Ich habe mich ein wenig umgeschaut und festgestellt, dass das ehrenfestsche Paradoxon bereits 1998 aufgelöst wurde:
A. Tartaglia: Lengths on rotating platformsDer Physiker A. Tartaglia behandelt in einem mehr als 10-seitigen Paper die Frage, was nun laut SRT mit einer kreisrunden Scheibe passiert, wenn sie mit konstanter Umdrehungsrate rotiert. Was stellt ein nebenstehender inertialer Beobachter fest, und was stellt ein mit der Scheibe rotierender Beobachter fest?
Tartaglia kommt zu folgendem schlichten Ergebnis: nichts passiert. Beide Beobachter sehen eine Scheibe, deren Umfang 2*pi*R ist, und kurze tangentiale Strecken erscheinen beiden Beobachtern immer passend zu dem Winkel zwischen den Vektoren vom Mittelpunkt zu den Streckenendpunkten.
Dementsprechend ergeben sich die N Speichenendpunkte in meiner Simulation zu:
x_k(t,v) = r * cos(2*π * k / N - ω*t)y_k(t,v) = r * sin(2*π * k / N - ω*t)mit
ω = v/(2*π*r) und
k = 0,1, ..., N-1.
Die Animation dazu hatte ich bereits gepostet:

Die Zahnradbahn ist nicht hochgeschwindigkeitstauglich, da die Zähne des Zahnrades und die Zähne der Zahnschiene ungleiche Breiten haben.
Folgen wir nun dem Physiker A. Tartaglia, dann müssen wir feststellen, dass der Gültigkeitsbereich der SRT (zumindest konventionelle) Hochgeschwindigkeitszahnradbahnen nicht einschließt. (Das ist natürlich nur der ingenieursmäßige Schluß. Für Physiker muss es heißen: der Gültigkeitsbereich der SRT schließt fahrende konventionelle Zahnradbahnen aus.)
Nun ist nicht auszuschließen, dass andere Physiker die SRT anders interpretieren als Herr Tartaglia. Dann mögen sich andere Speichenendpunkte ergeben. Ich warte auf Vorschläge ...
x_k(t,v) = ???y_k(t,v) = ???... dann kann ich die Animation entsprechend anpassen, um anschaulich zu überprüfen, ob die Zahnradbahn fahrtauglich ist.
Gruß
Faber