Hallo Gluon,
„Doch, können sie. Und zwar über die Wechselwirkung der Atome mit Lichtwellen. In der Quantenoptik nennt man das die halbklassische Näherung: Atome werden quantenmechanisch behandelt, das Licht dagegen als Welle. Tatsächlich wechselwirkt hier also eine Welle mit dem Schirm und regt an genau einer Stelle ein Atom zum Leuchten an. Wenn die Welle so schwach ist, dass die Anregungswahrscheinlichkeit zu jedem Zeitpunkt sehr klein ist, dann entstehen nur einzelne Punkte auf dem Schirm. Das widerspricht dem Wellenbild überhaupt nicht.“
Jetzt muss Du der Verwirrte sein. Selbstverständlich kann man alles irgendwie „erklären“. Deine „Erklärung“ entbehrt jedoch eine Konsistenz. Du erklärst indirekt den Zweispalteneffekt als einen Effekt, der beim Detektor entsteht (auch meine Meinung).
Wenn das Licht Welle wäre, dann entsteht, wie Young und Fresnel meinten, die Interferenz
im Raum zwischen Spalten und Detektor –s.g. optische Interferenz. Wenn also so wäre, und man bedenkt, dass es sich um Spalten handelt, dann müssten die einzelnen Punkten, die durch eher angeregten Detektor-Atome entstehen, doch von Anfang an schon das Interferenzmuster zeichnen. Das ist jedoch nicht der Fall.
Das, was Du beschreibst, entspricht einer gleichmäßigen, flächendeckenden Beleuchtung – erst dann können einzelne ungeordnete Punkte entstehen, entsprechend wird dann aber keine Interferenz entstehen. Bei Spalten ist die Intensität des im Detektor einfallenden Lichtes von Anfang an schon interferiert – d.h. die einzelnen Punkten können nur entlang höchster Intensität ungeordnet entstehen, nicht aber dort, wo eine niedrige Intensität empfangen wird.
Das Zitat hast Du auch nicht verinnerlicht – steht Teilchen, quantenmechanische Betrachtung, nix mit Optik (Welleninterferenz) erklärbar, nix mit einem Teilchen, das als Welle zu behandeln ist – nur ein Strahl hat Wellencharakter.
„Du tust gerade so, als sei die Physik ca. 1920 stehengeblieben. Ihr sollten auch die Entwicklungen der letzten 90 Jahre in betracht ziehen.“
Glaube, das gilt eher für Dich – kein Physiker redet heute über Licht in Vakuum als Welle. Oder verwechselst Du, was Welle und was Teilchenstrahl bedeutet.
„Nach Erfindung des Lasers 1960 hat sich viel in der Quantenoptik getan.“
Ja, z.B. Einsteins Erklärung des Photoeffekts widerlegt.
„Nein, hast du nicht. Von Teilchen mit Flügeln hat Einstein sicher nie geschrieben.“
Doch, doch, ich habe nur seiner Vorstellung einen visuellen Vergleich hinzugefügt (Flügelchen). Steht aber oben bei mir – Korpuskeln, umgeben von nicht näher bezeichneten schwingenden Kraftfeldchen.
Wie ist Deine
belegte Meinung über Einsteins Lichtquant-Vorstellung?
„Bei vielen Atomen und Molekülen ist das äußere Feld Null, da sich positive und negative Ladungen exakt ausgleichen. Die Atome und Moleküle sind elektrisch neutral, also nach außen feldfrei.“
Sorry, aber so einen Unsinn darf ein Physiker nicht aussprechen. Bestimmt hast Du dich nur nicht richtig ausgedrückt. Nach außen ist die Materie bestimmt nicht feldfrei, noch ist das elektrische Feld Null. Die Polarität
erscheint als Null, da sich die positiven und negativen Felder in der Wirkung neutralisieren. Das E-Feld, wie auch G-Feld sind unendlich, bzw. unbestimmt weit ausgedehnt. Eine „Störung“ in diesen Kraftfeldern (EM-Welle) wird auch unendlich weit übertragen.
„Es können also nicht die Restatome im Vakuum für die Lichtleitung verantwortlich sein.“
Ja, bestimmt nicht – auch deine restliche Argumentation in dieser Hinsicht finde ich O.K.
Gruß
Ljudmil