichen Wert: F/(d²s/dt²) = m_träg. Dieser Widerstand ist die besondere Eigenschaft der Trägheit der Masse. Nach der Natur diese Eigenschaft zu fragen , ist genauso müßig wie nach der Natur der Gravitation (m_schwer) zu fragen.

Nach der Natur der Massenträgheit fragt hier ja auch niemand. Allerdings der Wert F=m_tr*a stimmt haargenau. Und ja der Widerstand ist eine Eigenschaft der Trägheit der Masse. Aber das sage ich ja die ganze Zeit. Dieser Widerstand ist die Massenträgheitskraft.

Ernst hat geschrieben:Greift also eine Kraft an eine Masse, dann "wehrt sich" die Masse zwar gegen eine instantane Beschleunigung. Sie widersteht der Kraft aber nicht mit einer gleichgroßen Gegenkraft, sondern fügt sich "weich" in die Beschleunigung mit der Relation d²s/dt²=F/m.

Also was weich in diesem Zusammenhang heißt weis ich nicht. Tatsache ist dass du hier von einem "Widerstand" redest und den der aufgebrachten Beschleunigungskraft gleich setzt. Im nächsten Satz widersprichst du dich dann wider und sagst sie seien nicht gleich.
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Re: Massenträgheitskraft

Beitragvon Ernst » Do 12. Jan 2012, 10:40

rmw hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Greift also eine Kraft an eine Masse, dann "wehrt sich" die Masse zwar gegen eine instantane Beschleunigung. Sie widersteht der Kraft aber nicht mit einer gleichgroßen Gegenkraft, sondern fügt sich "weich" in die Beschleunigung mit der Relation d²s/dt²=F/m.

Also was weich in diesem Zusammenhang heißt weis ich nicht. Tatsache ist dass du hier von einem "Widerstand" redest und den der aufgebrachten Beschleunigungskraft gleich setzt. Im nächsten Satz widersprichst du dich dann wider und sagst sie seien nicht gleich.

"Weich" bedeutet, daß der Widerstand der Masse gegen die Kraft eben nicht groß genug ist, um sich einer Reaktion auf die Kraft vollständig zu widersetzen. Die Kraft der "Massenträgheit" gegen eine Beschleunigung ist kleiner als die angreifende Kraft. Die Kraft "besiegt" die Masse, sie beschleunigt die Masse und verleiht ihr einen Impuls.

Von einem Gleichgewicht zwischen angreifender Kraft und Massenträgheitskraft zu sprechen, verbietet sich schon aus diesem Grunde.
Aber auch schon aus Newton 1, wonach Körper unbeschleunigt bleiben, wenn die Summe der angreifenden Kräfte Null ist.

Gruß
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Re: Verschiedene BS und gleiche Kräfte

Beitragvon Ernst » Do 12. Jan 2012, 12:12

Chief hat geschrieben:Das hatte Ljudmil am Anfang exakt so erklärt!

Klar, genauso exakt wie er das FederMasseSystem erklärt hat.

Von einem Gleichgewicht zwischen angreifender Kraft und Massenträgheitskraft zu sprechen, verbietet sich schon aus diesem Grunde.
Aber auch schon aus Newton 1, wonach Körper unbeschleunigt bleiben, wenn die Summe der angreifenden Kräfte Null ist.:!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!:
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Re: Verschiedene BS und gleiche Kräfte

Beitragvon Ernst » Do 12. Jan 2012, 12:49

Chief hat geschrieben: Nein, genau wie Du! :lol: :lol:

Dann bist Du ja der einzige, der es nicht verstanden hat. :o
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Re: Verschiedene BS und gleiche Kräfte

Beitragvon Ernst » Do 12. Jan 2012, 13:21

Chief hat geschrieben:
Ljudmil hat geschrieben:...Man kann diese Bewegungsablauf so erklären: Nach dem 0-Punkt wächst die Federkraft und ist größer als die Trägheitskraft...

Ernst hat geschrieben:...Die Kraft der "Massenträgheit" gegen eine Beschleunigung ist kleiner als die angreifende Kraft. Die Kraft "besiegt" die Masse, sie beschleunigt die Masse und verleiht ihr einen Impuls...

Du bist so erstarrt, daß Du entweder nicht lesen kannst, oder Dein Verstand vereist ist. Von Trägheitskraft redet nur Deine winzige Fangemeinde.
Dein Kräftegleichgewicht läßt alle Beschleunigung erstarren.
Eine Kraft bewirkt eine Beschleunigung. Der Trägheitswiderstand der Masse ist daher nicht unendlich, sondern entspricht quantitativ dem Newtonschen Gesetz..Immer und überall :!:

F/(d²s/dt²)=m und nicht unendlich.

An der Klarheit Deines Verstandes kann man echt zweifeln. :o :o :o

Ernst
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Re: Verschiedene BS und gleiche Kräfte

Beitragvon Ernst » Do 12. Jan 2012, 13:54

Chief hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben: An der Klarheit Deines Verstandes kann man echt zweifeln. :o :o :o

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. (Albert Einstein) :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Das ist natürlich eine Erklärung. Du bist entschuldigt.
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Re: Verschiedene BS und gleiche Kräfte

Beitragvon Ernst » Do 12. Jan 2012, 15:36

Chief hat geschrieben:
Ljudmil hat geschrieben:...Man kann diese Bewegungsablauf so erklären: Nach dem 0-Punkt wächst die Federkraft und ist größer als die Trägheitskraft...

So aus dem Zusammenhang gerissen, Deine übliche Masche, sagt das gar nichts. Eine auf eine Masse wirkende Kraft ist immer größer als der Widerstand der Masse gegen die Beschleunigung durch diese Kraft, sonst würde die Masse sich gar nicht beschleunigen lassen. Und das steht so mathematisch gefaßt in Newton2.
Mit "Trägheitskraft" hat das schon gar nichts zu tun.

Alles 'ne Nummer zu hoch für Dich.

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Unterschied

Beitragvon rmw » Do 12. Jan 2012, 19:36

Ernst hat geschrieben:"Weich" bedeutet, daß der Widerstand der Masse gegen die Kraft eben nicht groß genug ist, um sich einer Reaktion auf die Kraft vollständig zu widersetzen. Die Kraft der "Massenträgheit" gegen eine Beschleunigung ist kleiner als die angreifende Kraft.

Hast du schon heraus gefunden wie groß der Unterschied ist, sind es vielleicht 20% oder so. Das wäre nämlich für viele Bereiche der Industrie von großen Vorteil.
So glauben z.B. die Fahrdynamiker bei Fahrzeugen doch glatt dass die Massenträgheitkraft gleich der Beschleunigungskraft ist. Und es kommt noch schlimmer die denken sogar dass eine Zentrifugalkraft auf das Fahrzeug wirkt: http://www.markweger.at/s_133.pdf
Du mußt diesen Irrtumm dringend aufklären. Selbst 20% Unterschied wäre schon ein großer Vorteil. Und wenn es keine Zentrifugalkraft gibt, das wäre dann erst ein großer Vorteil. Stell dir doch vor die glauben doch glatt dass das Moment aus Zentripetalkraft und Zentrifugalkraft ein Kippmoment auf ein Fahrzeug bewirkt! Unglaublich. Du mußt deine neuen Erkenntnisse dringend veröffentlichen, die Anerkennung der Welt ist dir sicher!
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