Rudi Knoth hat geschrieben:@Frau Holle » Sa 30. Sep 2023, 13:27
Ich denke, wir kommen so nicht weiter. Du hast Probleme mit der Mathematik, die aber für die Theoretische Physik von elementarer Bedeutung ist. Wenn es da Probleme gibt, dann ist eine Diskussion nicht möglich.
Denke auch, dass wir da nicht weiter kommen. Probleme mit der Mathematik habe nicht, aber du hast Probleme mit der Interpretation der mathematischen Therme.
Die Aussage in einem Script der Uni Ulm habe ich verlinkt. Den wirklich trivialen mathematischen Zusammenhang habe ich wasserdicht bewiesen. Hier noch eine Aussage von Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Paul Wagner von der Universität Wien:
Prof. Dr. Dr. h.c. Paul Wagner hat gesagt, nicht hat geschrieben:Aber so einfach ist das nicht. Weil allein durch die Bewegung einer Uhr ändert sich schon ihre Periodendauer. [...]
Und wenn sich jetzt die Periodendauer einer Uhr durch ihre Bewegung aus der Sicht eines anderen Beobachters ändert, dann hat sich letztlich die Zeit, die mit der Uhr gemessen wird, verändert. Weil Zeit ist das, was mit Uhren gemessen wird, und nicht Abstraktes, Abstruses, was irgendwo im Raum herumliegt.
Es ändert sich also die Periodendauer. Aus der Periodendauer z.B. der Strahlung des CS-133-Atoms ergibt sich die SI-Sekunde einer Atomuhr, die sich also durch ihre Bewegung aus der Sicht eines anderen Beobachters ändert. Man sagt dann, es ist die Zeit, die sich mit der SI-Sekunde ändert. Sie ist relativ, und das gleiche gilt für den Raum, der sich mit dem Meter aus Sicht des anderen Beobachters ändert.
Raum und Zeit sind in der RT bekanntlich relativ. Das äußert sich genau in den relativen Einheiten, mit denen Raum und Zeit jeweils gemessen werden. Sie sind nur in einem Inertialsystem konsistent, nicht aber im direkten Vergleich zwischen zwei zueinander bewegten Inertialsystemen. Man sieht das schon am einfachen Beispiel der Lichtuhr, die relativ zu mir bewegt ist: Ihre Periode, ihre SI-Sekunde als physikalische Basiseinheit, dauert aus meiner Sicht länger als meine. Die Dauer einer SI-Sekunde ist also relativ. Versteh's oder nicht. Es ist ziemlich sinnlos, das wir darüber weiter kontrovers diskutieren.
Hier zeigt sich etwas, was ich schon bei vielen Physikern oder Möchtegern-Physikern beobachtet habe: Rechnen können sie oft wie der Teufel und das ist auch immer ihr erster Ansatz. Formeln umstellen und dies und jenes ausrechnen, aber
was sie da eigentlich ausrechnen, was das physikalisch und anschaulich bedeutet, das sehen sie nicht.
Daniel K. ist auch so ein Kandidat. Wie sich in diesem und jetzt wieder aktuell im anderen Forum gezeigt hat, kann er nicht mal ein Minkowski-Diagramm richtig lesen. Aber die Lorentz-Transformation rauf und runter rechnen, das kann er. Nur nützt das herzlich wenig, wenn man die Rechenergebnisse falsch interpretiert^^.
Dass er die LK richtig rechnen kann, hält DK für den Beweis dafür, dass er auch in allen seinen schrägen Interpretationen richtig liegt und alles andere "falsch" ist. Aber nicht mal den trivialen Sachverhalt mit den drei Uhren kapiert er richtig, oder dass der Geschwindigkeitsvektor eines Objekts A, das sich auf ein einzelnes Objekt B zu bewegt, aus Sicht von B seine Richtung ändert, wenn A das Objekt B passiert. Trivial einfach, aber natürlich "falsch" in den Augen von jemand, der Null physikalisches Vorstellungsvermögen mitbringt.
Nachtrag:Das Video von Prof. Dr. Dr. h.c. Paul Wagner kenne ich erst seit kurzem und habe es erst jetzt zu Ende geschaut.
Ziemlich am Ende bestätigt er nochmal ganz deutlich anhand der Lichtuhr meine Aussagen zur Zeitdilatation: Man nennt das Phänomen Dilatation (Dehnung), weil die Periodendauer – also die Sekunde bzw. Maßeinheit – der bewegten Uhr aus Sicht des ruhenden Beobachters länger ist:
Prof. Dr. Dr. h.c. Paul Wagner sagte, nicht hat geschrieben:
Wenn die Periodendauer aus Sicht des ruhenden Beobachters langsamer ist, dann zähl' ich auch weniger Periodendurchgänge, so dass diese sogenannte Zeitdilatation eigentlich eine Verkürzung der Zeit ist. Die bewegte Uhr zeigt eine kürzere Zeit an im Vergleich zu den ruhenden Uhren aus der Sicht des ruhenden Beobachters.
Man nennt's nur deshalb Dilatation, weil die Periodendauer der bewegten Uhr aus der Sicht der ruhenden Uhren und des ruhenden Systems, dilatiert, also verlängert wird.
Es ist genau das, was ich immer sage. Auch die drei Uhren kann man hier gut sehen: Zwei Uhren, die zueinander ruhen im logischerweise ruhenden System der Betrachtung und eine bewegte Uhr mit ganz eindeutig dilatierter Zeit (in einem gedachten bewegten System, denn es könnten auch noch andere mitbewegt sein, die in ihrem System synchron sind). Die drei Uhren werden zweimal verglichen und das Ergebnis ist soweit eindeutig und invariant.
Also nochmal: Die Längenkontraktion um den Gammafaktor entspricht einer Zeitdilatation, die "
eigentlich eine Verkürzung der Zeit ist", also ebenfalls eine Kontraktion an der Zahl: Weniger Länge bei entsprechend weniger Zeit ergibt die gleiche Geschwindigkeit z.B. des Lichts bzw. der Relativbewegung. Alles ganz einfach und logisch konsistent. Was wurde ich doch dafür angegriffen... Ihr solltet euch wirklich selber mehr Logik zutrauen und einfach mitdenken, wenn ich schon alles haarklein vorkaue. Die Wahrheit setzt sich immer durch.
Noch Zweifel? Da bin ich sicher. Irgend eine i-Punkt-Reiterei wird euch schon wieder einfallen, Rudi Knoth und Daniel K. Ihr müsstet ja sonst zurückrudern.

Ein "aaaber aus Sicht von bla..." ändert nichts an diesen glasklaren Grundlagen.
Für mich ist der Käs gegessen.